3D-Druck Podcast

3D-Druck Podcast

Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz

Transkript

Zurück zur Episode

Johannes Lutz: Johannes Lutz Willkommen zum NextScan AM Podcast. Mein Name ist Johannes Lutz.

Torsten: Torsten und ich bin Thorsten Wolchendorf.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Und gemeinsam sprechen wir über die aktuellen Themen rund die 3D-Druck- und additive Fertigungsbranche, über Menschen, Technologien, Anwendungen und vor allem über die Geschichte dahinter. Und heute haben wir jemanden zu Gast, den die meisten wahrscheinlich bereits von LinkedIn kennen. Und er gibt mit seinen Kurzvideos sozusagen einen Einblick in seinen Alltag. Er baut CNC-Fräsmaschinen und er nennt seinen 3D-Drucker den Schwarzarbeiter. Dimitri, bevor du dich gleich vorstellst... Ich eine Frage an dich, die wichtigste Frage vom ganzen Podcast. Viele stehen vor einer CNC-Maschine und sagen, der 3D-Druck wird uns alle die Arbeit wegnehmen. Du baust Fräsmaschinen. Hat der 3D-Druck das Fräsen schon abgelöst, oder wie sieht es aus?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Im Gegenteil, mit dem 3D Druck öffnen sich uns solche Möglichkeiten, allgemein im Maschinenbau, im Fräsenbau. Wir haben ganz andere Möglichkeiten jetzt durch den 3D Druck zusätzlich bekommen. Nein, es ist eine wunderbare Ergänzung. Man kann dadurch viel bessere Produkte realisieren, aber dass es das ablöst, nein, überhaupt nicht.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Okay.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Also die müssen keine Angst haben. Wäre ganz gut, wenn du dich vielleicht in ein, zwei Worten noch ganz kurz vorstellst, wer du bist, was du machst, derjenige, der dich noch nicht kennt.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, der Inge, mich noch nicht kennt, wir sind Millstep, wir stellen CNC-Fräsenmaschinen her, wir machen Sonnenmaschinenbau von der Konstruktion bis zur fertigen Maschine, machen wir hier. Ich bin selber 41 Jahre alt, mache das Ganze seitdem ich 19 bin und Fräsen liegt schon im Blut bei uns. Und habe hier ein kleines Team, wo wir wirklich ganz viel im kleinen Team hier umsetzen und wirklich eigene Produkte hier. in Ost-Westfalen, in NRW bauen und in Betrieb nehmen, europaweit mittlerweile, in die Maschinenbetrieb nehmen. ja, das ist so unser Kern und das dokumentiere ich ganz viel auf Social Media, ganz viel auf LinkedIn und derjenige, der mich noch nicht kennt, einfach Milfstep mal suchen und dann...

Torsten: Torsten Wird man nicht finden, Ja, unabhängig davon, MilStep haben jetzt viele wahrscheinlich schon gesehen oder mal endlich irgendwo sind sie im Stream, bist du mit Sicherheit bei Maschinenbauern und Ähnlichem, die ja auch in unseren Branchen tätig sind, aufgefallen. Und die haben vielleicht der eine oder andere hat einen Schwarzarbeiter auch mal gesehen. Aber da ist so für uns, wir sind ja so aus dieser 3D-Druckbubble. Aber vielleicht kannst du mal ganz kurz erklären.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Guck mal!

Torsten: Torsten Wie bist du eigentlich so zu diesem Thema 3D-Druck gekommen? Was war dein Input, wo du sagst, das muss ich jetzt mal machen als Fräser. Ich fräse meine Sachen nicht mehr, ich mache jetzt 3D-Druck.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau. Und da gab es wirklich einen Startpunkt, wo wir gesagt haben, ey jetzt müssen wir doch irgendwie eine hässliche, oder das waren zwei hässliche Stellen, wo ich immer wieder Augenkrebs hatte an den Maschinen, wo der Übergang aus einem Blechteil über einen Panzerschlauch und dann wieder in die Energiekette rein. Das hat mir so nicht gefallen. Und dann dachten wir, also mein Bruder und ich hatten gesponnen, wie Blech hin und her kannten, wie kann man das verkleiden. Im Endeffekt fiel dann so, jetzt reicht es, jetzt wollen wir uns mal einen 3D-Drucker und dann probieren wir es mal aus. Weil, da wir selber entwickeln, konstruieren und die Teile uns selber komplett ausdenken, die Maschinen, wir bauen, kann man nicht einfach einen Bauteil zum Lohnfertiger geben, sondern man muss das Teil selber herstellen. Und das war quasi die Geburtsstunde des Druckers. Dann haben wir geschaut und geguckt und dann haben wir uns wirklich den ersten geholt und die ersten brauchbaren Teile. Das hier habe ich das Teil auch da. 0,15 Deckel, Käppchen, aber man sieht schon da ist schon etwas Know-how hinter, weil mein Bruder eigentlich aus dem Spritzkuss-Formbau kommt und der bei uns dann extra in die Konstruktionen macht. Ist schon einiges. Ich würde definitiv länger dran sitzen als er und da haben wir und hier sieht man den Ausbruch, wo die Energiekette reinkommt und hier unten in den Deckel kommen dann die Kabel durch. Ganz simpel, super einfach, aber dafür sieht das ganze in sich so abgeschlossen und einfach top aus. Durch die blauen Bleche, blauen Kunststoffteile hat man da gar keine Übergänge, fällt keiner aus.

Torsten: Torsten Du hast ja gesagt, du wolltest diese Lücke schließen. Du hättest ja jetzt auch ein Aluminium-Frästeil machen können. Was hat dich zum 3D-Druck motiviert?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, da ich ja nicht nur entwickle, sondern ich muss ja auch verkaufen und ich muss auch meine Mitarbeiter bezahlen und von daher muss man auch wirtschaftlich denken und irgendwie die Kosten im Rahmen behalten und von daher so ein Teil aus Alufräsen rein als Abdeckung, was wir jetzt hier drucken, das steht in keinem Verhältnis. Nein, um Gottes Willen, das kann man nicht bezahlen, das wird kein Kunde bezahlen. Sogar wenn ich das schön verkaufe und sage, hey, das ist aus Edelstahl oder hey, das ist aus Alu eluxiert, trotzdem wird es keiner kaufen. Es muss irgendwo ja ein Verhältnis da sein und von daher ideal, also 3D-Druck, können wir uns richtig ausdrucken.

Torsten: Torsten Aber es gibt ja auch theoretisch fertige Lösungen irgendwo. hättest ja auch die Maschinen in dem Bereich umkonstruieren können oder irgendwas. Theoretisch, das ist ja so die Denkweise, die viele machen. Und wir wollen ja heute genau das mal rauskristallisieren. Was ist wirklich der Punkt, wo war bei dir der Punkt, dass du sagst, 3D-Druck ist meine Lösung? Es ist wirtschaftlich, es ist vielleicht auch einfach in der Umsetzung. Es kann, was ich brauche. Vielleicht kannst du da noch mal drauf eingehen. Was ist da Wie für dich dieser Moment? Es gibt ja so viele Technologien da an der Stelle.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Absolut, sind, wir lieben es Normteile zu verbauen, wir lieben es Standardteile zu verbauen, weil damit kann jener arbeiten, falls irgendwann mal was kaputt ist, kann jeder Ersatz holen. Aber diese Übergänge, entweder sieht das hässlich aus, es passt einfach nicht hin, man kann was Fertiges kaufen oder dieses letzte I-Tüffelchen, das kann man nur mit einem 3D-Drucker machen, das heißt man hat ein vorhandenes System, Und dort irgendwie eine Kante, irgendwie eine Abdeckung, irgendwie Abschluss finden, das kann man nur mit einem 3D-Drucker, weil du willst ja nicht deine ganze Konstruktion umschmeißen, diese eine kleine optische, nicht funktionale, sondern einfach nur eine optische Sache zu verschönern und da sagst du, nein, ich wechsle, ich tausche nicht meine 20 verschiedenen Bleche, meine bereits vorgeschriebenen Programme oder keine Ahnung was oder tausche da 10 Artikel aus, nein und somit haben wir eine Maschine, eine Serie, wir seit 2013 zum Beispiel bauen und durch diesen 3D Druck konnten wir so viele Ecken und Kanten zusätzlich verkleiden und von der Handhabung und vom Schutzer, wir einfach... Das kriegst nicht mit einem anderen Fertigungsverfahren hin. Das kann ich mir nicht vorstellen.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ja, Dann war das ja eigentlich so aus einer Note heraus, wo du gesagt hast, das kann man echt nicht sehen, da muss ich jetzt ja was anderes machen, alles andere ist zu teuer, wir müssen eine Lösung dafür finden. Wie hat sich denn so dein Blick als klassischer Maschinenbauer so auf den 3D-Druck dadurch verändert? Wie war das vorher und wie war es danach, nachdem du das Bauteil in der Hand gehabt hast, hast du es draufgesetzt und hast gesagt, wow.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Zuerst war das ja einfach nur ein Ecken und Kanten verkleiden und optisch verbessern und vielleicht ein bisschen mehr Schutz reinbringen. wo man dann das erste Teil in Hand hatte, hat man sofort die Möglichkeiten, die Perspektive. Das habe ich heute Morgen übrigens im Video auch gesagt. Je mehr du weißt oder je mehr du ausprobiert hast, umso breiter wird dein Spektrum und es wird einfach wow, das erschlägt dich, was du alles damit machen kannst. Abgesehen von den Abdeckungen, genauso Vorrichtung kann man damit machen, Hilfsmittel kann man damit machen, Schablonen kann man damit wunderbar machen. Das sind mittlerweile so viele Sachen die damit zack.

