Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2024-10-20: 2024-10-20
00:00:00: Speaker 1Willkommen zum Next Gen AM Podcast. Mein Name ist Johannes Lutz.
00:00:05: Speaker 2Und ich bin Thorsten Wolschendorf.
00:00:07: Speaker 1Und Gemeinsam sprechen wir über aktuelle Themen rund um die 3D-Druck und additive Fertigungsbranche. Thorsten, es war einiges los diese Woche und auch letzte Woche. Was haben wir dieses Mal für 3 Punkte auf unserer Agenda stehen?
00:00:22: Speaker 2Ja, ich glaube, Da ist es relativ offensichtlich, dass wir diese Woche mal über das Thema Formlabs mit seinen großen Ankündigungen reden müssen und ja, welche wir haben uns ja ein paar Mal unterhalten darüber und welche Parallelen wir da auch zu dem Thema Bambu Lab sehen.
00:00:39: Speaker 1Absolut, ich hab noch das Thema Geschäftsmodelle und natürlich auch so die das Lernen aus der Vergangenheit mir noch aufgeschrieben, da können wir auch nachher noch gleich drüber reden, aber lass uns mal mit mit Formlabs und und Und und in Parallelen zu Bambu Lab im Endeffekt beginnen, da tut sich ja einiges gerade im Markt. Ich glaub, da zittern ’n paar Leute und andererseits freuen sich auch einige, was dort so auf die Leute zukommt. Wie siehst du das?
00:01:06: Speaker 2Ja, Ich denke, dass die letzten Veröffentlichungen mit der Form 4, dass sie auf von dieser Lasertechnologie auf die MSLA-Technologie gewechselt haben, ist schon mal der richtige Schritt aus Sicht von Form Labs. Weil die Lasertechnologie war einfach zu langsam und ich denke, dass sie einige Verkaufsschwierigkeiten hatten, wenn dann ein Frozen oder Nexar oder wen es da auch alles gibt in diesem Bereich, eine Maschine angeboten haben und die einfach 345 mal schneller war, weil sie einfach die Fläche in einem durchbelichtet haben.
00:01:42: Speaker 2Das haben sie umgestellt, machen da auch ein ganz cleveres Marketing drumrum und ich finde den größten Clou, Aus meiner Sicht zumindest, den sie im Moment machen, alle Hersteller bieten mit der nächsten Maschine immer höherpreisigere Dinge an. Die haben ihr Level gehalten, Preislevel heißt neue Maschine, neue Technologie, bessere, aus meiner Sicht bessere Technologie, haben den Preis aber gehalten und nicht teurer gemacht. Und ganz im Gegenteil, die haben das Material, wollen sie überall die Preise, die Materialpreise halbieren, allerdings nur.
00:02:18: Speaker 2Für die neuen Systeme, so wie ich das bisher weiß. Das heißt, die, die alte Systeme haben, profitieren davon nicht, sondern die müssen dann schon auf die Form 4, Form 4 L. Oder die Fuse Fuse Plus wechseln. Ja, und ich hab grad gesehen,
00:02:37: Speaker 1Wenn ich dazwischen springen kann, das ist ja nicht nur im S.L.A. So von den Materialpreisen, sondern auch im S.L.S. So, ne,
00:02:42: Speaker 2Alle, die, die haben angekündigt, alle Preise halt zu halbieren, Die wollen halt diesen chinesischen Wettbewerb, den wollen sie ausstechen. Das heißt, die die Preispolitik von denen ist im Moment sehr aggressiv. Ich denke, die haben jetzt mit den Maschinen im Markt und ich denke, da sind einige im Markt, haben können sie jetzt einfach, weil sie wissen, dass sie gewisse Materialien auch umsetzen, haben die wahrscheinlich auch in ihrem Prozess jetzt geschaut, was können wir wirklich machen, welche Preise können wir mitgehen. Da muss ich sagen, das ist schon echt ’ne Ansage und.
00:03:16: Speaker 2Ob ich jetzt Formlabs gut oder schlecht finde oder richtig oder falsch, spielt mal keine Rolle. Es ist der erste, der mal ein Schritt in Richtung günstig und preiswert gemacht hat, der einfach in der nächsten Generation nicht sagt, ich pack ein Ticken obendrauf und es wird teurer, sondern der jetzt ankündigt, in der nächsten Generation, wir verbessern uns, aber wir werden günstiger, wir werden effizienter, wir werden für die User, für die Anwender profitabler. Das ist schon, Eine Kampfansage, auch an die anderen Hersteller im S.
00:03:48: Speaker 2L. S. Bereich und. Was sie da angekündigt haben, das ist schon eine große Nummer, muss man ehrlich sagen.
00:03:56: Speaker 1Ich, ich seh es nicht nur auf der Seite so, sondern wenn man ja so diese Vergangenheit jetzt im Vergleich zu Bambu Lab mal anguckt, dann sind ja viele dieser kleinen Bambu Lab Drucker durchaus in den in den Versuchsabteilungen jetzt gelandet dieser Unternehmen, Und viele Prototypen werden jetzt selbst gedruckt. Die werden nicht mehr beim Dienstleister bestellt und ich kann mir gut vorstellen, wenn dieser Preis jetzt sinkt von diesem Material, dann werden durchaus auch einige sagen: ’Ich, ich hol mir so ’ne S.L.S. Anlage, ich hol mir so ’n M.S.L.A. Drucker. Das Material ist nicht mehr so teuer, auch wenn er nicht mehr so oft läuft.
00:04:30: Speaker 1Ich mach mir das jetzt in Zukunft selbst und da wird es durchaus ’ne Veränderung dieses Wettbewerbs aus meiner Sicht geben. Ja, das wird jetzt noch ’n bisschen dauern, aber, Das hat sich ja im in diesem Bambu Lab Bereich ja schon ganz stark durchgesetzt.
00:04:45: Speaker 2Ja genau, also warum hat sich Bambu Lab eigentlich gut durchgesetzt? Die machen halt eine optisch zumindest erstmal gute Qualität, sind relativ schnell und das ganze System ist sehr preiswert und das ist eigentlich optimal.
00:05:01: Speaker 1Ja, ja, ich sag mal, Qualität ist ja nicht alles, ne, das hast du gerade angesprochen. Vielleicht können wir da nachher noch mal ganz kurz drauf eingehen, aber ich hab noch einen Punkt, Und zwar, den jetzt eher Bambu Lab betrifft, viele haben ja so ein Stück weit auch gesagt, ja, das ist ein Drucker für das B2C Geschäft, ne? Bambu Lab wächst immer weiter in dieses Business-to-Business Geschäft rein und man sieht jetzt natürlich auch, wenn ich jetzt mal so ein, 2 nenne, Ultimaker und und Markforged, die sich immer weiter in den Industriebereich jetzt reinbewegen, wenn man sich die neue Maschine von Ultimaker anschaut.
00:05:31: Speaker 1Dann habe ich sehr stark diesen Eindruck davon, die wollen mit diesen kleinen Maschinen gar nicht mehr mithalten, weil Bambu Lab diesen Bereich schon absolut für sich jetzt erkämpft hat. Und da wird sich natürlich auch eine Veränderung ergeben in diesem ganzen Reseller Geschäft, natürlich dann auch, dass es zu mehr professionelleren Anlagen geht, von denen die schon länger im Markt sind und Bambu Lab sich in diesem, In diesem anfänglichen Markt jetzt immer noch sehr, sehr wohl fühlt, wenn man sich das so anschaut?
00:06:02: Speaker 2Glaube ich langfristig nicht. Bambolab hat jetzt auch zumindest mal noch mal ihre neue Entwicklung nach auf Januar oder Februar verschoben. Die neue Entwicklung kommt, glaube ich, mit den anderen Entwicklungen, also unabhängig da Bambolab hatte ja von Stratasys eine Klage, Eine Patentklage für verschiedene Dinge, die sie in ihren Maschinen eingebaut haben, wo dann auch Zulieferer von von Bamolab und sowas mit im im Spiel sind.
