#393 Großraum 3D-Druck: Zwischen Glücksspiel und Prozesssicherheit

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit meinem Gast Erik Dieckmann von Mach-3D darüber, warum Prozesssicherheit im Großraum-FDM-Druck oft wichtiger ist als reine Druckgeschwindigkeit. Gemeinsam beleuchten wir die größten Herausforderungen bei der Fertigung großer Bauteile, typische Fehlerquellen und die entscheidenden Faktoren für wirtschaftliche und zuverlässige Produktionsprozesse. Außerdem erfahren Sie, wie Unternehmen Nacharbeit, Ausfälle und Produktionsrisiken reduzieren können und warum die richtige Technologie über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheidet. Eine spannende Episode für alle in der 3D-Druck-Branche, die additive Fertigung effizienter, skalierbarer und profitabler gestalten möchten.


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Transkript anzeigen

00:00:15: Willkommen zum Dreidedruck Podcast, dem Technologie-Podcast rund um alle Aspekte der additiven Fertigung.

00:00:22: Egal ob du neu im Dreiddruck bist, ob Du Anwender bist und schon erfahrene Anwänder oder Dreidendruck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant.

00:00:30: Weil hier geht es nicht nur darum den Dreideadrucker im Unternehmen zu besitzen sondern ihn wirtschaftlichem Unternehmen einzusetzen.

00:00:37: Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Interview-Podkasfolge weil sie trägt den Titel Großraum dreidedrück Zwischen Glücksspiel und Prozessicherheit.

00:00:47: Und ich freue mich ganz besonders heute auch meinen Gast, mein Interview-Gast vorstellen zu können.

00:00:51: – ganz kurz zum Knab!

00:00:53: Das ist Erik Diegmann von Macht.id.

00:00:56: Erik, ich freu' mich echt dich hier im Podcast zu haben.

00:01:00: Ihr habt was ganz Tolles gemacht, ein Großraumdreideedrucker.

00:01:02: Da können wir jetzt gleich nochmal genau drüber sprechen wie die Reise dorthin war und was ihr dort alles so erlebt habt.

00:01:09: Aber stelle dich doch einmal ganz kurz vor Wer seid ihr bei Macht-HD und was macht ihr denn genauer?

00:01:16: Ja, erstmal danke für die Einladung.

00:01:19: Ich bin seit vier Jahren Gründer und Geschäftsführer von Macht-HHD.

00:01:24: Wir sind ein Fertigungstienstleister, damit haben wir ursprünglich angefangen Im Prinzip wie viele andere auch in dem Bereich Ursprüngliche im Keller angefangen als Erwerb neben der Freiberuflichkeit Stück für Stück eben aufgebaut, vor vier Jahren war das noch eigentlich relativ einfach möglich.

00:01:45: Und nach einem Jahr hatte ich dann die erste Liegenschaft mit den ersten Mitarbeitern und dann sind wir in dem Bereich Bildungsdienstleistung gegangen mit der Machtradie Akademie, die bis heute immer stetig gewachsen ist und natürlich unser Maschinenbau.

00:02:06: Das ist jetzt halt eigentlich unser Schwerpunkt vom Machtradee.

00:02:10: Wir stellen drei D-Drucker her.

00:02:12: In Deutschland für Dienstleister, für alle die eine professionelle Maschine brauchen, die auf diese vertrauen können.

00:02:22: Ihr macht ja auch selber auch Dienstleistung und es steckt ja richtig viel Knowhow dahinter.

00:02:25: wenn du sagst ihr habt noch ne Akademie sozusagen dahinter euch nimmt man vielleicht von außen gar nicht so groß wahr aber ihr seid richtig viele Leute die sich dort täglich extrem mit dem Thema drei d Druck beschäftigen.

00:02:39: Das habe ich schon ganz schön wahrgenommen.

00:02:42: Wie ist denn dann aus deiner Sicht so die Idee entstanden, einen Großraumdrucker zu bauen oder zu entwickeln?

00:02:49: jetzt erstmal?

00:02:51: Die Idee kam nachdem wir unseren ersten Großraum-Drucker tatsächlich eingekauft haben.

00:03:00: Wie viele haben wir damals eben von ModX eine Maschine gekauft?

00:03:04: Die haben wir dann geliefert bekommen, zusammengebaut.

00:03:08: Im Prinzip ist das eine Maschine wie so ein großer Vorran eigentlich ein großes Fest für Techniker und Geeks um das Teil zusammenzubauen, um dann nachher eben eine Maschine zu haben die dann eigentlich prozesslicher funktionieren soll.

00:03:24: So zumindest ja die Versprechungen.

00:03:27: am Ende hat mich das Ding etliche Arbeitsstunden und viele graue Haare gekostet.

00:03:35: Wir hatten damals diese Maschine einfach beschafft, weil es damals so aussah, dass der Großraum-DDruck eben ein sehr lukratives Geschäftsfeld für Lohnfertigung ist.

00:03:49: Ist das absolut?

00:03:51: Allerdings ist dann immer die Frage wie steigt man da ein?

00:03:57: Die niederschwelligste Antwort war damals eine Modix.

00:04:01: Kann man so sagen... Wie gesagt, es ist ein Bausatz der wird geliefert.

00:04:04: Man baut ihn auf Krossenpunkt um die zwanzig k. okay für einen Einstieg dachte ich mir.

00:04:09: so also gesagt getan umgesetzt.

00:04:12: dann hatten wir unsere ersten Aufträge.

00:04:14: und ja Dann hat die Realität relativ hart zugeschlagen Und hat ihnen dafür gesorgt dass Aufträgen nicht erfüllt werden konnten weil die Technik nicht funktioniert hat.

00:04:30: Und das hat uns Mich besser gesagt nach zahllosen, schlaflosen Nächten dazu zum Nachdenken gebracht und gesagt Mensch es ist im Prinzip eigentlich ein einfaches Dreiax-System.

00:04:42: Das kann ja eigentlich nicht so schwer sein eine Maschine selber zu bauen.

00:04:47: Ich bin von hause als Maschinenbau Ingenieur, ich bin gelente Mechatroniker.

00:04:52: Es muss ja machbar sein.

00:04:54: Also haben wir dann gesagt gut für unsere eigene Fertigung bauen wir halt eben mal einen Drucker.

00:05:00: Man kennt die YouTube Tutorials oder die ganzen Formate, wo Leute ihre eigenen Maschinen bauen.

00:05:07: Ich dachte mir so das kann ja nicht so schwer sein.

00:05:11: Also habe ich mir noch ein bisschen Gedanken gemacht wie so ein gutes Setting dafür aussehen kann und dann haben wir einfach losgebaut konstruiert und am Ende denn unsere Learnings daraus gezogen.

00:05:24: gerade durch den Modix der sehr viel dem User überlässt der nicht so viele Kuschelfeatures hat wie jetzt ein BamboLab, lernt man dadurch ihm menschnell sehr viel oder man nutzt die Maschine einfach nicht.