Torsten: Torsten Würdest du denn sagen, wer einmal so mit so einem Thema anfängt, normalen industriellen Umfeld wird immer weiter denken und immer mehr Möglichkeiten sehen? Glaubst du, das ist ein Automatismus, der zwingend oder zwanghaft entsteht? Oder ist das bei dir gerade so? Wie würdest du das einschätzen?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, ich habe mit vielen schon gesprochen, dass 3D-Drucker wirklich, fast jeder Zwei hat einen 3D-Drucker. Aber nicht alle nutzen diesen 3D-Drucker. Weil das Problem ist, bei vielen konstruieren. Das Thema konstruieren. machen, seitdem wir die Fräsen bauen, konstruieren wir selbst. Und ob ich jetzt ein Metallteil konstruiere oder ich habe den Vorteil, ich habe einen Bruder, der aus dem Spritzkussformbau kann, der kann mir wunderbare Gehäuse konstruieren, ist es für, ich war jetzt heute zum Beispiel beim Elektriker, der hat Er kann zwar konstruieren, aber es ist nicht sein Fachgebiet. Und somit ist der Schwarzarbeiter bei ihm wirklich meistens der Ecke, außer er macht sich da ein paar Hilfsmittel, ein paar Vorrichtungen. Aber bei ihm ist es nicht so viel wie bei uns, dass wir wirklich erkennen, was für ein Potenzial dahinter steckt. Dass wir wirklich komplette Produkte mit dem 3D-Drucker rausbringen, dass wir wirklich Problemlösungen nur mit dem 3D-Drucker schaffen, sondern bei ihm ist es eher eingeschränkt. Aber wiederum ein anderer Automatisierungspartner von uns, bei dem ballern 12 Stück da 24-7 durch. Das ist jedem sein Fachgebiet. Und bei mir zumindest als Maschinenbauer, ich sehe jetzt nicht nur die Metallteile, nicht nur die Stahlteile, nicht nur die Messingteile, die bei uns da irgendwo reinkommen, sondern wirklich auch Kunststoffteile, die da ihre Funktion haben.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.

Torsten: Torsten Ja.

Torsten: Torsten Würdest du für die Zukunft sagen, dass die Wertigkeit deiner Maschinen oder das, was ihr macht mit den Maschinen, eine gewisse Wertsteigerung auch für eure Maschinen bedeutet?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke klar, alleine schon, da ich diese Übergänge von der Energiekette ins Blech so schön abgedeckt habe, dass da nie ein Span reinkommt, von der Wartung her so komfortabel ist, dass ich diesen Deckel einfach runter nehme und kann meine Kabellage dementsprechend in 10 Jahren komplett tauschen, muss dann nirgends so fedeln oder mich da abquälen. Sondern das ist eine absolute Wertsteigung, definitiv.

Torsten: Torsten Ja, wie ist das? Du hattest ja gesagt, mit deinem Bruder, der macht die Konstruktion. Ihr habt jetzt die erste Abdeckung damals mit begonnen. Habt ihr die erst irgendwo anders gemacht oder habt ihr direkt einen Drucker gekauft, habt losgelegt und dann einfach gesagt, wir gucken mal, was kommt. Also war da mehr Plan hinter oder war das mehr, wir starten mal.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Also... 3D-Druck selbst machen wir schon seit vielen Jahren. Wir haben einige Bauteile, die wir wirklich extern vergeben haben. wurden für uns, das ist dieses Laser-Sinter-Verfahren, wurden für uns einige Teile gefertigt. Funktionsteile für Werkzeugaufnahmen, wo die Aufnahmen dann am Greifring gepackt werden, haben wir die aus Laser-Sinter-Teilen extern machen lassen. Und das lief auch seit vielen Jahren, bestimmt seit 10 Jahren, wir die schon drucken. Aber das war irgendwie nie Thema, lass uns die doch mal selber drucken, weil die so Schweine teuer sind.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke oder waren zumindest die Leser-Sinterdrucker und wir kamen nie auf die Idee, ich mit einer, aber wie heißen die, PPPP, jetzt müsste ich mir mal weiterhelfen, die ganz normalen Bambolab, ich mit diesen Bambolab ebenfalls die gleichen Teile selber drucken kann, kam man nie drauf. Die wurden einfach immer rausgegeben, was schon immer so war. Und mittlerweile haben wir die auch zurückgeholt und machen das mit dem ganzen ganz normalen Bambolab bei uns jetzt.

Torsten: Torsten Lassen, vamos lepora.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mh, mh, mh.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja und da gibt es viele Möglichkeiten.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Wie läuft das bei dir ab? Du spürst wahrscheinlich irgendwo Stress. Du hast irgendeine Idee, was passiert danach? Du hast gesagt, dein Bruder hilft dir dabei. Aber was ist der übliche Prozess, wenn du jetzt sagst, das sieht was komisches aus? Da muss es doch eine bessere Lösung geben. Wie gehst du da vor? Kannst uns mal ganz kurz mitnehmen in ein paar Schritten?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Bestes Beispiel diese einfachen Verkleidungen. Da sind die ganzen Jungs in der Halle bei uns am arbeiten und man geht vorbei und es fällt einem auf. Und dann sagt man, ey alle mal kurz Schäden liegen lassen, alles kommt mal her. Was haltet ihr davon, wenn wir hier so das zu machen? oder hier diesen Knotenpunkt verändern. Wenn ich höre, hehehehe, kein Bock, dann lasse ich mich wirklich von denen auch beeinflussen und ok, dann ist es unnötig, aber wenn ich dann höre, doch eine Zustimmung, wo ich sage, ja, ist interessant. Und dann gehen wir in nächste Instanz, wo ich dann sage, hey komm, jetzt müssen alle zusammen mal darüber nachdenken, wie macht das Sinn, wo können wir die Befestigungspunkte nehmen, dass man wirklich schon Fakten zusammenzählt und dann wirklich dann in die ersten Prototypen, in die in den ersten Entwurf geht. Dann werden die ersten Konstruktionen gemacht. Meistens sind ersten zwei, drei Teile für die Tonne, aber das ist ganz normal. Nach dem zweiten, dritten Versuch hat man dann irgendwann mal einen sehr reifen Teil, was dann sicher auf die Maschine kommt.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Aber du machst das schon so mit. Du sagst dann, das erste Bauteil, drucken es, wir probieren es aus. Das ist nie das beste Bauteil. Dann machen wir das nächste, probieren es wieder aus. Weil du sagst, es muss eine Lösung sein, die passt. Es gibt ja durchaus Ingenieure, sagen, ich mache ein viereckiges Bauteil, mache zwei Löcher rein, hebt schon irgendwie. Dann hätte man es mit einem 3D-Drucker auch nicht machen müssen. Sondern sieht man gleich, das passt nicht ganz. Ich finde es super spannend, wie du von diesem Stressfaktor oder von diesem Punkt sagst, das sieht ja irgendwie komisch aus. dann sagst du, da muss ich eine bessere Lösung finden und dann geht so ein interner Prozess bei euch los. Und am Ende des Tages...

