#396 Filamentwissen endlich dokumentieren mit dem FilamentPilot: Warum 3D-Druck nicht an der Technik scheitert
Shownotes
In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Jens Kleinheider darüber, warum dokumentierte Erfahrung der Schlüssel zu reproduzierbaren und wirtschaftlichen 3D-Druck-Ergebnissen ist. Wir zeigen, wie der Filamentpilot wertvolles Prozesswissen, Materialdaten und Druckerfahrungen zentral erfasst und so Fehldrucke, Zeitverluste und unnötige Iterationen reduziert. Eine spannende Folge für alle Anwender, Dienstleister, Hersteller und Unternehmen, die ihre additive Fertigung professioneller, effizienter und skalierbarer gestalten möchten.
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Johannes Lutz: Johannes Lutz Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast rund alle Aspekte der additive Fertigung. Egal ob Sie neu im 3D-Druck sind oder erfahrener Anwender oder 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehör-Lieferant. Weil hier geht es nicht nur darum, einen 3D-Drucker zu besitzen, sondern ihn wirtschaftlich im Unternehmen auch einzusetzen. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese 3D-Druck-Podcast-Folge, weil es eine Interviewfolge ist mit dem Titel Filamentwissen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz endlich dokumentiert mit dem Filamentpilot und warum 3D-Druck nicht an der Technik scheitert. Und jetzt mal ganz ehrlich, Hand aufs Herz, wie viele Rollenfilament liegen bei euch in den Regalen oder auf den Tischen rum? Und wo ihr ganz genau wisst, ihr kriegt mit diesem Material dieses eine perfekte Teil, was ihr damals gedruckt habt, nicht mehr hin. Aber ihr müsstet es zum Beispiel heute nochmal drucken und ihr denkt euch, ja gut, wie habe ich das damals eigentlich geschafft und wie habe ich das damals eigentlich gemacht?
Johannes Lutz: Johannes Lutz Weil die meisten glauben, das Problem liegt immer am Drucker. Aber in Wirklichkeit fehlen nur ein, zwei kleine Informationen. Und auf einmal kriegt man das Ergebnis nicht hin, wie man es damals hinbekommen hat. Und genau deshalb sitzen wir heute zusammen und sprechen darüber. Denn ganz oft sitzt man abends an seinem Drucker noch, am Freitagabend, an einem Samstagabend und denkt sich, ich muss diese eine Einstellung, dieses eine Parameterglied, das muss ich noch irgendwie hinkriegen, weil ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz dann probiert man es fünfmal, sechsmal, siebenmal, ... achtmal, zehnmal ... ... und dann hat man es und dann denkt man sich, ... ja gut, so habe ich es ja damals auch gemacht ... ... und genau darüber freue ich mich jetzt ... ... mit dem Jens Kleinheider ... ... als Interviewgast hier im Podcast sprechen zu können. Bevor wir jetzt gleich darüber sprechen, ... ... warum man seine Filamentinformationen eigentlich dokumentieren sollte ... und warum das Ganze ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz viel eher vom Wissen und nicht von der Hardware abhängig ist und warum du jetzt den Filamentpilot gebaut hast, was ich übrigens eine richtig geile Software finde, die ich so noch nie gesehen habe. Darüber sprechen wir Jens. Stell dich doch einfach mal ganz kurz vor.
Jens: Jens Ja, hallo Johannes. Ich bin Jens Kleinheider. bin 32 Jahre in einem großen Unternehmen im Werkzeug- und Maschinenbau tätig, bin Meister und bin seit ungefähr 20 Jahren in der Konstruktion und Arbeitsvorbereitung unterwegs und administriere unser Volt- und PDM-System. Mein normaler Job sind eigentlich Werkzeug- und Maschinenteile, die zu reparieren, zu konstruieren und die werden natürlich stetig verbessert, wobei natürlich auch
Jens: Jens immer Material, ein riesiges Thema ist, mit vergütet, gehärtet, nitriert und so weiter. Wo setze ich wegen Stahl ein, mit welcher Aufgabe? Und da ist es halt auch wichtig, vor Ort zu sein und zu gucken, warum ist jetzt was passiert? Warum ist was ausgefallen? Und das ist so das, mit dem ich mich in meinem normalen Tageswerk beschäftige. So ich bin natürlich Vollblutmetaller als Werkzeugmechaniker.
Jens: Jens Und da habe ich nebenbei selbstständig gemacht mit meiner Firma Machbar 3D. Da bin
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens ich Druckdienstleister und kann diese ganzen Sachen, von denen ich von Werkzeug und Maschinenteile natürlich als Option mit Drucken super verbinden. Wobei ich natürlich da auch nicht durch die 3D-Druckbrille gucke, sondern ein total offenes Ohr und Auge habe für das Problem an sich. Zum Drucken gekommen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hm?
Jens: Jens Weil wir hier zu Hause unseren Spitzboden aufgeräumt haben, mein Sohn und ich, da stand ganz viel Gedöns und Krams rum und wir haben gesagt, wir belohnen uns quasi selber für das Aufräumen und verkaufen da die eine oder andere Sache bei eBay. herausgekommen ist dann ein Anycubic Mega X, wo wir dann gesagt haben, so cooles Ding.
Jens: Jens Ja, und damit fing im Grunde meine 3D-Druckreise an und das ist, wie wir jetzt im Laufe der Podcast-Folge vielleicht merken werden, etwas aus dem Ruder gelaufen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hahaha
Jens: Jens ja, aus diesem Komplettwahnsinn ist dann auch der Filamentpilot entstanden.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Also dann hast du mit dem Thema 3D-Druck eigentlich nur angefangen, weil du einen Dachboden aufräumen wolltest, wenn man das mal so sieht.
Jens: Jens Ja, also der Arbeitskollege, der bei uns im Büro einen Drucker hatte. als der mit den ersten kleinen Plastikschiffchen ankam, haben wir alle sehr gelacht und sagten, was ist das denn? Wir sind hier alle Metaller
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens und du kommst mit so einem Plastikschrott an. Aber nach und nach hat man sich mit der Thematik denn ja auseinandergesetzt. Und wir sind ja bei uns alle sehr neugierig aufgrund unserer beruflichen Tätigkeit. Und dann, als mein Sohn dann auch sagte, wir brauchen Drucker.
Jens: Jens Ja, dann kam bei mir halt der Werkzeugmacher raus und dann musste das Ding halt irgendwie industrialisiert werden nach und nach.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ich habe schon gesehen, auch in dem Vorgespräch, was wir gemacht haben, dass du dich da ganz tief auch reingearbeitet hast. Nicht nur aus Sicht jetzt im 3D-Druck, sondern du hast ja natürlich einiges an Vorwissen aus deiner Arbeitswelt, wo dort mit reingeflossen ist. Jetzt aber hol uns mal nochmal ganz kurz ab, wie bist du denn überhaupt auf die Idee gekommen, den Filamentpilot zu entwickeln? Vielleicht sagst auch noch ganz kurz dazu, wie du den Filamentpilot beschreiben würdest noch.
Jens: Jens Also eine Idee, irgendeine Software zu entwickeln, war das gar nicht. Also das war,
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens sagen mal, ein Prozess über die letzten zwei Jahre, wo ich mir auch in der Auseinandersetzung mit KI-Funktionen und was KI so kann, ganz viele
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens kleine Programme gebaut habe, die meinen Schmerz mit einigen Sachen etwas lindern.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens So, und überall da, wo ich so gegen, für mich irgendwie eine Grenze gestoßen bin und dachte, nee, das ist doof.
Jens: Jens Da habe ich mir halt was gebaut.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens wer aus einer großen Firma kommt, der kennt diese Problematik mit Dokumentation und Auditierung. Wenn denn der Auditor dir tief in die Augen schaut und sagt, wo steht denn das? Und da habe ich halt beim Drucken speziell irgendwie gemerkt, dass du dir einfach das, was ich weiß oder was ich mir erarbeite,
Jens: Jens überhaupt gar nicht aufgeschrieben habe, dass genau dieses Wissen im Kopf bleibt. das mal bildlich zu sagen, ist der Kopf da so bisschen wie ein Schwamm und ist er vollgesaugt, dann fängt es an zu tropfen. Und du denkst, wo ist, wo habe ich das abgelegt? Und hast du, Informationszufluss jetzt durch YouTube dann und die Zeit ist so ein bisschen vergangen, dann weißt du ja nicht mal mehr, habe ich
Jens: Jens das jetzt gemacht, ich das probiert oder habe ich das nur gesehen? So
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hm? Hm?
