Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2025-03-26: 2025-03-26 00:00:14Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additiver Fertigung beginnen oder erfahrener Anwender oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil diese Podcastfolge den Titel trägt: 3D Druck klappt am besten, ohne darüber nachzudenken. 00:00:47So, was meine ich da jetzt natürlich damit? Im Grunde genommen heißt es, 3D Druck klappt am besten ohne 3D Druck und da steckt ein bisschen Wahrheit natürlich dahinter. Denn ich hab eines die letzten paar Monate ganz stark gemerkt, dass diese Selbstsabotage, Immer wieder weiter zunimmt, dass man viel zu viel über 3D-Druck nachdenkt, während man versucht, ein Bauteil zu konstruieren oder eine Anwendung umzusetzen. Und in diesem Podcast gehe ich dort ganz gezielt noch mal darauf ein, was denn hier überhaupt für Blockaden entstehen können und vielleicht hat sich der ein oder andere dort auch mal wieder entdeckt und will das vielleicht auch gar nicht zugeben, aber das ist etwas, was sehr viele Unternehmen oder auch Mitarbeiter in den Unternehmen blockiert, um dort. 00:01:31weiter nach vorne zu kommen und das ist ein großer Punkt dabei ist, man befindet sich in so einer Schwebe. Ne, man kennt das vielleicht, wenn man nicht genau weiß, hält es jetzt, hält es nicht oder passt die Konstruktion oder welches Material nehme ich. Am besten kann ich das wirklich so erklären und zwar, es ging um eine einfache Vorrichtung. Dort legt man einfach Werkzeuge hinein, wie so ein Shadowboard, dass man dort immer sieht, ist fehlt da noch ein Werkzeug. Oder sind alle Werkzeuge an ihrem Platz und sind die Werkzeuge schnell griffbereit? 00:02:02Weil man kennt es vielleicht, wenn sie mal auf einer Baustelle waren, wie lange solche Bauarbeiter durchaus ihr Werkzeug suchen. Da kann man, wenn man das Ganze zusammenrechnet, ruhig auch mal ’ne halbe bis 2 Stunden am Tag zusammenrechnen, wo man nicht gearbeitet hat, wo man nur sein Werkzeug gesucht hat. Und hier kann man natürlich viel Zeit entsprechend einsparen und. Um jetzt auf diese Blockade zu kommen, ging es einfach nur darum, dieses Bauteil zu drucken. Aber man ist wieder daran gescheitert in einem Unternehmen, bei dieser ganz einfachen Anwendung, wo man einfach nur Bau, also einfach nur ein Bauteil druckt, so eine Vorrichtung druckt und in unsere Werkzeuge einlegt, also ein Schraubenzieher, eine Zange und so weiter und so fort, ein Inbusschlüssel und was man halt dort an diesem Arbeitsplatz so braucht. 00:02:44Dann ist diese ganze Anwendung ins Stocken gekommen, weil sich der Anwender unsicher war, welches Material er jetzt nimmt. Und dabei muss man folgende Sache einmal richtig betrachten. Und zwar, es geht doch in dem Moment gar nicht darum, was für ein Material das ist, ob das grün, blau oder gelb ist. Es geht erstmal nur darum, dieses Ding endlich zu drucken und dem Mitarbeiter an diesem Arbeitsplatz das Leben zu vereinfachen. Und da ist ein großer Punkt. Dass man sich doch gleich wieder blockiert und sagt: ’Nehm ich jetzt P.L.A., nehm ich A.B.S., nehm ich ’n P.A. 00:03:14Soll ich noch ’ne Carbon, ‘ne Carbonfaser dazunehmen? Hm, welche Farbe nehm ich denn da am besten?’ Bei Stahl ist es relativ einfach. Man nimmt halt den Wald und Wiesenstahl, den man doch zur Verfügung hat, in Anführungszeichen, S.T. 37 nach der alten Bezeichnung, die ich damals noch gelernt hatte. Und dann fresst man das Teil einfach und ob man doch jetzt irgendwelche Fressrillen sieht, wenn man das einsetzt, da wird nicht viel gemeckert, weil, Das passt ja irgendwie. Es ist ’ne kleine Vorrichtung und fertig. Hauptsache, die Kanten sind irgendwie entgratet und da ist ’ne kleine Phase dran, damit sich der Mitarbeiter nicht aufreißt. 00:03:46Aber im 3D-Druck denkt man gleich wieder über Farbe nach. Dann denkt man über Druckeinstellungen nach, dass man sich denkt, wie viel Fülldicke braucht denn jetzt dieses Bauteil? Es ist doch egal, mach 50%, macht 80%, mach 25% oder eine Zahl, die kannst du dir würfeln, wenn man es so sieht. Hauptsache. Diese Anwendung wird umgesetzt und der Hans oder der Michael oder der Friedrich in der Montagehalle, der diese Bauteile vielleicht an seinem Arbeitsplatz montiert, der kriegt endlich ’ne Vorrichtung, weil der wartet nämlich drauf. 