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau, und in dem Prozess, und das ist bei uns grundsätzlich nicht so, dass ich sage, jetzt machen wir das so, sondern man spricht das in der Runde durch und jeder kann seinen Senf dazu geben und jede Meinung ist wichtig. Da wird halt aus vielen eine interessante Idee und dann entstehen halt wirklich klasse Teile aus den Schwarzarbeitern.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm, der Schwarzer weiter.

Torsten: Torsten Ich meine, die sind so viele noch nicht gekommen. Also ich kenne nur Dunkelfabrik. das ist so bei mir in der Dienstleistung, sage ich immer, sind meine Dunkel oder ich habe eine lichtarme Produktion, weil die Dinger immer im Dunkeln arbeiten. Aber es gibt ja so dieses Schema Dunkelproduktion, wo dann gar keine Menschen mehr arbeiten. Das aber Schwarzarbeiter finde ich auch okay.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Das war für mich der Schwarzarbeiter. Das ist derjenige, 24-7 arbeitet, wo der Gesetzgeber sagen würde, das darfst du aber nicht machen. ist nie krank, der hat nie Urlaub. Bester Arbeitnehmer.

Torsten: Torsten Ja, Dimitri.

Torsten: Torsten Wenn du jetzt so zurückblickst, wie lange hast du den Druck schon?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Aber wir machen es aktiv, würde ich sagen, einem Jahr. Machen wir aktiv 3D-Druck.

Torsten: Torsten Ja, wenn du jetzt mal das ein Jahr zurückblickst, wie hat sich das für dich verändert von der Geschwindigkeit, vom Lerneffekt? Und wie würdest du sagen, wenn du jetzt zwei Jahre weiterdenkst, was sind so die nächsten Ziele vielleicht? Ihr habt euch jetzt mit 3D-Druck mehr beschäftigt, habt ein Jahr jetzt intensiv eigen, also nicht nur externe Dienstleistungen, irgendwas zukaufen, wo vielleicht das Know-how noch nicht da war. Ihr beginnt jetzt eigentlich noch mal ein zweites Level zu erreichen. Vielleicht immer eine einfache Drucktechnologie, aber irgendwo entwickelt ihr euch ja. Wie würdest du es letztes Jahr beschreiben und wie siehst du den Weg für die nächsten zwei Jahre?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Hm.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, der Weg ist schon gelegt, ist schon gesetzt, definitiv, weil zwei weitere Schwarzarbeiter sind schon auf dem Weg, aber die Lieferzeiten sind irgendwie so schlecht bei denen. Da sind schon seit drei oder vier Wochen auf den zweiten warten, da war ich ungeduldig, jetzt haben wir noch einen dritten hinterhergestellt, aber irgendwie kommt ihr nicht und kommt ihr nicht. Bei uns läuft der hier 24-7 und wir haben absichtlich oder ich habe jetzt absichtlich nichts extern vergeben, weil ich sehe, ganz viel Potenzial in dieser Technologie und wir haben mittlerweile schon einige Produkte, wir nur mit dem Drucker machen und tatsächlich vermarkten. Nicht nur Maschinenteile, sondern wirklich komplette Bauteile oder komplette Artikel und die sind bei uns absolut wichtig und die müssen laufen. Ich sehe ganz viel Potenzial für die Zukunft, dass wir immer weiter, immer weiter, weil wir wir verkaufen ja nicht nur eine Fräse, sondern wir verkaufen Kunden eine Lösung. sind Spannvorrichtungen, sind Werkzeuge, es sind Spannmittel, ist Software, es sind zig verschiedene Werkzeuge dabei und wenn man jetzt einfach nur die Fräse nimmt, wo lag ich meine ganzen Aufnahmen, wo lag ich meine ganzen Fräser, wo lege ich meinen Messschieber hin an der Fräse, wo packe ich mein Handrad bei und da sind so viele Ecken und Kanten, die ich sehe, die man dem Arbeiter oder dem Werker an der Fräse deutlich komfortabler machen kann und dazu ist absolut dieser Drucker Bestens für geeignet.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Lass uns dann mal ganz kurz tiefer gehen. Was hast du denn so für Beispiele? Also am Anfang war es vielleicht ein Prototyp, den du gedruckt hast, mal zu gucken, was läuft und hast du viel ausprobiert. Jetzt sind es ja schon richtige Produkte, jetzt ist es eine Kleinserie sozusagen. Was druckst du denn so? Hast du noch mal ein paar mehr Beispiele außer jetzt, ich sage jetzt mal, eine Abdeckung? Was steckt da noch dahinter?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Abdeckung, haben wir hier die, wir nennen die die Werkzeugwürfel zum Beispiel, wo wir, Sekunde, ich mach die mal auseinander, das heißt die kann man so, klack, auseinander machen und nochmal klack, das heißt die haben an zwei Seiten Pinne, an zwei Seiten haben die Ausbrüche, wo man die aus einem einzelnen Würfel zu einer richtigen Batterie machen kann, wie zum Beispiel hier 2x5, wo dann Platz für die HSK 25 Aufnahmen sind das, siehst du, die können wir auch kopfüber, die fallen nicht raus, aber ich kann die hier vernünftig rausklippen und rausnehmen. Ja, hier fehlen noch die Werkzeuge, aber die halten dementsprechend vernünftig eine Aufnahme und ich kann die unterschiedlich stückelen. Es gab ein Problem bei uns in der Werkstatt, das hat mich immer wieder angekotzt, diese Aufnahmen, einen Schweinegeld kosten, die flogen hier überall durch die Werkstatt und die sind rund, die rollen, die fallen, leicht Unebenheit, mal gegen gekommen und zack, liegt so ein Ding auf dem Boden, was über 100€ kostet und das ist einfach nur schade, hat mich immer wieder angekostet. Dann kam die Idee, wir müssen Inken-Lagersystem für diese kleinen Aufnahmen. Die großen wie SK40, wie HiSCAR63, für die großen Bearbeitungszentren, da gibt es solche Lagersysteme wie Sand am Meer. Aber nicht für diese kleinen, wo wir angesiedelt sind, für die HiSCAR25 oder für die SK20, für die kleinen Aufnahmen, gibt es nichts am Markt. Zumindest nicht das, was uns gefällt. Und da haben wir uns rangewagt und haben gesagt, hey, jetzt müssen wir was machen, damit wir da Struktur reinbringen und Ordnung. Weil es betrifft nicht nur uns. Jeder Kunde, der bei uns mit den Maschinen arbeitet, hat das gleiche Problem wie wir, weil wir arbeiten selber auf unseren Maschinen auch. Und so entstand dann die Idee, lass uns doch mal so ein Würfel oder so ein, irgendein Ding mal bauen und durch viel brainstorming, durch viel ausprobieren, ist im Endeffekt so ein Würfel entstanden, welches dann aus mehreren Teilen zusammengesteckt werden kann.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Und wie ihr schon ein paar Batterien von solchen Werkzeugen verkauft habt, wo die Kunden dann unseren Kunden sehen und sagen, ich habe genau das gleiche Problem wie ihr, ich nehme ein paar Stück bei euch, damit ich dann eine Struktur und Ordnung habe. Und so entstehen dann durch Probleme, die man selber in der Werkstatt hat, Lösungen, mit denen man den Leuten helfen kann.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm,

Johannes Lutz: Johannes Lutz Torsten, stell du gerne deine Frage?