Jens: Jens aus diesem Zettelwahnsinn und aus diesem Informationswahnsinn ist mir halt eher das oder hatte ich so das Gefühl, das Problem ist nicht, ich weiß zu wenig, sondern ich weiß zu viel. Und dieses
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens Wissen muss ich irgendwie fokussieren, kanalisieren für dieses Thema 3D-Druck.
Jens: Jens So, und als ich dann jetzt hinter mir sieht, mein BambuLab oder meine 2 BambuLab H2C gekauft habe, hast du halt gemerkt, mit diesen Möglichkeiten dieses schnellen Düsenwechsels, dieser Multimaterial-Einheit, Möglichkeit, mehrere Düsen zu verwenden, reicht das eine Standardwissen gar nicht aus, sondern du musst ganz variabel, flexibel wissen, also mehr wissen für eine ...
Jens: Jens gute Qualität ansammeln, das Ding halt wirklich effizient zu betreiben. Und das
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens waren so die Einzelschritte, die mich dann nach und nach auf diesen Weg gebracht haben. Du musst dir was überlegen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Also du hattest viele Zettel, du hattest viel im Kopf, irgendwie da mal eine Information, was, hat es da zugepasst? Wie habe ich das damals gemacht? So diese ganzen Fragen, wenn man das so entsteht oder über welches Problem reden wir hier eigentlich wirklich aus deiner Sicht? Also viele Hörers sagen jetzt vielleicht, ja wenn mir da irgendeine Info fehlt, dann suche ich die halt mal kurz bei Google oder gucke jetzt mal nach und dann mache ich das. Aber was tatsächlich passiert ist ja, dass man seine Erfahrung ja nicht dokumentiert hat, oder?
Jens: Jens Nee, nee, das ist ja genau das Problem. Wird jetzt auch jeder kennen. Du, wie von der Arbeit, da ist jemand für eine bestimmte Aufgabe zuständig und dann ist er krank oder hat Urlaub und dann ist genau dieses Problem da, was der Kollege immer behandelt hat. So, dann stehst du da und sagst ja, der ist nicht da oder der hat den Betrieb gewechselt, der ist überhaupt gar nicht mehr hier. So, und da war ich neulich noch in einem
Jens: Jens Unternehmen, da gab es den Manfred und der Manfred hatte auch so eine kleine schnuckelige 3D-Druckabteilung und der hat sich halt sämtliche Probleme, die additiv zu lösen waren, der hat auch hier Metall 3D-Druck gemacht mit FTM, hat er sich halt gekümmert und richtig reingearbeitet. Also der wusste wirklich Bescheid und dann hat der Chef zu mir gesagt, wenn der Manfred mal nicht mehr da ist, ist all das Wissen, was der sich über Jahre
Jens: Jens erarbeitet hat, was der erfahren hat, ist wahrscheinlich ziemlich weg. Weil wir auch gar keine zweite Person haben jetzt im Augenblick. Und diese Anlehrenzeiten, wo du als Unternehmen sagst, da, stellen wir mal zwei Jahre lang einen neben dir auf und von dem kann der lernen, ja, die Zeit ist ja auch lange nicht mehr da. So, und das war
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens halt so eine, wo ich dann so bei mir dachte, ja, guck mal, Kollege.
Jens: Jens Ich lasse dir meine Karte da für den Filamentpilot. Weil genau das sind so diese Themen. Speicher, das Wissen, du hast da viel Arbeit und noch viel mehr Zeit reingesteckt. Dokumentier das. Und was man
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens alles weiß und so aufnimmt, das ist einem, glaube ich, in Summe gar nicht klar, wenn du das nicht strukturiert, dokumentiert hast. Das ist
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens einfach durch die ...
Jens: Jens durch die Vielzahl der Informationen für Leute, die sich interessieren, einfach wahnsinnig viel ist.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ja, ja. Da erkennt sich ja der Hörer jetzt ja schon an ganz vielen Dingen wieder. Man kennt jemand, der weiß jetzt, wie man dieses und jenes Filament druckt. Der weiß, wie man dieses und jenes Filament klebt. Der weiß, mit welcher Düse es war gedruckt worden und so weiter und so fort. Wenn der jetzt nicht da ist, dann wird der Auftrag ewig lang hinausgezögert oder wird gar nicht mehr gemacht oder man probiert sich da zehnmal ab. Oder hast du da noch weitere Punkte, wo man sich jetzt wieder erkennen kann?
Jens: Jens Also mir geht es ja immer so, meinen Fehler sehe ich immer nach einer Viertelstunde, nachdem ich den Druck angestellt habe. Also du druckst ABS und siehst dann, Mist, die Ecken kommen hoch. Wie viel Brim hast du beim letzten Mal gehabt? Oder so kleine Sachen, oder mit den Überhängen, ach, da hättest du die Schichthöhe tiefer gesetzt. Also weniger Schichthöhe für Überhänge. Solche Sachen, genauso diese ganz kleinen Stellschrauben, wo du...
Jens: Jens irgendwie Materialien hast, die du nicht täglich verarbeitest, wo du relativ schnell siehst oder auch erst nachher. Mist, das hast du beim letzten Mal irgendwie anders gemacht. Und dann machst du das Teil vielleicht noch mal oder lebst mit diesem Mangel an Teilen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens Viele kennen das von Nylon, von PA-Werkstoffen, wo es auch im Internet oder bei YouTube ganz viele ...
Jens: Jens verschiedene Anleitungen gibt, wie du das zu drucken hast, mit Wasser und Holzleim und Bauraumtemperatur und Außengeschwindigkeit runter oder FF4-Platte. Das sind so tausend Sachen, über die du denn stolperst, wo du denn irgendwie sagst, wie hab ich es jetzt gemacht? Was war jetzt genau das, wie es bei mir geklappt hat? wie ich das eben schon sagte, du stehst da irgendwann vielleicht so bisschen im Nebel, wenn du
Jens: Jens So Materialien hast du, auch nicht sehr regelmäßig verdruckst, beziehungsweise es kann schon mal unscharf werden. Und wenn du dir
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ja, ja.
Jens: Jens dann, so machen es glaube ich sehr viele, für jedes Material ein eigenes Profil anlegst, dann ist das zwar eine tolle Idee, aber damit müllst du dich ja in erster Instanz zu. Dann hast du ein PLA-Profil, ein PTG-Profil.
Jens: Jens Dann machst ach, das muss ich noch und ich mach noch ein zweites PTG-Profil. Und dann hast du für jedes Material wieder ein neues Profil. Und das weiß der Kollege unter Umständen gar nicht, beziehungsweise selber merkst du auch, was habe ich jetzt genommen? Also da ist dann schon
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens wieder diese Krücke, dass du auch bei einem Slicer-Update, wie das vor einigen Monaten, sage ich mal noch, sehr regelmäßig war, das hat sich ja so bisschen beruhigt, da kommt eine tolle Funktion zu.
Jens: Jens und du musst dann 25 Druckprofile updaten.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens Und das ist mir halt alles so ein bisschen, da aus meiner Praxis zu erzählen, so ein bisschen auf den Keks gegangen. Und
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens ich hab da eigentlich einen, ich mach das mit ein oder zwei Druckprofilen, die extrem gut eingefahren sind auf den Drucker, also wo ich in diesem Speedspot für Schwingungen bin, also wo ich genau weiß, wenn das alles toll ist, dann ist die Oberfläche gut und alles funktioniert. Und diese
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens Zwei Profile, die lassen sich ganz einfach pflegen und das ist wie so dieses Standardprofil vom Hersteller noch mal frisiert. Und dazu entwickle ich dann für jedes Filament ein wirklich ausgeklügeltes Druck, also Filamentprofil. So und diese zwei Sachen, die kommen dann zusammen und ich muss dann mit dem Filamentpilot, was das genau alles ist, kommen wir gleich bestimmt dazu,
Johannes Lutz: Johannes Lutz gleich.
Jens: Jens halt drei bis fünf Werte in meinen Druckprofilen anpassen.
