Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2025-10-30: 2025-10-30 00:00:14Willkommen zum 3D-Druck Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht, egal ob du neu mit dem Thema 3D-Druck beginnst, erfahrener Anwender bist, das richtige Geschäftsmodell suchst oder 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant bist. Weil es geht nicht nur darum, ’nen 3D-Drucker zu haben, sondern diesen für das Unternehmen, gewinnbringend auch zu nutzen. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil diese Podcastfolge den Titel trägt: ‘Wer nur Prototypen druckt, der bleibt irrelevant.’ Und das ist auch wirklich so, weil wenn man sich den aktuellen Markt doch draußen anschaut, vor allem in der Industrie, also der Maschinenbau, das produzierende Gewerbe bei uns in Deutschland, dann sieht man, fast jeder hat einen kleinen F.D.M. 00:01:04Drucker, sei es von Anycubic, sei es von Bambu Lab, sei es einen Quidy, sei es was auch immer sie haben und Selbstbau in Prosa, in Markforged oder was auch immer, die meisten haben etwas, womit sie jetzt die ersten Teile drucken und die ersten Teile gedruckt haben. Und ich weiß noch ganz genau, wo ich so den ersten Schritt in 3D Druck gemacht habe. Es war damals 2013 14, wo diese ganze 3D Druck Branche so richtig erst losgetreten worden ist, 00:01:37Da kennt man dann noch Makerbot, wenn einem das sagt, Ultimaker und so weiter und so fort und hat natürlich versucht, mit den ersten F.D.M. Druckern seine seine Teile zu drucken und jeder kennt die Schmerzen, die dabei natürlich auch immer herausgekommen sind, dass man allein schon der König war, wenn man zu der Zeit mehr als über die dritte Schicht gekommen ist oder wenn die erste Schicht schon mal gut war auf dem Druckbett, dann hat man sich gefühlt wie der King und hat gehofft, Und schlecht geschlafen, wahrscheinlich, dass das Bauteil am nächsten Tag, wenn man ins Büro kommt, dann auch wirklich so dasteht. 00:02:13Und man war sozusagen dann auch immer erleichtert, wenn man das Bauteil von der Bauplattform so runter genommen hat, dass es auch in etwa gepasst hat, auch immer noch ein bisschen nacharbeiten musste. Und man ist halt einfach schon damit zufrieden gewesen, dass man ein Bauteil in der Hand hat, auch wenn es ein bisschen schrecklich aussah. Ja, vielleicht hab ich das jetzt auch ein bisschen überspitzt, aber. Viele erkennen sich in dem Bereich wieder, dass sie die ersten Schritte so mit 3D-Druck gemacht haben und dann ist es natürlich weitergegangen, dass man den nächsten Drucker gekauft hat und den nächsten und man hat immer neu was ausprobiert und man ist immer wieder auf die ****** gefallen und ist vielleicht enttäuscht worden, weil man sagt, ja, jetzt hat haben wir ja so diesen neuen Drucker, von welchem Fabrikat auch immer und von welchem Hersteller und jetzt wird auf einmal alles besser und so war es im Endeffekt auch nicht, aber seitdem. 00:03:04Zum Beispiel Bambu Lab im Markt ist und es geht nicht darum, jetzt Werbung für dieses Unternehmen zu machen, sondern es ist mittlerweile ein Hype. Es ist mittlerweile so, dass viele Unternehmen diese Drucker bei sich in der Konstruktionsabteilung oder in den in der Entwicklung oder auch in der Fertigung irgendwo in der Ecke stehen haben. Und die machen ihre ersten Teile damit und die machen vor allem ihre ersten Teile damit, weil es einfach geht, weil man das Gerät auspackt, weil man es zusammenbaut und meistens sind es nur 45 Schrauben. weil man das Material