00:06:33: Speaker 2Aber ich glaube, dass sie da jetzt auch erst mal gucken, oh, was sind das eigentlich für Klagen, was, was beklagen die, was sind eventuell Systeme, die sie vielleicht in ihren Systemen auch noch mal anpassen oder umbauen müssen. Und das andere ist, ich denke, dass die nächste Maschine auch noch mal ein Ticken größer wird. Das glaub ich bei Bambolab,
00:06:51: Speaker 1Die entwickeln sich jetzt weiter, die entwickeln sich jetzt weiter in den Industriebereich, auch einfach rein, weil sie diesen Anfangsmarkt gut erkämpft haben.
00:06:59: Speaker 2Jetzt Und bei Ultimaker und Ähnliches ist die, die mit ihren kleineren Maschinen in Anführungsstrichen, die sind ja teilweise immer noch größer wie der X. 1 C. E. Und Ähnliches. Aber ich glaube, wenn Bambolab jetzt noch mal eine 300 300 50er Maschine auf den Markt bringt und die die ähnliche Performance hat, die wird den auch, Mehr oder weniger so aus der Hand gerissen. Was ich finde, was unterschätzt wird, ist, je schneller die Maschinen arbeiten, dass sie Anhaftungsprobleme haben. Das ist einfach Physik, die wir, das muss ja dadurch, dass sie relativ schnell arbeiten,
00:07:36: Speaker 2Hat man einfach nicht die Zeit, die Wärme und die Anhaftung wirklich zwischen den Schichten vernünftig herzustellen. Bambu Lab macht gute Teile, die machen schöne Teile, aber wenn es um die Mechanik geht, schaffen die nicht das, was ein Ultimaker oder andere schaffen, die einfach langsam oder auch ein Prusa. Da sind teilweise die Prusa Anlagen und Ähnliches, die sind stabiler zwischen den Layern wie Bambu Lab. Und da ist wieder so, sieht gut aus, läuft gut, ist schnell, Mechanik.
00:08:07: Speaker 2Na ja, darüber lässt sich zum Beispiel streiten.
00:08:09: Speaker 1Ja, einfach mal ein bisschen langsamer drucken und dann wird es auch was, ne, mit der Festigkeit, wenn man das jetzt, wenn man sich das Tempo ist halt,
00:08:16: Speaker 2Wie so oft, Tempo ist halt nicht immer alles. Wir machen ja auch im M.S.L.A. Bereich, da gibt es ja Leute, da, da es wird ja immer nur drauf geschrieben auf die Maschinen, wie schnell die sein können und das ist dann nur unter besonderen Bedingungen, besonderen Geometrien und vielleicht überhaupt machbar. Ich weiß nicht, wie oft ich Parameter verlangsame, damit damit das qualitativ hochwertig ist und das ist halt was ist nur schnell sein ist nicht immer das Beste. Auch ein Formel 1 Wagen muss bremsen, weil er sonst aus der Kurve fliegt.
00:08:49: Speaker 1Absolut, ich seh das, ich seh das genauso. Natürlich ist dieses schnell sein auch immer so ein Feature, was man gut zeigen kann, dass man so besser ist als andere, wie bei diesen. Bei diesem Autoquartett, dass man einfach sagt, man hat da einfach ein paar mehr PS und deswegen gewinnt man das Rennen jetzt. Aber in dem Fall würde ich es eher negativ betrachten, weil am Ende das Ergebnis einfach stehen muss und es muss zu diesem Ergebnis oder was man sich wünscht, zu diesem diesem Wunsch des Bauteils passen, dass das Bauteil hält, dass das Bauteil gut ausschaut und diesen diesen Effekt einfach hat, den man sich schlussendlich wünscht.
00:09:23: Speaker 2Ne, ja, Das andere ist, dass China natürlich vollkommen auf 3D-Druck setzt. Das ist ja egal, ob jetzt im F.D.M. Bereich, man sieht es auch an anderen Stellen. Da kommen einfach jede Woche kommt irgendein Hersteller fast wieder auf den Markt, der mit einem anderen etwas anderen Konzept oder noch günstiger und. Ich hab jetzt diese Woche, hab ich hier Maschine gesehen, mit einer wahnsinnigen Auflösung, auch so in dem Bereich so der der Frozen und und Form Labs Größe, aber für einen echt.
00:09:54: Speaker 2Ja, ich sag mal unterirdischen Preis. Ich kann die Qualität der Maschine jetzt noch nicht bewerten, aber ich hab sie jetzt erstmal gesehen. Werd mal schauen, wenn die bei auf der Form Next sind, werd ich mir die auch mal vor Ort anschauen, ob das wirklich auch stabil ist und nicht nur Gepfusche. Aber die, die, die machen einfach und das wird da einfach gefördert, auch vom Staat gefördert, weil es ja, weil die einfach den Markt an der Stelle beherrschen wollen. Mit einem Nachteil, Ist einfach, dass zum Beispiel bei Bamolab die Software, wenn man sie normal benutzt, alle Daten, die man verwendet, auf einem chinesischen Server landen und da halt noch nicht klar ist, was passiert mit den Daten oder wie sicher ist das da.
00:10:36: Speaker 2Und es gibt ja viel im Bereich, gerade wenn das in den Entwicklungsabteilungen benutzt wird, diese Maschinen und die machen da ihre nächsten Prototypen und Ähnliches. Die wissen ja genau mit der IP, die können ja nachvollziehen, von welcher IP die Teile kommen und wenn die das theoretisch mitloggen, Kann ich genau sagen, als Beispiel, ich hab eine feste I.P. Und wenn meine I.P. Im Internet steht, halt wer das ist und mit meiner I.P. Steht da die Firma Prototec und wer das weiß, dass die Daten von hier kommen, der weiß genau, was wir heute drucken.
00:11:08: Speaker 2Und wenn das in den Entwicklungsabteilung diese Maschinen stehen und die einfach mit diesen Standardsoftware arbeiten und, dann wissen die in China genau, die Firma arbeitet gerade an den Teilen und das wissen die.
00:11:23: Speaker 1Und der Hammer ist auch noch, durch die Kamera weiß sogar noch Bambu Lab, ob das Bauteil was geworden ist und ob sie es wirklich einsetzen. Ne, die wissen alles.
00:11:30: Speaker 2Also theoretisch, ich mein, die leben natürlich auch von dieser K.I., das ist ja das, was eigentlich den Drucker wieder gut macht und da ist immer so die Frage, K.I. Ist ja nicht schlecht, die Frage ist immer, mit welcher Energie man es einsetzt. Das ist, ich sag immer auch zu Fräsmaschinen, man kann eine Fräsmaschine einsetzen und da tolle Teile drauf machen und eine Fräsmaschine kann auch Waffen herstellen. Das ist halt immer diese kriminelle Energie. Nutzt man sie oder nicht. Ansonsten wollen die natürlich den ganzen Erfolg oder die ganze Lebensgeschichte von den Teilen, die wollen aus dem Ganzen lernen.
00:12:00: Speaker 2Das heißt, wenn am Ende die K.I. Über die Webcam schon feststellt, oh, das Bauteil ist Müll und die dann analysieren die vermutlich, ich sag jetzt mal vermutlich, wissen tu ich es nicht, aber es wär logisch, ich würd es tun, zumindest mal versuchen, analysieren die im Hintergrund, O.K., die locken alles von dem Drucker mit, Und analysieren jetzt, warum ist diese Geometrie mit dem Parameter nichts geworden.
00:12:25: Speaker 1Klar, das werten die schlussendlich aus, um das zu verbessern, das mit einfließen zu lassen.
