3D-Druck Podcast

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Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz

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2025-08-18: 2025-08-18

00:00:00: Speaker 1Willkommen zum NextGen A.M. Podcast. Mein Name ist Johannes Lutz.

00:00:04: Speaker 2Und ich bin Thorsten Wolschendorf.

00:00:05: Speaker 1Und gemeinsam sprechen wir über die aktuellen Themen rund um die 3D-Druck und additive Fertigungsbranche. Weißt du, Thorsten, was am Wochenende wieder los war bei uns?

00:00:15: Speaker 2Auch nicht, aber du verrätst es mir mit Sicherheit.

00:00:18: Speaker 1Genau, also wir hatten wieder wieder 3D-Druck-Dienstleisterday. Du warst ja auch schon zweimal dabei.

00:00:23: Speaker 2Ich erinner mich, ja, ja, dieses Jahr konnt ich nicht, hab mich total geärgert, für alle, die mich vermisst haben, ich hatte, ja, ich konnte einfach nicht, hab ich nicht hingekriegt,

00:00:34: Speaker 1Ja, du, du, du warst einfach wieder zu viel beschäftigt, ne, es ist einfach so, wenn es läuft, aber was ganz spannend war und deswegen hab ich das als Einladung auch jetzt gerade genommen, ist, wir telefonieren ja auch immer wieder, Und beim Dienstleister Day sprechen wir über die aktuellen Themen vom Markt und welche Fähigkeiten man benötigt. Es gibt die Awards für alle Dienstleister, die ihre Ziele erreicht haben. Und ich hab mir die Aufnahmen von den letzten Dienstleister Days angeguckt zu den Geschehnissen am Markt, was wir vor 2 vor 2 Jahren schon besprochen hatten.

00:01:09: Speaker 1Und mir ist aufgefallen, dass wir eine unheimlich hohe Trefferquote hatten. Also rein analytisch, Wenn wir den Markt so einschätzen und soll ich mal ein paar Punkte sagen, interessiert es dich auch?

00:01:23: Speaker 2Ja, Ich bin jetzt mal gespannt, was du aus dem Sack holst.

00:01:25: Speaker 1Ja, ja, also so das ganze Thema Desktop Metal, ne, Mark forged Bambu Lab, wo wo steht Bambu Lab, wo haben wir es damals eingeschätzt, was ist mit dieser Materialsparte von B. A. S. F. Gewesen und wie haben wir es eingeschätzt, dieses ganze Thema Marketingbudgets von den großen 3 D. Druck Herstellern, Was machen die Reseller im Geschäft und auch, wie entwickelt sich das Thema Messe und China weiter. Und diesen ganzen Ausblick, den wir, den wir damals gegeben haben, hab ich mir angeguckt, Notizen gemacht und das war so der erste Punkt im Dienstleister Call, nicht im Dienstleister Call, sondern im Dienstleister Day, wo ich dann auch gesagt hab, ich möcht da mal einen Blick zurück machen.

00:02:08: Speaker 1Und die meisten haben dann wirklich auch genickt und haben gesagt, OK, ja, weil der ein oder andere letztes Mal auch dabei war, Stimmt, da waren wir richtig und das zeigt mir, dass wir wir beide da einen ganz guten Überblick haben vom Markt, was gerade sich tut.

00:02:26: Speaker 2Ne, Ich bin mir sicher, mir fallen mit Sicherheit auch noch ein paar andere Sachen ein. Das für die, die jetzt bei uns hier zuhören, die wir machen die, diese Podcastreihe machen wir erst seit November, nee, August, September, irgendwann seit knapp einem Jahr. Das jährt sich fast, ich würd ich vermuten, irgendwie in einem Monat oder so haben wir ein Jahr diese Podcastreihe hinter uns. Aber wir haben da vorher natürlich auch viel Kontakt gehabt und haben, wir sind ja rege im Austausch, was so den Markt angeht und versuchen zu analysieren, was passiert, um uns natürlich auch entsprechend auszurichten.

00:03:02: Speaker 2Und ja, ich glaub schon, dass wir da in Summe, Ein sehr gutes Gespür und ein gutes Gefühl für den Markt haben.

00:03:09: Speaker 1Ja, ist auch ganz interessant, weil man natürlich die Botschaften, die wir im Podcast nach außen geben, man in anderen Berichten auf einmal wieder liest und man sich dann natürlich entsprechend wieder erkennt. Also wir haben natürlich auch, besser gesagt, ich hab geguckt zu den Podcastzahlen und er wird sehr gerne gehört. Also ich glaube, es kommt auch ganz gut an.

00:03:31: Speaker 2Ja, Also, ich denke, gewisse Dinge, die wir hier sagen, wir sind mit Sicherheit nicht die Einzigen auf der Welt, die merken, dass da was passiert, ganz bestimmt nicht. Also, da gibt es auch ein paar andere. Was ich aber sehe, ist im Moment, dass dieser Wandel hin, den wir auch heute mehr oder weniger ja einen Schwerpunkt reinsetzen wollen, ist ja. Was passiert und was muss passieren, damit in Zukunft 3D-Druck auch funktioniert und wirtschaftlich wird und diese ganzen Themen.

00:04:01: Speaker 2Ja, und da sind wir, glaube ich, im Moment in so einer Phase, ich nehme ja immer diese gern diesen Gartner Hypecycle, es gibt ja diesen Innovationsanstieg dann oben zur Spitze, wo, Wo dann alle immer sagen, ja, hier ist was Neues und da fahren alle drauf ab. Im Moment haben wir diesen Hype ja in der K.I., jeder will gucken, was kann K.I., jeder will sie nutzen, glaubt, dass er damit irgendwas kann. Ich denke, dass wenn wir Zeit, kann ich nicht abschätzen, aber vielleicht 3 Jahre, 5 Jahre oder so, dass wir da auch in so ein Tal der Tränen im K.I.

00:04:34: Speaker 2Bereich kommen und da viele vom Markt verschwinden, weil dann K.I. Doch nicht alles immer so funktioniert hat, wie es soll, oder weil einfach, Ja, oder weil einfach zu viele Wettbewerber da sind, also weil jeder sagt, ich mach was mit K.I. Ich weiß nicht, wie viele K.I. Unternehmen es gerade gibt, die sich mit der Bildbearbeitung beschäftigen, beschäftigen, also Text-to-Build oder Text-to-Picture heißt das, glaub ich. Und so ähnlich sehe ich es auch in der Vergangenheit, wenn man das mal betrachtet im 3D-Druck.