00:04:18Und das Ergebnis ist dabei das Wichtigste, dass derjenige seine versprochene Vorrichtung bekommt und nicht ob die jetzt seit grün, blau oder gelb ist am Anfang, sondern es geht darum, in die Umsetzung reinzukommen. Das ist ganz wichtig und vorhin habe ich das Thema Schwebe angesprochen. Weil wir Menschen mögen es gar nicht, wenn wir keinen Anhaltspunkt haben, wenn wir uns rantasten müssen. Das sind wir in unserer Welt zum Teil gar nicht mehr großartig gewohnt, weil wir natürlich aus der konventionellen Sicht, weil wir das früher gelernt haben und auch im Studium gelernt haben, immer sofort ’ne Lösung im Kopf haben. 00:04:49Das bedeutet, dass man sofort sagt: ‘Ah, genau das machen wir so und das machen wir so und ja, da wissen wir, dass das hält und so weiter.’ Da geht es nur noch um das Ausführen. Aber im 3D-Druck, da haben viele Angst vor diesem weißen Blatt Papier. Wo man erstmal ’ne Skizze macht, wo man sich erstmal ganz kurz überlegt, ist denn das Material überhaupt notwendig? Muss ich da viel rumkonstruieren oder mach ich es einfach? Was ist der wirkliche Zweck zum Schluss? Reißt es das noch komplett raus, wenn ich dort jetzt noch 3 Stunden an diesem Bauteil rumtue, nur um schlussendlich. 00:05:22Ein bisschen additives Design reinzubringen, oder reicht es auch einfach, das Bauteil zu drucken, an der ein oder anderen Stelle ein bisschen Material wegzulassen, was überschüssig ist, weil man es einfach im C.A.D. kurz wegschneidet und ist damit dieses dieses Problem damit gelöst? Und das fehlt ganz vielen. Und deswegen ist es auch so, dass man, wenn man eine, wenn man vorhat, eine Vorrichtung im 3D-Druck zu machen, dann sollte man sich eigentlich erstmal Gedanken machen darüber, wie sollte das Ding denn wirklich ausschauen und wie hilft es dem Mitarbeiter. Indem man die Anwendung am Anfang erstmal richtig qualifiziert. 00:05:54Das bedeutet, man sagt nicht einfach nur ‘Ja, das könnte so und so sein’ und man interpretiert dann die ganze Zeit etwas rein. Und manche Ingenieure bei uns auf der Welt, die sind so gut darin, etwas in irgendwelche Anwendungen hinein zu interpretieren. Das ist manchmal, muss man den Leuten da echt den Teufel austreiben, wenn man das so sagt. Und die erkennen das dann natürlich auch, dass die sagen: ’Ich hab das maßlos übertrieben. Ich hab da viel zu viel drüber nachgedacht, weil man einfach am Anfang auch ein bisschen Angst hatte. Aber man sollte die Anwendung qualifizieren. Was braucht man denn überhaupt? 00:06:25Was ist für die Person denn überhaupt wichtig? Und natürlich, dann setzt man es einfach mal um. Dann konstruiert man in Anführungszeichen ‘vogelwild’, weil der Drucker druckt ja eh danach. ’N bisschen Stützstruktur dran ist oder nicht, man sollte einfach mal konstruieren. Und wenn man dann natürlich in etwa weiß, OK, man macht es jetzt im FDM oder man macht jetzt im DLP oder SLA oder man hat noch dann doch mal eine SLS-Maschine dann entsprechend bereit, dann tut man sich viel einfacher natürlich noch zu konstruieren, wenn man weiß, für welche mit welcher Technologie macht man das. Aber um den ersten Gedanken hinzukriegen, die ersten Schritte zu gehen, sollte man gar nicht über 3D-Druck nachdenken, sondern erst einmal wissen, worum geht es denn genau. 00:07:04Denn diese ganzen Webinare, die es da draußen gibt, die ganzen, tollen Anwendungsbeispiele und dieses völlig überzogene Verhalten von manchen Dienstleistern und auch von manchen Herstellern und durchaus auch von manchen Unternehmen, die dort völlig übertriebene Anwendungen präsentieren. Die sorgen natürlich auch dafür, dass man glaubt, es so machen zu müssen, wie es dort vorgeschrieben ist, aber man im Endeffekt, wenn man genauer hinschaut, so ’n Bruch hat in dieser Logik, dass man denkt, 00:07:34Eigentlich wird es nach außen so kommuniziert und so machen es irgendwie alle in dieser Bubble des 3D-Drucks. Aber eigentlich brauche ich es ja gar nicht und es funktioniert ja auch ohne. Was ist jetzt richtig? Und dabei braucht man Unterstützung, um aus dieser Bubble und aus diesem Überdenken und Interpretieren von ja falschen Gegebenheiten doch erstmal rauszukommen, denn meistens wird gar nicht darüber genau, Ich sag mal, jemand in Kenntnis gesetzt, warum denn diese Anwendung jetzt so konstruiert worden ist. 00:08:05Man sagt nur, ist additiv konstruiert worden. Die Beschreibung der Anwendung ist nur ein bisschen, aber manchmal trauen sich die Leute, die sich bestimmten Fragen gar nicht stellen. Warum habt ihr das denn so gemacht? Und meistens kriegt man dann auch ’ne Antwort und das ist ja gerade das Schlimme da dabei, dass es dann heißt: ‘Ja, das haben wir so gemacht, weil wir dachten, das muss man auch so machen.’ Und dann schleicht sich so ein Fehler ein, der über ja über Personen hinweg immer weiter getragen wird. Obwohl zum Schluss dann jemand sagt: ‘Ja, aber eigentlich brauch ich das ja gar nicht und das ist ja völlig überdimensioniert. Und warum macht man das eigentlich so?’ Und weil man das vielleicht so machen müsste, blockiert man sich noch weiter, weil das gleich mal Stress auslöst. 00:08:41Man kennt das selber, wenn man jetzt ein Bauteil anguckt und man müsste sofort wissen, wie der Kraftverlauf ist, ohne dass man vorher mal die Anwendung kurz qualifiziert hat. Da denkt man sich auch, nehm ich da jetzt noch was weg vom Material, ändere ich das Bauteil noch mal ein bisschen ab. Wie ist das denn? Man hat ganz viele Fragezeichen im Kopf, die man nicht kontrollieren kann. Und was Sie auf jeden Fall machen sollten, ist Ihre Anwendung so überprüfen am Anfang und so qualifizieren, dass Sie im Nachgang sagen können: ‘Ja, das reicht ja, so drucken wir es jetzt, dem ist ja geholfen.’ Und wenn derjenige dann auch wiederum sagt: ’Ja, aber das sieht ja gar nicht additiv gefertigt aus oder gar nicht danach aus, wie diese in Anführungszeichen alienartigen Bauteile, die ich nach außen immer da, wo ich halt immer davon spreche, um das ein bisschen greifbarer zu machen, dann müssen viele Bauteile gar nicht komisch designt sein, sondern. 00:09:28Es geht einfach nur darum, dass dieses Fertigungsverfahren 3D-Druck einem dabei hilft, eine einfache Anwendung, die man hat, schnell und einfach umzusetzen, ohne dabei Material runterzusägen, ohne dabei irgendeine Spritzgussform zu erstellen, ohne dabei ’ne große Fräsmaschine dafür zu haben, sondern ’n kleiner 3D-Drucker, indem man ’nen kleinen Helfer macht als Vorrichtung, um schlussendlich dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin in dem Unternehmen das Leben einfacher zu machen. Wenn Sie auch an dem Punkt sind, dass Sie sich. 00:10:00Sich so fühlen, als wären sie dort ständig blockiert, aber sie könnten deutlich viel mehr machen. Dann müsste man mal genauer nachprüfen, was sie schon alles aufgenommen haben an Informationen, die eigentlich dazu führen, dass sie mehr Misserfolg haben. Sondern wir müssen die Punkte rausnehmen, dass wir den Misserfolg vermeiden und das Ganze viel klarer wird und sie ja sich locker flockig an so ’ne Anwendung herantasten und genau wissen, wenn sie es so machen, ist es richtig und wenn sie vor allem die richtigen Denk, Schritte haben, die man auch bei uns in der Beratung lernen kann. 00:10:32Dann haben Sie alles betrachtet und niemand kann Ihnen im Nachgang sagen, hier haben Sie etwas falsch gemacht, weil Sie genau die Punkte eingehalten haben und Sie können auch argumentieren und sich ja auch rechtfertigen, warum Sie es so gemacht haben. Und jeder, der sich das dann anschaut, der würde sagen: ‘O.K., absolut sinnvoll.’ Der wusste es vielleicht so gar nicht, weil ihm ein Stück an Information gefehlt hat. Also, wenn Sie das nächste Mal, Darüber nachdenken, ’ne Anwendung zu machen und Sie sind da ein Stück weit blockiert. Versuchen Sie mal einen Schritt beiseite zu gehen, aus dieser 3D-Druck-Bubble rauszukommen und das als ganz normale Anwendung aus Sicht eines Konstrukteurs, Facharbeiters oder Hilfsarbeiters oder in dem Fall, wenn Sie ’ne Ausbildung haben, auch ganz anders zu betrachten. 00:11:14Weil dann fällt einem das wesentlich leichter, indem man ein paar Dinge abgeschüttelt hat, die so an einem dranhängen und nur zu mehr Unsicherheit führen. Also, in diesem Sinne, machen Sie es gut und bis zur nächsten Podcast-Folge.