00:12:29: Speaker 2Die Frage ist halt immer, mit welcher, nennen wir es mal vorsichtig, kriminellen Energie. Ich unterstell denen jetzt nichts, aber der chinesische Staat ist jetzt in dem Bereich nicht unbedingt prädestiniert dafür, dass sie das nicht irgendwie verwenden. Muss man halt wirklich überlegen,
00:12:47: Speaker 2Nutzt man die Software und die Drucker so, wie sie von BamboLab angeliefert werden? Oder benutzt man nicht vielleicht auch andere Slicer Systeme? Benutzt man die Maschinen vielleicht nicht nur offline und auch wenn es aufwendiger ist, nur über SD-Karten, so dass die Dinger und dann halt auch ohne Webcam und dass die Systeme einfach zwar gut sind zu ihrem Preis, auch in der Entwicklung gut genutzt werden können, aber ohne diesen, Vorsichtigen Beigeschmack, dass halt alle Daten irgendwo in China verfügbar sind.
00:13:22: Speaker 2Und wenn dann sich die Krise China, Taiwan irgendwann noch mal zuspitzen sollte und es kommen gewisse ja Einschränkungen im Handel zustande, ich sag mal, dann haben die in China eventuell alle Daten, die sie brauchen, um alles, was nicht mehr gehandelt wird, selbst herzustellen. Das heißt, wenn jetzt irgendwo die die Regierungen sagen, hier aus Deutschland kommen keine Teile mehr, Ja, ist so die Frage, ob die das wirklich stört, die gucken durch ihre, ihre Daten durch, die zwingen, ich sag es jetzt mal vorsichtig, es die Möglichkeit besteht, dass die chinesische Regierung Bambu Lab zwingt, die Daten offen zu legen mit den I.
00:13:59: Speaker 2P. La und dann einfach zu sagen, O. K., uns fehlt von der Firma das Teil, so hier, das ist die Druckdatei dazu, wir machen uns das jetzt selbst, ist jetzt ein bisschen,
00:14:10: Speaker 1Ein bisschen überspitzt aus meiner,
00:14:11: Speaker 2Genau, es ist überspitzt,
00:14:13: Speaker 1Ich will jetzt, Es.
00:14:14: Speaker 2Es ist eine Möglichkeit, über die man nachdenken muss, so will ich es mal formulieren. Also man darf das nicht leichtsinnig alles machen. Es gibt, wir müssen so viel Geheimhaltungsvereinbarung unterschreiben und und dann hat die Entwicklung solche Systeme eventuell mit einem mit einer Möglichkeit im Unternehmen, wenn die dann auch noch am Netz sind, wieder etwas überspitzt. Aber theoretisch, Wir haben Huawei aus dem 5G-Netz rausgeschmissen oder sind dabei, weil man befürchtet, dass eventuell da Chips drin sind, die spionieren könnten.
00:14:54: Speaker 2Wissen wir, was in den Druckern drin ist oder über Updates in einer Krisensituation eingespielt werden könnte? Wissen das nicht in dem Fall. Es ist ein Restrisiko, man sollte sich bewusst sein, das ist einfach das, was ich sage, man sollte sich bewusst sein, was man da tut.
00:15:14: Speaker 1Man sollte es vor allem nicht zu naiv sehen, weil ich durchaus auch, wenn ich natürlich mit Unternehmen in der Beratung bin, auch lange N.D.A.s unterzeichne. Und wenn man auf der anderen Seite aber auch sieht, dass man dann auch einen Bambu Lab verwendet und diese Daten dann online geht, dann ist es ziemlich widersprüchlich, wenn man das so sieht. Andererseits natürlich, wenn man 3D-Druckdienstleister ist und ’ne N.D.A. Unterschreibt und die Teile dann, So druckt, dass die Daten online verfügbar sind, sollte man sich große Gedanken machen, ob man das weiterhin so macht.
00:15:46: Speaker 1Also das ist ein kleiner Servicehinweis in der Hinsicht, ne, also man muss doch einfach aufpassen.
00:15:52: Speaker 2Ja, letzte noch an der Stelle, wir haben auch eine Menge Printfarmen, also die gerade so in dem F.D.M. Bereich, da die Drucker so erschwinglich sind, ich sag es immer flapsig, jeder Student kann sich nebenbei eine Printfarm aufbauen mit 56 Druckern und nebenbei sein, Studentengehalt aufbessern. Kleines Gewerbe angemeldet und ich bin 3D-Druck-Dienstleister. Auch da ist das Risiko, wenn die jetzt auf den Markt gehen, die sagen ja unter Umständen, es steht ja nicht überall auf der Homepage, mit welchen Systemen die arbeiten, aber auch für die, die ihre Bauteile nach extern geben, müssen sich Gedanken machen, wohin sie es geben.
00:16:29: Speaker 2Oder umgekehrt, die, die diese Systeme benutzen, so wie ich gesagt hab, ist ja nicht zwingend ein K.O. Kriterium, wenn ich diese Druckfarben und die Drucker und die Software richtig verwende und eventuell nicht die Originalsoftware nehme, sondern vielleicht andere, wo die nicht dieses Kommunikationsbedürfnis haben, mit ein paar Nachteilen, klar, aber man sollte es einfach, egal was man tut, sich da an der Stelle gerade von den, Maschinen aus dem chinesischen Markt, da gibt es ja auch noch ganz andere und viele, viele mehr.
00:17:01: Speaker 2Man einfach Augen auf, Kopf anmachen und dann ja, kann jeder selber entscheiden, welches Risiko er gehen möchte oder nicht.
00:17:09: Speaker 1Absolut, seh ich genauso in dem Fall. Haben wir, haben wir noch was zum Thema Bambu Lab Form Labs, sonst würd ich in die Geschäftsmodelle so ’n Stück weit übergehen, in die in das Thema.
00:17:19: Speaker 2Ja,
00:17:19: Speaker 1Gerne, Hau rein. Ja, also was ich natürlich ganz stark wahrnehme, dieses Geschäftsmodell, grundsätzlich der Reseller verändert sich gerade, ne. Es geht vielmehr darum, auch ’n Päckchen zu verschicken, anstatt den Kunden im Vorfeld zu beraten, weil so ’n Bambu Lab natürlich auch einfach bestellt wird, der wird verschickt. Ich hoffe, dass das dieses Geschäftsmodell sich da noch ’n etwas weiterentwickelt und Bambu Lab, Wambulab sich nicht die Gedanken macht, auf einmal über Amazon zu gehen, weil sonst wird es große Probleme geben bei dem einen oder anderen, der sich hier schon richtig eingeschliffen hat in in diesen in diesen Markt.
00:17:55: Speaker 1Und was ich noch sehe, rund um das, das ist so ein bisschen, ich sag mal so, auf Metaebene dieser Geschäftsmodelle, dass man jetzt vor allem in dieser wirtschaftlichen Situation und auch in dieser Konsolidierungsphase auch wirklich mal sieht. Welche Geschäftsmodelle sind absolut nice to have in den letzten Jahren gewesen und was funktioniert denn wirklich? Weil es gibt interessante Geschäftsmodelle, die aber nicht funktionieren, weil der Markt auch noch nicht reif ist oder besser gesagt, dieser Zeitgeist des Marktes einfach noch nicht da ist. Das habe ich selbst auch gespürt.
00:18:26: Speaker 1Ich habe auch einige Dinge ausprobiert und hab gemerkt, das ist eigentlich eine tolle Sache, aber die Nachfrage ist in dem Fall gar nicht da. Und bei manchen sieht man jetzt auch im Markt die, Ja, ein bisschen strugglen, wenn man das so sagt, dass die Geschäftsmodelle, die jetzt die letzten Jahre nur dadurch funktioniert haben, dass immer nur 20% sozusagen neues Wachstum in den Markt reingekommen ist und hat man immer irgendwie was abbekommen, egal wie man sich sozusagen verhalten hat. Und das ist schon sehr spannend, das gerade zu beobachten, wie wie sich das verändert.
00:19:01: Speaker 1Und ein Punkt hab ich dazu noch, was mir auch aufgefallen ist, aus einem Beratungsgespräch, was, Was ich letzte Woche hatte und zwar diese, diese, diese ganze A.M. Branche ist unglaublich zukunftsorientiert. Ne, wenn du mal schaust, wir gucken die ganze Zeit nur in die in die Zukunft, schneller, weiter, höher, besser, mehr Materialien und so weiter, ne, leichter in der Bedienung. Aber was mir extrem auffällt ist, wir sind gar nicht so gegenwartorientiert, den Kunden endlich mal erfolgreich zu machen mit dem, was er jetzt gekauft hat, sondern ihm immer schon das Nächste anzubieten in der Hinsicht.