00:05:05: Speaker 2Wir haben unsere Hype-Phase gehabt, Innovation, man brauchte nur neues Material rausbringen, nur eine neue Drucktechnologie und alle haben geguckt, oh, was kann man damit machen und die haben es gekauft, um es zu machen, zu testen und wollten einfach gucken, ob sie vorne mit dabei sind. Und das wissen wir jetzt ausgiebig, das funktioniert nicht mehr.

00:05:26: Speaker 1Seh ich genauso. Ich nehm es auch richtig auf dem Markt so wahr. Viele Unternehmen, Haben ja diesen Innovationshype mitgenommen, haben gesagt, 3 D Druck, das müssen wir ausprobieren, das nehmen wir als Spielwiese, die haben den Drucker gekauft, haben was damit gemacht, hatten aber nie so richtig so ein Geschäftsmodell, weil das das Drucken von Prototypen ja relativ einfach ist. Da gibt es nicht sonderlich viele Anforderungen jetzt und was ich aber zu deinem Punkt vorhin noch sagen wollte, weil du gesagt hast, die K.I. Schnappt uns gerade die ganze Aufmerksamkeit weg vom 3 D Druck, wenn man das so sagen kann,

00:06:00: Speaker 1Das war, wenn man sich so zurückerinnert, damals auch schon so, dieses ganze Thema Industry of Things, Industrie 4.0, was total gehypt worden ist. Da gab es dann Veranstaltungen, auf einmal war dann das Thema 3D-Druck im Mittelpunkt und das flacht jetzt ab und K.I. Kommt jetzt, ne? Und ich würde es.

00:06:19: Speaker 2Auch nicht auf K.I. Beschränken, sondern wenn man gerade eine Hype Cycle, Tal der Tränen, dann kommt ja danach das Plateau der Produktivität. Und dieser Anstieg Hype ist ja steil nach oben. Der hat jetzt, sagen wir mal, 25 Jahre angehalten, so von Anfang 90er Jahre bis ja, Anfang, ich sag mal so, 2015, 2016, dann kam so langsam die die ersten Produktionssachen und dann mit Corona.

00:06:50: Speaker 2Für mich war mit Corona, mit 2019, da kann ich mich noch gut dran erinnern, wo Puja, Aktiv am Markt war, wo man gesagt hat, F.D.M. Ist erschwinglich für unter 1000€ so eine Butze, die auch noch vernünftige Teile macht. Und da kam dann noch Corona dazu, dann kam noch dazu, dass Geld fehlte, dann kam Digitalisierung dazu, die ganzen als Dienstleister für mich fiel ja weg, Messe gab es nicht mehr. Fotos für Messe oder oder Webseiten gab es nicht mehr.

00:07:24: Speaker 2Das wurde alles gerendert. Warum? Weil die Vertriebler mit dem Modell in der Hand nichts mehr anfangen konnten. Die brauchten für die ganzen Teams Meetings, brauchten sie irgendwas Digitales und das Rendern. Das war eigentlich für mich so dieser nächste Sprung der Produktivität im Bereich bildgebende Verfahren, Prototypen und so weiter. Und das heißt, dieser Markt ist ja zu größten Teilen für Dienstleistung weggebrochen. Das heißt nicht, dass er nicht da ist, Aber mit den günstigen Druckern, die am Markt sind, das sind ja Prosa, das ist ein jetzt ein Bambu Lab, die dann auch noch ein bisschen eine gewisse Geschwindigkeit haben und dann auch noch optisch, jetzt reduziere ich es erstmal nur auf optisch, gute Teile rausbringen.

00:08:02: Speaker 2Da kann man natürlich auch ein Anschauungsmodell, ein kleines oder ein kleines Funktionsmodell mit generieren für relativ schmale Kosten und das nutzen natürlich die Unternehmen jetzt, die schon eh und je im Prototypenbereich tätig waren und das vorher in der Dienstleistung bestellt haben. Und das war, ich würd mal sagen, das Einzige, was noch in der Dienstleistung läuft, ist für die, die sich mit dem Markt oder mit dem 3D-Druckmarkt noch gar nicht beschäftigt haben oder wenn es auf ihrer eigenen kleinen Butze nicht funktioniert, weil zu groß, weil das Material grad nicht da oder was auch immer.

00:08:35: Speaker 1Und das war auch ein Punkt, den wir, den wir damals auch angesprochen hatten, besser gesagt, den 3D-Druckdienstleistern gesagt haben, dass wenn man sich so einen günstigen Drucker dann kauft als Industrieunternehmen, dann wird man, Erstmal seine Prototypen und seine Teilchen erstmal selber machen und probieren. Das fällt natürlich als Dienstleistung in dem Fall weg, oder man muss am Preis sozusagen was regeln, dass es dort unter diesen ganzen FDM Dienstleistern wieder einen Preiskampf gibt und das merken wir, also das merkt man ja deutlich am Markt, dass sich da was bewegt hat.

00:09:07: Speaker 2Aber nicht nur da, auch bei den Maschinenherstellern, weil wenn man früher, ob das in Stratasis war mit seinen F. D. M. Maschinen oder auch in EOS mit seinen S. L. S. Maschinen oder wie auch immer von den größeren namhaften, man sieht ja, dass denen heute auch im Markt verloren geht, also nicht nur in der Dienstleistung für uns oder für mich, sondern auch in dem bei den 3 D. Druck Herstellern. Warum? Weil die, die früher Prototypen mit einer EOS S. L. S. Maschine gemacht haben, die machen heute die Prototypen mit einem Bambolip oder Prusa oder was auch immer für eine chinesische oder osteuropäische oder was auch immer Maschine, aber eine günstige halt, so eine Einstiegsmaschine.

00:09:47: Speaker 2Warum? Der Vorteil vom F. D. M. Ist, die brauchen das Ding nicht so gravierend umkonstruieren. F. D. M. Kommt mit, kommt mit Klötzchenbauweise mit dem typischen subtraktiven, Designklar. Das heißt, wenn es auch für Fräse gut sich normalerweise gut fräsen lässt, lässt sich in der Regel auch gut FDM drucken. Das heißt, die Konstrukteure müssen sich nicht umstellen. Das heißt, viele, viele Vorteile, wo die immer mehr da reingehen und sagen, ja, 3D-Druck ist im Moment noch nicht das Verfahren der Serie, haben die viel weniger Probleme, das im 3D-Druck zu etablieren.