Jens: Jens und weiß dann, die Qualität passt. Also das ist so, Und so hast du halt viele Krücken oder Brücken, über die du gehst, wo dir aber vielleicht gar nicht immer so klar ist, dass es eigentlich, oder du vielleicht selber auch sogar weißt, das ist eigentlich bisschen doof mit zehn Filamentprofilen, aber du hast ja auch gar keine andere Chance.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Also irgendwann ist man ja an dem Punkt, dann sagt man ja gut, dann nehme ich jetzt das mal profil, dann drücke ich es halt einfach mal, dann passieren all die Dinge, die du gerade eben gesagt hast, da kommen die Ecken hoch, dann ist hier was, dann ist da was, falsche Bauplattform drin, dann denkt man sich, ja wie habe ich das damals denn gemacht? Hm, wir haben mal gucken, wie es läuft, dann drückt man die Teile, dann sind die nicht gut, dann ist Zeit verschwendet, Material verschwendet und eigentlich bräuchte man ja so ein Navi, wenn man das so sagt, so Navigationssystem, wo man sagt, ich gehe die ganzen Einstellungen durch, wie dein Filamentpilot dann, das alles an einem
Johannes Lutz: Johannes Lutz dass man weiß, wie drucke ich diese Teile jetzt noch mal. Und dann manchmal sind es ja nur ganz kleine Unterschiede. Aber ich kenne die Ausreden natürlich vieler Dienstleister und Anwender, die sagen dann, ja, ja, da hat sich die Software geändert, jetzt kann ich es nicht mehr drucken. Das liegt manchmal gar nicht an der Software, sondern es liegt einfach daran, ... dass man in seiner Checkliste zwei Punkte vergessen hat und die sind so schwerfällig in diesem ganzen Prozess, ... ... dass man dann noch mal die Teile druckt und noch mal druckt. Und dann wird das Ganze wirtschaftlich unrelevant.
Johannes Lutz: Johannes Lutz in Zukunft, dass man sich denkt, ... das kann ja nicht sein, ... dass man die Teile so oft druckt, weil man ... im Vorfeld vielleicht, ... ... das kann ich vielleicht auch direkt so sagen, ... zu doof war, sich fünf Dinge aufzuschreiben ... und diese einfach wieder ... auffindbar zu machen. So siehst du es wahrscheinlich auch, oder?
Jens: Jens Ja, genau so ist das. Das ist gutes Druckprofil. Bleiben wir jetzt bei PLA. Da würde ich mal vom prozentualen Verhältnis zwischen Druckprofil und der Erfahrung auf 90 Prozent für das Druckprofil
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens und 10 Prozent Erfahrung brauche ich, das halt sauber hinzukriegen. Also das ist an sich eine easy-peasy Sache. weißt du, da kann eigentlich wenig passieren.
Jens: Jens So und je technischer die Materialien werden, desto weiter verschiebt sich halt dieses Verhältnis auf Wichtigkeit, Druckprofil und die Erfahrung muss halt immer mehr werden, halt weiterhin ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Was ja nicht nur dadurch kommt, dass viele jetzt sagen, gut, ich habe jetzt schon mal einen Teil gedruckt mit dem Filament und habe die Daten, sondern man kriegt ja auch dann viele Daten schon mit rein in den Filamentpilot, dass man auch gut arbeiten kann. Aber aus deiner Sicht, warum wird das Thema gerade jetzt immer wichtiger? Weil es ist ja auch ein Zeichen der Zeit gerade, weil sich immer mehr darüber aufregen, wenn sie mal einen Fehldruck rauskriegen oder wenn es nicht ganz so läuft.
Jens: Jens Ja, ich meine, wenn ich überlege, je von meinem Anycubic Mega X damals, wie viele Sensoren der hatte, der hatte eigentlich gefühlt einen Endschalter, einen Thermistor und einen Sensor für die Betteheizung. Und wenn ich jetzt überlege, wie viel Sensorik in den modernen Druckern ist, merkt man ja schon, da hat sich einiges getan in Form von Selbstkontrolle der Maschinen. Also was da alles bei Leider und alles abgecheckt wird.
Jens: Jens Hinzu kommt ja die enorme Materialvielfalt. Wenn ich bedenke, früher hatte es nur PLA und PETG und dann hast du jetzt PLA Plus, PLA Pro und PLA Silk. jetzt
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens nur bei diesen PLAs zu bleiben, dazu kommen, wie gesagt, die besseren Drucker. Dazu kommt vielleicht auch der Druck, dass du schon mal bei anderen Leuten einen Druckteil gesehen hast und sagst, guck mal, das sah aber cool aus.
Jens: Jens An der Tatsache, vielleicht wissen das viele noch gar nicht, auch bei Hornbach gibt es jetzt Filament,
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm. Mhm.
Jens: Jens ist das ja irgendwie so ein Zeichen, dass man vielleicht dieses 3D-Drucken jetzt immer mehr in Richtung Alltagstauglichkeit geht. wenn im Baumarkt jetzt Filamente verkauft werden, ist wahrscheinlich bei Hornbach der nächste Schritt, da auch Drucker zu verkaufen. Und
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens es ist eigentlich für jedermann ja irgendwie nahbar, dass man sagt, ja, cool.
Jens: Jens So, und wenn ich als Hersteller, und das habe ich auch schon von vielen gehört, der ein hochwertiges Filament produziert, wirklich ja auch nur die oder nur in Anführungsstrichen ein technisches Datenblatt mit rausgebe oder vielleicht noch ein Druckprofil, bin ich ja eigentlich darauf angewiesen, dass ich hoffe, dass der Anwender
Jens: Jens die nötige Erfahrung hat, und da spreche ich extra von Erfahrung, das auch auf die Platte zu bringen, im wahrsten Sinne. So, habe ich da etwas Pech? Dann sagen die Anwender halt, und das war vor einigen Jahren, mich zum Beispiel ganz viele gefragt, wie kriegst du PETG zum Haften? Wenn du
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens schon bei PETG Probleme hast, sag mal da.
Jens: Jens ist jetzt in Richtung Filamentpilot natürlich speziell für Hersteller ein Scheuntor aufgegangen, dass man deutlich mehr Daten, deutlich mehr Erfahrung transportieren kann, speziell im technischen Bereich, als du das mit dem Werkzeug, was dir jetzt zur Verfügung steht, machen kannst. Und diese
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ja.
Jens: Jens 30 Prozent Erfahrung, sage ich jetzt mal so grob bei technischen Materialien, ist glaube ich auch genau der Inhalt, den man bei ganz vielen YouTube Videos sieht. Wenn man da
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens mal so guckt und sagt, Mensch, die erklären dir nicht, wie das Standarddruckprofil sich zusammensetzt, sondern genau der Inhalt ist, wie machst du den Set Support, wie pinselst du das noch mit dem Edding an oder hast du da ein zweites Material oder
Jens: Jens welche Multimaterialkombinationen gibt es und welches Haftmittel hast du denn verwendet? Auf welcher Druckplatte hast du das gemacht? Und das ist ja genau so dieses Wissen, was du da eigentlich sammelst. Du guckst dir das an und dann weg. ne? Also in der Regel ist es mir immer so gegangen. Das habe ich ja vorhin schon geschrieben.
Jens: Jens Du guckst Videos, Videos, Videos und sammelst Informationen. Aber welches Material jetzt für das Material die geeignete Supportstruktur war? Und da gibt es ja diverse Tests, auch wenn ich an Set-Distance-Videos denke. Ja, aber du probierst es denn aus, weißt es und schreibst es dir irgendwie auf einen Blog oder hast es? Ich habe da Excel-Listen und Dokumente gemacht, Loch und Löcher. Und wenn du es brauchst, dann sagst du nicht so...
Jens: Jens Wo und suchst du wieder hinter diesen Listen her? Also du hast auch
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens überhaupt keinen oder ich zumindest, andere machen das vielleicht besser, hast du überhaupt keinen zentralen Ort, wo ich alles abgelegt habe, auf jede Information irgendwie direkt drauf zugreifen zu können, eben einen Blick riskieren und dann ist das Problem gelöst und diese Erfahrung fließt dann halt in das Druckteil ein. Und das muss man sich so ein bisschen, das ist die Richtung, in die der Filamentpilot geht, in Form von
Jens: Jens Checklisten zu gucken, was brauche ich alles, das richtig hinzubekommen, in Kombination natürlich mit dem Druckprofil.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, jetzt kommen wir gleich drauf, was denn der Filamentpilot jetzt genau macht. Du hast es ein bisschen vorweggenommen und was ihn auch von einer, ich sage jetzt mal, normalen Filamentverwaltung oder einem Slicer-Profil sozusagen unterscheidet. Aber eins noch vorweg von mir. Ich habe mir den Filamentpilot angeguckt und ich habe reingeguckt, ob es irgendeinen Wert gibt, den ich jetzt aus der ganzen Erfahrung im 3D-Druck und auch mit den Dienstleistern kenne und ich habe den Wert nicht gefunden. Also diesen
Johannes Lutz: Johannes Lutz Diesen einen, noch fehlt, dieser eine Wert, wo man sich denkt, das könnte noch mit rein. Und es hat mich natürlich erstaunt, dass ich auch mit dir gesprochen habe, hab gesagt, das müssen mehr Leute wissen, dass sie nicht mit dir die ganze Zeit irgendwelchen Zetteln durchsuchen, Teile nochmal fünfmal drucken. Aber du kannst jetzt ganz kurz darauf eingehen, was macht der Filamentpilot genau? Vielleicht, gehst du da nochmal detaillierter drauf ein, bezüglich Checkliste oder was er an wichtigen Informationen auch alles sammelt.