00:05:40: Und dieses Wissen haben wir dann einfach mitgenommen und daraus eben eine funktionierende Maschine gemacht.

00:05:45: Diese Maschine damals M-Cube lief dann ein Jahr durch weg bei uns in der Auftragsfertigung.

00:05:54: Wir haben sehr viele gute Learnings daraus gemacht gerade was Motion Systemen, was Bauteil, Extruder usw.

00:06:00: angeht Um dann eben auch selbstbewusst zu sagen, gut das ist interessant.

00:06:06: Das funktioniert.

00:06:08: Warum machen wir das Ding jetzt nicht so dass wir es eben auch vertreiben können?

00:06:16: Weil wir hatten damals eben genau dieses Problem Was kauft man denn eigentlich als Lohnfertiger?

00:06:22: Es muss eine Maschine sein die darf nicht zu teuer sein.

00:06:25: Ansonsten sind die Bauteile nachher so teuer Dass der Kunde sagt Können wir eigentlich auch fräsen Oder man geht halt eben hin und kauft etwas, was sehr teuer wird.

00:06:38: Weil man sehr viel Zeit braucht um den Prozess sinnvoll zu gestalten.

00:06:43: Ja

00:06:45: So so.

00:06:46: es habe ich auch mitgekriegt bei auch sehr sehr vielen Anwendern die jetzt nicht nur mit einem Modix sondern auch mit anderen Großraumdruckern gearbeitet haben.

00:06:53: Das ist eigentlich so ein.

00:06:54: warum muss sich die Maschine eigentlich ständig babysitten?

00:06:56: Und ich hab ja alles optimiert und dann läuft's doch nicht wieder so gut.

00:07:00: Und dann hängt man da so drinnen.

00:07:01: Ich glaube, du kannst die Schmerzpunkte absolut nachvollziehen.

00:07:04: Welche Schmerzwerte hatet ihr denn damals und welche von den Schmerzen habt euch am meisten belastet?

00:07:10: Wenn man es jetzt mal zu sagen kann.

00:07:12: Also damals waren wir eigentlich drei Leute in der Firma gerade zum Anfang plus ja... Wir waren nicht viele Leute.

00:07:22: Dementsprechend kann man nicht irgendwie groß schichtübergreifend arbeiten.

00:07:25: Die Aufträge sind aber nun mal angenommen worden.

00:07:27: Also möchte man die natürlich auch erfüllen.

00:07:29: und wenn man jetzt so ein großes Teil hat, das dauert halt eben Tage nicht Stunden!

00:07:36: Und in diesen Tagen kann halt immer etwas passieren.

00:07:39: also was macht man natürlich?

00:07:41: Man baut eine Kamera ein, man legt die Kamera sich auf das Handy zum gucken und dann geht eigentlich der Mindfuck erst richtig los weil man weiß es kann jederzeit irgendetwas passieren.

00:07:54: FDM ist ein furchtbar komplexer Prozess.

00:07:57: Das möchte man eigentlich immer so unterschätzen, weil moderne Geräte nehmen einen eigentlich schon viel ab.

00:08:03: Aber an und für sich ist der Prozess furchter komplexart.

00:08:06: sehr viele Parameter, sehr viele Dinge die schief gehen können.

00:08:10: Und je größer die Maschine ist, desto gravierender sind dann die Probleme.

00:08:16: Filament muss zugefügt werden.

00:08:19: Allerdings sitzt da, ist da Filamentschlauch jetzt nun aber auch einmal ein Meter lang.

00:08:24: Dieser Filament Schlauch kann sich um den Druckkopf weg, er kann einem Bauteil hängen bleiben.

00:08:30: Energiezuführung ist ein Ding die muss halt eben funktionieren.

00:08:34: Die Vibration in der Maschine Die müssen passen.

00:08:39: bei mir jetzt beispielsweise im Bauteile hat wo man sehr viele Bäume druckt ja und Man hat ein sehr wackeliges System sieht man diese vibration sehr stark nachher eben zum einen durch ghosting im bauteil aber eben auch in der Maschinenlaufzeit.

00:08:55: Weil ... Man muss sich vorstellen, man hat hier einen Druckkopf und den schießt man mit einem G tagelang durch so eine Maschine durch.

00:09:05: Nimmt mal euer Handy und packtest ne Waschmaschine!

00:09:09: Und das mal für ein Tag langen.

00:09:11: Was glaubt ihr?

00:09:12: Wie lange hält sowas du ich?

00:09:13: Das hält nicht lange.

00:09:14: Dementsprechend sind dort einfach sehr viele Prozessparameter auf die man achten musst.

00:09:20: Ich kann halt eben ständig etwas tief gehen.

00:09:22: D.h.,

00:09:22: man ist die ganze Zeit eigentlich immer so abgucken So eine halbe Stunde, guckt man.

00:09:25: Man läuft noch alles und dann ist es schlimmer wenn man abends ins Bett geht, guck mal drauf ach du Scheiße!

00:09:34: Es ist irgendetwas passiert, keine Ahnung.

00:09:36: Das Filament hat einen Clock gehabt.

00:09:38: Dann wäre das zum Beispiel PETG.

00:09:40: Es ist so ein Filament was manchmal gerne aus irgendwelchen Gründen anfängt zu clocken besonders wenn man ein langes Hotend hat Weil es gibt dieses Overcooking im Hotend selber, das ist ein Ding.

00:09:56: Das kann halt eben passieren und dann klokt die Maschine einfach so.

00:10:00: was macht man denn dann?

00:10:01: Es ist, keine Ahnung, dreiundzwanzig Uhr Die Maschine steht.

00:10:06: Man weiß ich habe eine Deadline.

00:10:08: Was macht man den Dann?

00:10:11: Ja gerade wenn man frischen Unternehmen angefangen hat Hat man nicht So Die Möglichkeit groß etwas anderes zu tun als sich an zu zehn halbe stunden in die Firma zu fahren die Maschine zu Schrabeschuten, dann rausfinden, welcher Layer denn jetzt hier gefällt hat um genau oder wieder hinzufahren und versuchen den Druck ab da an, wieder anzufahren.

00:10:36: Das ist eine Aufgabe, das hat mich gerade in Anfangszeit immens geprägt und hat mir sehr viele graue Haare einfach gekostet.

00:10:46: immer diese Umgewissheit zu haben klappt es, klappt nicht je... Schwieriger, dass Material am Ende ist.

00:10:52: Das so größere sind die Probleme, die danach entstehen.

00:10:55: Der Modix der ist okay für PLA zum Beispiel.

00:11:01: Aber dieser komplette Bauraum Wenn man den weiter aufheizen muss

00:11:05: z.B.,

00:11:06: wenn man PETG drucken möchte das sorgt dann dafür, dass die Stepper irgendwann anfangen Quatsch zu machen.

00:11:13: Es sorgt dafür, daß die Probe anfängt quatscht zu machen.