00:10:19: Speaker 2Und dieser Markt fällt auch in EOS weg. Die machen den Prototypenbereich nicht mehr so viel, die werden keine Formega P. 1 oder was im Prototypenbereich mehr verkaufen, weil die einfach zu teuer ist und für das, was die Leute brauchen, ist es nicht mehr, ist es einfach kein Markt mehr. Und dann hast du noch zusätzlich so ein Form Labs oder so ein,

00:10:38: Speaker 1Du meinst ein Fuse One,

00:10:39: Speaker 2Fuse One, genau, oder hier Sinterit, wie heißt du, Lisa, Lisa und sowas, die es gibt halt diese kleinen F. D. M. Und halt jetzt auch neu S. L. S. Maschinen, die relativ, Erschwinglich sind und dieser Prototypenbereich wird über diese Maschinen abgewickelt. Einige Dienstleister würden jetzt sagen, auch Serien, aber da sag ich Serien ja, aber nur wo es keine Anforderungen gibt.

00:11:04: Speaker 1Das wird mir auch widergespiegelt, weil der ein oder andere doch draußen auch sagt, seither waren doch die S.L.S. Teile immer weiß, warum sind die denn jetzt auf einmal grau, ne, dann weiß man es meistens, woher es kommt in der Hinsicht und das hatte man vorher gar nicht auf dem Schirm, ne, wenn man nicht mit der Zeit geht, Und und schaut, was sich auf dem Markt so tut, dann steht man meistens vor vollendeten Tatsachen, die sehr unangenehm sind, wo wo ich ganz deutlich jetzt auch spüre, dass es viele Dienstleister gibt, die leider hier einige Trends ganz deutlich verschlafen haben und ich mich wirklich frage, ob die in Zukunft das Ruder noch rumreißen können, ne, weil dieses Pendel, wenn man das jetzt so sagt, von diesem Innovationshype, der.

00:11:49: Speaker 1Die ganzen Dienstleister oder viele Dienstleister und auch viele Hersteller und alle, die in diesem Markt auch aktiv waren, automatisch mitgetragen haben. Und jetzt geht das Pendel eher zu: Lohnt sich denn 3D-Druck und wie lohnt sich’s und ist es überhaupt was für mich? Wie bringt mir das was? Wirtschaftlichkeit, Profitabilität? Jetzt muss man sich wieder Gedanken machen, dass das, was man sich dort reingestellt hat, zu einem Geschäftsmodell, Anreifen lässt, weil viele haben kein Geschäftsmodell mit dem Thema 3D-Druck gehabt.

00:12:19: Speaker 1Es ist wirklich spannend, wie viele große Maschinen und auch teure Maschinen bei Unternehmen stehen und die stehen da nur. Also da tut sich nichts. Ja, das hast du wahrscheinlich auch schon wahrgenommen, dass sich da nicht wirklich viel in der Vergangenheit jetzt getan hat, was Geschäftsmodelle auch angeht.

00:12:38: Speaker 2Ja, das und ich würd es mal sagen, Innovation wird jetzt immer noch wichtig sein, Aber mehr die Innovation im Prozess, wie schaffe ich Serien, wie qualifiziere ich jetzt die Materialien, die wir haben, wie qualifizier ich die Prozesse, die wir haben. Also ich glaub, dass da schon für die, die jetzt innovativ im Geist sind und ihren Prozess im Unternehmen im Griff haben, die also nur weil das Plateau der Produktivität, das kommt ja auch nicht von alleine, sondern da müssen wir auch alle Energie reinstecken und.

00:13:13: Speaker 2Da wird durch diesen Wandel, den werden auch nicht alle schaffen, weil manche das einfach nicht können, weil manche den Prozess dazu nicht schnell genug finden. Das ist, denke ich, auch noch eine Veränderung, die wir jetzt erleben werden. Und da wird es auch wieder eine Marktbereinigung geben, die, die sich ein bisschen cleverer anstellen und die, die sich halt weniger clever anstellen. Und da gibt es mit Sicherheit auch noch andere Faktoren, wie finanziert sich so ein Unternehmen, Wie ist es aufgestellt, welche Maschinen, welche Maschinen hab ich, welche brauche ich für diesen Prozess zukünftig, hab ich die schon, brauch ich die noch, muss ich investieren, muss ich nicht investieren, hab ich es Geld zum Investieren, gerade in der aktuellen Phase.

00:13:54: Speaker 2Das trifft auch wieder alle, das trifft die Hersteller, das trifft die Dienstleister, auch die Hersteller schrauben im Moment ihre Entwicklung zurück.

00:14:02: Speaker 1Nehme ich auch sehr stark wahr, aktuell. Da tut sich gerade nicht sehr viel und man konzentriert sich eher auf die Dinge, die eh gerade laufen.

00:14:11: Speaker 2Eigentlich konzentrieren sich alle auf Marketing und versuchen Use Cases zu ergattern, wobei ich da sage, die Hälfte wiederum, wir sind ja in der Vergangenheit, haben ja gesagt, was ist glaubwürdig, ich sag wieder, die Hälfte, die Use Cases wurden an irgendeiner Uni wieder irgendwo, wurden einmal gedruckt, aber, Sie nicht wirtschaftlich und damit werden sie auch nicht gemacht. Ich glaub, das ist auch noch so ein Unterschied.

00:14:36: Speaker 1Ich Find es mittlerweile, ich find es mittlerweile extrem langweilig, da kommt irgendjemand, der irgendeine coole Idee hatte, irgendwas zu drucken, was aber im Nachgang nie wirklich Anwendung findet. Es ist toll, dort etwas zu entwickeln. Viele Dinge haben auch absolut ihre Daseinsberechtigung, um dort weiterzukommen. Aber wo sind die echten Anwendungen? Und ein Punkt ist mir extrem aufgefallen. Ich weiß gar nicht, ob ich das im Podcast der letzten Male auch so deutlich gesagt hab und zwar, es wird immer nur diese diese Endanwendung gezeigt. Also jetzt nicht die Endanwendung in der Serie, sondern wie das Bauteil schlussendlich ausschaut.