Jens: Jens Also der Filamentpilot speichert Zahlen und der Slicer speichert Zahlen und der Filamentpilot sichert die Erfahrung. Das war genau dieses Verhältnis, was ich vorhin sagte. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass du in einem guten Slicer-Profil wie gesagt diese 70 Prozent bei technischen Materialien abspeicherst, dann ist das so der Punkt, wo ich Versuch und Irrtum
Jens: Jens dokumentiere, das Teil irgendwie hinzukriegen und dann merke, da muss ich noch mal korrigieren. So dieses Versuch, Irrtum, Versuch, Irrtum. Ich korrigiere noch mal, ich kalibriere noch mal. So und dann mache ich eine Erfahrung, zum Beispiel merke, cool das mit dem, mit der Z-Distance oder mit dem Supportmaterial oder wie lange habe ich das Filament getrocknet, wie lange habe ich es trocknen müssen, dann wirklich ohne Stringing zu drucken.
Jens: Jens Das sind dann genau diese 30 Prozent als Faustformel, die ich im Filamentpilot abspeichere, die dann in Summe die Wahrscheinlichkeit des Erfolges des Druckteiles enorm erhöhe. ich halt genau sage, das Slicer-Profil nur so nebenbei, synchronisiert sich ja im Filamentpilot. Also ich muss eigentlich gar nichts anderes machen.
Jens: Jens Ich nutze meinen Slicer. Der Slicer speichert die ganzen Filamentprofile sowieso auf C. Und ich arbeite quasi mit den Daten, die vorhanden sind vom Slicer. Die synchronisieren sich mit dem Filamentpilot. Das heißt, wenn ich an den Slicer-Daten irgendwas im Slicer ändere und das bitte niemals im Filamentpilot mache, dann synchronisiert sich der Filamentpilot und ich habe eine Information, da hat sich aber die Temperatur geändert.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens Das ist immer so ein Geben und Nehmen, sodass Slicer und Filamentpilot nebeneinander her hervorragend funktionieren und der Filamentpilot im Prinzip diese dokumentierten, zudokumentierenden Sachen aufnimmt, die ich nicht
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens weiß. Technische Datenblätter habe ich mir zum Beispiel früher eine Mappe angelegt und alles reingeknallt und dann so, aber wenn ich jetzt wissen wollte, was ist jetzt...
Jens: Jens Schlagzeher ist jetzt ABS oder PETG oder irgendwas, dann guckst du auf die Werte und denkst, ich kann es gar nicht vergleichen, weil steht da anders drauf. Und das sind halt
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens alles nur Sachen, die jetzt da in dem Filamentpilot mit eingeflossen sind, auch halt ein Materialvergleich, das ich gucken kann, das muss man sich vorstellen wie so ein Spinnennetzdiagramm, Materialien zu vergleichen, abzuschätzen. So, ich weiß, ich habe eine Druckbelastung, habe einen Temperatureinfluss.
Jens: Jens Eine Schlagbelastung. So, das sind dann alle Sachen, die ich dort einpflege. Aber keine Sorge, es wird nichts abgetippt. Sondern ich ziehe das Datenblatt, ziehe ich mir als PDF auf den Rechner, kann das dann in den Filamentpilot reinladen und dann kriege ich im Filamentpilot einen Prompt. Den schiebe ich mit dem Datenblatt
Jens: Jens in eine KI, ob das Chat-GPT oder Gemini oder was auch immer man möchte, in den kostenlosen Versionen. Also da braucht man auch keine extra Lizenzgebühr bezahlen. Und dann sagt dieser Prompt, liest das Datenblatt aus und diesen Prompt füge ich dann wieder ein und habe dann
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens quasi ohne abzutippen jeden Wert gefüllt, inklusive chemikalischer Beständigkeiten.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm, mhm.
Jens: Jens Also du hast...
Jens: Jens Ohne viel zu tippen, hast du eine ganz große Menge an Informationsgewinn, die du dann untereinander mit deinen Filamenten vergleichen kannst.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens So in diese Richtung geht es. Und da baust du dir nach und nach deinen Erfahrungsschatz auf, dokumentierst
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens deine Erfahrung, hast diesen Mehrwert, auch PETG, zum Beispiel, unterschiedlicher Hersteller miteinander zu vergleichen.
Jens: Jens Auch das ist ja möglich. wenn Manfred den Filamentpilot nutzt, würde ich sagen, freut sich der Chef.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ich glaube, da freut sich nicht nur der Chef, sondern da freut sich auch jeder andere, der im Nachgang kommt und denkt sich, der Manfred war ein richtig cooler Typ, weil er hat nämlich alle Daten dort drin reingepackt. Der hat Ergebnisse reingepackt, der Datenblätter reingepackt. Und man müsste eigentlich nur noch in diesem kopierten Gehirn von Manfred, was im Filamentpilot steckt, man das so sagt, nachgucken und hat eigentlich auf alles eine Antwort, wie das damals war oder was man in Zukunft tun muss.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Somit werden all diese Daten, die man früher sich so gedacht hat, da verändere ich einfach nur diesen Wert, weil bei diesen Teilen müsste man das irgendwie so machen. Kann man ja im Endeffekt jetzt nachvollziehen, dass man es gemacht hat. Und ich finde es eine gute Sache, weil es einerseits eine Arbeitsanweisung ist für zukünftige Aufträge, wenn man doch vorher reinguckt. Und der tollste Moment ist ja eigentlich immer der, wenn man sich dann selber erwischt und sich denkt, ja, ich habe es da eigentlich drinstehen, aber ich habe es versucht, es besser zu wissen. Hast du dich da auch schon mal erwischt damit?
Jens: Jens Jede Mal.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Jedes Mal. Was unterscheidet
Johannes Lutz: Johannes Lutz denn aus deiner Sicht, wenn wir schon an dem Punkt sind, so einen erfolgreichen Anwender von jemand, der jetzt ständig Probleme mit dem Drucker hat? Was ist denn so der Hauptpunkt aus deiner Sicht?
Jens: Jens Erfolg hat jetzt nicht das Talent, sondern ich glaube, ein wesentlicher Punkt ist, wie ich es dokumentiere. sag habe ich nur zwei, drei Materialien, sagt jeder Drucker, was soll ich mir aufschreiben, das weiß ich. Also das ist jetzt
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja klar.
Jens: Jens nicht das eine, ich drucke nur PETG, jetzt schreibst du dir aber auf,
Jens: Jens das vom Klebestift auf die texturierte Pipeplatte machen muss. davon sind wir jetzt weit entfernt. Für diese Nutzer aber, by the way, ist der Filamentpilot auch kostenlos. gerade halt reproduzierbare Teile schaffen und daraus aus ja daraus mache ich einen Prozess. Wie habe ich es beim letzten Mal gemacht, dass ich im Prinzip nach einem halben oder nach einem Jahr oder nach
Jens: Jens nach irgendeiner Zeit das Filament und da rede ich denn wirklich von technisch anspruchsvolleren Filamenten jederzeit sofort wieder auf die Platte kriege, ohne jetzt nochmal den Freitagabend da überlegen zu müssen oder probieren zu müssen, wie war das jetzt noch von 04er Düse, 06er Düse, Z-Distance oder welche? Also diese Sachen finde ich schon total wichtig.