00:11:17: Bei Modix ist es so, sie haben dort eine einfache Clicky-Probe verbaut.

00:11:21: Die Clickly Pro fängt irgendwann eben an, quatscht zu machen wenn sie durchweg zu heiß ist.

00:11:29: Und dann ist es so dass die Maschine nicht sieht... ...wenn sie das Bett erreicht hat.

00:11:36: Was glaubt ihr wie das aussieht?

00:11:38: Wenn sich eine Maschine gleichmäßig durch ein einem Meter dickes Bett versucht durchzudrücken Das sieht ungefähr so aus.. ..dass man dann die nächsten vier Stunden sehr beschäftigt ist um die Maschine wieder hinzubekommen.

00:11:52: Das sind vier Stunden, in denen verdient man effektiv kein Geld und naja so kann man halt eben keinen Geschäft für.

00:12:00: Ja ja.

00:12:01: Und man vertraut der Maschine dann glaub ich auch gar nicht mehr.

00:12:03: Wenn einmal was passiert ist es wie Motorradfahren.

00:12:05: wenn man dann mal einen Unfall mit dem Motorrad gehabt hat, dann will man gleich mal immer die Maschinen tauschen weil man keinen Vertrauen mehr rein hat.

00:12:12: Und wenn man schon ein Startpunkt hatte, der vielleicht schon schlecht war mit dem Drucker egal welcher der jetzt is hat man immer so dieses, aber was ist wenn es jetzt nicht klappt?

00:12:20: Dann bleibt man ewig lang dabei stehen.

00:12:22: Ich kenne das selber auch.

00:12:23: Das sind absoluter Mindfuck!

00:12:25: Alle fünfzehn Minuten guckt man aufs Handy und man denkt hoffentlich passiert nichts.

00:12:28: und am nächsten Tag, wenn man dann drauf schaut und der Drucker dann noch läuft, dann wird's ein guter Tag.

00:12:33: Und ich finde nicht dass der Druckers entscheiden muss ob es ein gut oder schlechter Tag wird in der Hinsicht.

00:12:38: Aber du hast gerade eben das angesprochen, dass man sich auf die Maschine verlassen muss vor allem wenn man eine Dienstleistung hat.

00:12:47: Wann ist, wann wird ein Drucker plötzlich zu einem Unternehmensrisiko aus deiner Sicht?

00:12:53: Ich hab's direkt erlebt!

00:12:56: Mein erstes größerer Auftrag waren Autoteile für einen Autozulieferer der damit einfach Prototyping machen wollte.

00:13:02: War ne Auftrag.

00:13:04: Sieben K, für mich damals okay das ist groß... Das ist jetzt meine Chance.

00:13:10: ja weil man denkt hier am Anfang so ich hoffe mit einer günstigen Maschine muss ein zwei gute Aufträge machen, dann ist sie abbezahlt.

00:13:21: Wenn es mal so einfach wäre...

00:13:22: ...wenn die Maschine funktionieren würde, ist das so aber...

00:13:25: Ja natürlich!

00:13:26: In einer perfekten Welt funktioniert die Maschine und sie zahlt sich ab.

00:13:31: Diesen Auftrag hat mich wirklich fast gebrochen.

00:13:35: also Die Maschine lief an.

00:13:38: wir haben das erste Teil gemacht.

00:13:40: Es war okayisch.

00:13:41: gut, stellen wir mal das nächste Teil an kam auf einmal so die Bewusstheit, dass sich PETG über die Zeit doch relativ stark verzieht.

00:13:53: Gerade wenn man sehr großflächige Teile hat und dieser Auftrag den habe ich gerade in der Deadline noch abgeschlossen gekriegt und alle Teile weggeschickt.

00:14:09: Und dann kam natürlich das was kommen muss.

00:14:12: Man kriegt einen Claim Die Teile funktionieren nicht aus irgendwelchen Gründen.

00:14:17: Ja, was macht man denn dann?

00:14:18: Man hat das Material bezahlt.

00:14:20: Man hat seine Zeit dort reingesteckt.

00:14:22: Man muss auch von irgendetwas leben... Was macht man den dann?

00:14:27: Ist dann halt doof!

00:14:29: Und wenn man so einen Auftrag zweimal versaut ist, wenn man jetzt an der Dienstleistplattform zum Beispiel ist, dass Rating versaut.

00:14:38: Wenn man für einen größeren Kunden arbeitet, ist er weg und dummerweise sprechen die Kunden miteinander Gerade wenn man in einer Gegend ist, wo man jetzt zum Beispiel lokale Kunden betreut, die sprechen miteinander.

00:14:51: Dementsprechend kann man es lassen an der Stelle.

00:14:56: Dann kann man sich eine neue Branche suchen für die man arbeitet.

00:14:59: Ist dann trotzdem noch alles gut gegangen?

00:15:01: am Ende?

00:15:02: Weil du sitzt ja heute hier und bist ganz viele weite Schritte weitergekommen, wenn man das so sieht.

00:15:08: Das hat dich auch ein Stück weit geprägt zu sagen... So was mag ich nicht mehr.

00:15:13: Jetzt bauen wir mal so ein ordentliches Ding und ich kann mir gut vorstellen, dass es da draußen noch ganz viele weitere gibt die jedes Mal wenn sie einen größeren Auftrag annehmen oder sich denken hoffentlich kriege ich den Auftrag nicht und dann kommt er trotzdem.

00:15:24: Dann müssen Sie ihn trotzdem machen.

00:15:26: das ist so ein Bangenis im Sinne von Wenn ich das jetzt verkacke, dann ist richtig der Teufel los.

00:15:32: Hoffentlich läuft es gut durch.

00:15:34: Das ist so der Hauptpunkt dabei.

00:15:37: Ja, das schafft Resilienz.

00:15:39: Die muss man sowieso haben.

00:15:41: wenn man ein Unternehmen als Fertigungsdienstleister aufbaut... Man braucht Resilience!

00:15:47: Man muss einfach so gewisse Weise abgefuckt sein dass man halt eben sagt okay ich kann nachts halt eben noch schlafen obwohl man weiß das Ding ja auch schief gehen kann.

00:15:57: Das geht nicht anders sonst macht mir den Job nicht lange.

00:16:00: Ich kenne viele Fertigungstienstleiste auch einige die Nicht mal machen, eben genau aus solchen Gründen.

00:16:09: Und jetzt ist ja so man kann natürlich viel optimieren.

00:16:12: also viele optimieren ja ihren Drucker jahrelang und dann anderes Hotend und hier noch was und da noch was dazu drucken und dann hier noch etwas austauschen und dann Software anders drauf spielen usw.

00:16:22: Warum reicht das aus eurer Sicht nicht oder oft nicht?

00:16:25: Weil ihr habt es ja selbst durchlebt.

00:16:28: Naja nun ums ganz plump zu sagen du kannst den Ford Fiesta nicht zum Rennwagen machen Ja, du kannst denn.