00:15:10: Speaker 1Aber es wird nie gezeigt, was denn zu dieser Lücke geführt hat, dass es zu diesem Bauteil kommt. Also, welches Problem gab es am Anfang, was hatten die für eine Situation, wie raus ist es entstanden und dann nehme ich ganz stark wahr, dass der, Der Markt so langsam wahrnimmt, dass alle Anwendungen nicht nur Prototypen sein können, sondern diese diese Anwendungen müssen sich jetzt weiterentwickeln, vor allem zu wirtschaftlichen Anwendungen und nicht einfach nur: ‘Ich hab hier mal was gemacht und ist ziemlich cool und darüber kann man jetzt einen Pressebericht schreiben.’ Ne, ja, und dass sich dort natürlich auch ganz stark was verändert, nehme ich auch zusätzlich war, weil zum Beispiel die Messe, die jetzt dann ansteht, die Formnext Messe,

00:15:54: Speaker 1Das Thema Wirtschaftlichkeit und Profitabilität und die richtigen Anwendungen, die vor allem in in der Industrie gebraucht werden, wieder mehr in den Fokus rein rückt. Also man merkt, da tut sich was und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wenn, Der Maschinenbau, die Industrie bei uns in Deutschland, diesen 3D-Druck noch weiter entdeckt, anstatt nur Prototypen für das ganze Thema Vorrichtungen, Halterungen, Montagehilfen. Du, du kennst das Thema, Thorsten, ne, wo man dann erstmal spürt, OK, die Teile halten ja wirklich mal was aus und dann kann man in die Serie gehen.

00:16:28: Speaker 1Das wird eine ganz, ein ganz toller Zeitgeist werden, weil 3D-Druck jetzt greifbarer wird und man kann jetzt nachrechnen, wo es wirklich etwas bringt, auch wenn die Anwendung, Ein viereckiges Bauteil mit einer Abschrägung und 2 Löchern ist.

00:16:42: Speaker 2Was ich da, glaub ich, auch relevant finde, ist nicht einfach nur ’n Use Case zu benennen, sondern wie man eigentlich zu ’nem Use Case kommt. Die meisten kommunizieren nur, das ist unsere Lösung, aber es gibt gar kein Problem und ohne ’n Problem gibt es auch keine Lösung und ohne diesen diesen Anreiz wird auch niemand was kaufen. Und wenn ich jetzt irgendeinen Use Case, ob als Hersteller oder was auch immer, ich zeig ein Modell, also ich kann ganz wirre, ich mein, haben wir in der Vergangenheit so bionische Strukturen im 3D Druck, haben wir alle gezeigt.

00:17:15: Speaker 2Natürlich wär das die oberste, das oberste Level einer 3D Druckfertigung, aber ich vergleiche immer so gerne mit der CNC Branche. Wir haben im CNC Bereich, haben wir die Dreiachsfräsen und die Fünfachs und dann gibt es noch darauf das Level da drüber, Fünfachs simultan und das ist so bionische Struktur, Uhren sind im in der verglichen mit dem Fräsen 5 Achs simultan. Und dann ist wieder die Frage von den ganzen Fräsboden, die es überall gibt, und von den ganzen Teilen, die es überall gibt, die gefräst werden, weil es sich wirtschaftlich erachtet hat, wie viele sind da 5 Achs simultan.

00:17:53: Speaker 2Und was auf der Messe gezeigt wird im 3 D Druck sind halt die übelsten, Dinge, die teilweise, wo auch ich dann da stehe und staune und sag, boah, echt geil, sieht cool aus, ist echt schwer gemacht. Also ist nicht so einfach, manchmal die Dinge zu generieren, richtig geil umgesetzt. Und dann kommt der Maschinenbauer von nebenan und sagt, ey, ich brauche so ein Gehäuse da hinten, das passt da nicht rein, das geht um eine Ecke, links so ein Bogen und da ist auch noch eine eine Schraube dahinter. Ich brauch da aber ein Gehäuse und da muss das hin und dann baut man wieder Klötzchen.

00:18:24: Speaker 2Mhm, und der braucht Klötzchen, der braucht einfach Freiheit im Design Und nicht bionische Strukturen. Und diese Einfachheit, die ist irgendwie im 3D-Druck für mich verloren gegangen, weil es nicht sexy ist oder so, weil es irgendwie sexy ist, bionische Strukturen und was weiß ich für irre Teile da zu machen.

00:18:43: Speaker 1Man hat es ja wahrgenommen mit diesen ganzen Raketenteilen, Flugzeugteilen, da ging es nur darum, wer schafft es, das noch größere Bauteil in einem Druckvorgang aus Metall zu schaffen. Da hat man sich gegenseitig überboten, Man musste, man hat natürlich gemeint, dass alle anderen dort mitmachen müssen, weil das so das, dass das Ziel ist und der Highscore, der dort zu brechen ist. Aber ich finde, der Highscore ist, bring deine Kunden in eine Wirtschaftlichkeit rein und zeig denen, wo man wirklich Geld einsparen kann, auch wenn es das einfachste Bauteil ist.

00:19:16: Speaker 1Und du kennst es selbst ja auch als Dienstleister, die einfachsten, popligsten Bauteile sind ganz oft die, wo du zum Schluss natürlich die größte, Produktivität, Profitabilität und auch diese Aussage von der Geschäftsleitung kriegst, ja, das hat sich jetzt echt gelohnt, ne, so in dem Fall.

00:19:33: Speaker 2Ich glaube schon, der Luftfahrtbereich, gerade was so Aerospace angeht, genauso wie der medizinische Bereich, da wo auch hohe Kosten heute schon anfallen, da ist natürlich ein relativ teurer 3D-Druck besser unterzubringen. Es ist aber nischig, es ist schon ein Markt, es ist für die Hersteller, glaub ich, auch ein großer und interessanter Markt, aber er ist nischig. Und der durchaus größere Markt halte ich, die normale verarbeitende Gewerbeindustrie, die halte ich für viel, viel, viel größer wie Medizinbereich und Luftfahrtbereich.