lädt, die Software vielleicht updatet und dann sofort ein positives Ergebnis hat. 00:03:42Man hat also innerhalb von einer halben Stunde, ja viertelstunde, halbe Stunde, je nachdem wie flink man ist, hat man schon ein Bauteil, wo jetzt zu drucken anfängt und vielleicht eine Stunde später hat man das erste Bauteil, was man dann in der Hand hat. Und dieser Effekt, der war so gigantisch in den letzten 2 Jahren, dass dieses Drucken so einfach geworden ist, Und zwar so einfach geworden ist, dass man sich nicht mehr drüber aufregt, wenn mal was schief geht, sondern hier hat jemand es wirklich gut gemacht, diesen nächsten Schritt zu gehen. 00:04:12Deswegen hat man auch am Anfang sehr viele Prototypen gedruckt und zwar so Kleinzeug, was man halt im Unternehmen so braucht und das hat im Endeffekt funktioniert und man muss nicht viel drüber nachdenken. Man klatscht es in die Software, man klatscht es auf den Bauraum oder auf die Bauplattform, man nimmt es heraus und man spielt ein bisschen damit. man hat so seine ersten kleinen Bauteile von Mockups, irgendwelche Dummy Teile, was man halt so braucht und da stehen wir gerade, wir bleiben dort gerade stehen. 00:04:44Die meisten kaufen dann jedes Jahr immer neuen Drucker, weil der Hersteller immer wieder was Neues rausbringt. Der nächste Hype, wo man glaubt, das haben zu müssen, ein neues Feature, was man glaubt haben zu müssen, dabei geht der Blick natürlich immer nur in Richtung Technik, das bringt einen nicht weiter, Sondern man sollte eher die nächste Stufe einläuten und zwar, wer nur Prototypen druckt, der ist auch in Zukunft einfach nur noch irrelevant. Das kann ich wirklich so sagen, weil es geht darum, die nächste Stufe zu erklimmen und zwar rein in das Thema Betriebsmittel, Vorrichtungen, Halterungen. 00:05:21Wenn man schaut, wie viele Prototypen gerade wirklich gedruckt werden, dann ist es erbärmlich, weil in Deutschland sehr viele Prototypen gar nicht mehr gedruckt werden, müssen, weil nichts mehr entwickelt wird an vielen Stellen und bei Kleinigkeiten einfach nur kurz auf den Drucker zurückgegriffen wird. Und der Knackpunkt, auf den ich jetzt eingehen möchte, ist damit das Ganze wieder relevanter wird, ist aufs nächste Level zu kommen. Man hat jetzt alles abgegrast an Prototypen, was man machen kann, man hat diese Low Hanging Fruits im Unternehmen ein Stück weit alle abgearbeitet, man weiß, das kann man drucken, das kann man nicht drucken, man druckt hauptsächlich nur ein Material, aber die meisten wissen gar nicht, 00:06:01welches Potenzial wirklich da drin steckt bei dem Thema Betriebsmittel, weil es nie jemand aufgezeigt hat, weil was man nicht kennt, das kann man auch nicht vermissen. Es ist einfach so, dass man gar nicht weiß, wie toll so ein Urlaub werden kann, jetzt in dem Fall als Beispiel, wenn man noch nie dort gewesen ist oder wenn man das noch nie erzählt bekommen hat und dann nimmt man natürlich einige Erfahrungen mit und wenn man die ersten Erfahrungen dort gemacht hat, dass das ganze Thema Betriebsmittel, Betriebshilfsmittel, vor allem im 3D-Druck so gut funktioniert und so große Ergebnisse dabei rauskommen, dann möchte man das Thema nicht mehr missen. 