Torsten: Torsten Ja. Ja, für mich ist einfach an der Stelle ... Du machst ja aktuell noch nur Kunststoff. Hast auch schon mal darüber nachgedacht, dir irgendwo Metall-3D-Druck oder ähnliches mal für die Zukunft einzusetzen oder ist bisher Kunststoff. Und dann, es bringt mich immer zu der Frage, CNC und ... 3D-Druck hat ja aus der Vergangenheit heraus durch gewisse Argumente, waren, haben ja so einen Wettbewerb irgendwann erzeugt, wo dann die CNC-Leute alle sagten ... Irgendwann oder andersrum, die 3D-Druckbranche, braucht nicht mehr fräsen, wir drucken alles. Und die CNC-Fräsbranche sagte, wie wollt ihr das machen? kriegt die Genauigkeit nicht hin. Ich seh's heute, einfach Fertigungstechnologien. Genau wie du, Johannes, haben wir auch schon oft ... Wir sehen das nicht mehr als Wettbewerb, sondern Ergänzung. Es gibt das eine, es gibt das andere, und das eine wird mal das eine, mal das andere mal seine Vorteile haben. Aber wie ist das bei dir, wo du jetzt beide Technologien ... Da haben wir mal jemand, eigentlich aus beiden oder jetzt in beiden Bereichen tätig ist. Wie siehst du das für dich? A, Metall auch im Druck, weil ihr auch meistens Metall verarbeitet, Aluminium und ähnliches. Und auf der anderen Seite, wie siehst du diese Wettbewerbsgedanken, die in der Vergangenheit entstanden sind?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Bestimmt, gab es welche, die das gesagt haben. Es gibt bestimmt heute noch welche, die sagen, 3D-Druck wird CNC-Technik ablösen, aber das ist absoluter Quatsch. Wenn wir die Realität einmal uns direkt vor Augen führen, das ist... Man muss ja auch wirtschaftlich schauen, man muss schauen, was man macht. Klar, man Metall-3D-Druck auch machen. Unsere Achsen zum Beispiel kann man bestimmt auch 3D-Drucken. aber mir zahlt kein Kunde für eine Achse so viel Geld, was ihr dann Endeffekt kosten wird. Es ist einfacher eine Aluplatte auf eine Maschine zu packen, vorher zu planen, vorher zu fräsen, Passungen zu überprüfen und dann dementsprechend die Normteile da einzusetzen, bin ich deutlich günstiger und schneller und bestimmt vielleicht nicht präziser, weiß ich nicht, kann ich jetzt nicht beurteilen, ich kenne die Technologie nicht so gut, aber

Johannes Lutz: Johannes Lutz Hm.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ich kann keine Präzisionsachse mit einem 3D-Drucker herstellen. Kann ich nicht vorstellen. Geht auch nicht. Und die Rauti für die RZ-Vorgaben, die ein Maschinenbauer fordert, die kannst du nur durch schlichten oder mit vernünftigen Fräsmaschinen dementsprechend umsetzen. Das kannst du nicht drucken. Geht einfach nicht.

Torsten: Torsten Ne, seh ich auch so.

Torsten: Torsten Aber hast du zum Beispiel mal über sowas nachgedacht? Kühlung ist ja, ihr habt ja auch Minimalmengenschmierung, vermutlich auch über Ethanolbasis oder sowas. Zum Beispiel die Düsen sind ja meistens so Schläuche, die man dann immer irgendwie da am Werkzeug vorne hin und her knickt und so weiter. Gibt ja auch Konzepte, wo man so eine Düse aus einem Aluminium ringen oder sowas. Und dann ganz gezielt für gewisse Tätigkeiten. Jetzt will ich wieder sagen, das ist ja nicht das Pauschaluniversell für alles. Wunschlos glücklich, eierlegende Wollmilchsau usw. Würdest du darüber nachdenken in Zukunft? Oder siehst du für dich das Potential für eine besondere Anwendung, wenn eine gewisse definierte Kühlung an einem gewissen Ort sein muss? Eventuell auch über 3D gedruckte Düsen, Minimalmengenschmierung oder so was nachzudenken?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ich eine Idee. Wir haben aktuell ein Sonderprojekt, wo wir wahrscheinlich solche kleinen Düsen einsetzen müssen. ich habe jetzt wirklich spontan in unserem Gespräch eine Idee. Wir bauen aktuell eine große Sondermaschine und planen wahrscheinlich dort Luftdüsen einzubauen. Aber das Ganze ist so knapp, so verwinkelt, so eng das Ganze in diesem Bearbeitungsraum. eigentlich hieß es dort kein Kunststoff, da wäre wahrscheinlich so eine Metalldüse, weil es ist eine sehr raue Umgebung und Kunststoff hat der Kunde gesagt, auf keinen Fall irgendein Plastikteil rein. Es gibt Industrien, zum Beispiel in der Nähe von einem Hochofen, wirst du bestimmt keine 3D gedruckten Teile für irgendwelche Geräte haben. Es passt einfach nicht zusammen.

Torsten: Torsten nicht im Grundstoff.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Du kannst nicht so eine raue Umgebung mit Plastikteilen... Doch, es gibt bestimmt besondere Werkstoffe oder bestimmtes Filament, was temperaturbeständig ist.

Torsten: Torsten Ja, Metall machen wir meistens im Pulververfahren unabhängig davon, aber es geht einfach darum, so wie du jetzt sagst, ich sag immer, du weißt nicht, was du nicht weißt.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau.

Torsten: Torsten Und bring dich dann dazu, was du nicht weißt, kannst du nicht vermissen.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Gut. Ja, gut.

Torsten: Torsten Ja, das ist jetzt wieder, wie oft ich irgendwo angesprochen werde, wie Metall kann man drucken? Oder halt genau wie du sagst, es fehlt ja manchmal der Input, nur der Impuls oder so, aber genau da hat ja 3D-Druck seine Stärken. ist ja wirklich für Dinge, die nicht dem normalen Standard entsprechen. Weil was sollen wir irgendwo was drucken, was über etablierte Fertigungsprozesse zu Millionen produziert werden? Das ist nicht die Stärke vom 3D-Druck.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Hm.

Torsten: Torsten Die Stärke ist das Individuelle, das Besondere vielleicht. Und deswegen frag dich dann nochmal, es ist ja schön, dass wir das so live können. Wir uns im Nachgang nochmal darüber unterhalten. vielleicht mach ich Johannes an der Stelle besser weiter. Sonst verkaufe ich noch.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Cool!

Johannes Lutz: Johannes Lutz Der... Der... Der... Der... Der... Der... Der... Der... Der... Der...

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Hahaha!

Johannes Lutz: Johannes Lutz anderen Industriebetriebe und Maschinenbauer anschaust oder du kriegst dir auch jetzt was mit, du hast vorhin von dem Elektriker gesprochen, bei dem der Drucker nur dasteht und nicht viel macht, Beispiel. Was fehlt denen denn aus deiner Sicht, damit die so erfolgreich werden mit dem Thema 3D-Druck wie du jetzt? Was fehlt in dieser Kette? Wo ist da vielleicht noch Reibung drin in diesem ganzen Prozess?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Wir alle machen ja die Aufgaben am besten, die wir am am liebsten machen. Es gibt ja Aufgaben, die machen wir, weil wir die machen müssen und es gibt Aufgaben, die machen wir gerne, weil die uns liegen. Die mögen wir. Und das sehe ich bei den Menschen genauso. Wenn der Mensch keinen Bock hat auf konstruieren, er sieht da eher eine Last, als dass es ihm weiterbringt, dann wird er auch nicht konstruieren. Wenn er Einzelkämpfer ist, dann hat er niemand, auf den er zurückgreifen kann. Und ein Konstruktionsdienstleister wird wahrscheinlich nicht in seinem Interesse sein, weil er dementsprechend auch Geld kostet. Er hat zwar den Drucker da stehen, aber der Drucker kann an sich nichts machen. Vielleicht bald mit der KI können wir recht einfach modellieren. Das werden wir noch schauen in der Zukunft, was die KI in Kombination mit dem 3D-Druck liefern wird. Aber jetzt aktuell, wenn jemand nicht konstruieren kann und er wirklich nur Würfel konstruieren kann, nicht darüber hinaus, dann kann ich mir vorstellen, es fällt ihm schwer. oder es fällt ihm schwer dort was Vernünftiges, Brauchbares in die Realität umzusetzen. Wir machen seit Jahrzehnten nichts anderes. Wir konstruieren, wir denken uns Sachen aus und können die im CAD auch wirklich zu Leben erwecken und dann können wir das, ob wir das 3D drucken, ob wir das, ja okay, fräsen ist natürlich schwierig, so ein Würfel, aber so ein Gehäuse könnte man tatsächlich auch fräsen. Hätte wir wahrscheinlich vor 10 Jahren noch gemacht, wenn wir den gebraucht hätten, hätten wir den gefräst.

Torsten: Torsten Hättest du.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Aber jetzt durch eine Drehung kann man es einfacher machen.

Torsten: Torsten Was wäre dein Tipp an der Stelle? Also ich meine, das erlebe ich ja auch in der Dienstleistung täglich. Es kommen eine Menge Leute, die irgendwas wollen und keine Datei haben. Und dann ist die Frage, wie kommt man zu diesen Daten? Unabhängig, dass wir wissen, wie es aussehen soll, muss ja auch irgendjemand eine Vorgabe machen. Aber was wäre für zum Beispiel ein Elektriker der Willdrucken? Vielleicht hat er auch Ideen. Aber was wäre aus deiner Sicht sinnvolle Aktion oder Tätigkeit oder

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Mhm.