00:20:07: Speaker 2Das Einzige ist, die sind nicht so schnell im Medizinbereich, wo ich hochpreisig bin und im Luftfahrtbereich, wo ich eh auch hochpreisig bin, kann ich natürlich im im höherpreisigeren 3D-Druck viel einfacher was platzieren, wo ich eventuell auch wirtschaftlicher bin. Wenn du, wenn der 3D-Druck gegen den Spritzguss konkurriert, Und im Teilespektrum 10, 200, 30 und was weiß ich wie viel Teile. Ich glaub, da wird der 3D-Druck auch morgen noch nicht mal soeben ankommen, genauso wie der Spritzguss nicht bei ein Stück ankommt. Aber man, ich seh den Wettbewerb auch nicht.

00:20:39: Speaker 2Wir können im 3D-Druck wunderbar einfache Formen bauen, in die Spritzgussteile gespritzt werden, wo wir, wo der Spritzguss mit dem 3D-Druck harmoniert. Wir drucken die Form, Der macht da seine 50 Teile raus, das ist irgendwie schnell. Ich hab nicht so ein Problem mit Entformung, es gibt so geile Materialien, wo ich mir über Hinterschnitte nicht mehr so viel Gedanken machen muss, die sich in Wasser auflösen. Ich kann hoch keramisch gefüllte Werkstoffe nehmen und. Es gibt so viel, wo man einfach Synergien schaffen kann, anstatt gegeneinander beim Fräsen, Vorrichtungen, weiche Backen.

00:21:15: Speaker 2Und, und, und, die einfacher, die sind schneller gefertigt und ich erklär bei jedem, wie gesagt, Fräsen, mein Lieblingsthema in dem Bereich mit 3D-Druck. ’Ne weiche Backe an der Maschine gefräst, kostet Programmieren an der Maschine. Mitarbeiter an der Maschine, Klötzchen parallel fräsen, dann noch das Fräsbild da reinmachen für die weiche Backe und. Da ist ein Mitarbeiter eventuell. Kommt jetzt drauf an, wie komplex und so. Ich will es jetzt nicht pauschalisieren, aber irgendwo eine halbe Stunde bis anderthalb Stunden ist er beschäftigt. In der Zeit produziert die Fräse nicht.

00:21:49: Speaker 2Das Thema ist, wenn ich das Ganze outsource an 3D-Drucker oder Dienstleister intern, extern, egal, das Ding ist gezeichnet, das Ding ist über Nacht gedruckt und es hat keiner was gemacht. Das Einrichten vom Drucker 5 Minuten.

00:22:08: Speaker 1Riesendinge, die man da geschenkt bekommt, ne?

00:22:10: Speaker 2Aber das ist so einfach und es machten so wenige und die Materialien, es kann mir keiner mehr sagen, das hält nicht, das ist alles scheiße, das stimmt nicht. Natürlich, wenn man keine Ahnung hat und nicht weiß, welche Materialien wo funktionieren, dann hält das nicht. Aber das ist überall anders, auch wenn ich irgendwo versuche, den großen Stahlbau zu machen und, Nehme dann nur ein ST 37, bin aber im im Flugzeugbereich, keine Ahnung, wo ich hochfestere Stähle brauche. Ja, dann hält das nicht.

00:22:40: Speaker 2Dann kann ich auch sagen, Baustall ist scheiße.

00:22:42: Speaker 1Man Muss das natürlich immer ein bisschen im im Detail noch betrachten. Ich kenn das natürlich aus der Beratung, wenn die dann sagen, ja, ich hab das ausprobiert, das funktioniert nicht. Dann gibt es natürlich die richtigen Fragestellungen, die man bei uns in der Beratung auch lernt, um dieses Thema genau zu zerpflücken und genau nachzugucken, warum hat es denn nicht funktioniert oder warum glaubt man denn, dass es nicht funktioniert hat, Und einer der größten Punkte sind ja, man hat es halt damals mit dem falschen Material gemacht, man hat es nicht richtig ausprobiert, man hat ein bisschen rumgewurschtelt, weil man meinte, es irgendwie besser zu können, anstatt jemand zu fragen.

00:23:13: Speaker 1Weil jemanden zu fragen ist nämlich kein, kein, ich sag mal, keine Schwäche, sondern eigentlich eine Stärke, die man doch zeigen müsste, wenn man wirklich den Drang hat, etwas besser oder cleverer in Zukunft zu machen.

00:23:24: Speaker 2Fällt mir noch 1 zu ein, wenn man vor 10 Jahren was getestet hat, Dann heißt das ja nicht, dass heute nicht schon neuere Werkstoffe, Möglichkeiten oder Verfahren gibt, nur weil es vor 10 Jahren vielleicht nicht gehalten hat in der Situation, in der man es getestet hat, heißt ja nicht, dass für alle Situationen a schlecht ist. Also, es mag auch Situationen geben, wo es im gleichen Anwendungsfall funktioniert. Und das Zweite ist, wir können heute eventuell durch die Materialien, die sich weiterentwickelt haben und nicht verfahren, kann sein, dass wir bessere Materialien oder.

00:23:54: Speaker 2Bessere Prozesse haben und es heute funktioniert. Also auch da, ich kann immer nur animieren und Mut machen, wer mit 3D-Druck nichts macht, wird in Zukunft eine Technologie verlieren. Das ist genau das Gleiche, wenn ein Unternehmen nicht in in Frästechnologie denkt oder nicht in Spritzguss oder auch alle anderen Technologien außer 8 lässt. Es gibt Situationen in jedem Betrieb, mal wird das Teil gefräst, mal Spritzguss, mal gegossen, mal, Was weiß ich was gemacht und in Zukunft wird einfach 3D Druck wird eine der Fertigungstechnologien sein.

00:24:25: Speaker 2Es wird keine absetzen, es wird keine erlösen und die anderen wird es alle geben und die haben alle ihre Daseinsberechtigung. Aber genauso wird 3D Druck und Daseinsberechtigung haben.

00:24:35: Speaker 1Absolut, seh ich auch so. Die Leute schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie immer noch das glauben, was vor 10 Jahren irgendwie mal passiert ist, wenn man da mal so ein schlechtes F.D.M. Teil in der Hand hatte und, Das ein bisschen eine schlechtere Oberfläche hatte. Da hat sich mittlerweile so viel getan. Aber ich sage ja auch ganz oft, wenn man einmal eine schlechte Pizza gegessen hat, macht nicht jeder Pizzabäcker auf einmal schlechte Pizzas. Von dem her, die Fähigkeit, dass bei dem Gegenüber, der doch natürlich noch die Überzeugung noch nicht hat, diese Fehlüberzeugung zu nehmen, das wird eine der wichtigsten Fähigkeiten sein in Zukunft, wenn es darum geht, 3D-Druck profitabel in die Unternehmen reinzukriegen, weil ich natürlich.

