#004 3D Druck Dienstleister Tipps und Tricks

Shownotes

Kein eigener 3D Drucker? Dann greifen Sie doch auf einen 3D Druckdienstleister zurück!

  • Aber worauf müssen Sie bei einem 3D-Druck Dienstleister achten?
  • Welche Daten sollten Sie vorbereiten und welche Fragen sollten Sie sich vorher unbedingt stellen?

Diese Folge ist eine Checklisten-Podcastfolge.

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2026-10-13: 2026-10-13 Willkommen zurück zum 3D Druck Podcast, Dem Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D Druck geht, egal ob Hobby, industriell oder professionell, weil Sie wissen es ja, es geht immer darum, haben Sie Ihren 3D Drucker im Griff oder hat der 3D Drucker Sie im Griff. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast Folge. Heute geht es um das Thema “make or buy decision”. Ganz besonders geht es darum, wie man eigentlich Bauteile bei einem 3D-Druckdienstleister anfragt. Denn ich kann schon fast sagen, 99% aller Anfragen bei einem 3D-Druckdienstleister sind fehlerhaft und machen Sie das wirklich wie ein Profi? Dazu habe ich heute ein paar Dinge mitgebracht, die wirklich wichtig sind und die Sie nicht vergessen sollten. Was das Thema angeht, steigert das natürlich auch den Erfolg in Sachen Bauteilqualität oder Preisverhandlung und Lieferfähigkeit. Außerdem kurz vorweg gesagt, diese Checkliste gibt es natürlich wie üblich in diesem Podcast mit einem Link, wo Sie sich die Checkliste herunterladen können und dann haben Sie es in PDF-Form zur Verfügung. Aber lassen Sie uns jetzt mal einsteigen in das Thema. Also, die Frage Nummer 1, die Sie sich stellen müssen, wenn Sie Bauteile drucken lassen möchten, ist: Sie müssen ganz genau Ihr Vorhaben und Ihre Anwendung wissen. Welches Bauteil wollen Sie denn wirklich 3D gedruckt haben? Und wenn Sie vielleicht doch mal das erste Mal mit dem Dienstleister telefonieren, dann sprechen Sie auch ruhig Themen an wie Hintergrundinformationen. Welche Temperatur ist dieses Bauteil ausgesetzt? Welche Festigkeit muss es haben? Brauchen Sie eine chemische Beständigkeit, was das Thema angeht? Kommunizieren Sie ganz klar das Vorhaben, was Sie gedruckt haben möchten oder was die Anwendung im Hintergrund ist, denn vielleicht sind Sie manchmal auch ein Stück weit auf dem Holzweg, weil der Dienstleister die einzelnen Drucktechnologien einfach hervorragend kennt. Und weiß ganz genau, hier können wir die Temperatur fahren, Dieses Material ist dafür geeignet. Es hat vielleicht eine höhere Festigkeit oder ist steifer oder flexibler, je nachdem welche Anwendung Sie haben. Also war das Frage 1. Frage 2: In welchem Format liegen diese Daten, die Sie drucken möchten, denn vor? Haben Sie aus Ihrem CAD-Programm eine Step-Datei oder eine STL-Datei oder existiert nur eine Zeichnung. Umso besser das Datenmaterial vorbereitet ist, umso besser ist Ihr Ergebnis im Endeffekt auch, weil der Dienstleister nur das drucken kann, was Sie ihm zur Verfügung stellen. Ich kann Ihnen auch sagen, dass wenn die Daten schlecht zur Verfügung gestellt werden, es meistens teurer wird, weil aufwendige Software eingesetzt werden muss, um die Qualität dieser Datei zu erhöhen. So, das war Frage 2. Jetzt kommen wir zur Frage 3. Haben Sie für das Bauteil, das Sie drucken möchten, eine Baurichtung vorgegeben oder mögliche Stützstrukturen eingezeichnet? Leider ist es so in Sachen 3D-Druck, dass Sie immer wieder Bauteile unterstützen müssen, damit diese nicht umfallen und damit nichts zusammenfällt. Bohrungen oder wenn Sie so eine Art Brücke haben oder sowas. Und andererseits ist, wie muss dieses Bauteil denn von der Baurichtung aufgebaut werden? Diese zwei Punkte sind sehr entscheidend und sehr wichtig für die Qualität und die Toleranz ihrer Bauteile. Also es war Frage 3: Baurichtung und wo können Stützstrukturen eingesetzt werden, wo sie vielleicht keine Flächen haben, die im Nachhinein großartig sichtbar sind oder wo sie etwas montieren oder wo das Maß im Endeffekt stimmt. Kommen wir zu Frage 4: Wurde dieses Bauteil denn überhaupt für den Fertigungsprozess mit einem 3D