Torsten: Torsten Was wären Service oder Dienstleistung, die vielleicht auch wir in der Dienstleistung vielleicht hinzupacken müssten, die aber bezahlbar ist. Weil das ist ja wahrscheinlich dann der Punkt, das darf jetzt auch nicht unmengen kosten oder es kann Ingenieurbüro dafür benötigen.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau, das ist jetzt der Knackpunkt. Wenn man die Ressourcen im Betrieb nicht hat, dass man wirklich einen Konstrukteur hat, der das Ganze umsetzen kann, sehe ich das wirklich schwierig, dass man diese Technologie im Maschinenbau oder wirklich in da einsetzt und mit Leben füllt, wenn man das Werkzeug nicht kann. Ich kann auch keinen Diktat schreiben, wenn ich das ABC nicht kenne. Und das ist auch hier. Ich kann nichts drucken, wenn ich nicht konstruieren kann. Das muss zusammenhängen. Und ich kenne jetzt die Szene nicht von den Dienstleistern.

Torsten: Torsten Ich kann aber auch keine Maschinen bauen, wenn ich nicht konstruieren kann. irgendwo, ich keine Produkte... Also ich glaube in der Industrie... Ja, das ist Handwerk. Also da würde ich vielleicht noch so bisschen differenzieren. glaube, ist dann der Knackpunkt, ist das im Handwerk? Wird das wahrscheinlich so sein? In der Industrie, wenn wir darüber nachdenken, dass Unternehmen eigene Produkte haben, haben die in der Regel...

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau. Und er ist Elektriker.

Torsten: Torsten auch in irgendeiner Form der Entwicklung oder Konstruktion und können sich mit solchen Themen beschäftigen. da ist jetzt, sind nicht, Stand heute noch nicht so fokussiert im Handwerk, ist eine Nische, wo wir immer wieder darüber nachdenken, auch in der Branche, wie kann man da rein, aber genau dieser Knackpunkt, der ist noch nicht gelöst. Die können aber auch nicht fräsen in der Regel. Also ...

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau. Du sagst, die können auch nicht fräsen, weil bei Fräsen ist es genauso heutzutage oder zumindest bei unserer Kundschaft programmiert, kaum einer kennt den Maschinencode. Die meisten brauchen Modelle, genauso wie 3D-Drucker. Ich brauche einen Volumenkörper, brauche wenigstens eine DXF-Zeichnung, aber ich brauche irgendwelche Vektodateien, damit ich zum Ergebnis komme. Und ob ich das jetzt fräse oder 3D-Drucke, die Vorarbeit ist die gleiche. Ich brauche eine Konstruktion. Und wenn ich die Konstruktion nicht habe, kann ich weder friesen, kann ich noch drucken, kann ich gar nichts machen. Wie früher mit Zettel und Stift und eine Skizze kurz zeichnen und dann steht einer und tippen paar Koordinaten ein, das wird heutzutage keiner mehr machen.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ich würd sogar noch...

Johannes Lutz: Johannes Lutz So habe ich es zum Teil noch gelernt in der Ausbildung, was das angeht. Vielleicht ein Punkt noch, und zwar, ich glaube, dass es weniger ein Können, mehr ein Nicht-Wollen ist, ganz oft. Und was du ja jetzt bewiesen hast, du bist so ein Typ, so habe ich dich jetzt auch wahrgenommen in den Videos und auch jetzt im Podcast, wenn dich was nervt, dann willst du eine Lösung schaffen. Ich glaube, die anderen wissen nicht, was nervt. Die sehen nicht an dem einen ... dass da was übersteht, dass da kein sauberer Übergang ist. Die sagen halt, das ist schon immer so gewesen und das müssen wir halt so machen. Die nehmen das halt so mit auf und das ist, ich, so ein Punkt, was ganz vielen fehlt. Die wissen nicht, was man verbessern kann und dass der Weg dorthin für die Verbesserung auch so einfach sein kann. Natürlich, Konstruieren, aber das ist ja wie ein Muskel, den man trainiert, aus meiner Sicht. Wo man immer besser wird.

Torsten: Torsten Ich würde eins noch ergänzen. Die meisten suchen irgendein Produkt von einer Stange, irgendwas, was sie zukaufen können, was schon fertig ist, suchen fünf Tage, keine Ahnung, ist jetzt vielleicht bisschen übertrieben, jeder weiß, welche Richtung es geht, suchen fünf Tage nach der Lösung, die dann fünf Euro kostet. Und es ist immer noch nicht perfekt, es ist nur eine Abdeckung, aber sie ist nicht so perfekt wie die selbst designte, gestaltete ...

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja!

Torsten: Torsten die vielleicht in zwei Stunden konstruiert ist, vielleicht auch drei. Ich will jetzt nicht genau diese abdecken, aber wie viele Teile ich für Kunden schon konstruiert habe, wo ich eine halbe Stunde fertig war. Ja, also einfache Dinge, die einfach nur eine Lösung erzeugt haben. Eine halbe Stunde konstruieren, ich kann mich daran erinnern, eine Vorrichtung, war grob fünf mal fünf Zentimeter, ging zum Fräsen von einem 3D gedruckten Teil. Oben sollten GE ein Achtelzoll Gewinde vier Mal rein und so weiter.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Wissenden!

Torsten: Torsten Konstruieren der Vorrichtung, 10 Minuten, drucken, 9 Minuten, dann war das Ding nach einer halben Stunde fertig und ich brauchte mir keine Gedanken über Spannen und Ausrichten und so was machen. Ich habe mir kurz Gedanken gemacht, habe gedruckt, habe es gemacht, dann ging es bei uns auf die Fräse. Das waren 20 Minuten Zeit invest für etwas, wo danach der Prozess automatisiert einfach funktionierte.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Für viele noch unvorstellbar, wenn sie es nicht selber durchgemacht haben irgendwann. Absolut.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau bei uns genauso. hatten hier zum Beispiel eine große Maschine, die mussten wir bauen. Diese Maschine hat zwei große Aluplatten, die auf einem Schweißgestell drauf müssen. Das heißt, wir haben M12 Bolzen, die müssen wirklich mittig in diesen Aluplatten fixiert werden. Das heißt, wir haben 0,8 mm Luft gehabt zwischen den Bolzen und der Bohrung. und mussten dementsprechend die Schraube in dieser Bohrung kozentrisch, koaxial heißt es so Fachmehr, koaxial, ausrichten und dann die Bolzen anschweißen, damit wir später nach dem Pulverbeschichten des Untergestells die Platten wirklich sauber draufbacken. Und was habe ich gemacht? Ich habe mir einfach 16 Ringe mit 13 und 12,2 mm Innendurchmesser und 13 mm Außendurchmesser. Die habe ich mir einfach gedruckt und mit reingeschoben als Spaltmaß, damit meine Schraube absolut koaxial in dieser Bohrung sitzt und dann die Bolzen angeschweißt. Und das war ein wirklich Heimspiel. war eine Konstruktion auch. Es war keine Ahnung. Fünf Minuten, wenn überhaupt. Datentransfer war wahrscheinlich am längsten, diesen Ring zu machen. Aber eine ideale Lösung.

Torsten: Torsten Ja, und was ich jetzt dazu...

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.

Torsten: Torsten Ich hab das gesehen, wie du es gemacht hast. mir dazu noch einfällt, ist, vorher machen sich alle Gedanken über Toleranzen. Und die Bohrung in der Platte muss so und so toleriert sein, und der Bolzen muss so und so toleriert angeschweißt sein. Und du hast einfach diese ganze Toleranzkiste damit komplett ausgehebelt, weil es war scheißegal, ob die Bohrung fünf Millimeter falsch war. In dem Moment war der Bolzen da, wo die Bohrung war. Ja? Ja.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau!