00:19:32: Speaker 1Ja, aber ich, ich merk, du willst auch was dazu sagen, Thorsten, du hast ja auch ein paar Punkte dazu gemacht.
00:19:37: Speaker 2Ja, ach, das es geht einfach, ich denke da an der Stelle, 3 D. Druck ist super, kann man viel mit machen, aber wenn wir zum Beispiel das Thema Topologieoptimierung nehmen von Bauteilen, da sind wir noch ganz weit von weg.
00:19:50: Speaker 2Das also, Wir haben Software zum Beispiel dafür. Wir bieten das tatsächlich aber kaum an. Also, nicht weil wir es nicht tun, sondern weil die Leute es noch nicht wollen. 3D-Druck ist immer noch diese Kategorie. Es muss aktuell günstiger sein. Also, Sie versuchen, oder 3D-Druck wird dann genutzt, wenn irgendwo dieses ‘Ja, jetzt ist 3D-Druck’ günstiger. Und dabei geht es manchmal gar nicht darum, dass 3D-Druck immer nur günstiger sein muss, sondern aus meiner Sicht muss 3D-Druck, es ist ja eine Technologie, die neben den anderen parallel läuft und die nicht ersetzen soll, sondern.
00:20:26: Speaker 2Es neue Möglichkeiten gibt. Und diese neuen Möglichkeiten, die werden heute noch nicht entdeckt. Wenn man früher, ich sag mal, Fräsen, das ist irgendwann entdeckt worden, weiß nicht, irgendwo so in den 60er Jahren oder was, wo man so so maschinell mit da da gefräst hat. Und dann kam irgendwann die CNC dazu und das ist aufeinander aufgebaut. Ich denke, dass wir jetzt auch in dieser dieser Aufstiegskurve sind, dass die Leute mit zum Beispiel mit so einem Formlabs jetzt, wenn die, wenn die günstiger werden, dass es erschwinglicher wird.
00:20:59: Speaker 2Das einfach mehr und mehr diese Technologie bei sich im Hause austesten werden, gucken werden, was kann man damit tun. Aber immer noch nur Teile nachproduzieren oder Teile auf bekannten Designleveln bauen. Und dieses wirklich das Optimieren, Das ist was, was aus meiner Sicht heute noch keiner will und auch sehr teuer ist, weil diese Entwicklung dahin, die Leute haben ja keine Erfahrung. Das heißt, der Weg ist ein Langer-Weg und das heißt, das ganze Potenzial vom 3D-Druck werden wir erst in den nächsten Jahren heben.
00:21:36: Speaker 2Es wird eine Technologie sein, die eine Alternative darstellt für aktuelle Probleme, die heute da sind. Aber das ist das, was du gerade sagst, mit den Anlagenherstellern, die verkaufen im Prinzip, Die Technologie für die Zukunft und geben das, wenn man auch über die Messestände geht, diese ganzen bionischen Bauteile, das ist die Zukunft außer einer Luftfahrt, die vielleicht ein bisschen weiter sind. Aber ansonsten ist das für die meisten Industrieunternehmen oder ähnliche Anwender, ist das Zukunft.
00:22:07: Speaker 1Absolut, das wird nicht wirklich genutzt und es wird vor allem nicht bezahlt, weil man diesen diesen Nutzen noch gar nicht so greifen kann. Da fehlt so dieses Bewusstsein. Was doch dahinter steckt, weil Möglichkeiten sind da ja ganz große da, Gewicht einzusparen, etwas schneller zu machen, aus 5 Teilen eines zu machen. Ich glaub, die Vorteile kennen wir alle. Aber ich finde, dieses Geschäftsmodell zu sagen, man macht Topologieoptimierung, man rechnet dort auch ’ne größere Summe für dieses, für diese Optimierung auch ab und für die Konstruktion und die Anpassung und die ersten Tests wird bei vielen nicht bezahlt und es ist super interessant, das zu sehen.
00:22:44: Speaker 1Dass der Markt diesen Zeitgeist noch gar nicht hat. Ich hoffe, das entwickelt sich etwas stärker in der nächsten Zeit dann auch.
00:22:51: Speaker 2Ja, es wird auf jeden Fall nicht außer in so Bereichen, wie gesagt, das offensichtlich und die nutzen es auch, weil es da ein riesen Mehrwert jetzt schon hat, ist Luftfahrt und Ähnliches, vielleicht nur im Rennsport, aber das Potenzial ist dann, wenn wir an Energieeffizienz denken, alles was sich bewegt, Automatisierungstechnik, Robotik, Ich sage immer ganz flapsig, was sich keiner vorstellen kann: Wenn wir heute über Fachkräfte im Bereich Pflege nachdenken, dann wird es aus meiner Sicht zumindest so weit kommen, dass irgendwann kleine Roboter mit KI-gesteuerten Sprachsystemen durch die Flure fahren, die Zimmertür aufmachen, zu jemandem in der Pflege reinfahren und sagen: ‘Was möchten Sie heute essen?’ Es gibt heute A.B.C., dann kann jemand antworten: ‘Haben Sie heute Ihre Medikamente genommen?’ oder über Kameraüberwachung: ‘Bitte nehmen Sie jetzt Ihre Medikamente.’.
00:23:40: Speaker 2An die K.I. Überwacht durch Rückkopplung zwischen Video und la, dass sie auch genommen werden. All solche so, so Standardpflege, die man tatsächlich heute schon automatisieren kann. Aber an der Stelle, die Dinger, die müssen auch lange halten. Das heißt, wenn die zu schwer sind, was wir heute im Automobilbereich auch haben, wenn die Autos noch zu schwer sind, Reichweite, wenn die nach 4 Stunden schon leer sind, die Dinger und so weiter, da ist noch so viel Potenzial, Wo Gewicht reduziert werden muss, wo 3D-Druck in Frage kommt und da sprechen wir nicht über Luftfahrt.
00:24:14: Speaker 2Das Gleiche im Bereich Automatisierungstechnik. Jeder Roboter, die ganzen Roboterarme, die haben die tragen mit Pick-and-Place, heißt ein Teil nehmen, woanders hinstellen, die nehmen ja 98% des Gewichtes zu dem, was sie nehmen, nehmen die auf dem Rückweg mit, nämlich mit einer Leerfahrt. Und all diese Dinge, da ist so viel Potenzial für die Zukunft, wenn die Energiewende und alles, was wir so heute planen, was sich in der Zukunft mit grüner Energie und einstellt, dann muss das kommen und das Potenzial im 3 D Druck ist noch gigantisch.
00:24:49: Speaker 1Ja, wenn du gerade das Thema kleine Roboter ansprichst, also die Erfahrungen habe ich schon gemacht, jetzt bei uns in in dem, in dem, in dem Rewe gibt es schon einen kleinen Roboter, der dir hinterher fährt oder der dich fragt, ob du, Ob du ein bestimmtes Regal suchst, der steht immer vorne in der Gemüse und Obstabteilung. Die Kinder nutzen das schon ganz toll, weil da, dort kann man draufdrücken, dann tanzt der sozusagen. Hat bestimmt schon mal jemand gesehen und in manchen Hotels fährt der zum Beispiel auch durch die Gänge und fragt dich, oder er guckt dich mit diesen großen Augen an auf diesem Display, ob du dein Tablett schon ablegen möchtest.