00:25:14: Speaker 1Wie soll ich sagen, viele Dinosaurier da draußen kenne in unserer 3D-Druckbranche mit den grauen Haaren, die so alte Botschaften da verbreiten, der Markt aber extrem im Wandel ist. Ist natürlich auch so, du kennst das bestimmt auch, wenn man so einen 70er Song hört oder so einen 80er Song im Radio. Der ist super, das ist gut, das singt man mit, das ist toll. Natürlich, wenn da so ein alter Opa dann irgendeine eine Story erzählt wie früher, Wenn man sich dann auf LinkedIn anschaut, wer hat das Ganze geliked, dann sieht man, wer das sozusagen geliked hat aus der aus der Vergangenheit.

00:25:46: Speaker 1Das ist ganz lustig, das entsprechend zu sehen. Also, wir brauchen neue Botschaften, wir brauchen nicht nur diese 20 minütigen Self Talks, warum 3D Druck so toll ist, sondern die die wahren mentalen Blockaden der Leute zu nehmen, weil sie mal eine schlechte Erfahrung gemacht haben. Das sehe ich, sehe ich ganz gewaltig in Zukunft.

00:26:06: Speaker 2Ich sag mal, die will ich nicht pauschalisieren, aber die, Älteren oder anders, die, die lange im Markt drin sind im 3D-Druckmarkt, wirklich lange die Anfänge mitgemacht haben, die vielleicht immer noch in ihrem Hype und Prototypen denken sind. Wenn die so weitermachen, werden die das nächste Nokia-Phänomen absolut, weil man einfach diesen Wandel nicht erfasst. Die glauben vielleicht auch nicht dran. Es ist natürlich auch mit einem gewissen Alter fällt es einem auch schwerer, sich an neue Dinge zu gewöhnen.

00:26:37: Speaker 2Warum sind die, Ich sag jetzt, ist jetzt nur beispielhaft, aber Personen, die weit in der Rente sind, haben eher Schwierigkeiten, sich mit P.C., Netzwerk und überhaupt Internet zu beschäftigen. Und wir beide, ja, irgendwo so im mittleren Alter im Berufsleben, selbst ich hab schon manchmal Verständnisprobleme, wie meine Söhne, Schon da dran gehen und was sie da wahrnehmen und oder die Generation, die jetzt heute volljährig werden, gerade volljährig und vielleicht Anfang 20, die haben wieder ein anderes Verständnis wie ich und ich hab wieder ein anderes Verständnis wie heutzutage die, die tief in der Rente drin sind.

00:27:18: Speaker 2Und dieses Verständnis, wir müssen aber trotzdem ein Umfeld schaffen, ich kann ja nicht sagen, ich mach das nicht, ich will das nicht, dann werden die irgendwann überholen, die überholen einen.

00:27:29: Speaker 1Ja, einerseits darf man natürlich dankbar sein, weil das, die haben uns was aufgebaut im 3 D. Druck, das ist, das ist toll, da stehen wir heute, aber man muss auf der anderen, ja, man muss auf der anderen Seite natürlich auch klar sagen, wenn dort jetzt noch weiterhin solche alten Botschaften nach außen getragen werden, dann kommt die Branche nicht weiter, sondern da sollte sich was ändern, es müssen Ergebnisse gezeigt werden und nicht da irgendwelche komischen Use Cases,

00:27:55: Speaker 2Darf ich dich, hab ich ganz kurz Ergebnisse, ja, aber nicht Use Cases. Ich würd, ich bin der Meinung, es muss mehr als Ergebnis rauskommen. Die Herangehensweise, wo war 3D-Druck gut, was macht 3D-Druck gut, in welchen Situationen kann 3D-Druck gut sein und zwar mehr auf dieses, nicht das ist die Situation und und danach kommt jeder vorbei und sagt, ja, die brauch ich aber nicht. Die hab ich nicht, sondern mehr ein bisschen abstrakt, wie sollen die Leute denken.

00:28:26: Speaker 2Wir müssen die animieren, dass sie dahin kommen, wie sie selbständig bei sich im Betrieb analysieren. Ist das ne Möglichkeit für den 3D-Druck? Ich sehe so viele Anfragen, wo einfach nur der Preis die Fragen nur 3D-Druckanweise hoffen, dass 3D-Druck für die extrem teuren Teile, dass 3D-Druck grad günstiger ist. Ist es zufällig der Fall? Bestellen Sie, ist es nicht der Fall? Ist das Thema 3D-Druck für die durch?

00:28:50: Speaker 1Klar, es ist so. Die meisten Anwendungen im 3D-Druck wurden alle schon gedruckt. Jetzt müssen neue Anwendungen gefunden werden und das geht natürlich nicht nur, indem man jetzt ein paar Teile zeigt, sondern man muss den Leuten mitgeben, wie man die Anwendungen findet und ja, nicht nur über dieses diese Technik sprechen und und Funktionalität, sondern ich sag es mal in einem ganz einfachen Beispiel. Das kann jetzt jeder auch, der den Podcast hört, nachmachen. Stellt euch in eure eigene Fertigung und versucht herauszufinden, Wo die nächste Anwendung ist und wenn ihr nichts findet, dann habt ihr nicht ein Problem, dass ihr 3D-Druck nicht kennt, sondern habt ihr ein Problem, dass ihr die Anwendungen nicht findet.

00:29:25: Speaker 1Das ist so das Hauptproblem von ganz vielen, weil alle wissen, dass man Serie mit 3D-Druck machen kann, dass man Vorrichtungen mit 3D-Druck machen muss. Aber die eigene Vorrichtung zu finden, das ist ein ganz, ganz großes Thema, was ich schon vor zweieinhalb Jahre auf dem Schirm hatte und der Podcast dreht sich natürlich auch ganz viel über Anwendungsfindung. Wer genau weiß, Auf was man, was man hören muss in seiner Verdickung, wer genau weiß, wie man in Zukunft. Das ist auch noch ein Punkt, den möchte ich dir noch ein bisschen vorwegnehmen, Thorsten, der der mir gerade einfällt.