Torsten: Torsten Und die ganze Scheiße mit Toleranz und wie genau... Ja, du kannst einfach Löcher in den... grob platziert... Ich will's jetzt wieder... Ich übertreib's immer bildlich, sprachlich, damit man weiß, wo es hingeht. Aber ob die Bohrung 2 mm daneben war, hatte ich in dem Moment prinzipiell überhaupt nicht gejuckt. Und du musst nicht eine aufwendige Fertigung machen, mit auf 0,1 mm die Bohrung platziert und auf 0,1 mm den Bolzen, weil sonst der ganze Zusammenbau... kaskadiert Toleranzketten, Analysen, bla bla bla, nicht klappt und du hast einfach gesagt, Arschlecken, die Bohrungen sind drin, kann zwei Millimeter daneben sein, ich stecke den Bolzen dadurch, arretiere das durch den Ring, so dass der Bolzen immer in Mitte ist von der Bohrung und dann schweiße ich es an. Ist wie eine Schweißvorrichtung.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, und das coole ist halt, was ich da finde ist, wir haben Schweißen, haben Fräsen, haben 3D Druck und alles in einem Untergestell, einem 0 nach 15 Untergestell, aber plus noch Bleche, plus Lasern, plus Kanteile. Das sind so viele Fertigungsverfahren in einem unbedeutenden Teil, aber das coole ist halt, ich bin jedes Mal fasziniert.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ja, wenn du...

Torsten: Torsten Aber ganz kurz, Jonas, das bringt dich doch auch am Ende, würde ich behaupten, jetzt vielleicht nicht sofort, aber das bringt dir doch einen Preisvorteil. Weil du vielleicht wirklich beim Bohren, beim Fräsen der Platte eben nicht auf das hundertstel genau musst. Und das Anschweißen nicht vorher auch aufs hundertstel, sondern du kannst da Löcher reinmachen, du nimmst die Fräse, die macht da ihre Löcher rein in die Platte. Klar, das Planfräsen und so weiter will ich jetzt. nicht ins Detail, aber dann legst du sie auf, machst an der Distanzringe da rein, schweißt die Schrauben an, fertig. Das heißt keine hoch komplizierte Sache, sondern es ist relativ simpel, gut reproduzierbar und du musst nicht diese Hightech Sachen machen, die auf ein hundertstel produziert sind, damit es nachher montierbar ist.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ganz genau, ganz genau. das ist der Clou, womit wir auch werben, dass wir mit unseren Portal-Fräsen eigene Fräsen bauen können. Und zwar das ist jetzt nicht, weil die Maschinen in einem hundertstel die Bauteile rausgeben können oder dass wir so genau fertigen. Nein, das ist die Kunst dahinter, was wir eben hatten mit der Konstruktion, dass die Konstruktion so aufbauen kannst, dass du keine großen Abhängigkeiten irgendwo reinbaust. sodass du das Teil wirklich so genau fertigen musst. Nein, es gibt natürlich Teile, die wir fertigen müssen, absolut genau, aber trotzdem nicht von vier Seiten zum Beispiel, sondern nur von einer Seite. Und das sind so diese Etypien, die du halt erst nach 20 Jahren Konstruktionsarbeit verstehst, wie man so eine Maschine aufsetzt, sodass die auch bezahlbar ist.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Wissen denn deine Kunden, dass du 3D-Druckteile in deinen Maschinen versteckt hast? Oder übersehen die das?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Das verschmilzt so alles in einem, weil die Maschinen so blau sind, die Abdeckplane ist in blau. oft kommen die Leute tatsächlich zu uns und als allererstes was die machen, die suchen nach den 3D-Druckteilen, weil ich so viel Content darüber mache und dann suche ich Ding, das ich gesehen, das hast du letztens aus der Schwarzarbeit rausgeholt.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Das ist gut. Wann würdest du denn so den nächsten Schritt machen und zum Beispiel auf einen Dienstleister zurückgreifen? Was müsste denn dabei bei dir passieren, dass du sagst, du lässt die Teile bei jemand anderem oder einem anderen Verfahren drucken?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Wenn jemand von diesem Würfel zu mir kommt, ich brauche 10.000 Teile davon. Den würde ich natürlich nicht gehen lassen. Dann würde ich mir Hilfe suchen, mit dem ich da 10.000 Teile fertigen kann. Klar, dem Sinne. Aber wirklich für Entwicklung, für eigene Bauteile, was du eben gesagt hast bezüglich Metall-3D-Druck, wenn es wirklich da nötig ist und warum denn auch nicht. Wir sind offen für alles.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm. Mhm.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Aber jetzt direkt für uns, unsere eigenen Produkte, probieren wir das Ganze immer so aufzuziehen, dass wir das eigene Haul nutzen, dass wir die eigene Maschine nutzen, dass wir unabhängig von anderen agieren können und dass wir möglichst ziemlich schnell und einfach ans Ziel kommen.

Torsten: Torsten Das kann ich vielen nur als Tipp geben. Diese günstigen 3D-Drucker werden ja auch schon in fast jeder Entwicklungsabteilung stehen. Das merken wir auch in unserem Geschäft. Ich vergleiche das immer. 2019 haben wir 90 % Prototypen gemacht, heute vielleicht noch 10%. Der Rest sind Seriennahrsachen, Anwendungen und Serien. Aber ich finde es gut, dass überall diese 3D-Drucker stehen, weil dann genau dieser Effekt, den du beschrieben hast, die es weiter denken, und wer einmal damit angefangen hat, entdeckt einfach immer wieder neue Dinge. Und das ist, glaube ich, der Moment, den wir auch in der Branche im Markt brauchen, weiterzukommen. Und das CNC-Fräsen damals ist auch mit dem CNC-Fräsen heute nicht mehr vergleichbar. Es ist so natürlich. Und eigentlich gibt es das digitales Fräsen auch erst so Richtung 60er-Jahre. wo dann nachher nicht mehr mit der Kurbel gefräst wurde, sondern wo die ersten programmierbaren Steuerungen, die kamen, glaub ich, so mit Lochkarte und so Richtung 60er-, 70er-Jahre, wenn man mal überlegt, das sind auch gerade mal 50 Jahre Entwicklung, die das CNC fräsen. Und so richtig stark wurde es erst, wo so PCs kamen, so Mitte Ende der 80er-Jahre, kam dann so langsam dieser richtige CNC programmierbare Bereich. Und jetzt wo wir heute stehen und ich denke, ich ziehe mal Parallelen oder gerne Parallelen auch in dem Bereich, weil ich einfach die Technologie in den nächsten Jahren ähnlich parallel sehe wie beim Fräsen. Und irgendwann wird das etabliertes Verfahren sein und ich freue mich da drauf. Aber es ist genau diese Entwicklung, glaube ich, die man machen muss, erst mal selber anfangen und dann halt einfach mit den Werkstoffen, mit den Stückzahlen, sonstigen Sachen geht man dann halt extern. So wie heute Werkzeugbauer. Jeder hat eine eigene und Drehmaschine für einen Reparaturbedarf, für die Schnellschüsse. Aber ganze Werkzeuge fertigt fast niemand mehr. Die gehen alle raus und da in die Dienstleistung und die Mengen, auch Stückzahlen, geht alles in die Dienstleistung.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Wenn ich jetzt mal auf deinen Schwarzarbeiter noch mal zurückkomme, der macht ja durchaus einen guten Dienst. Aber was passiert so, wenn er keinen guten Dienst macht? Wie reagierst du da drauf und was passiert da meistens? Da hat man ja schon das ein oder andere auch mal gesehen, was du aus dem Drucker herausnimmst, was vielleicht nicht so ganz passt, da wiggest du damit

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, das war jetzt wieder Thema dieses Wochenende. Das ist manchmal so frustrierend. Am liebsten aus dem Fenster werfen. Wenn da wirklich so eine Perücke auf einmal raus scheint aus der Glasscheibe, dann denkst mein Gott, jetzt schnell weg hier und gar nicht hingucken. Na dann, kommt mal runter und dann, bitte?

Johannes Lutz: Johannes Lutz Also Perücke meinst du... Mit einer Perücke meinst du, er hat das Material frei im Bauraum verteilt, dass es aussieht wie eine Perücke sozusagen. Aber du hast auch... Ja, genau. Du hast aber auch ganz normal damit zu kämpfen, immer wieder mal, dass der Drucker was macht, was nicht ganz passt. Aber ich glaube, so kriege ich es jetzt bei dir mit, auch in den Videos. Du hast schon große Erfolge, dass die ersten Teile gut werden. Ab und zu kommt sowas mal vor.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau.