00:16:39: Sei jetzt mal drei tausende Euro.

00:16:41: ELEGO Orange Gigastorm kannst du probieren zu einer Industrie Maschine zu machen aber Du wirst so viel Zeit und Geld reinstecken.

00:16:50: Du musst ja selber ins Engineering reingehen um die Maschine überhaupt hinzukriegen dass sie das tut was sie soll und deine Zeit kostet Geld.

00:17:01: Und es hat ein Grund warum Maschinen Warum solche Maschinen so sind, wie sie sind?

00:17:08: Weil da sich Ingenieure jahrelang teilweise mit beschäftigt haben um eine Maschine so hinzukriegen wie sie ist.

00:17:17: Und das bringt am Ende nichts!

00:17:19: Du möchtest wenn du Fertigungsdienstleister bist kein Maschenbauer sein!

00:17:24: Du möchtest als Maschinbauer nicht unbedingt Fertigungstienstleisters sein.

00:17:28: Also sollte man wirklich das tun was seine Jobbezeichnung ist.

00:17:33: Als Fertighungsdienstlester kauft man sich eine Maschine Man schließt seinen Wartungsvertrag ab.

00:17:38: Und wenn die Maschine nicht funktioniert, fragt man den Hersteller warum?

00:17:41: Weil da sitzen die Experten.

00:17:42: Wenn ich jetzt beigehe und versuche eine Maschine ohne ... Ohne Tech-Doc zu troubleshooting.

00:17:49: Ohne umfangreiche Tech-doc!

00:17:51: Dann kommt da nichts raus außer dass sich im schlimmsten Fall die Maschine selber dabei noch komplett in die Havarie bringen.

00:17:57: Und dann hab' ich am Ende ein Investment was auf einmal nur noch ein paar Itemprofile abgebranntes Steppermotorenwert ist.

00:18:08: Ja, weil man springt ja eigentlich sonst von Baustelle zu Baustellen.

00:18:11: Man denkt sich hier kann ich nur was optimieren und dann optimiert man das was man schon optimiert hat und kümmert sich gar nicht wirklich um die Dinge die eigentlich wichtig sind dass die Maschine mal läuft und nicht dass sie die ganze Zeit optimiert wird dabei.

00:18:23: Warum kommen jetzt Unternehmen überhaupt zu euch?

00:18:26: Und welchen Engpass löst ihr jetzt konkret mit eurem Drucker bei euren Kunden?

00:18:33: nun Wie das ist eine Fertigungsdienstleistung, unsere Kunden sind aus den unterschiedlichsten Branchen.

00:18:41: Seien es nun Sondermaschinenbauer die irgendwelche Abdeckungen brauchen, die eben nicht aus Metall sein können.

00:18:51: Ob das nun irgendwelcher Leute aus dem Schiffbau sind?

00:18:55: Die Teile brauchen ob das nun Kunst also die außer künstlerischen Branche kommen um irgendwelchen Kunstwerke zu replizieren Ob das nun Architekten sind, die Formen für irgendetwas brauchen um danach in einem Trockenbau zu machen oder oder oder.

00:19:12: Die kommen dann früher oder später darauf dass fünf AX-CNC Maschinen verflucht teuer sind um Kunststoffteile herzustellen.

00:19:21: Das sind Maschine für die braucht man eine spezielle Ausbildung um sie vernünftig zu bedienen.

00:19:27: Man braucht ein Rohteil das man erst einmal bestaffen muss und man braucht eben Maschinenszeit.

00:19:34: Und eine Fünfachs CNC, die kostet mal schnell sehr viel Geld.

00:19:38: Ich glaube das weiß ich jeder der hier zuhört.

00:19:40: Dementsprechend sind die Teile nachher sehr teuer.

00:19:45: Ein Dreadedrucker Egal wie teuer man ihn vielleicht jetzt im ersten Moment erst einmal ansieht Ist effektiv die günstigste Variante Das grünstigsten Mittel überhaupt um große Kunststoffteile herzustellen.

00:20:03: Es gibt viele Fertigungsverfahren in der additiven Fertigung, SLS, SLA.

00:20:10: Was auch immer.

00:20:11: Keines dieser Verfahren ist so günstig wie FDM wenn es auf den Kubikzentimeterpreis geht.

00:20:19: Keiner!

00:20:19: Weil effektiv... Wenn man mal versuchen möchte ein großes SLS-Teil günstiger einzukaufen ist man schnell bei dem vier fünffachen von einem Preis was einen FDN gedrucktes Teil angehen würde.

00:20:34: Und dann ist immer die Frage, lohnt das?

00:20:36: Wir müssen wirtschaftlich denken!

00:20:38: Ich glaube jeder weiß hier... Die Zeiten in denen es Industrien in Deutschland gab, die dem Schlichtwerk einfach egal war wie viel ein Prototypen-Teil was wir einmal anhalten und wegschmeißen kostet, sind vorbei.

00:20:53: Wir müssen Wirtschaftlich denken.

00:20:58: Genau das ist das Ding mit FDM.

00:21:01: Es ist sportbillig.

00:21:02: Es hat einen Grund, warum Bamboo und Co auf dem Markt jetzt mittlerweile so stark vertreten sind.

00:21:11: Einfach weil FDM sehr günstige Teile macht.

00:21:14: Und das sind kleine Teile und das skaliert sich natürlich nach oben hin sehr schön.

00:21:20: Das ist großer im FDF.

00:21:21: Das löst einfach Probleme!

00:21:26: Jetzt überlege ich gerade, was sich als nächstes konkret fragt.

00:21:29: Weil ich bin noch total in deinen Denkstufen grade drin gewesen weil du das echt gut grad dargestellt hast.

00:21:36: Was macht denn dann eure Lösung jetzt so technisch und praktisch anders wie viele andere Großraumdrucker?

00:21:42: Geh gerne auf mehr Details ein!

00:21:44: Wie heißt denn jetzt der Drucker und was steckt da so genau drinnen?

00:21:49: also hol uns da mal technisch nochmal bisschen ab weil es muss ja ihr müsst ja irgendwas anders machen wie andere.

00:21:55: Dass euer Drucker funktioniert und dass er sich ja komplett von Wettbewerbern abhebt jetzt im Markt.

00:22:05: Also wo er sich grundsätzlich von abheb, das ist halt eben eine Fertigungsmaschine, die von einem Lohnfertiger gemacht wurde um ein Problem zu lösen.

00:22:15: Sie ist kein... Unsere Firma ist nicht irgendwie so ein Venture Capital geförderte Firma, die prinzipiell irgendwelche Gucci-Gegenstände herstellt, die einfach schön aussehen und wo der CEO dem Venture Capitalist irgendetwas Tolles versprochen hat.

00:22:36: Und dann nachher, wir hatten im Jahr zwei Tausend Achtzehn ganz viele Dreidichdruckfirmen halt eben pleitegegangen sind weil sie halt eben nicht das gehalten haben was sie versprochen haben.