00:25:24: Speaker 1Ich hab dort morgens, wo ich da gefrühstückt hab und es war jetzt ein etwas höherwertiges Hotel. In dem Fall, da war morgens keiner da, der hat derjenige hat nur nach nach dem Buffet geguckt, der Rest hat sozusagen der Roboter sozusagen übernommen. Also es, es, es entwickelt sich aus meiner Sicht dort schon gewaltig und was ich auch ganz stark sehe ist, es geht nicht mehr darum, dass man jetzt den Robotergreifer mit 3D-Druck macht, ne, sondern es geht darum, viel tiefer zu denken und diese Technologie noch weiter auszu, ich sag mal, auszureizen.
00:25:57: Speaker 1Da gibt es noch so viele Themen, Die man, die man doch noch entdecken kann, wenn man auch mal diese 5 Minuten Stille erträgt und da mal drüber nachdenkt. Ja, wenn man dort etwas bewegen möchte.
00:26:09: Speaker 2Vielleicht auch noch mal so, ist jetzt ein bisschen off-topic, aber im Prinzip, wenn wir irgendwann, wir laufen ja immer weiter in ja Fachkräftemangel rein, egal wo. Ich hab saß auch in einem Restaurant, da fuhren die Roboter mit den Tabletts rum und da wurde eingegeben, Tisch, 6 von mir aus. Da saß ich dann und dann kam jemand und hat dann nur noch die, die das Essenstablett oder den Teller bei mir auf den Tisch gelegt, auch beim Abräumen. Das konnte eine Person machen, die musste auch nicht 100 Mal laufen, sondern die konnte mit dem Roboter danach sagen, Tisch 7, Tisch 8 und dann konnten die einmal rumgehen.
00:26:47: Speaker 2Der Vorteil war, dass sie an der Stelle, Menschen mit Behinderung einstellen konnten für gewisse Serviceleistungen, weil die konnten unter Umständen die Tablets nicht quer durch die Gänge und Treppe rauf, Treppe runter und sonst wohin bringen, die Roboter schon. Und dann hatten die nur noch diesen Endservice am Kunden, der dann durch Menschen gemacht wurde.
00:27:10: Speaker 2Das sind alles so Dinge, Riesenpotenzial, energietechnisch 3D-Druck einzusetzen. Was ich an der Stelle auch noch hab zu zu diesen Geschäftsmodellen, wir merken natürlich, dass der Wettbewerb stark ist, auch unter allen, unter Dienstleistern, unter Herstellern, weil dieser Markt aufstrebend ist. Aber die so wie die ganzen anderen aufstrebenden Marktmärkte, es kommen halt immer mehr Player dazu. Und wenn die Player mehr werden oder stärker wachsen wie der Markt, bleibt für niemanden was übrig.
00:27:41: Speaker 2Und da muss ich sagen, auf der einen Seite, wir reden ja über eine gewisse Konsolidierung im 3D-Druckmarkt, ich denke, sie muss stattfinden, damit wir uns wieder auf ein paar Sachen konzentrieren können, damit wieder in die Entwicklung gesteckt werden kann. Wenn ich manchmal sehe, dass Altsysteme, ohne jetzt einen Namen zu nennen, aber es gibt 3D-Drucksysteme, die sind 10 Jahre alt und die werden heute noch 1 zu 1 verkauft. Da ist 10 Jahre lang nichts passiert und.
00:28:09: Speaker 2Da muss einfach auch für die Wirtschaftlichkeit, so wie es Formlabs jetzt gemacht hat, neues System, Materialpreise runter, dass das wirtschaftlicher wird und noch mehr genutzt wird. Und das ist einfach was, wenn wir irgendwann diese Konsolidierung durch haben in den nächsten ein, 2 Jahren, dann können wir uns auch auf der Messe, auf der Formlabs wieder auf ein paar Sachen konzentrieren, die dann aber effizient laufen, wo die Leute wieder Geld haben für Entwicklung, wo und. Wo sich dann die Preise auch entsprechend bewegen können.
00:28:42: Speaker 2Im Moment können die Preise nicht runter, weil niemand Geld verdient, weil der 3D-Druck so unter unter Wettbewerb ist, dass wir ja, es geht nicht, die sonst sind die sofort kaputt. Also wenn die, wenn die Firmen jetzt die Preise reduzieren, dann gehen sie kaputt, weil sie jetzt schon nichts oder nur wenig verdienen oder halt auch schon Verluste machen, das geht dann nicht mehr. Und deswegen, die Konsolidierung ist eine Chance für die Zukunft. Es tut immer dann die weh, die gehen, oder für die Leute tut es weh.
00:29:17: Speaker 2Aber auf der anderen Seite ist die einzige Chance, wie wir für die Zukunft wieder weiter vorwärts kommen.
00:29:22: Speaker 1Sehe ich genauso. Was noch spannend ist dazu zu sagen, man merkt jetzt natürlich, dass sich, Alles, was nach der Anwendung kommt, sich diese Branche toll entwickelt hat, ne, Verkauf der Maschinen, Verkauf von Software, von Material, von Nacharbeit. Aber alles, was vor der Anwendung ist, dieses dieses Finden von Anwendungen, das ist ja so ein großes Gebiet, was ich hier aktuell betreue. Da merke ich ganz gewaltig, alle tun sich da sehr einfach. Sobald eine Anwendung da ist, dann kann man weiterhelfen. Aber zum Anwendungen kommen, das ist noch ein ganz ganz neues Gebiet, wo sich.
00:29:55: Speaker 1Wo sich manche gar nicht drin wohlfühlen, manche auch gar nicht rein wollen. Und einen weiteren Punkt, den ich noch noch sehe, das war anknüpfend zu diesem Thema mehr Player im Markt und mehr Wettbewerb. Ich bin natürlich in Kontakt mit mit Materiallieferanten und auch mit mit Unternehmen, die Nachbearbeitungslösungen anbieten und die tun sich gerade einfach auch schwer. Es wird gerade ein bisschen weniger gedruckt, es wird weniger Material verbraucht und schlussendlich, Kämpfen diese paar Player, die es doch in diesem Nachbearbeitungsmarkt natürlich auch gibt, darum, eine Maschine in den Markt reinzukriegen.
00:30:25: Speaker 1Und die tun sich jetzt auch schwer, weil einerseits wenig weniger, sagt man, nachbearbeitet wird. Und die merken jetzt immer mehr diesen Wettbewerb, der doch dahinter steckt. Und die ersten Zusammenarbeiten wurden ja in der Vergangenheit jetzt auch gemeinsam auch angekündigt. Also man sieht gewaltig, dass dass sich was verändert aus meiner Sicht. In diesem ganzen Geschäftsmodell Thema und jeder, der jetzt neu dazu kommt, sich in Zukunft schwer tun wird, weil er nicht nur sagt, für mich fallen ein paar Prozentpunkte in diesem Wachstum des Marktes ab, sondern jetzt muss man besser sein, jetzt muss man flinker sein und vor allem auch seine Kunden erfolgreich machen und nicht immer nur sie darauf trimmen, das nächste Shiny Object sozusagen zu kaufen.
00:31:14: Speaker 2Ja, da haben wir auch im Prinzip schon die Überleitung zu unserem nächsten Thema, würde ich sagen. Alles, was so Lernen aus der Vergangenheit und Versprechungen in der Kommunikation und alles, was da halt gerade stattfindet oder in der Vergangenheit stattfund, ich denke, da muss auch ein bisschen Umdenken stattfinden. Es geht nicht mehr darum. Jetzt nur den Hype zu verkaufen, sondern jetzt realistisch mal Anwendungen zu verkaufen, beziehungsweise Anwendungen zu generieren und das Ganze mal realistisch zu machen, weil der Hype ist durch und jetzt geht es darum, wir wollen deinen 3 D Druck richtig anwenden, da wo er sinnvoll ist und nicht einfach nur irgendwo, Hauptsache es ist cool, weil man 3 D Druck macht.