Torsten: Torsten Spaghetti Design.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja, das kommt vor. Das ist ein Lernprozess. sogar wenn du eine neue Düse einsetzt, heißt das nicht, dass das Problem aus der Welt ist. Ich habe jetzt am Samstag, weil er angefangen hat Faxen zu machen, eine neue Düse reingesetzt. Mit dieser neuen Düse wurde es noch schlechter als mit der vorherigen Düse. Ich dachte, kann doch nicht sein. Heute habe ich wieder eine neue Düse eingesetzt und ta-la-la, er macht wunderbare Ergebnisse. Und das heißt...

Torsten: Torsten Aber du hast zufällig auch die Filamentrolle gewechselt, wahrscheinlich. Irgendwie so was.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ab, Nein, das wäre der nächste Schritt, hätte das bei der dritten Düse nicht geklappt. Aber im Endeffekt kommen dann diese neuen Strukturen. Wenn du Serie produzierst, wenn du auf den Angewiesen bist, dann musst du dir einen Wartungsplan anlegen. Dann musst du sagen, ich zähle jetzt die Betriebsstunden, ich werde pauschal jetzt die Düsen einfach nach Stunde X tauschen, weil die Dinger verschleißen. So, dann genauso das ganze Zubehör, was da drin ist. Es wird einfach nach Schema F. Jetzt habe ich mir natürlich eine professionelle Liste aufgesetzt. Wie ist der Wartungsplan? Jetzt weise ich meine ganzen Jungs hier ein. Wenn das Ding da steht und wenn die Zeit erreicht ist, musst du das und das das machen. Und da kommen jetzt langsam Strukturen rein, dass man nicht wartet bis das Ding anfängt Faxen zu machen, sondern Zeit X verstrichen, raus, neu rein. Weil wir sind jetzt nicht mehr am spielen, sondern das Ding muss produzieren. Es macht Teile, die wir verkaufen.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, da bist du schon am richtigen Punkt jetzt, dass du sagst, 3D-Druck ist nicht mal eben kurz ein bisschen Teile drucken, sondern es ist ein richtiger wichtiger Bestandteil von deiner Arbeit geworden, auf den du dich verlassen musst. Und dann ist es ganz normal danach zu gucken, dass auch alles passt.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau.

Torsten: Torsten Ja, es ist jetzt Produktionsprozess. Eine Frage an der Stelle, wenn du sagst, jemand fängt mit Fräsen an oder jemand fängt mit dem 3D-Druck an. Lernkurve. Fräsen ist bei dir schon Fleisch und Blut, verstehst du, weißt du, kannst du ... Du hast aber Kunden, die vielleicht damit anfangen. Wie würdest du den Schwierigkeitsgrad einschätzen? Wie ist die Stabilität und die Dinge, die man so lernen muss?

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.

Torsten: Torsten Wie würdest du das zum Fräsen vergleichen?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Fräsen ist meiner Meinung nach viel komplexer als drucken. Viel, viel, komplexer. Ich kann es im Endeffekt eigentlich gar nicht so vergleichen, weil ich nur PLA und PTG Jetzt mittlerweile nur noch PTG und davor habe ich PLA gedruckt. Was ich danach drucke, keine Ahnung und ich drucke seit einem Jahr zwei Werkstoffe. Beim Fräsen sogar wenn ich nur beim Fräsen zwei Werkstoffe hätte, ich lerne heute immer noch was dazu beim Fräsen. Du hast dich verschiedene Werkzeuge, hast dich verschiedene Kühlmittel, du hast Gegebenheiten ganz andere und beim Fräsen ist das finde ich eine ganz andere Wissenschaft, weil du musst die Schnittwerte verstehen.

Torsten: Torsten Würdest du jeder, zumindest mit dem FDM-Druck, wie du ihn hast, mit, jetzt fangen wir mal an, niemand fängt auch das Fräsen an mit 100 Werkstoffen. Sondern in der Regel, wenn du eine Fräse verkaufst, haben die ja meistens, es sei denn es ist wirklich auch eine Dienstleistung oder so, haben die ja meistens auch nur ein, zwei Werkstoffe, auch zum Fräsen. Das heißt, man kann es ja reduzieren. Du nimmst jetzt zwei Werkstoffe.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja.

Torsten: Torsten Wenn du es vergleichen würdest, würdest du sagen, wenn jemand fräsen kann, er es mit dem 3D-Druck leicht, schwer? Würdest du es vergleichen können? Könntest du sagen, jeder der Fräsen versteht, wird auch 3D-Druck verstehen? Wie würdest du es einschätzen?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke würde ich jetzt nicht auf eine eine Stufe setzen. Nein, Friesen und Druckung ist Tag und Nacht ganz anders. Wir haben zwar die gleichen drei Freiheitsgrade XYZ, aber wir haben auch G2-simultane Achsen mit drin. Aber das Fertigungsverfahren an sich ist Friesen meiner Meinung nach was ganz anderes, was ganz anderes. der Beginn, ja Modelle, Biss und Druck leisten, auch CAM Software.

Torsten: Torsten Es geht nur den Einstieg, wenn du sagst, schwierig.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke irgendwo auch ähnlich ist, wirklich Friesen an sich, das ist was ganz anderes als dumm.

Torsten: Torsten Ganz klar, es sind verschiedene Sachen, auch mit den Überhängen und Support und so. Das wollte ich gar nicht rauskristallisieren, sondern die Frage ist vom Schwierigkeitsgrad. Wenn jemand sich mit Fräsen gut auskennt, was ja bei vielen auch konstruktiv ... Fräsen ist ja was, was eigentlich jeder Konstrukteur beherrscht. Nicht an der Maschine, aber er weiß, wie er konstruieren muss, weiß, wie er Toleranzen setzen kann. Mit Fräsen tut sich eigentlich kein Konstrukteur schwer. Wenn du sagst, das Know-how ist da, ist der Weg zum 3D-Druck, Start mit 3D-Druck ein hohes Level oder eher niedrig, dass man sagt, man braucht ein paar Basics, die kann man schnell erlesen, die sind schnell verfügbar und dann kann man loslegen.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke ist nicht weit ein.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Das auf jeden Fall, also wer fräsen kann, da jetzt in den 3D Druck einzusteigen ist, ich hätte gesagt ein Heimspiel. ist ein paar Infos muss man sich, ein paar Sachen muss man lernen, aber der Einstieg ist nicht schwer. Das Tolle ist, mit einem 3D Druck kannst du nichts mehr kaputt machen.

Torsten: Torsten Also kaum eine Hemmschwelle. Nicht bei den günstigen Maschinen, das stimmt. Also ich hab Maschinen, da machst du einmal einen Fehler, sind da 5000 Euro weg.

Johannes Lutz: Johannes Lutz So eine Spindel, ne?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ich weiß nicht, ich ja total im Verstand.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke okay, ja, das ist klar.

Torsten: Torsten Ja, je nachdem was da kaputt geht, da gibt es schon Teile an den Lasersystemen und so. Wenn man da nicht aufpasst, kann man ganz schnell da was schrotten.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Vielleicht,

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Okay.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Deswegen, Dimitri, machst du jetzt am Anfang deine Erfahrungen mit dem Schwarzarbeiter und wenn du den drauf hast, dann kommst du ins nächste Level und sagst, ich nehme die nächste Technologie und arbeite mit dem nächsten zusammen. Das ist ein Lernprozess, da gibt es kein Ende, wie im Fräsen auch. Es gibt immer irgendwie neue Herausforderungen, das ist richtig stark. Aber vielleicht so, bevor wir gleich ans Ende kommen, wenn du ein Unternehmen, das heute neu mit 3D-Druck so starten möchte, wenn du denen so ein Rat mitgeben würdest, Vielleicht haben die auch schon einen kleinen 3D-Drucker, aber die machen es noch nicht richtig. Was würdest du denen mitgeben? Was wäre deine absolute Empfehlung oder Rat, was die machen müssen? Auch richtig ehrlich, damit die ihren Schwarzarbeiter richtig in Bewegung kriegen.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Wenn wirklich Probleme beim Konstruieren sind, dass man wirklich vernünftige schöne Bauteile im CD entwickelt, dass man sich dort Hilfe holt, es meiner Meinung nach steht und fällt alles nicht mit dem 3D Druck selbst, sondern mit dem Modell.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Es fängt schon viel früher an. Es ist nicht der 3D-Drucker an sich, sondern es ist einfach die Anwendung zu finden, diesen Stress zu spüren, dieses Bauteil zu konstruieren und sich dort Wissen anzueignen, man das Bauteil in Form einer Datei dann auch gut zum 3D-Drucker übergeben kann.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Gien auch!