Drucker gestaltet? Es macht absolut keinen Sinn, wenn Sie irgendeine einfache Bohrschablone, die Sie seither vielleicht aus einem Stück Metall, aus einem Stück Blech oder aus einem Flachstahl gemacht haben, dann sagen: das drucken wir jetzt in 3D. Sinn macht es nur dann, wenn Sie diese Bohrschablone auch für die Technologie 3D-Druck umgestaltet haben. Kommen wir zur Frage 5: Welches Druckmaterial soll für das Bauteil verwendet werden? Es kommt natürlich ganz auf Ihre Anwendung an. Sie haben verschiedene Möglichkeiten: Kunststoff, Metall, Keramik, Gips, viele verschiedene Kunststoffe. Mir fällt da jetzt gerade nicht direkt was ein, was es noch gibt. Geben Sie sich nicht mit Standard-Prospektmaterial zur Verfügung zufrieden. Sondern lassen Sie vom Dienstleister Materialkennwerte geben, damit Sie wirklich wissen, dieser Kunststoff hat diese Festigkeit, diese Steifigkeit, diese Bruchdehnung usw. Und das gleiche natürlich auch bei Metall, Keramik oder anderen Materialien, die Sie drucken möchten. Jetzt kommen wir zum letzten Punkt, nämlich welche Preise und Lieferzeiten aktuell möglich sind. Leider gibt es da einen großen Mythos im Sinne von, Wenn ich jetzt dort den Auftrag für 3D-Druck gebe, ist es morgen fertig. Ist leider nicht so, auch ein Dienstleister muss natürlich planen. Meistens hat ein Dienstleister verschiedene 3D-Drucker mit verschiedenen Materialien oder verschiedenen Farben. Es kann sogar fast sein, dass es montags nur Kunststoff gibt. Der mit der Farbe rot und mittwochs nur grün oder dass es eine Woche nur Edelstahlbauteile gibt, die gedruckt werden können in der nächsten Woche, nur Bauteile aus Aluminium, Habe ich alles schon gehört, aber das Allerwichtigste ist nicht auf Preisdumping einzugehen, sondern wirklich dieses Know-How, was dieser Dienstleister hat, zu nutzen. Also ist die falsche Strategie, günstiger Preis, dann kriegen Sie auch Teile, die günstig ausschauen in der Sache. Ein Tipp, den ich Ihnen hier geben kann, ist, machen Sie in dem Fall eine gute Partnerschaft mit Ihrem Lieferanten. Schauen Sie sich den Fertigungsprozess an, direkt vor Ort. Reden Sie einfach mit den Leuten, was kann man da noch besser machen und glauben Sie mir, in dieser Welt des Thema 3D Drucks, die ist so tiefgründig und Sie haben doch so viele Möglichkeiten, dass es nahezu, wenn es hier geht, nicht großartig um den Preis geht, sondern um, wie können Produkte noch besser gestaltet werden. Noch langlebiger, wie können Sie Ihren Kunden in der Sache begeistern? Fassen wir kurz zusammen. Als allererstes müssen Sie Ihr Vorhaben kennen. Was stecken dort für Temperaturen, Festigkeit, chemische Beständigkeit dahinter? In welcher Dateivariante liegt das Bauteil vor? Ist eine Baurichtung angegeben und wo können Stützstrukturen verwendet werden? Wurde das Bauteil für den Fertigungsprozess mit einem 3D-Drucker gestaltet? Welches Druckmaterial soll verwendet werden? Und welche Lieferzeiten und Preise sind in etwa möglich? In diesem Sinne, ich freue mich natürlich, wenn ich Ihnen hier jetzt weiterhelfen konnte und vielleicht freut sich auch der eine oder andere Dienstleister. Indem er vielleicht die Checkliste ein bisschen umgestaltet und sagt: Mensch, lieber Kunde, erst diese vielen Fragen möchte ich gern von dir wissen, bevor du mir überhaupt was zusendest. Klar mit Ihrem Dienstleister kommunizieren, eine gute Partnerschaft in der Sache aufbauen. Wenn Sie sagen 3D-Druck, Konstruktion, das ist ein Thema, wo ich mich noch ein bisschen beschäftigen möchte, wo ich mich mal ein bisschen tiefer einlesen möchte in der Sache, dann habe ich hier einen guten Buchtipp für Sie. In den Shownotes habe ich einen Link für Sie vorbereitet, zusätzlich noch zur Checkliste zu unserem Buch 3D-Druck Profiwissen. Dieses Buch müssen Sie ganz einfach haben. Das ist ein Must-have. Da steckt Power drin. Ich freue mich, wenn Sie bei der nächsten Podcast-Folge wieder dabei sind. Bis dann.

Kommentare (1)

Joe

‧
Danke für die episode. Wie komme ich zur erwähnten Checkliste? Mfg Joe

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