Jens: Jens auch Zeit zu sparen, vor allem, dass man das vernünftig dokumentiert hat.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, sehe ich genauso, weil aktuell sind ganz viele ... FDM Drucker in Printfarmen bei den Unternehmen ... ... und das verwaltet dann jemand, wenn der eine nicht da ist, ... haben wir vorhin schon ausgiebig diskutiert, ... aber da kommen durchaus ja nicht nur ... irgendwelche Prototypen raus, sondern richtige Serienteile ... ... und dazu gehört genauso eine Anweisung, ... der richtigen Schritte diese einzuhalten, wie bei einer Fräsmaschine, bei einer Spritzgussmaschine, etc. Und die meisten ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ich auch dazu sagen, wir das gar nicht wirklich auf dem Schirm, weil 3D-Druck schon immer so ein Ausprobieren war. Und jetzt wird auf einmal aus diesem Ausprobieren ein richtiger Prozess, wo man nur genau schauen kann, wie man denn erfolgreich Das kannst du mir bestimmt bestätigen. Lässt man nur einen Parametersatz weg in dieser Kette an Checkliste, dann wird das Bauteil nichts. Oder es wird deutlich schlechter.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Dieser eine kleine Punkt, den man dort vielleicht falsch gesetzt hat oder die Zahl falsch gesetzt hat oder irgendwas weggelassen hat, ist dann dafür verantwortlich, dass man 100 % des Ergebnisses nicht hat. Und ich glaube, das weiß jeder, wenn Bauteile in einer Kiste zurück in die Abteilung kommen und heißt es, noch mal machen. Und dann schaut man meistens wahrscheinlich in den Filamentpilot rein und denkt sich, ja gut, dann mache ich es halt jetzt so, wie ich es damals aufgeschrieben habe, weil das Ego ja immer noch relativ groß ist in der Hinsicht.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hast du denn noch mal ein paar Praxisbeispiele, du noch nennen kannst, wo man sofort versteht, warum man den Filamentpilot jetzt am besten umgehend einsetzen sollte?
Jens: Jens Ja,
Jens: Jens Praxisbeispiele habe ich den ganzen, also eine ganze Menge, da können wir eine eigene Folge machen. Ich habe zum Beispiel von der Firma Grauz, die haben einen High Performance Polyolefin, das ist ein HPP und das ist zum Drucken etwas anspruchsvoll. Da würde ich mal zu meiner Vs Formel 9010 in Richtung 5050 gehen, also 50 Prozent Erfahrung. So und da habe ich deren Filament.
Jens: Jens habe ich hier ja regelmäßig, verarbeite ich regelmäßig, habe da Druckprofile für meine H2Cs und das klappt eigentlich hervorragend. So, jetzt haben die mir geschrieben und gesagt, haben an einen YouTuber, haben wir unser Material geschickt, der friebelt sich da schon eine Woche ab und er kriegt es nicht hin.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm, okay.
Jens: Jens Ob ich meine Profile zur Verfügung stellen kann?
Jens: Jens damit der das hinkriegt. nun hat der, das haben sie mir gesagt, ein H2S. So, und nun hab ich mit meinem, also mit dem Filamentpilot hab ich quasi das Profil in digitaler Form hab ich als Filamentprofil und als Druckprofil exportiert und hab denen das zur Verfügung geschickt, sodass er beim Import sagen kann, nicht H2C, sondern H2S, der Extruder, die Extruder.
Jens: Jens Mimik ist ja gleich, das heißt Max Flow Rate und alles ist gleich. Und man höre und staune, der hat gedruckt und direkt Erfolg gehabt. Also der hat ja nicht nur das Druckprofil gekriegt, sondern der hat mein Filamentpilot Neutralformatprofil
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens gekriegt, wo ich alles reingeschrieben habe, worüber wir eben geredet haben, genau diese 50 Prozent, die
Jens: Jens ihm halt fehlten. Vielleicht hatte er 30 oder 40, aber dieses kleine bisschen Ruck, das Teil wirklich, eine gute Bewertung für Grauz daraus zu hauen, die fehlte. So. Und
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm. Mhm. Mhm.
Jens: Jens das ist halt so ein Ding, du, du, du, oder auch, haben wir noch nicht über gesprochen, du kannst mit einem Filamentpilot auch Profile vom Hersteller aus Bamboo Studio zum Beispiel in den Orca Slicer exportieren.
Jens: Jens Also das ist ein Slicer übergreifendes Neutralformat, was ich zwischen diesen Slick 3R Versionen, inklusive Prusa Slicer und von CR3D, diese ganze Palette, wo ich Profile komplett austauschen kann. Also für Hersteller an sich super cool, weil die exportieren mit ihrem vorhandenen Slicer, mit wem auch immer, erstellen
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens die Neutralformat und dann
Jens: Jens kann jeder Kunde das für seinen Drucker, für sein Profil halt verwenden. Ja, aber ich bin abgeschweift.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Alles gut. Ich finde es extrem gut, weil diese kleinen Informationen, die jetzt im Endeffekt gefehlt haben, haben dafür gesorgt, dass der YouTuber in deinem Beispiel jetzt auch einfach ein geiles Ergebnis bekommen hat, weil ein paar Informationen gefehlt haben und diese Informationen waren jetzt einfach Erfahrung von deiner Seite aus, die er vielleicht sich hätte schwer erarbeiten müssen oder er hätte viele Freitagabende verbracht, dann doch die ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz die kleinen Hinweise auch mitnehmen zu können ... oder selber herausfinden zu können.
Jens: Jens Nur im
Jens: Jens Endeffekt wäre es ihm wahrscheinlich piepegal gewesen. Er hätte wahrscheinlich gesagt, es funktioniert nicht. Das Material ist Mist. Macht ein Video und zerreißt eigentlich ein super technisches Material. Und ja, nur weil ihm die Kompetenz in Anführungsstrichen fehlte oder die Erfahrung in dem Falle, die Geduld, wie auch immer man das beschreibt.
Jens: Jens sich die Zeit dafür zu nehmen, das hinzukriegen. Und es ist nicht so, als ob nicht schon Informationen mit rausgegangen sind. Aber als
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens als Hersteller, die haben sich schon bemüht. Und da habe ich extra noch mal gefragt, habt ihr auch und habt ihr auch das und habt ihr auch das? Ja, aber
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm. Mhm.
Jens: Jens an irgendeinem an irgendeiner Stellschraube hat es da halt gefehlt und und dann halt halt mit dem Filament Pilot.
Jens: Jens Komplettprofil mit dem Komplettpaket, was ich mal, wie du es ja auch schon vielleicht beschrieben hast, zu übertreiben, bestimmt über 95 Prozent der Informationen ist, die ich brauche, einen Teil erfolgreich zu drucken. Ohne jetzt viel Lehrgeld zahlen zu müssen. Wird ja interessant auch
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, absolut.
Jens: Jens für teure Materialien. Wenn ich das eben noch einschieben
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens kann. Ich hatte jetzt eine Anfrage.
Jens: Jens Das war PEEK. Die
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens hatten Teile aus PEEK und dann hieß es ja hier, PEEK ist sehr teuer, gibt es da eine Option, die wurden gedreht und gefräst und dann geteilt und dann haben wir geguckt, wie ist die Belastung, wo ist da jetzt genau. Und ich habe dann auch im Filamentpilot die Möglichkeit, Materialien zu vergleichen wie mit dem PEEK und gucke dann, was ist bei Druck eine gute Option. PPS CF ist der kleine Bruder von PEEK.
Jens: Jens Das lässt sich dann schön vergleichen. kannst du dem Kunden dann zeigen, gucke mal, Peak ist hier und PPS liegt sehr nah bei, aber ist deutlich günstiger. dann hast du halt da die Möglichkeit, sagen wir mal, dem Kunden auch klar zu machen, dass das sehr gleich ist. So, dann hatte ich auch geguckt in diesem Falle, was kann man denn da als Supportmaterial nehmen?
Jens: Jens Da hatte ich dann gegoogelt und die KI befragt und ausgequetscht und gesagt, dass du extra Supportmaterial kaufen Dann habe ich in einem kleinen YouTube-Shorts-Video gesehen, hat einer ABS genommen. Das war so ein 15-20-Sekunden-Video. Da ich, cool, da hat der Algorithmus mich ans richtige Ziel geführt.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hab ihr geholfen!
Jens: Jens Das habe ich probiert. Klappt super mit ABS und PPSCF.