00:22:46: Unsere Maschine ist einfach deutscher ehrlicher Maschinenbau.

00:22:51: Sie besteht aus Stahl aus guten Schiffsbaustahl, von uns aus Kiel.

00:22:59: Sie hat ein Motion System das ich so noch nirgendwo gesehen habe in der Welt der Großformat Maschinen.

00:23:07: Wir haben eine Kreuzgantrie.

00:23:10: Diese Kreuz-Gantrie ist angetrieben mit Leadscrews also mit Kugelumlaufspindeln und das ganze Teil ist so steif und stabil wie eine Maschine eigentlich nur sein kann.

00:23:26: Dadurch hat man den großen Vorteil, dass man hier keine großen Schwingungen drin hat.

00:23:31: Wenn man mal ein Input-Shaping mit der Maschine macht und du hast ja gesagt eine Schwingungsanalyse dann kommt man relativ schnell darauf das die Schwingung da drinnen so hoch Frequenz sind, dass sie selbst ohne irgendwelches Inputshaping de facto sieht man nicht im Druck egal wie schnell man fährt.

00:23:53: Und das ist das Besondere bei der Maschinen.

00:23:55: Sie kann nicht einfach nur dicke Würste legen, wie es Konkurrenzmodelle großteils einfach tun.

00:24:05: Vielleicht da noch mal ein bisschen drauf eingehen?

00:24:07: Ein Großformatdruck löst man dieses Problem der Geschwindigkeit weil das ist eigentlich so mit sodass dass der größte Manko bei Großformats FDR Druck.

00:24:16: Wenn man jetzt hier mit einer Vierer Düse arbeiten würde... Wie die Leute das nun mal gewohnt sind wenn sie von Bamboo und Co kommen denn erwartet man ein bestimmtes Teil.

00:24:27: Man erwartet eine bestimmte Oberfläche, man erwartet einen bestimmten Teigrad und den trifft man im Großraum FDM-Druck in der Regel nicht, weil man sonst sehr lange für so ein Teil bräuchter ist.

00:24:39: Man geht also bei, schnappt sich nach einer Düse, an einer Teilberdüse und drückt halt eben diese dicken Würste da rein mit relativ hohen Leeren.

00:24:49: aber das kommt meistens wieder vom Kunden Weil der Kunde erwartet etwas, der erwartet die Erwartungshaltung ist.

00:24:58: Das was aus dem kleinen Drucker kommt will ich in groß haben.

00:25:03: Das geht aber mit vielen Druckern einfach nicht.

00:25:05: wenn wir jetzt mal modig sind schauen.

00:25:07: Never ever!

00:25:07: Die Maschine bewegt kriecht dann mehr oder minder über das Druckbett und dann haben wir halt eben so ein acht Tage Druck.

00:25:16: Jetzt aber die Frage wie viel willst du nur dafür berechnen?

00:25:18: Wenn die Maschine acht Tage läuft.

00:25:19: Acht Tage indem immer etwas schief gehen kann acht Tage deiner Zeit, acht Tage Strom.

00:25:26: Ja kannst du machen aber der Kunde wartet auch nicht ewig.

00:25:29: also was haben wir so gemacht?

00:25:30: Wir haben die Maschine so konstruiert dass sie eben schnell druckt das sich so schnell drückt wie ein Bamboulet Drucker weil das ist das was der kunde will.

00:25:38: Also brauchen wir jetzt keine einer zweier dreier Düsen um diesen dieses diese starke filament diesen starken layer Optik quasi zu haben.

00:25:48: Sondern wir haben eine Maschine, die das tut was der Kunde erwartet.

00:25:52: Er macht FDM-Teile so wie ihr sie kennt in einer Zeit, die akzeptabel ist mit Materialien, die technisch sind.

00:26:01: Die nicht sag ich jetzt mal so umgebaut sind dass wir auf dem Typen steht vielleicht noch ABS drauf stehen haben.

00:26:13: aber wenn man dann mal jemanden fragt er sich mit Kunststoff auskennt und feststellt Das is kein ABS, das ist kein ASA.

00:26:22: Hier ist irgendetwas reingemix, dass dafür sorgt, dass sich das Zeug nicht direkt verzieht, wenn man es trockt und das sorgt dafür, dass das Teil dann nicht diese Temperaturbeständigkeit hat wie man sie erwartet.

00:26:35: also das sind so die größten Mancos, die unsere Leben-Konkurrenten halt eben haben.

00:26:42: Es geht dann los mit Abnatmen aus und jetzt von der Geschwindigkeit ist dann die nächste Frage So der Volumestrom?

00:26:48: Wie viel schafft denn so eine Maschine?

00:26:50: Unsere Maschine, wir haben uns mit ... Luke Slap.

00:26:54: Vielleicht die der einen oder andere zusammengeschlossen und von denen die Hortens gekauft einfach weil das mit Abstand der Gold-Standard von Horten ist, die man derzeit kaufen kann.

00:27:04: Es gibt nichts Besseres auf dem Markt!

00:27:07: Ja?

00:27:08: Unsre Düse kommt von Göring ja?

00:27:11: Die Deanos Warum haben wie sie genommen?

00:27:13: Weil es derzeit nichts besseres auf den Markt gibt.

00:27:16: Das ist eine Düse, die eine lebenslange Haltbarkeit hat Die beste Temperaturübertragung von der Düse zum Filament bietet, weil es einfach ein fucking Diamant ist.

00:27:30: Alles an dieser Maschine ist dafür ausgelegt dass sie im Prinzip das beste Ergebnis liefert ohne dass wir daran gebunden sind unsere Wertschaffungen so weit in Haus zu halten weil wir uns in irgendwelche Kompetenzen rein drängen wo es Jahrzehnte dauern würde, um diese Kompetenzen zu erreichen.

00:27:54: Beispielsweise Extruderbau oder so was.

00:27:56: Das sind Teile die kauft man zu.

00:27:58: unsere Kompetenz ist es eine Maschine zu konfigurieren und sie zu konfigerieren und zu konstruieren Dass sie eben ein Problem löst.

00:28:08: das tut sich sehr gut.

00:28:12: Ich glaube dass euch auch extrem gut gelungen.

00:28:15: ich habe ja Ich hab die Maschine selbst gesehen, du hast mir oft genug gezeigt.

00:28:19: Ich habe gesehen wie schnell sie sich bewegt.

00:28:21: ich habe auch Bauteile gesehen und was man sehr selten online leider sieht ist einen Timelapse dass das Bauteil auch beim ersten mal komplett durchläuft dann statt fünfmal abricht und dann wieder hofft und man nimmt halt dann des fünfundreißigste Bauteils jetzt übertrieben gesagt was man dann halt hat.

00:28:41: also Das habe ich auch zu euch damals gesagt, mach mal ein Timelab.