00:31:57: Speaker 1Ja, ja und andererseits auch die, ich glaub, die Leute sind jetzt auch bereit, diese Technologie stärker anzuwenden und wenn man natürlich, Jetzt in die Vergangenheit schaut, hat der ein oder andere Player im Markt eigentlich immer nur ein Gerät verkauft oder eine Maschine verkauft, aber nie diesen kompletten Prozess oder ein komplettes Paket. Sondern man stand dann doch und hat gesagt: ‘Ja, gut, von uns kriegst du eine Maschine, aber wie der Nachbearbeitungsprozess ausschaut oder was du danach noch machen musst, ja, da musst du dich selber drum kümmern.’ Und wenn man natürlich so eine Technologie erfolgreich einsetzen möchte, braucht man so ein komplettes Paket.
00:32:32: Speaker 1Und ich merke jetzt immer mehr, Dass das zum Teil auch bis zu Bambu Lab vorgeht, dass man möchte, dass der dass der Kunde, der sich so einen Drucker kauft, natürlich auch sofort was was druckt. Da gibt es ja immer dieses dieses kleine Paket, was man dazu kriegt, wenn man so einen Bambu Lab Drucker kauft, damit man sofort ein Erfolgserlebnis hat, die Sachen ausprobiert. Und die Leute in die Umsetzung reinkriegt, das ist ein möglicher Punkt. Und ein weiterer möglicher Punkt ist natürlich immer, ein Komplettpaket anzubieten. Ich merk, dass dort mehr so Ecosysteme, wie man sagt, auf den Markt kommen, dass man nicht nur sagt, hier hast du den Drucker und ein bisschen Software, sondern die Software ist abgestimmt auf den Drucker.
00:33:10: Speaker 1Man weiß, was man im Nachgang dann noch machen muss. Und das Tolle ist, wenn sich der Hersteller auch noch gleich Gedanken macht, wie denn die die Prozessschritte genau sind, damit man keine Fehler machen kann, schlussendlich.
00:33:24: Speaker 2Also wir haben in dem Markt, egal egal wo, die Kommunikation ist ja in der Vergangenheit immer so gelaufen, dass man gesagt hat, ja hier, das ist der, da kannst du dieses, jenes, welches mit machen, Dann haben die Leute sich darauf eingestellt, haben Maschinen gekauft und dann haben sie es probiert und dann festgestellt, ja, das kommt zwar raus und dann kam ‘Aber’.
00:33:48: Speaker 1So ist es wirklich.
00:33:49: Speaker 2Ja, Und diese ‘Abers’ waren aber dann No-Gos. Ja, man kann das drucken, aber die und die Eigenschaft wird nicht erreicht. Aber der Materialpreis können wir nicht in große Serie machen. Aber es kam immer ein ‘Aber’ und das war diese, diese, Tal der Tränen, in dem wir jetzt teilweise drin sind, teilweise schon wieder raus, je nachdem, wo man von welcher Seite man gerade schaut. Ich denke, es ist nicht mehr zeitgemäß zu sagen oder Versprechungen zu machen, sondern ich denke, es ist zeitgemäß jetzt zu sagen, was geht und wo es geht.
00:34:25: Speaker 2Und wir sind halt noch nicht in dieser ganzen bionischen Phase mit den ganzen Skelettstrukturen und Topologieoptimierung und, sondern wir müssen realistisch sagen, Der Stand heute und da muss man die Menschen mit mitnehmen, die vor den Druckern sitzen. Was will denn der, der zu Hause in irgendeiner Entwicklung für irgendwelche Teile sitzt? Was will der denn gerade mit bionischen Strukturen anfangen? Die Produkte, das Produktmanagement, das fängt doch ganz oben an, dass irgendjemand sagt, ich will ein Produkt, was die Vorteile des 3D-Drucks beinhaltet, damit die Entwicklung überhaupt mit den Vorteilen entwickelt.
00:35:04: Speaker 2Die entwickeln doch immer noch im Spritzguss, im Fräsen und. Und wenn die Teile auf die Drucker kommen und Ähnliches, dann geht es doch gar nicht um das, was sie alles versprechen und auch was Genauigkeiten angeht und. Ich hab ein gutes Beispiel, wir haben mal ein Gelenk gemacht, haben ein Forschungsprojekt gemacht, Gelenkstrukturen im 3D-Druck aus Metall, kann ich jetzt nicht zeigen, weil es im Podcast ist. Ich kann nur sagen, denjenigen, denen ich es gezeigt habe, Gucken danach ganz verwirrt und sagen, ja, da haben wir noch nie drüber nachgedacht, aber das ist so gut.
00:35:37: Speaker 2Ich hab aus allen Gelenken, hab ich die Toleranzen rausgeholt. Es gibt sie nicht, weil wir eine Struktur geschaffen haben. Wie gesagt, führt jetzt zu weit, dass ich das über den Podcast beschreibe, aber es geht darum, wenn man das sieht, lernen die Leute das. Aber wir sind da noch nicht und wir müssen die Leute heute da abholen, wo sie stehen und das tun die nicht, die meisten. Und, Ja, und wenn man dann sieht, dass sich die die Drucker an vielen Stellen kaum entwickelt haben, das was sich aus meiner Sicht am meisten entwickelt hat, ist so diese M.S.L.A.
00:36:08: Speaker 2Technologie. Und F.D.M. Hat sich auch relativ gut, jetzt auch gerade in den letzten 2 Jahren, mit 2019 war es Prusa, günstiger 3D-Druck im F.D.M. Und jetzt 2022, wo dann Bambu Lab mit auf den Markt kam, da hat sich was geändert, wo dann auch, Ja, wo man einfach damit spielen kann, wo das Geld ausreicht, dass Leute damit spielen können. Jetzt denke ich, könnten wir so eine Phase mit Form Labs kriegen, dass MSLS ist zwar nur ein kleiner Drucker, aber es könnte sein, dass der ein oder andere Unternehmen sich in der Entwicklung so ein Ding dahinstellt oder so eine MSLA Maschine, so eine Form 4 oder irgendwas, weil die dann damit.
00:36:52: Speaker 2Spielen, weil sie sagen, das Geld gebe ich mal aus, um selber zu lernen und nicht immer nur die Dinge dann zu irgendeinem Dienstleister zu schicken. Aber ansonsten im im Metallbereich sind wir da noch nicht, weil da die Technologie einfach wirklich noch zu teuer ist und auch noch recht aufwendig, auch was Sicherheit angeht, Pulver Explosionsschutz, Exschutzzonen, Pulver Handling und das ist noch eine andere Kiste, aber es wird sich langsam entwickeln und da sehe ich einfach, Formlabs, Formel Bamboo Lab zum Beispiel, ist ja im Markt, die sind ja im Maker Markt groß geworden, die haben gesagt, hier ganz cooles Figürchen machen, ganz coole Oberfläche machen, die haben einfach nichts gesagt, was man damit machen kann, die haben einfach das in Maker Markt geschmissen und die Maker haben entschieden, was sie daraus machen und nicht umgekehrt.
00:37:41: Speaker 2Also und und das ist, glaube ich, das, ich denke, man muss aus Herstellersicht, egal wer, ob Prost Processing oder oder, Es muss mehr klar kommuniziert werden, was möglich ist und dann finden die Leute die Anwendung, aber realistisch, was möglich ist.
00:38:00: Speaker 1Genau, und was mir auch extrem auffällt, ist also diese Branche ist extrem gut darin, manche Dinge einfach nicht zu kommunizieren. Also man lügt ja nicht, aber manche Dinge werden absichtlich nicht kommuniziert, weil man doch einfach weiß, dass man vielleicht diese Funktion entweder nicht hat oder nicht so gut ausgereift hat. Aber derjenige geht natürlich immer mit der Intention rein, das wird dort und dort und dort eventuell auch gehen und dann fliegt man immer wieder auf die Schnauze. Und was ich zu den Anfangspunkten, die du gesagt hast, noch dazu noch dazu packen möchte, ist, dass wir sehr stark gewohnt sind in der Branche, dass immer die Wunschsituation verkauft wird.