Jens: Jens Ja, das habe ich mir jetzt notiert und ja, ist doch super geil.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, steht jetzt für immer in deiner Datenbank drin und das nächste Mal, du das Material wieder benötigst und sagst, du möchtest ein anderes Material als Stützstruktur verwenden, dann weißt du ganz genau, was du in Zukunft dafür verwendest. Alleine schon die Funktion zu haben, seine ganzen Materialien miteinander zu vergleichen in diesem Spinnennetzdiagramm, habe ich ja auch gesehen, es ist richtig stark, weil man sofort sieht, der Kunde hat zwar dieses eine Material, braucht aber dort bestimmte Eigenschaften, mit dem anderen Material auch
Johannes Lutz: Johannes Lutz ... im Endeffekt verarbeitet werden. Und dann geht man natürlich her ... und versucht sich als Dienstleister natürlich durchzusetzen, ... ihnen dort weiter zu helfen, anstatt jetzt auf ein teueres Material zu gehen oder auf einen super aufwendigen Prozess. Bei Peak Bauteile drucken, das kennt ... ... vielleicht noch nicht jeder, ... aber das ist ein sehr aufwendiger Prozess und das muss ja auch ... im Endeffekt dann auch alles passen. Hast du noch ein Beispiel oder sowas? Weil das sind ziemlich coole Beispiele, die du jetzt gebracht hast. Oder ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz Wenn du sagst, du hast eher so Aha-Momente. Was sind so die größten Aha-Momente von den ... den Nutzern, die jetzt den Filamentpilot schon einsetzen?
Jens: Jens Ja, Aha-Momente. Also, das hört sich ja, wenn ich so erzähle, was man da alles eingeben muss, und hier machst du da und machst du da, hört sich an einer
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm. Mhm.
Jens: Jens fürchterlichen Tipperei und eigentlich wahnsinnig viel Wissen an, ist es aber gar nicht. Also, ist an sich ... Du kannst es bestätigen, wenn ich richtig bin, mit wenigen Klicks hast du eigentlich diese ...
Jens: Jens Intuitiven Auswahl und Umschaltfelder hast du eigentlich angeklickt. Zum Beispiel hier für meinen H2C habe ich ja Highflow und Standardnuseln. In der Regel drücke ich 06. 06er Nusel. So, da trage ich mir natürlich ein für PETG. Das drücke ich mit der Highflow Düse. So, das ist was, was ich natürlich weiß. Aber wenn ich morgen nicht wieder da, nicht wiederkomme und mein Kollege kommt, dann sieht er, okay, PETG.
Jens: Jens hat er immer mit der Hi-flow Düse gedruckt und das so. Ja, und das sind halt, ja, vielleicht ein Aha-Moment, dass man das vielleicht auch unterschätzt,
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens was die Software kann. Dass man so einem Typen wie mir, der eigentlich mit Softwareprogrammierung nichts zu tun hat, denkt, ja, der Junge
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens hat eine App programmiert. Alles klar.
Jens: Jens Ist ja auch, sagen wir mal, eher ungewöhnlich. Aber das sind, ich, so Aha-Momente. Dann, ja Aha-Moment, glaube ich, ich habe in dieser Software ist zum Beispiel auch die Funktion drin, dass du mit einem QR-Code, der dir angezeigt wird, die Daten sowie die technischen Datenblätter und deine Erfahrung, die du am Drucker brauchst. Also ist ja toll, dass du das alles am Rechner...
Jens: Jens Siehst aber, wenn der Kollege, der nun in der Fertigung ist, wenn es jetzt ein größerer Betrieb ist, am Drucker steht, dann kannst du den Netzwerkmodus nutzen und hast denn die ganzen Daten, die du auch vor Ort brauchst, siehst du am Handy und hast quasi auch das Mobil dabei. Oder du kannst dir den Spickzettel, habe ich das genannt, ausdrucken, wo alle Daten draufstehen, auch die technischen Daten.
Jens: Jens Also wo sämtliche Daten draufstehen, die du eingepflegt hast, die Daten, die für dich nicht relevant sind oder die du noch nicht weißt, die werden auch gar nicht abgebildet.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ich kann mir das gut vorstellen. Wir sind im Anfang des Jahres, haben wir eine Reise nach Afrika gemacht, nach Südafrika. Und dieses Ticket, was man dann bekommt, wenn man eingecheckt hat, das ist so unübersichtlich, habe ich mir gedacht, da so viele Leute reisen da am Tag. Und wo steht jetzt die Flugnummer, wo ist die Sitzplatznummer und so weiter und so fort. Ich habe mir diesen Spickzettel bei dir angeguckt und dann habe mir gedacht, die können sich echt was von dir abgucken, weil
Johannes Lutz: Johannes Lutz alles sofort auffindbar ist. Man sieht auf den ersten Blick, wo es war, es zu finden. Das ist zum Beispiel eine Sache, die mir extrem aufgefallen ist. Die Materialvergleiche finde ich zum Beispiel richtig gut. Oder diese Änderungsverfolgung, die mit drinnen ist bei dir. Allein schon zu wissen, ... man hat damals dort was verändert, ... aus einem bestimmten Grund auch immer, ... ... ist schon mal eine super wichtige Information. Man weiß es manchmal gar nicht, wann man es verändert hat, ... weil ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz Wenn man weiß, wann man was verändert hat, dann kann man immer noch eine Rolle rückwärts machen und kann sagen, dann probiere ich so, wie es damals war. Vielleicht funktioniert es ja dann, wenn irgendwas anderes noch schief gehen würde. Also du hast aus deiner, ich sag mal täglichen Arbeit, alle die Dinge, die dich nerven, extrem gut gefunden. Filamentpilote ist am PC, laufe ich zum Drucker, habe ich wieder 20 Meter machen müssen, laufe ich wieder zurück. Okay, ich brauch's mobil.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ich glaube, sind alles so Dinge, besonders auch bei vielen 3D-Druckdienstleistern, die täglich damit arbeiten, die sich dann zurück erinnern müssen, ich habe da mal einen Auftrag mit dem und Spezialmaterial gemacht, ich habe das mal gekauft, keine Ahnung, wie ich das gemacht habe, muss mich noch mal reindenken. Und dann ist das Ganze so weit, dass man sich denkt, hier hat man die Teile mit dem teuren Material jetzt zwölfmal gedruckt. Was durchaus vorkommt, ich weiß das von vielen Dienstleistern, weil man nicht richtig damit arbeitet, hätte man einen Spickzettel gehabt, wo man einfach kurz nachschaut, dann hätte man von Beginn an
Johannes Lutz: Johannes Lutz Vom ersten Schuss schon alles hätte sitzen, wenn man es so sieht.
Jens: Jens Ja,
Jens: Jens ich sag, das sind ja auch die Rechnung vom Drucker. Hast du, sagen mal, einen Supportfall? Wo ist die Rechnung? Auch diese ganze oder Ersatzteile. Das hab ich da halt alles reingemacht. Das waren halt diese tausend Schmerzen, diese tausend kleinen Sachen, wo ich dachte, mein Gott, entweder bist du zu unordentlich oder du findest halt nicht so gut.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hahaha.
Jens: Jens Aber immer, wenn du das jetzt wissen musst, oder was war das, hab ich da halt auch so eine Ersatzteil.
Jens: Jens und Druckerverwaltung mit reingebaut, dass du halt sagen kannst, mit einem Shopping-Link, das ist genau das Hotend, das ist meinetwegen der Riemen. Und diese ganzen Sachen, die du so im Gebrauch hast, kannst du da halt abspeichern mit entsprechenden Links und zugriffen, dass du halt mit einem Klick oder dass jeder mit einem Klick genau weiß,
Jens: Jens was ich da exakt brauche. Und das ist bei Filamenten auch mit dem Shopping Link. Und das habe ich halt alles so, weil ich es einfach als praktisch empfunden habe.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens so ist das halt alles gewachsen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, gucke gerade nebenbei, habe ich den Filamentpilot, ist gerade offen. Ich habe gerade auch mal reingeguckt, habe mal ein bisschen durchgescrollt, was man alles an Möglichkeiten hat einzutragen. Materialien, Spezifikation, Stützen, Materialkombination. Das Thema Glätten ist mit dabei. Die ganzen Druckparameter, dann die ganzen Basisdaten. hast alle, das darf ich dir vielleicht vorwegnehmen, auch unterschiedliche.