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau, weil das was du konstruierst heißt ja nicht gleich, dass es ein brauchbares Teil aus einem 3D Drucker ist. Das heißt, das ist genauso beim Fräsen. Wenn du einen Teil konstruierst heißt es nicht, dass es ein brauchbares Teil nach dem Fräsen ist. Sondern die Basics müssen, muss man lernen, wie entwickle ich einen Bauteil, wie konstruiere ich einen Bauteil, damit es vernünftig brauchbar aus einem 3D Drucker kommt. Die Basis absolut. Alles andere finde ich, die man mit diesen, mit den FDM Druckern klarkommt, da ist glaube ich auch viel

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Unabhängig ob das jetzt mein Schwarzarbeiter ist oder Creality oder was es da nicht alles gibt, es gibt jetzt nicht verschiedene und jeder von denen hat ja irgendwelche Besonderheiten, worauf man zu achten hat. Aber dieses Thema wie stützen und wie richtig drucken, ich finde diese Slicer-Programme, Sliceprogramme oder Camprogramme in meiner Sprache, die sind so intuitiv, die übernehmen es schon den größten Teil. Die sind ziemlich idiotensicher. Dann muss man echt Standard, Standard, Standard, brap, fertig gesliced und er kann drucken.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja. Komme ich zu den letzten Fragen, das sind immer so zwei persönliche Fragen zum Schluss. Wäre super, wenn du darauf antwortest. 3D-Druck ist für mich. Was würdest du sagen? Was ist 3D-Druck für dich?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Für mich ist Radio Druck ein... Krasser Horizont Erweiterer in meiner Sphäre, wo ich hier bin. Durch den 3D-Druck ermöglicht es uns solche Sachen in die Realität umzusetzen, wo es früher einfach nicht möglich ist mit Blechen oder mit Freestyle, wo wir einfach mit dem 3D-Druck so schnell ans Ziel kommen. Letztens auch gehabt, komplexe Spannvorrichtung konstruiert. Die ist leider mit Friesteilen nicht gelungen. Wir hatten da nicht genug Stabilität in den Bauteilen und somit haben wir innerhalb, das ging keine Ahnung, eine Woche, vielleicht 10 Tage, wo der Kunde dann doch seine Vorrichtung bekommen hat und da hat uns der Schwarzarbeiter wirklich geholfen, dass wir zusätzliche Stützen rein konstruiert haben in unsere Spannvorrichtung und somit Abra Cadabra war ein Projekt abgeschlossen, was ziemlich kostenspielig war. Der Kunde war glücklich, die Lösung bekommen zu haben und wir waren glücklich, schnell einen Abschluss gefunden zu haben. Und von daher bin ich der Meinung, 3D-Druck ermöglicht einem viel mehr als die herkömmlichen Fertigungsverfahren. Es erweitert das Spektrum.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Und wenn du so an dein beeindruckendes 3D-gedrucktes Bauteil denkst oder an die Vorrichtung, was du je in deiner Hand hattest oder selber kreiert hast, welches war das?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Das war hier. Wir haben einen Stienverkleidungsteil an der Maschine, sogar in der Farbe gelb. Das Ding hatte früher kein Logo und jetzt hat dieses Verkleidungsteil einfach ein Logo. Wir machen das in anderen Teilen sehr komplex. Wir gravieren diese Logos rein, sodass die einen höheren Wert bekommen. Und bei uns hat es einfach der 3D-Drucker reingebracht. Unter 45 Grad Phase haben wir eine vertiefte negative Logo auf Druck, stirnseitig an der Maschine. Es ist kein Aufkleber, es ist ein Relief, es ist eine Vertiefung und das ist nichts kompliziertes. Es ist aber es ist einfach geil. Man schaut die Maschine an und wow.

Torsten: Torsten Und da sag ich immer, das sind die Sachen, Wert bringen. Und der Vorteil ist ja, das kostet nichts extra. Ja, das kostet ... Die Druckzeit ist die gleiche, Material, ich sag mal, bisschen weniger Druckzeit, bisschen mehr. Aber am Ende, die Wertigkeit, ist drin. kannst eine Serie nummer theoretisch einbauen, kannst Informationen hier drücken, da, on, off, links, rechts, keine Ahnung, da kannst du beknüpfen, die Beschriftung schon reinmachen und und und. Und es kostet nichts extra.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Nein, nur ein bisschen hier.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Genau, genau.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Es ist einfach kostenlos mit dabei, wenn man weiß, wie man es nutzt. Das ist der große Punkt dabei.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Absolut und weil ich denke wir haben jetzt zum Beispiel die nächste Technologie die im Raum gerade am schweben ist, Laserbeschriftung. Was ganz anderes wiederum und in Metall muss ich Laserbeschriftung machen, 3D Druck mache ich füge einfach mein Logo ein und drücke den mit aus.

Torsten: Torsten Und selbst wenn du sagst, Metall, du kannst das Gleiche, kannst mit Metallteilen natürlich, die wir zum Beispiel drucken, sage ich auch den Leuten, wir drucken viel Werkzeuge. Und dann sage ich, macht euch schon die Beschriftung in die Werkzeuge mit rein, das drucken wir schon direkt mit. Und dann haben die alles schon in den Werkzeugen mit welcher Artikel da drauf ist und und und, das ist alles schon drin.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Mhm. Ja.

Torsten: Torsten in dem Druckteil. heißt, ist in dem Moment, es schon aus dem Drucker kommt, schon keine Verwechslung. Es ist schon identifiziert, markiert, nachdem es aus dem Drucker kommt. Und das ist für viele einfach mehr wert.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Jeder der das weiß, der will das nie wieder vermissen, aus meiner Sicht. Du würdest alles dafür geben, dass du dein 3D gedrucktes Logo da mit drinnen hast. Du willst mit nichts mehr tauschen. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen. Jetzt würdest du es vermissen am Ende des Tages.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Okay, fuck.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Und somit habe ich wirklich dann alle Teile, wir haben fünf oder sechs Stück hier gehabt ohne Logo. Dann habe ich gesagt, es tut mir leid, liebe Grünenwähler, jetzt muss ich Plastikmüll produzieren und alle müssen raus. Jetzt kommen nur noch die mit Logo rein.

Johannes Lutz: Johannes Lutz In dem Fall darf man das. Absolut. Wunderbar, sind wir am Ende der Podcast-Folge. Dimitri, danke für diese tollen Inputs und für deine Offenheit, dass wir über deinen Schwarzarbeiter sprechen durften heute.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Beginnen.

Johannes Lutz: Johannes Lutz In der Hinsicht, wir werden natürlich alle Informationen zu deinem Unternehmen, zu deinem LinkedIn-Account, wo es die weiteren Videos gibt zu deinem Alltag, was du so alles erlebst, natürlich in den Show Notes verlinken, auch deine Webseite. Wer sagt auf der anderen Seite, ich habe jetzt genügend 3D-Drucker, so eine Fräsmaschine wäre auch mal ganz nett. Der weiß ja jetzt, was möglich ist und dass da auch 3D-Druckteile mit drin sind, wunderbar. Also danke für deine Zeit.

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Ja?

Dimitri Kapetzke: Dimitri Kapetzke Sehr gerne. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte und nehme Sinne. Wir bleiben in Kontakt. Danke euch. dann. Ciao.

Johannes Lutz: Johannes Lutz Bis zum nächsten Mal, Ciao!

Torsten: Torsten wir machen das. Danke, bis dann, ciao!

Johannes Lutz: Johannes Lutz So, jetzt klicken wir hier gleich mal auf Anhalten.

Über diesen Podcast

Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz ist der Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck, Additive Fertigung und Konstruktion geht.

Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additive Fertigung beginnen, bereits erfahrener Anwender oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind.

Denn es geht nicht nur darum, einen 3D-Drucker zu besitzen, sondern diesen für das Unternehmen auch gewinnbringend einzusetzen

Wenn Sie Tipps & Tricks, Schritt für Schritt Anleitungen und wichtige Informationen über 3D-Druck wissen wollen, dann ist der Podcast genau das Richtige für Sie!

Mehr über uns: https://www.3dindustrie.de

von und mit Johannes Lutz

Abonnieren

Follow us