00:38:41: Speaker 1Das kannst du damit machen, aber eigentlich sollte die Branche viel mehr darauf eingehen, das solltest du vielleicht nicht mehr machen, also mehr auf die Ist-Situation. Zu gehen und die Leute darauf hinweisen, dass vielleicht manche Dinge ein bisschen übertrieben sind und es dafür schon eine bessere Lösung gibt. Und ich hab mir ein paar ein, 2 Sachen gerade notiert gehabt, während du gesprochen hast. Du hast vorhin dieses ‘Das geht aber’ angesprochen, was aber noch spannend ist, es gibt die ein oder anderen Hersteller, die sagen ‘Ja, ja, das geht mit unserer Maschine ja auch.’ Und wenn das meistens kommt,
00:39:17: Speaker 1Dann muss man sehr vorsichtig sein, weil es könnte natürlich gehen, wenn man bestimmte Bedingungen einhält an der Maschine und man muss sich dort entsprechend an an bei manchen Anlagen ein bisschen reinfuchsen. Aber das ist meistens noch so ein Verkaufsargument, dass man sagt, ja, das geht bei uns an der Maschine auch, kannst du mit unserer Maschine auch machen, ja, aber mit dem Aufwand.
00:39:35: Speaker 2Oder Es ist ja kein Problem. Ja, also wenn sofort, ja, kein Problem. Dann auch vorsichtig sein.
00:39:42: Speaker 1Ja, wenn man, wenn wir das jetzt so sehen würden mit “Es kommt kein Problem” oder “Das geht mit unserer Maschine auch” oder “Ja, ja, mach dir da mal keine Sorgen”, dann dürfen Sie sich das so vorstellen wie. Da geht so eine Alarm, Alarmstufe Rot, ne Defcon 3 oder wie man da in diesen Filmen immer sagt, oder geht irgendwie eine Flagge hoch und da muss man einfach ein bisschen vorsichtig sein. Das heißt jetzt nicht gleich, dass man die Maschine nicht kaufen soll, sondern man soll sich einfach tiefer in dieses Thema reinbegeben und sich damit auseinandersetzen, auch wenn es am Anfang ein bisschen schwierig ist, das Thema zu durchdringen.
00:40:13: Speaker 2Ja, An der Stelle, ich kann dann, wenn Leute neu darüber nachdenken, in 3D-Druck zu gehen, Ist manchmal der Weg über Dienstleistungen auch der Bessere, weil die wissen ja, was geht. Und wenn sie dann, wenn die Leute mit den Teilen kommen, dann kriegen sie auch eine Einschätzung. Und selbst wenn man dann mal ein halbes Jahr oder ein Jahr mit Dienstleistern gearbeitet hat, dann kann man ja trotzdem immer noch sagen: ‘O.K., jetzt weiß ich aber, was funktioniert. Ich hab die Teile in der Hand, ich hab sie getestet, das und das Verfahren kommt für mich in Frage.’ Und dann kann man ja immer noch mal schauen.
00:40:45: Speaker 2In welche Richtung man dann geht, wenn man sagt, man möchte für die eigene Entwicklung und dann ist die Frage, ist es ein S.L.S. Drucker, ist es ein M.S.L.A. Drucker in Resin oder ist es ein F.D.M. Drucker, das kann man dann ja noch entscheiden. Absolut und und ja,
00:41:01: Speaker 1Ein guter Dienstleister, also wirklich ein guter Dienstleister, der wird auch absolut sagen, was ist machbar und was ist nicht machbar, weil ein guter Dienstleister wird nur Teile rausschicken, die er nicht noch mal machen muss. Dienstleister mögen es auch nicht. Torsten, du weißt das. Wenn du was rausschicken würdest, was nicht passt, das würde ein Dienstleister grundsätzlich nicht machen, weil er genau weiß, die kommen wieder zurück. Der Kunde ist danach sauer, man verbrennt sich den Kunden. Derjenige sagt dann danach, wir haben es einmal ausprobiert, das machen wir nicht mehr. Sondern jemand, der das wirklich ordentlich macht und starkes Interesse hat, auch wirklich ein Ergebnis zu liefern, was super auf die Situation des Kunden passt, der wird immer offen und ehrlich sagen:
00:41:42: Speaker 1Hey, das müssen wir mit der anderen Technologie machen oder so, wie du dir das vorstellst, ist es vielleicht nicht ganz möglich, aber erzähl mir mal ein bisschen mehr über deine Anwendung. Und das ist ein super Weg, bevor man ein großes Investment macht, einfach das im Vorfeld zu testen und dieses, dieses, dieses Wissen offen für dieses Wissen des Dienstleisters zu sein und nicht zu glauben, man weiß es besser, weil der Dienstleister macht es.
00:42:07: Speaker 2Jeden Tag. Ja, also, Wir gehen ja sehr stark bei Prototec in die Beratung vorab rein, da wo benötigt. Viele drucken halt nur oder können diese Beratung nicht, weil das technische Know-how an der ein oder anderen Stelle fehlt. Aber am Ende, wir kochen auch nur mit Wasser. Also auch uns unterlaufen mal Fehler. Deswegen ist nicht, dass da jetzt wir die, Ja, einfach nur gerade mit Löffeln. Genau so ist es jetzt auch nicht, aber wir sind sehr gut in dem, was wir tun.
00:42:37: Speaker 2Wir sind mit Sicherheit auf dem Premium Niveau im deutschen Markt, das denke ich, kann ich von mir oder von uns schon behaupten. Wir sind mit Sicherheit nicht alleine, gibt auch ein paar andere, die was können, aber man kann trotzdem halt mit uns oder mit Leuten wie uns, die kann man diese Vorstudien alle machen und zwar, Wenn zum Beispiel in Aussicht steht, man möchte im MSLA was für seine Entwicklung machen, wenn ich zu den Druckerherstellern gehe und sage, ich möcht ein Musterteil, dann kriegt man Musterteil und das ist tippitoppi.
00:43:14: Speaker 2Das haben die so lange gedruckt, bis es makellos ist, wie auch immer die das dann hinkriegen und die haben das so gemacht, dass es toll ist. Und dann hat man das in der Hand und danach probiert man das gleiche Teil selber herzustellen und stellt fest, Geht nicht oder ist schwierig oder wir kriegen die Qualität nicht oder man muss wirklich 10 Mal drucken, bis einmal gut rauskommt. ’Ne realistische Einschätzung unter Produktionsbedingungen, weil wir als Dienstleister ja jeden Tag, also wir haben weder Lust noch Zeit noch das Geld dafür, das 10 Mal zu drucken. Das heißt, wir machen das, was wir können, mit dem Wissen, was wir können und dann kommt die Qualität raus, die realistisch ist.
00:43:50: Speaker 2Und ich denke, das ist auch noch mal ’n Punkt, Technologien miteinander zu vergleichen. Wir, Machen jetzt nicht wie bei einem Hersteller, wir hübschen die Dinger nicht auf, sondern die kommen, wir verkaufen sie oder bieten sie so an, wie es für uns produktionsbedingt normal ist. Und das ist ’ne normale, erwartbare Qualität. Und dann kann man sagen, ist für mich gut oder ich stell mir noch was anderes vor oder was auch immer. Aber man hat auf jeden Fall ein Gefühl dafür, was realistisch ist. Und ich denke, das ist auch noch ein guter Schritt.
00:44:21: Speaker 2Wir sind unabhängig. Wir wissen ja nicht, ob sie einen Drucker kaufen wollen oder nicht. Ich freue mich auf der einen Seite immer, wenn die Betriebe einen Drucker kaufen. Auf der einen Seite nehme ich mir zwar mein eigenes Geschäft an der einen oder anderen Stelle weg, aber für die Zukunft ist es hilfreich, weil je mehr Unternehmen in den Betrieben einen Drucker haben. Je mehr werden damit entwickeln, je mehr werden sich mit 3D-Druck beschäftigen, je mehr werden entdecken, was damit möglich ist. Und für meine Zukunft, für das Geschäftsmodell als Dienstleister, irgendwann kommen die Sachen zurück, weil sie sagen, an der Stelle haben wir jetzt nicht mehr die Kapazität, an der Stelle haben wir nicht den richtigen Drucker und an der Stelle haben wir nicht das richtige Material und dann gehen die Sachen wieder raus.