Johannes Lutz: Johannes Lutz ... Farben, den ganzen Kennwerten gegeben, ... welche darf man ändern, welche werden übernommen, ... welche sind aus dem Datenblatt, etc. Also, ich war echt erstaunt, deswegen ... spreche ich auch so gut über deine Software jetzt gerade, ... ich finde das echt super, ... weil es sehr vielen Leuten ... immens viel Zeit und Arbeit spart, ... hin und her zu laufen und ... man kennt es selber auch, ... ist irgendwas kaputt ... und die meisten sagen dann, ... ... wo ist jetzt dieses Bauteil, ... ich muss es jetzt bestellen, ... dann muss ich es online raussuchen, ... der Link liegt im Filamentpilot parat.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Man muss es nur an den Einkauf weiterleiten ... ... und derjenige freut sich dann entsprechend auch schon drüber. Na, dabei.
Jens: Jens Ich glaube, Schmerzen,
Jens: Jens die ich hatte, kennt jeder. Und da verspreche ich mal, das ist vielleicht wie die Ibuprofen für den 3D-Drucker, die ist erst mal gut gegen vieles.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens Und wenn da jemand noch eine Idee hat oder sagt, Mensch, ich hätte gerne, dann sehr, sehr, sehr gerne Rückmeldung, dann kriegen wir das da auch bestimmt noch reingebaut, weil mir macht es einfach in erster Linie richtig, ich habe da richtig Bock drauf.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Aber ich kann eines vorwegnehmen, jemand der da drin auch wirklich einen Fehler sucht, der muss lang suchen bis er was findet. Und wenn er was findet, bist du auch sehr dankbar. Das hast du mir vorhin auch erzählt, dass du es auch gleich anpasst, weil jede gute Idee natürlich bewertet wird und mitgenommen wird in dem Fall. Jetzt geht es den ein oder anderen der sagt, jetzt habt ihr da so toll über den Filamentpiloten gesprochen. Wo kann ich mir das Ding runterladen? Wie komme ich dazu? Wie weit ist das Ding entwickelt? Vielleicht kannst du da noch mal ein Stück weit drauf eingehen. Wie?
Johannes Lutz: Johannes Lutz Wie komme ich denn jetzt zum Filamentpilot, wenn ich einen haben will?
Jens: Jens Also du gibst in die Suchleiste www.filamentpilot.com ein und kommst dann auf meine Seite. die Software zurzeit ist nur für Windows ausgelegt, weil ich wirklich komplett neu in diesem Bereich bin und jetzt nicht gleich jeden Linux und Mac Nutzer glücklich machen wollte, sondern wirklich erst mal meine Kompetenz in dieses eine lauffähige System stecken wollte. Und im Moment mache ich
Jens: Jens das als Beta-Version. Ich habe 60 Tage, steht die Software zur freien Verfügung. Also man gibt seine E-Mail-Adresse an, kriegt direkt einen Zugangscode zugeschickt und trägt den ein und hat dann halt 60 Tage lang kostenlosen Zugriff auf alle Funktionen von dem Filamentpilot für fünf Rechner in seinem Netzwerk. Wenn das denn abläuft und diese 60 Tage rum sind, dann
Jens: Jens fällst zurück auf diesen Free Nutzer und du siehst dann als als freier Nutzer PLA, PTG und TPU. Es werden keine Daten gelöscht, sondern die sind sind einfach nicht mehr sichtbar. das was ich dann speichere, hast du die Daten oder ich kann es nur empfehlen für Firmen auf dem SharePoint Verzeichnis, auf dem Netzlauf Netzlaufwerk bei OneDrive, bei Google Drive oder wo auch immer.
Jens: Jens und verknüpft jeden Rechner mit der Adresse der
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens Daten des Filamentpiloten. So hast du auf allen Rechnern in einem Unternehmen zum Beispiel oder in deiner Werkstatt hast du auf allen Rechnern die gleichen Datenbasis und so kann jeder mitwirken und seine Erfahrungen quasi dort eintragen.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, ja.
Jens: Jens So ist das im Moment und diese Beta ist mir halt auch wichtig, dass ich dann
Jens: Jens wirklich Feedback bekomme und sage, wenn ich da, ich habe noch eine Idee oder ich habe da was gefehlt, freue mich da immer über nette Kommentare, über
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens nette Zuschriften. Und wie gesagt, so soll das Projekt halt wachsen und gedeihen. Und ich hoffe da möglichst viele Schulen, Hochschulen, Dienstleister, Unternehmen und jeden Anwender oder vor allem auch die Hersteller.
Jens: Jens Nochmal
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens hier der offizielle Aufruf Hersteller. Das ist euer Ding, auch Support zu sparen und nicht drei Slicer verwalten zu müssen, sondern einen und dann in jeden Slicer zu schreiben. das
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens ist eigentlich, dank ich finden sich ganz, ganz viele in dieser Software wieder und würden sagen, ja, das ist eine coole Sache.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Eigentlich wäre es das perfekte, wenn ein Filamentlieferant auch gleich die Daten beim Filamentpilot auch gleich mitliefert, dann ist die Chance, dass das Druckergebnis dann super wird, passend zum Drucker natürlich auch super hoch. Man wünscht sich das natürlich immer, wenn man ein Produkt kauft, dass derjenige sofort Erfolg damit hat. Was ich besonders gut finde ist, wenn man allein mal nachrechnet, wie viel Zeit man sucht, wie viel Zeit drauf geht, irgendwas auszuprobieren. Das kann man meistens
Johannes Lutz: Johannes Lutz wenn man das nachrechnet, gar nicht glauben, ... wie viel Geld das ist, ... wenn in Stunden, wie viel Zeit man da reinsteckt ... ... im Vergleich ... zu dem, was man in den Filamentpilot ... investieren muss ... ... oder investieren sollte in dem Fall. Also ganz klarer Aufruf von meiner Seite aus, ... wer in Zukunft relativ flink und clever seine Teile drucken möchte ... und einfach ... gar keine Lust mehr hat auf irgendwelche ... ... unvorhergesehenen ... Problemchen, die auf einen zukommen, ... der sollte sich auf jeden Fall den Filamentpilot ...
Johannes Lutz: Johannes Lutz ein, zwei Fragen habe ich noch an dich und zwar, was wird sich vielleicht noch in den nächsten Jahren weiterentwickeln? Was hast du noch ein bisschen so im Blick vom Filamentpilot? Hast du noch irgendwie so eine Roadmap oder so?
Jens: Jens Ja, also ich habe natürlich Großes vor, ist klar. Und
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm, mhm.
Jens: Jens ich hoffe jetzt auch aufgrund der Vielzahl der Slicer und dieser ganzen Forks von dem Fork. Und wenn ich dann überlege, ja mittlerweile macht ja jeder Hersteller seinen eigenen Slicer und brandet das irgendwie. Wie gesagt, ist das mit dem Neutralformat, wie ich das vorhin schon sagte, speziell für Filamenthersteller, die keine eigene Maschine mitliefern, ist das natürlich ein
Jens: Jens super Sache. Zudem ist die Community, da stelle ich mir, das ist auch im Filamentpilot so schon angeteasert, stelle ich mir vor, dass wir, wenn wir 100 Leute haben, die mit einem Drucker, mit einem Filament und ihrem Setup sagen, das Profil läuft bei mir richtig gut.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens So, dass du dann so eine Art Auswertung kriegst, dass
Jens: Jens im Prinzip der Fremde, also wenn ich noch nie PPS gedruckt habe, im Prinzip den Filamentpilot nehme und sage so, ich guck mal nach PPS, alle Daten, den Nutzer siehst und sagen kannst, guck mal, die meisten 80 % drucken PPS auf der Engineering Plate mit Klebestift, ne 0,6er Düse mit Bauraumheizung, ne? Und also, dass du im Prinzip
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens schon weißt, ich brauch gar keine Angst vor PPS-CF haben, obwohl das so
Jens: Jens teuer ist in Anführungsstrichen. Alles an Informationen habe ich von Praktikern für mich und kann im Prinzip da super mitarbeiten. Für die Hersteller nur noch mal die Ohren gespitzt. Ich habe auch dieser Herstellermodus beinhaltet, auch dass ihr euer Logo dort aufbringen könnt auf dem Spickzettel. Also das ist denn ein
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens gebrandeter Spickzettel.
Jens: Jens Ja, also es sieht nicht alles nach Filamentpiloten aus, diese Daten sehen dann aus wie eure Daten, dass ihr da halt eure Kunden glücklich machen könnt mit viel mehr Daten, als ihr eigentlich
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hm? Hm?