00:28:44: Ich will sehen ob die Maschine auch durchläuft und dann so gesagt kein Problem mache ich dir kurz mal eben also hast du ja doch dann gezeigt na?

00:28:51: Ich fand das richtig gut!

00:28:53: Dass uns nochmal ganz kurz in so Anwendungen reingehen.

00:28:56: weil jetzt hat vielleicht der eine oder andere einen Bambulep-Dedrucker und sagt ich hab immer wieder mal große Teile ich will da was machen.

00:29:03: oder er hat vielleicht schon bisschen größeren Drucker und sagte ich will noch größer gehen Und hat vielleicht nur zwei, drei Anwendungen.

00:29:10: Wo er sagt dafür würde es sich das jetzt erst mal lohnen.

00:29:12: da wird sich eine Maschine nicht sofort lohnen sondern vielleicht mal bei euch in Dienstleistung zu gehen um die Maschine mal kennenzulernen.

00:29:18: aber was noch wichtig wäre ist Was drucken eure Kunden damit?

00:29:24: Was drückt ihr damit?Was sind das für Art von Bauteile dass man sich das mal ein bisschen besser vorstellen kann?

00:29:32: nun wie schon gesagt Es kann so ziemlich alles sein was wir druckn.

00:29:37: einer Dienstleister In meiner Dienstleister am Laufbahn haben wir, hatte ich einen Kunden der hatte Klodeckel gedruckt.

00:29:47: Ja?

00:29:47: Weil das ein Industriedesigner war.

00:29:50: Das war ein Klo Deckel für irgendein öffentliches Verkehrsmittel oder so.

00:29:55: Kunstwerke die repliziert werden Standardding dann Formbau.

00:30:01: Wir haben Kohlefaserformen gedruckte Schaumformen.

00:30:07: Typische Sachen sind allerdings jetzt mittlerweile auch TPU-Teile, die dann Schaumstoffersatzprodukte sind.

00:30:13: Da hatten wir einen Auftrag mit einem Automoteversteller.

00:30:19: Dagegen ist da drum, dass die in Zuge ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Bauteile haben wollten, die man recyceln kann.

00:30:27: Also dachten sie sich Mensch probieren wir mal dreiD Druck.

00:30:29: Ja fein!

00:30:31: Haben wir uns monatlang hingesetzt und... und mit denen zusammen eine Möglichkeit entwickelt, Teile so herzustellen aus TPU.

00:30:42: Ja?

00:30:43: Die dann eben auch den Automotive Standards entsprechen.

00:30:47: Und jeder der mal für Automotive gearbeitet hat, der weiß... Das sind furchtbare Kunden, das wäre ein bisschen zu viel gesagt, aber es sind sehr anspruchsvolle Kunden!

00:31:00: Und da kann man halt eben nicht mit irgendwelchen Layer-Optiken kommen oder so.

00:31:04: Es muss halt eben am Ende so sein, wie der Designer sich das ausgedacht hat.

00:31:08: ansonsten ist er enttäuscht.

00:31:13: Wie gesagt TPU Teile... Man kann damit im Prinzip alles machen.

00:31:18: Lüftungskanäle vielleicht auch in der Richtung

00:31:20: kleine?

00:31:21: Ja, Lüfterkanele.

00:31:23: Wir haben einen Referenzteil, zum Beispiel eine Windkraftanlage.

00:31:27: Das sind so Sachen, alles was irgendwie für die aerodynamische Messung oder Simulation eben wichtig ist.

00:31:36: Diese Sachen, die häufig iteriert werden müssen.

00:31:38: Es können aber auch Sportgeräte sein.

00:31:42: Im Prinzip alles wo man sonst eine sehr große Form verbraucht.

00:31:47: Oder eben Ersatzteile... ...für die man eben sonst auch eine große Form oder eine CNC-Reise für braucht.

00:31:55: Jetzt sind viele natürlich an dem Punkt und sagen ja gut dafür brauche ich jetzt keinen großen Drucker, weil die Technologie gibt mir die Möglichkeit vieles auseinanderzuschneiden oder nach zusammen zu kleben.

00:32:06: Ich merke an deinem Gesicht dass du doch deine Meinung absolut schon gebildet hast wie ich auch.

00:32:10: manchmal macht das vielleicht Sinn in ganz vielen Fällen macht es keinen Sinn.

00:32:13: was hältst du grundsätzlich vom Kleben und vom Teilen?

00:32:17: Ja mit den Teilen ist so eine Sache.

00:32:20: man macht das Teil dadurch erst einmal tollfer, weil man eben eine Wand mehr drucken muss.

00:32:26: So normalerweise infill hätte sein können.

00:32:29: Man macht das Bauteil dadurch wirklich nicht stabiler gerade wenn man ein Bauteiler hat was eben dünnwandig ist was so drei vier Millimeter Wände hat wo man dann anfangen muss mit Fügen.

00:32:40: Das Teil sieht danach halt scheiße aus.

00:32:41: es hat dann eben einer einen Naht.

00:32:45: ganz ehrlich wenn ich ein Designer bin Ich habe mir eine tolle Abdeckung für meine Ladesäule oder was, was ich überlegt.

00:32:53: Und die sieht jetzt aus wie Frankenstein weiß nicht.

00:32:59: Das nächste ist natürlich Arbeitszeit und Fügen.

00:33:01: das dauert.

00:33:02: wenn man es richtig machen will braucht man dafür erstmal einen Menschen der das kann.

00:33:08: dem muss man in einem Arbeitsplatz einrichten dass er sich arbeiten kann.

00:33:13: Dann muss es halt eben durchziehen und das kann halt eben dauern, weil Kleben ist ja nicht einfach.

00:33:17: Gehen wir ein bisschen mit einem Brittkleberstift drauf und patchen zwei Platzigteile zusammen so geht das ja nicht.

00:33:23: Das ist dann Kleben dann die Ecken verschweißen glatt schmürgeln gegebenenfalls nochmal irgendwie einen Filler rauf machen oder spachteln oder oder oder.

00:33:35: Das kostet wahnsinnig viel Zeit und... Am Ende, es geht seine artitiven Fertigung darum eben möglichst wenig Zeit für die Fertigungen zu verbrauchen.

00:33:43: Möglichst wenige menschliche Arbeitszeit weil die ist nun mal teuer in unseren Ländern kostet.

00:33:50: Arbeitszeit wahnsinnig viel Geld und das muss man müssen wir eben erst einmal umsetzen um Teile eben möglichst günstig zu machen Weil ansonsten schlägt uns jeder außer-europäisches Land, schläght uns sonst irgendwann in der ökonomischen Gleichung.

00:34:08: Einfach für wir unser Lebenstandard haben.

00:34:10: Der muss halt eben mit dem Gehalt gefüttert werden.

00:34:14: Ja?

00:34:14: Der uns dann Konkurrenz aus jeder Konkurrence rauswässt.