00:45:04: Speaker 1Und Andererseits große Serien als Beispiel, Wenn sich so ein Unternehmen weiterentwickelt, die einen Drucker gekauft haben, vorher einen Dienstleister genutzt haben, die die gehen gar nicht in die riesengroße Serie dort rein, dass sie dann sagen: ‘Hier haben wir 500 Teile, hier haben wir 800 Teile und so weiter.’ Die drucken die nicht auf ihren auf ihren Druckern. Meistens nutzen die dann auch wirklich einen Dienstleister und nehmen diese Anlagen, die sie zum Teil haben, wieder für ihre eigene Entwicklung, für ihre Kleinserien, für Bauteile, die sie einfach schnell brauchen. Also, es ist immer ein.
00:45:35: Speaker 1Ein ein Hin und Her, ein Pingpong, wenn man das so sagt, zwischen Dienstleister und eigener Maschine, die man nutzt. Weil man kann auch nicht 8 verschiedene Technologien als Unternehmen im Maschinenbau jetzt bei sich haben und jede komplett nutzen, sondern es ist ganz gut auf jemanden zurückzugreifen, der mehrere Technologien auch einfach beherrscht und dabei dann weiter weiterhilft. Und und Wissen mitgibt, ne, je nachdem auf welchem Wissensstand das Unternehmen halt auch selbst steht.
00:46:02: Speaker 2Letzte Wort an der Stelle, ich denke, dass sich der 3D Druck, wie der CNC Markt entwickeln wird. Also wir haben heute in jedem Werkzeugbau stehen CNC Maschinen, die sind so für das kurzfristige Geschäft, Ersatzteile schnell an einem Spritzgusswerkzeug irgendwas machen oder oder. Und dann gibt es die ganzen externen Dienstleister im CNC Bereich und davon gibt es jede Menge auf dem Markt und die sind alle irgendwo spezialisiert. Der eine kann nicht Eisenmetalle, der andere kann hochpräzise, der nächste Kleinteile, der nächste Einzelteile, dann kann einer Serien große Stückzahlen, automatisiert, Robotik, was weiß ich je.
00:46:39: Speaker 2Und ich glaube, dass das das Potenzial für einen 3D-Druck ist. Deswegen auch noch mal, die die Firmen werden 3D-Druck im Betrieb haben. Ich unterstütze sie gerne. Wenn da Fragen sind in solchen Themen, ohne dass ich jetzt Angst habe, dass dies, dass es mich für die Zukunft beschränkt. Und ich glaube, das müssen Hersteller und alle möglichen anderen auch irgendwann akzeptieren. Wenn wir den 3D-Druck nach vorne bringen wollen, müssen wir als Hersteller, als Dienstleister auf dem Markt zugehen und denen helfen und nicht irgendwie was versprechen und dann glauben, dass die Leute alleine dahin kommen.
00:47:19: Speaker 2Das ist, glaub ich, was zwischen diesem, wir haben ja gesagt, zwischen Lernen aus der Vergangenheit und Versprechungen und Zukunft. Das ist, glaub ich, was, was wir existenziell für unsere Branche lernen und machen müssen.
00:47:32: Speaker 1Ja, wir müssen die Kunden weiterentwickeln, anstatt sie im im Supportbereich dann alleine zu lassen oder nach dem nach dem Kauf des Druckers alleine zu lassen. Ich erinner mich da dort an ein Gespräch letztes Jahr auf der Formnext, der hat gesagt, Ja, die kaufen den Drucker, aber dann drucken die nicht die Sachen, die wir eigentlich dort vorhaben, das sind solche Idioten. Dann hab ich zu dem gesagt, das sind keine Idioten, die ihr müsst denen helfen, die schreien eigentlich um Hilfe, die die wollen unterstützt werden, der Kunde will weiterentwickelt werden, ihr müsst mit denen ins Gespräch gehen, anstatt dieses Sell and Forget Thema zu machen oder dieses Anhauen, Umhauen, Abhauen Thema zu machen.
00:48:09: Speaker 1Die Zeit ist jetzt vorbei aus meiner Sicht, weil jetzt wirklich weiterkommen will, Der der muss näher an seinen Kunden ranrücken und muss ihn erfolgreich machen, weil das kennst du selber auch, wenn du mit einem Gerät zufrieden bist oder mit dem Drucker zufrieden bist. Du hast genügend Anwendungen, das läuft einfach, das macht Spaß und das beste Beispiel ist Bambu Lab. Dann kauft man mal schnell einen zweiten, einen dritten, einen vierten, einen fünften und entwickelt sich dann weiter und nur weil man am Anfang ein bisschen mehr Support reingesteckt hat. Es ist so meine Erfahrung aus der Vergangenheit, wo ich ganz stark merke, viele wünschen sich dort gerne mehr.
00:48:40: Speaker 2Ja, ich denke, wir haben für heute haben wir genug, dass wir das an der Stelle heute beenden können. Das nächste Thema, genau, wir werden etwa in 2 Wochen kurz vor der Formnext, werden wir noch einen Podcast machen zum Thema Formnext, zum Thema, wie Sie auf einer Messe vorgehen können, noch mal ein paar Insights zu Herstellern, Maschinen und so weiter. Ich denke, das wird wieder, genau, also das, ja, was heißt also, wir wollen noch nicht mal über die Neuerscheinung unbedingt dafür sind, die sind die Leute selber zuständig, sondern einfach nur so ein paar Hinweise, weil sonst dieses typische, sie gehen einen Tag zur Messe, sie kommen mit einer gewissen Vorstellung, sie sind völlig überfordert von der Messe, sehr viel zu viele Eindrücke, viel zu viele Hallen und am Ende, sie gehen aus dieser Halle raus nach Hause und auf dem Rückweg sagen sie, was hab ich da überhaupt gesehen und ich hab keine Ahnung mehr.
00:49:29: Speaker 1Ja, was war das überhaupt? Und man hat weder ’ne Meinung noch ’ne Vorstellung und sagt: ’Gut, das Thema lass ich mal bleiben in der Hinsicht. Das ist absolut nicht unser Wunsch und deswegen machen wir als nächstes ’ne Folge, die dann kommt. Da dürfen Sie sich drauf freuen, die die so gut heißt wie ’Das müssen Sie, bevor Sie auf die Formnext gehen, auf jeden Fall gehört haben in der Hinsicht. Sie können von mir aus auch, Gerne die Podcast-Folge dann hören, wenn Sie gerade auf dem Weg zur Formnext sind. Aber eigentlich ist es schon fast zu spät, weil es durchaus vielleicht ein paar Dinge gibt, die Sie im Vorfeld auch ein bisschen wirken lassen müssen und sich auch darauf vorbereiten in dem Fall.
00:50:03: Speaker 1Genau, Thorsten, ich würde sagen, wir schließen diese Podcast-Folge. Ein ganz kurzer Servicehinweis noch, wenn Sie Themen haben, wo Sie sagen, darüber sollten wir beide mal sprechen, das ist interessant, vielleicht dabei mehr zu wissen, haben wir in die Shownotes einen Link reingepackt. Dort können Sie sowohl anonym als auch Sie können Ihren Namen eintragen. Uns ’n Themenvorschlag geben. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihren Namen dazu schreiben, weil vielleicht können wir dann noch ein, 2 Rückfragen stellen, was Sie dort genau gemeint haben. Und andererseits, jeder der diesen Podcast jetzt neu hört und sich fragt, wer, wer sind wir 2 eigentlich, die beiden LinkedIn Profile von uns, die finden Sie auch dann in den Shownotes.
00:50:40: Speaker 1Jo, Thorsten, dann würd ich sagen, sehen wir uns zur nächsten Podcastfolge wieder. Oder genau,
00:50:46: Speaker 2Dann würd ich sagen, frohes Schaffen für alle. Und wir hören uns in den nächsten zwei Wochen wieder.
00:50:52: Speaker 1Ja, bis dahin, ciao.