00:29:58: Speaker 1Und zwar, wer genau weiß, wie er in Zukunft die die Führungsebene von Unternehmen angeht und zwar nicht nur mit diesen Argumenten und Mehrwertargumentation, die die meisten immer mit 3D-Druck haben, sondern ein Stück weit tiefer geht, eine andere emotionalere Ansprache hat, Dann sind die auch offen dafür, weil sehr viele Geschäftsführer, Abteilungsleiter gerade so eine richtige Argumentationsimmunität haben. Die wollen das gar nicht hören, da die haben gerade das Problem des Überlebens in vielen Unternehmen.

00:30:32: Speaker 1Die haben aber immer noch das Thema auf den Schultern, kann mir 3D-Druck helfen. Ich will das herausfinden, aber diese Standardbotschaften, die viele dort raustragen, da kommen wir nicht weiter. Wir müssen eine Stufe tiefer gehen. Wir müssen die wirklichen Anwendungen finden, Die jetzt zählen für diesen Zeitgeist, der jetzt kommt, ne.

00:30:51: Speaker 2Ergänzend dazu vielleicht noch in der Konstruktion fängt das Problem für Serien ja an, die designen etwas in bestehende Verfahren, die nicht 3D-Druck sind und dann kommt irgendwann der Punkt, dass irgendjemand sagt im Verlaufe des Projektes, ja wir wissen ja noch gar nicht, was wir damit umsetzen, also was wir zukünftig, wie viel Teile, wie viel Maschinen, wie viel was auch immer die da gerade produziert wird, in den Markt bringen. Und dann kommt der Moment, gehen wir in Werkzeuge und dann ist das Teil schon komplett spritzgussgerecht konstruiert und dann sagt jemand, ich hätt es gerne im 3D-Druck.

00:31:24: Speaker 2Totale Scheiße, ja, kann man drucken, aber wir kriegen es preislich nicht optimiert. Wir müssen ja mit dem leben, was wir haben. Das ist also, wenn ich im Frästeil versuche, in Spritzguss zu bringen und ein Spritzgussteil versuche zu fräsen, das ist nicht wirtschaftlich, das muss dann auch dahin optimiert werden. Und das, was ich vielleicht auch noch allen mitgeben kann, das hab ich, glaub ich, auch schon das ein oder andere Mal erwähnt, Mal in den Prozess denken eines Teils, in den in den Produktlebenszyklus. Anfang Prototyp, etabliert brauchen wir nicht drüber sprechen. Anlaufphase, das ist die Phase, wo sich noch nicht entscheidet oder wo noch unklar ist, halbes Jahr, ein Jahr, ich hab ein Produkt auf den Markt gebracht, aber bis das mal am Markt ankommt, bis die Leute verstanden haben, was es soll, sind die Stückzahlen niedrig.

00:32:07: Speaker 2Wenn das, wenn der Prototyp gut war und da geht es nicht mehr nur, dass der Unterschied, wenn wir Prototypen machen bei Prototec, Dann sind die Prototypen meistens selbst mit Anforderung. Das sind nicht mehr die Prototypen, ich brauche ein Ansichtsmuster, ich brauche Montagemuster, ich brauche ein Funktionsmuster, sondern wir brauchen Teile oder wir drucken die Dinger, die getestet werden müssen. Das ist nämlich das, was die auf ihren eigenen kleinen F.D.M. Butzen oft nicht hinkriegen, weil es nicht funktioniert und dann den Produktlebenszyklus weitergehen. Es spricht doch nichts dagegen, wenn die Stückzahl hochgeht, dann irgendwann in den Spritzguss zu gehen.

00:32:41: Speaker 2Um Gottes Willen, wenn da nachher genug Teile bei rumkommen, würde ich doch auch machen. Aber dann Lieferkettenengpässe. Ich hab doch vorne was qualifiziert, was funktioniert. Kann ich wieder mit 3D-Druck überbrücken? Oder ganz am Ende Produktendlebenszyklus, die Stückzahlen sinken, das Werkzeug hat sein End-of-Life, Reparatur wird teuer, dann kann ich doch auch wieder die kleinen Mengen und auch die Lagerkapazität. Ich muss doch da nicht 10 Teile noch mal machen, nur um einen guten Preis zu kriegen, wenn ich vielleicht nur im Jahr 300 verkaufe.

00:33:13: Speaker 2Da habe ich ja einen Bestand für die nächsten, weiß ich nicht, wie viel Jahre da liegen. Also einfach mal ein bisschen smarter denken, ein bisschen mehr in den Prozesse denken, einfach diesen 3D-Druck in, Mich in die in die Prozesse etablieren und dann mal drüber nachdenken, wo es Sinn macht und dann brauche ich keinen Use Case, das alleine ist der Use Case.

00:33:31: Speaker 1Absolut und das Tolle ist jetzt, dass das, was du gerade gesagt hast, dass die Leute dann ihr Problem endlich erkennen, weil im 3D Druck ist das Problem die Lösung. Wenn man nur die Lösung sieht, ja, dann kommt einem das, dann ist klar, dass man, Dass man sich überlegt, man will mit 3D-Druck was machen, man man steht doch so angewurzelt, will sich aber bewegen, aber kommt nicht von der Stelle oder wie so eine Fliege an der Scheibe, man versucht immer da durchzukommen, aber man kommt nicht weiter, man kommt nicht da drüber.

00:34:02: Speaker 1Und was was sehr spannend ist, dass wir vor allem ist vielleicht auch ein deutsches Phänomen, wir reden ungern über Probleme, aber wenn wir in der Additivenfertigung und auch im 3D-Druck und vor allem in dem Zeitgeist, der jetzt kommt, mehr über Probleme reden würden, Dann wär die Lösung offensichtlich.

00:34:20: Speaker 2Ne, Probleme in der Anwendung, also vor aus der Anwendung heraus,

00:34:24: Speaker 1Ganz genau, seh ich auch so. Oder wenn man genau weiß, auf was man achten muss, damit es überhaupt, damit 3 D. Drucker überhaupt in Frage kommt. Also ganz viele, das seh ich vor allem in, in der Beratung im Maschinenbau, da frag ich dann, wie seid ihr denn zu dieser Anwendung gekommen? Ja, keine Ahnung, die war halt auf einmal da. Wie wär es denn, wenn man herausfindet, wie man an Anwendungen rankommt? Weil da ist ja ein bestimmtes Muster, steckt ja dahinter. Es gibt ein Leben, bevor dieses Bauteil gedruckt wird, so in der Richtung. Und wenn man, wenn man dort weiß, auf was man achtet, dann dann hat man viel früher dieses Bewusstsein von: ’Da können wir 3D Druck einsetzen, das wird richtig gut.