00:34:20: Ich denke mir ganz oft lieber eine Lösung die vom Beginn an gleich funktioniert, statt wieder ewig viele Prozesse im Nachgang zu haben, die wieder kritisch sind... Und wie viele Teile habe ich schon in meinem Leben bisher gesehen, die zusammengeklebt worden sind.

00:34:33: Wo man sich gedacht hat also das hätte man entweder deutlich besser machen können vom Kleben her oder man hätte es am besten gleich gelassen oder ist dann auch gleich gebrochen weil man diesen falschen Kleber natürlich verwendet hat.

00:34:45: Manche Kunststoffe lassen sich halt extrem schwer kleben wenn man das so sieht.

00:34:49: aber um bis mal ein Stück weit noch weiter zu tragen was unterscheidet denn so einen Einen industriellen, dreideedrucker.

00:34:56: Jetzt in dem Fall euren von einem ProSumer-Gerät.

00:35:00: Also jetzt nicht ein Gerät was auf dem Desktop steht sondern wo auch auf dem Boden steht und man sich denkt man kriegt da jetzt ein bisschen mehr davon.

00:35:06: Wo sind so die Unterschiede aus deiner Sicht?

00:35:09: Na ja was unterscheidet eine professionelle Industrieküche von einer IKEA Küche?

00:35:15: Ja es ist einfach die Frage wie oft benutze ich es und wie teuer wird das wenn es auf einmal nicht funktioniert?

00:35:23: Unsere Maschine unterscheidet einfach die Prozesssicherheit und die Geschwindigkeit.

00:35:30: Wenn wir unsere Maschine jetzt mal, ja ich weiß es ein bisschen brutal jetzt aber mit einem Modix vergleichen wenn wir einen Gaming Chair oder sowas drucken drückt der Modix acht Tage und vielleicht zweimal.

00:35:45: unsere Maschinen ist dann zwei Tagen durch Und wir haben eine Oberfläche wie aus dem Bamboo.

00:35:51: Ja das ist der Unterschied.

00:35:53: Das nächste ist natürlich Service.

00:35:55: Unsere Maschine kommt mit einem soliden Service an der Hand, unsere Techniker sitzen eben hier, sie sitzen direkt im Prinzip neben meinem Büro und die sind halt eben dann für die Kunden da.

00:36:08: das ist bei anderen Prosjumageräten nicht so.

00:36:12: ja ich meine unsere asiatischen Mitbewerber die wollen also die sind hoch engagiert.

00:36:19: versteht mich nicht falsch Ich bin hier nicht auf China-Bashing aus oder so, aber es geht jetzt hier nicht darum eine Maschine zu bauen die eben für Zehntausende Leute genau der richtige Fit ist.

00:36:32: Ja?

00:36:32: Die sich irgendwelche Leute in den Keller oder in die Garage stellen um jetzt hier irgendwie mal einen Schlitten für ihre Kinder zu machen... ...oder was weiß ich?

00:36:41: Irgendwelche Designteile, irgendwelcher Hobbiteiler?

00:36:43: Nein!

00:36:43: Hier geht's darum um technische Bauteile zu machen.

00:36:47: und wenn ich jetzt beigehe und möchte ein Motor blocken bauen, brauche ich auch eine DMG Mori.

00:36:54: Da gehe ich nicht bei und guck mal so okay bei AliExpress.

00:37:00: gibt es denn hier schönes an CNC-Fräsen um dann damit tatsächlich irgendwie ein Motorblock zu bauen?

00:37:05: Nein das macht man nicht!

00:37:06: Man kauft ne vernünftige Maschine weil am Ende zahlt sich das immer aus sie ist schneller, sie ist effizienter und sie ist prozesssicher.

00:37:14: Und dieser Prozessssicherheit das ist das A und O in der Fertigung.

00:37:18: Das heißt nur Lohnfertigungen Sei es nun Prototyping oder sei es Serienfertigung.

00:37:22: Eine Maschine, die steht kostet nicht nur das Teil was sie gerade nicht herstellt sondern sie kostet eben auch den ganzen Prozess der da hinten dran hängt.

00:37:31: Ich meine ein Entwicklungsingenieur der jetzt warten muss bis dass er der Prototyp fertig wird Einfach einen Tag länger, der kostet ein Tag länger Geld indem er nicht wertschöpfend ist.

00:37:44: Eintag, der kostet hundertzwanzig Euro pro Stunde in größeren Konzernen.

00:37:48: Das ist ein normaler Offersatz für studierte Leute.

00:37:51: Das kostet ja!

00:37:52: Und jetzt geht mal durch... Was kostet denn eigentlich so einen chinesischen Großraum-HD Drucker?

00:38:00: Und was kostet unsere Maschine?

00:38:03: Und dann überlegt man die Maschine, die chinesische Maschine muss vielleicht nur ein zwei Mal stehen bleiben.

00:38:09: Ein zweimal öfter und es wäre schon der bessere Pick gewesen einer zuverlässigen Maschine zu kaufen, die das Problem löst anstatt ein bisschen vor und ein bisschen Geld zu sparen.

00:38:22: Weil so eine Maschinen laufen langer.

00:38:26: Wir haben auch bei uns in der Lohnfertigung manche Maschien, die prinzipiell Prost-Humorgeräte sind funktionieren ja vielleicht noch ein zweites Jahr aber spätestens wenn der Support von dem Hersteller ausläuft.

00:38:42: Ja, was machst du denn mit so einem dreihundertdreißig mal dreihundertdreizig großen Drucker?

00:38:49: Der im Prinzip mehr Zeit in der Werkstatt steht als dass er Dinge druckt.

00:38:53: Was machst du dann damit?

00:38:54: Kannst du einen schönen Couch draus machen oder weiß ich nicht aber ist auf jeden Fall nicht mehr wertschöpfend.

00:39:02: dementsprechend kauf einmal und wenn es gut.

00:39:06: ja ich finde Es ist nie wertschöpfen, wenn man sich zwischendrin die ganze Zeit Gedanken macht wie man sich das Leben nehmen könnte weil das Ding immer wieder abricht und irgendwas schief geht.

00:39:15: Und dann eine tiefe Depression fällt aufgrund einer Maschine, weil man zu geizig war ein bisschen mehr zu investieren oder ein bisschen eher mehr zu Investieren und danach auch ruhig schlafen zu können.

00:39:27: Du hast das Thema Support angesprochen Gerade eben, da habe ich mir auch noch eine Frage notiert.

00:39:31: Ihr macht das ja in Deutschland ist euer Support.

00:39:35: Die sprechen Deutsch ... Ich hab dein Team ein Stück weit kennengelernt.

00:39:40: Ich glaube es gibt nichts Wichtigeres für einen deutschen Kunden auch einen deutschen Support zu haben vor allem von Leuten die die Maschine selber gebaut haben, die genau wissen wie man sie einrichtet.

00:39:51: Hast du dann noch ein oder zwei Worte die du dazu noch sagen kannst?