Jens: Jens bisher transportieren könnt. Support sparen und ja, das ist halt ein Tool, was auch einen kleinen Filamenthersteller auf Augenhöhe bringt mit den großen Herstellern, die ihre Profile gleich mitliefern. Hört sich jetzt ein
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens bisschen crazy an, aber
Jens: Jens Das ist dann so die Roadmap, die dahinter steckt, weil halt diese ganzen Brücken dazwischen einfach einbrechen. Und das ist halt so die Roadmap, dass wir ganz viele Leute finden, die ihre Erfahrungen da teilen, die erstmal ihre Erfahrungen dokumentieren und wir dann damit weiterleben, dass wir ganz viele Hersteller mit an Bord kriegen. Und dann denke ich...
Jens: Jens Kann das ein richtig cooles Projekt werden?
Johannes Lutz: Johannes Lutz Hm, hm, glaub ich auch. Du hast gerade so erzählt, dass alle Daten parat liegen beim PPS, mit welcher Düse und welche Bauplattform und so weiter. Ich wette mit dir, auch wenn es vorliegt, es gibt immer noch Leute, es trotzdem versuchen, anders zu machen, weil sie ihr Ego durchdrücken wollen, aber dann wieder zurückkommen und sagen, jetzt probiere ich es einfach mal, wie es in der Anleitung steckt. Weil die kenne ich natürlich aus der ganzen 3D-Druckbubble, weil man selber glaubt, es besser zu wissen. Ich kann aber nur eins sagen, wenn es 100 Leute tolle Erfahrungen haben.
Johannes Lutz: Johannes Lutz dann muss man dort schon sehr viel anders machen, wenn die eigene Erfahrung dann doch nochmal, auch wenn man Anfänger ist, dann nochmal besser ist in der Hinsicht. Ich habe noch ein, zwei persönliche Fragen und zwar die stelle ich immer am Ende jeder Podcast-Folge. Beende doch mal folgenden Satz, 3D-Druck ist für mich.
Jens: Jens Ja, 3D-Druck ist für mich das Handwerk zurück im Konstrukteur.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens ich hab, mit Liebe war ich Werkzeugmacher und hab dann auch später an einem Fünfachsfräser gefräst und ich fand es immer total geil, deinen Teil entgratet und komplett mit coolen Oberflächen abzugeben.
Jens: Jens Und im Büro ist mir das halt total abhanden gekommen. so eine Excel-Liste hat zwar ihren Wert, aber so und durch den 3D-Druck habe ich mir genau das halt wieder zurückgeholt mit den Specs von früher, aber halt mit den Funktionen, die oder mit der Funktion, der ich jetzt stecke und ich finde es total geil, Teile zu drucken, die denn an 40 Tonnenbänken, an
Jens: Jens 300 Tonnen Ziehmaschinen oder 800 Tonnen Drückböcken eingesetzt werden, wo man dann sagt, eigentlich an solchen großen Industriemaschinen oder an solchen schweren Maschinen hätte ich so ein 3D-Druckteil eigentlich gar nicht gesehen. das ist halt der 3D-Druck, der für mich quasi mir so ein bisschen mein erlerntes Handwerk in neuer Form zurückgibt.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, das ist echt schön zu hören. echt schön zu hören. Jetzt hast du gerade schon ein paar Bauteile genannt. Was war denn so dein beeindruckendstes Bauteil, was du aus einem 3D-Drucker genommen hast und je in der Hand hattest? Gibt's da eins oder gibt's da mehrere?
Jens: Jens Ja, da gibt es sicherlich mehrere. coole Sache war, da hatte ich mal ein Bauteil, das war jetzt auch nichts Wahnsinniges. Das war ein Teil von einem, lasst mich überlegen, ich glaube, ein Lancia Stratos. Also da hat mich jemand angerufen und gesagt, hier, ich habe gesehen hier in der Nähe, du kannst 3D-Druck, kannst du einen 3D-Teil einscannen? Ich sage nein, ich zeichne zu Fuß, aber ich kann das nachkonstruieren.
Jens: Jens Das ist mein tägliches Brot, das kriege ich hin. Dann hatten die einen Teil aus einem Lancia Stratos, für die, die es kennen. Das ist ein Auto, das gibt es nur 300-mal. Also ist tatsächlich ein Auto von richtigem Wert. Das war so ein Türeinsatz, und der war total auseinandergebrochen. Das Ding habe ich nachkonstruiert mit ganz vielen Nuten und Taschen. Das war wahnsinnig kompliziert. Da hatte ich auch noch gar keinen ...
Jens: Jens Multi-Extruder-Drucker, sondern alles mit klassischem Z-Support. Und dann die Sachen, ich brauch das Teil aber ganz schnell, weil wir auf eine Rallye müssen mit dem Ding. Und dann war ich natürlich angefix und dann hab ich dieses Teil gedruckt. Ich bin da natürlich erfahren in diesen Reparatursachen. Hat das halt super geklappt und die konnten das Teil einbauen. Ich sag, Leute, ich möchte gerne Fotos.
Jens: Jens Ich muss das sehen, wie das Teil nachher drin ist. Und das macht natürlich riesig Spaß, wenn du dann sagst, ob das alles mit den Bohrungen und mit den Kanälen und ob das alles
Johannes Lutz: Johannes Lutz Mhm.
Jens: Jens so hinhaut. Und das hat riesig Spaß gemacht. Und das war so mit das emotional beeindruckendste Teil, weil der Rest ist mein Tageswerk. Das sind halt für
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja.
Jens: Jens Maschinen, die du baust, sei das das...
Jens: Jens Aber wenn dann so eine gewisse Emotionalität mit reinkommt, dann ist das schon geil.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Ja, richtig stark. Also die Geschichte ist auch richtig stark, weil derjenige freut sich tierisch, weil er jetzt doch das Bauteil hat. Du konntest dem weiterhelfen. Hoffentlich haben die auch noch eine gute Zeit gefahren auf dieser Rallye. Kann ich sagen, du warst mit dabei in der Hinsicht.
Jens: Jens Ja, genau.
Johannes Lutz: Johannes Lutz Jetzt noch die allerletzte Frage. Jens, wenn du den Hörern dieser Folge so drei Dinge mitgeben würdest als Zusammenfassung, was wäre das so aus deiner Sicht das Wichtigste zum Filamentpilot und das, was wir heute gesprochen haben?
Jens: Jens Die wichtigsten drei Sachen, das haben wir jetzt lange beschrieben, die mindestens 30 % Erfahrung, die ich dokumentieren sollte, stabil zu drucken. Und wo ich meine Erfahrung in den Filamentpilot hineingebe. Der Pilot, nur dass das alle richtig verstehen, dokumentiert deine Erfahrung.
Jens: Jens nicht meine. Also das ist denn, das individualisiert sich jeder so, wie er das für sich braucht. So dann würde ich sagen, die zweite Sache, die man mitnehmen sollte, mach nichts zweimal falsch. Sondern lieber
Johannes Lutz: Johannes Lutz Beim zweiten Mal das Absicht.
Jens: Jens machst du das eine Mal richtig und dann nochmal richtig. Ja, und dann, glaube ich, unterschätzt man, wie du das eben schon gesagt hast, die Zeit.
Jens: Jens die du in diese Versuch, Irrtum und Erfolgsnummer steckst und wo du immer Versuch, Irrtum, Versuch, Irrtum in einem Druckprofil dokumentierst und den Erfolg aber dann vergisst zu dokumentieren. Und genau dafür
Johannes Lutz: Ja.
Jens: ist der Filamentpilot gemacht und noch für viel mehr.
Johannes Lutz: Okay, perfekt. Dann würde ich sagen, jetzt haben wir wirklich alles ... auch wirklich durchgenommen und drangenommen und besprochen. Ich würde einfach sagen, jemand, der jetzt da ... wirklich Interesse hat zu sagen, ich brauche den jetzt sofort ... ... oder hat noch ein paar Rückfragen, der kann dich ... auf deiner Website kontaktieren. Bei LinkedIn gehe ich davon aus, kontaktieren ... entsprechend und dir auch all die Fragen stellen, wenn er dort noch Rückfragen hat.
Johannes Lutz: Wir werden alle Informationen hier im Podcast, in den Show Notes entsprechend dann zur Verfügung stellen. Dann sage ich, Jens, vielen lieben Dank für deinen Input ... und dass wir hier ein weiteres tolles Tool haben, ... es den Leuten, die einen 3D-Drucker haben, ... einfacher und stressfreier machen in dem Fall. Schön, dass du dabei warst.
Jens: Vielen, vielen Dank.
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