00:35:01: Speaker 1Die Teile fragt man an, die druckt man selber, wie auch immer, nur dass man diesen richtigen Startpunkt dafür bekommt. Und dann macht 3D Druck auf einmal total viel Sinn, dann, Steckt man drin und sagt, boah, das hat sich jetzt wieder richtig gelohnt. Und dann macht das Nachrechnen auf einmal wieder richtig Spaß. So viel, das wollt ich vorhin zu diesem Ergebnisthema sagen. Es ist nicht nur das Ergebnis, ein tolles Bauteil irgendwo rauszukriegen, sondern was, was, was bringt dir dieses Bauteil? Wie viel Geld, wie viel Zeit hat es eingespart? Und Innovationsgrad kann man jetzt nicht wirklich messen, ne?

00:35:33: Speaker 1Aber Geld und Zeit, darauf sollten wir wieder zurückkommen, anstatt einfach nur zu sagen, es war geil, das Teil zu drucken.

00:35:39: Speaker 2Letzte, Letzte, was ich vielleicht noch, weil unsere, ich glaub, wir haben gleich die halbe Stunde oder haben wir sie schon um, ich hab jetzt gar nicht auf Zeit geachtet. Letzte, letzte Punkt noch, den ich noch hab, ich würde mal auch weg beim 3D Druck von dieser Eier legenden Wollmilchsau. 3D Druck wird auch nicht für alles funktionieren und 3D Druck ist sich das Maß aller Dinge und es wird auch nicht immer und für jeden Fall, selbst wenn es einen Use Case gibt für ein Serienteil, dann heißt das nicht, dass diese dieser Use Case so gut ist, dass.

00:36:10: Speaker 2Alles in Serie im 3D Druck läuft, sondern da muss man differenzieren und dann ist es so, wie ich sage, es wird eine Technologie von vielen. Sie wird neben allen anderen gleichwertig, nicht da drüber, nicht da drunter, gleichwertig. Sie wird gleichwertig mit allen anderen Technologien, einfach nur ein Fertigungsverfahren und so wie alle anderen Technologien auch nicht. Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, mit der ich alles machen kann, aber es gibt Dinge, wo es besonders gut ist. Die man und Möglichkeiten bietet, die man früher nicht hatte.

00:36:42: Speaker 1Seh ich absolut genauso. Vielleicht so, so mein Schlusswort, sind wir schon beim Schlusswort, willst du auch noch 1 noch machen oder war das schon deins?

00:36:50: Speaker 2Ich würd mal sagen, das war meins, dann weil sonst wird die Folge vielleicht ein bisschen lang und dann können wir uns den Rest fürs nächste Mal aufsparen.

00:36:58: Speaker 1Ja, ich hab mir ein paar Gedanken noch gerade gemacht, als du gesprochen hast. So, also einerseits stehen ja jetzt so 2 Lager aus meiner Sicht gerade da, die jetzt entwickelt werden müssen, Einerseits, so die 3D-Druckbranche schreitet voran, auf der anderen Seite aber auch der Anwender, der der jetzt seinen 3D-Drucker hat und und weiterentwickelt werden will. Also, wer jetzt im 3D-Druck nicht liefert oder mit seinem 3D-Druck nicht liefert, der wird es nicht überleben und der andere wird es vielleicht nicht erleben. So, das ist so, so, so das der der letzte Punkt, den ich jetzt noch noch sagen wollte.

00:37:31: Speaker 1Also, wir sind jetzt in dem Zeitalter darüber nachzudenken. Lohnt sich das und nicht nur Innovation und es wird eine aus meiner Sicht eine ganz, ganz spannende Zeit werden, die jetzt kommt.

00:37:43: Speaker 2Und das Letzte von mir wäre dann noch dazu ergänzend, nicht nur das lohnt sich, sondern auch darüber nachzudenken, wo es sinnvoll ist. Also so lohnen und sinnvoll, ich denke, dass das geht irgendwo miteinander einher, aber so wie ich es vorhin beschrieben habe, an welchen Stellen macht es wirklich Sinn und sich ein bisschen mehr mit dem Thema, Beschäftigen. Dann ja, Johannes, ich glaub ganz kurz,

00:38:09: Speaker 1Eine Sache hab ich noch kurz und wer das jetzt herausfinden will, wo sich es lohnt und wann sich es lohnt und wie sich es lohnt und der jetzt bei dieser sich von dieser Folge auch angesprochen gefühlt hat, neuen neuen Mut zu fassen, das soll gerne auf uns zukommen. Wir wissen ganz genau, an welcher Stelle wir dort hinschauen müssen und um diese Weiterentwicklung natürlich auch bei Ihnen im Unternehmen mit anzutreiben. Genau, so jetzt hat jetzt sind wir am Ende.

00:38:37: Speaker 2Genau, Ja, ich hoffe, es hat gefallen. Wie immer, ja, dann würde ich sagen,

00:38:42: Speaker 1Bis zur nächsten Podcastfolge. Ich bin gespannt, was wir als nächstes Thema haben. Wir haben ja gesagt, wir machen es immer dann, wenn wir ein paar Themen haben. Ne, ja,

00:38:47: Speaker 2Mal gucken. Also, Themen haben wir immer genug,

00:38:50: Speaker 1Die auch interessant sind und und Spaß machen. Ne, in dem Fall, alles klar. Also, bis zur nächsten Podcastfolge. Bis dann, Ciao.

Über diesen Podcast

Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz ist der Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck, Additive Fertigung und Konstruktion geht.

Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additive Fertigung beginnen, bereits erfahrener Anwender oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind.

Denn es geht nicht nur darum, einen 3D-Drucker zu besitzen, sondern diesen für das Unternehmen auch gewinnbringend einzusetzen

Wenn Sie Tipps & Tricks, Schritt für Schritt Anleitungen und wichtige Informationen über 3D-Druck wissen wollen, dann ist der Podcast genau das Richtige für Sie!

Mehr über uns: https://www.3dindustrie.de

von und mit Johannes Lutz

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