00:39:54: Wie das bei euch so abläuft?

00:39:56: Das ist im Prinzip so, wie du sagst.

00:39:57: Unser Support hängt direkt an der Entwicklung mit dran einfach um auch iterierend besser zu werden falls Probleme auftreten damit wir sich gleich in den nächsten Maschinengeneration nicht wieder mit rein bauen.

00:40:14: Man muss besser werden und das schafft man nur über einen guten Support über ein gutes Feedback gerade weil unsere Aufgabe ist es wirklich eine Maschine zu machen die dafür sorgt Die funktioniert die läuft die nicht in der Ecke steht

00:40:27: Ja.

00:40:28: Jetzt vielleicht als abschließende Frage, was sollten die Zuhörer, die jetzt mitgehört haben aus der Folge unbedingt mitnehmen?

00:40:35: Was sind so noch deine Worte wo du sagst das sollte unbedingt noch angesprochen werden.

00:40:41: hast du noch ein paar Sachen?

00:40:43: also grundsätzlich sollte man vielleicht aus der folge folgendes mitnehmen je größer ein Drucker ist dass er mehr kann schiefgehen und Man sollte auf einen prozess bauen der am ende kein glück spiel ist nur um ein paar Kröten zu sparen.

00:40:59: Das Vertrauen in eine Maschine, das muss da sein!

00:41:02: Das muss sowohl von dem Fertigungsmanager da sein wie auch von den Technikern aber auch vom Kunden weil dem Kunden ist am Ende egal wie viel Arbeit man in einem Bauteil reinsteckt bis es gefertigt wird.

00:41:16: der Kunde erwartet einen Teil und das muss funktionieren.

00:41:21: große Bauteile sollten grundsätzlich versucht werden an einem Stück zu trocken.

00:41:27: Man hat sehr viele Trade-outs, wenn man anfängt, Nähte in ein Bauteil reinzubringen.

00:41:33: Sei es nun das der Verzug von Bauteilen es nicht zulässt eine perfekte Függestelle zu bilden sei ist dass bestimmte Teile einfach nicht fügen kann.

00:41:46: nehmen wir jetzt mal irgendwelche dünnwandigen Abdeckungen und am Ende kostet es einfach nur Zeit.

00:41:54: Das nächste ist natürlich Wenn man ein Fertigungsdienstleister ist möchte man sich eigentlich auf die Dinge konzentrieren, die wichtig sind.

00:42:04: Man muss Kunden generieren, man muss Konstruktionsdienstleistungen machen, man muß die Maschinen vielleicht mal warten aber man sollte nicht beigehen und sich auf einmal in der Wolle des Maschinentwicklers wiederfinden.

00:42:20: Am Ende braucht man eine Maschine, die funktioniert, die keine Baustelle ist weil ansonsten wird das sehr schnell, sehr ungemütlich.

00:42:29: je nachdem, wie groß das Unternehmen wird kann es halt eben dann auch bedrohlich werden.

00:42:35: Das Beste ist einfach eine Maschine.

00:42:37: die ist für eine Waschmaschine die man nie wieder wo man weiß die funktioniert.

00:42:42: Die zwanzig Jahre durchläuft und man sich eigentlich immer fragt sag mal wann habe ich das Ding eigentlich gekauft?

00:42:47: Keine Ahnung aber es funktioniert einfach!

00:42:50: Das ist es am Ende was von einer Maschine erwartet und soll sich nicht zu viele Gedanken darüber machen weil man weiß sie funktioniert.

00:42:58: Ganz wichtige Punkte, die du gerade gesagt hast.

00:43:00: Du hast es gerade echt gut zusammengefasst?

00:43:02: Ich habe noch die zwei letzten persönlichen Fragen, die ich immer hab.

00:43:06: Beende doch mal bitte folgenden Satz!

00:43:08: Dreadedruck ist für mich

00:43:13: zum Stand der Technik das was am ehesten den Replikator aus Star Trek nahe kommt.

00:43:21: Man kann in kürzester Zeit eine Idee einer Konstruktion, die nur aus Daten besteht in ein physisches Bauteil pressen und das kann keine andere Technologie.

00:43:36: Dreadedruck ist für mich ein Schritt in die Zukunft der Fertigung.

00:43:41: Und gehen wir noch einen Schritt weiter, was war so das tollste?

00:43:44: Bauteile aus einem Dreaddrucker?

00:43:46: Was du so je in der Hand hattest oder vielleicht bei großen Teilen in zwei Händen?

00:43:54: Ich habe so viele coole Bauteilen in den Händchen gehalten!

00:43:59: Das ist wirklich schwierig.

00:44:00: tatsächlich bin ich halt ein Techniker.

00:44:04: Ich mache normalerweise Funktionsteile und für mich ist das echt schön, weil man dann doch mal irgendwelche ästhetischen Kunstwerke repliziert oder sowas etwas was wirklich einen ästhetischen Wert hat.

00:44:20: Ja am schönsten ist es allerdings wenn man etwas in der Hand hält was beides ist.

00:44:25: zum Beispiel falls ihr mal unser Video guckt dieses Windrad was wir gedruckt haben.

00:44:31: Das war, glaube ich mit Abstand das schönste Teil was ich je in den Händen gehalten habe.

00:44:35: Nicht nur weil es ästhetisch ist, weil es eine Funktion hat sondern weil's eben auch so der... ...das erste wirkliche Bauteil ist was unsere Maschine gedruckt hat und das war für mich schon ein sehr bewegender Moment dieses Teils.

00:44:59: Ich glaube, das ist der perfekte Moment um jetzt zu sagen wir sind am Ende der Podcast Folge angelangt.

00:45:03: Du hast uns jetzt echt einen tollen Einblick gegeben wie damals dein Leidensweg war und da haben sich bestimmt auch einige drin wiedergefunden, die gesagt haben ja ich habe vielleicht ähnliches erlebt aber ich will da endlich mal raus aus diesem Teufelskreis oder eine Aufwärtsspirale mit einer guten Maschine.

00:45:18: Jeder der jetzt an dem Punkt ist und sagt Ja wie sieht denn die Maschine jetzt aus?

00:45:21: Und was sind da genau für Details dahinter und wo kann ich mir das angucken?

00:45:25: Wir haben alle Informationen entsprechend in die Show Notes reingepackt und natürlich auch den LinkedIn Kontakt zu dir Erik so deinem Team.

00:45:33: Die Webseite Punkte sind in den Show Notes drin.

00:45:37: Schaut dort gerne vorbei und die Kollegen von Macht-ID nehmen sich auf alle Fälle, die genügend Zeit um genau zu prüfen ob und wie man mit großen Teilen dabei unterstützen kann, ob es jetzt eine Dienstleistung oder mit einer Maschine in dem Fall ist.

00:45:52: In diesem Fall Erik vielen lieben Dank für das Interview und dann sage ich bis zur nächsten Podcastfolge!

00:46:00: Danke schön.

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