00:06:38Also der nächste Schritt ist nicht, den nächsten Drucker zu kaufen oder auf den nächsten Drucker zu warten, wie aufs nächste iPhone oder zu sagen, wenn wir das Feature haben, dann wird alles besser und wenn ich das Material drucken kann, dann ist man ganz toll. Es geht nicht darum, ihr eigenes Ego dort aufzupolieren, es geht nicht darum, in dieser Sicherheit drin zu bleiben, Sondern es geht darum, den nächsten Schritt zu wagen und dieser nächste Schritt wird super einfach sein, egal ob es jetzt der SLS 3D-Druck ist, wenn man auf einen Dienstleister zugeht, weil man endlich mal Bauteile in die Hand nimmt, wo die Oberfläche auch deutlich besser ausschaut und Bauteile, die eine höhere Festigkeit und Steifigkeit haben, Bauteile auch mit einer höheren Genauigkeit, Bauteile, die für professionelleren Einsatz zum Einsatz kommen, sondern es geht vor allem darum, dass man merkt, 00:07:30man ist nicht auf der Stufe 5 hängen geblieben, sondern es gibt da noch 300 weitere Stufen, die es zu erklimmen gibt. Und ich hab mit einem Geschäftsführer gesprochen, das ist schon eine Weile her, der war genau in der gleichen Situation. Die haben sich damals so einen Anycubic gekauft, er hat nicht funktioniert, die haben ewig lang rumgemacht, Haben die ersten Prototypen gedruckt? Jetzt haben sie ein anderes Gerät, das läuft deutlich besser. Jetzt werden viele Prototypen gedruckt, bis ich mit dem ein Gespräch geführt hab und hab ihm ein bisschen Input gegeben, was in seinen Abteilungen wirklich für Potenziale stecken und wo die Probleme sind, die er eigentlich gar nicht, die er gar nicht erkennt. 00:08:09Und seitdem läuft der Drucker Twenty Four Seven. Jeden Tag nehmen die ein Bauteil aus dem Drucker heraus und nicht ein Prototyp, sondern ’ne richtige Anwendung, die eingesetzt wird in der Maschine, in der Fertigung. In Bereichen, wo man sich am Anfang gedacht hat, da hat man noch gar nicht drüber nachgedacht, hier die Lösung 3D-Druck einzusetzen. Und es geht nicht darum, jetzt den nächsten kleinen Drucker zu kaufen, sondern sich in den die nächste, ich sag mal, nicht Komfortzone hinein zu bewegen. Also raus aus der Komfortzone, hin in ’ne neue Welt, um diese wieder zu erobern. 00:08:43Oder du bist Techniker und du wirst das Ganze auch meistern, weil die Technologie ist schon da. Die Lösung steht sozusagen bereit. Die Ergebnisse liefert diese Lösungen auch. Das Einzigste, was den meisten fehlt, weil sie auf diesem Prototypenstadium hängen geblieben sind, ist welche Probleme im Unternehmen mit 3D-Druck gelöst werden müssen. Und wenn man sich das auf so einer Strecke anschaut von links nach rechts, dann kennt man hinten schon fast alles. Ja, man kommt schnell in das Thema S.L.S. 00:09:15oder Metall 3D-Druck rein, wenn man doch am Anfang technisch versiert ist und, der sich in der Sache etwas auskennt. Aber die meisten, die tun sich schwer, ganz vorne, ganz, ganz vorne die Probleme zu kennen, die Anwendungen zu finden und dann zu sagen, wow, da ist ja schon eine Lösung da, das ist ja super einfach, das zu lösen. Du musst dir das mal so vorstellen, dass man an einem Punkt ist und sagt, für all diese Probleme, die ich jetzt neu entdeckt habe, da werfe ich 3D Druck drauf und es ist gelöst und das ist ein gutes Gefühl und vor allem auch ein gutes Zeichen für die nächsten Schritte im Unternehmen. 00:09:50Also. Was man braucht, vor allem ist die nächste Stufe des richtigen Mindsets. Das kann man selber nicht spüren, dafür muss man offen sein. sein. Und Mindset hat immer was damit zu tun, dass man seinen Horizont erweitert, dass man sich auf etwas einlässt, was man noch nicht kennt, wo man aber genau weiß, dass es am Ende gut enden wird. Und das ist eine tolle Sache, wo 3D-Druck aktuell toll Anwendung findet, weil vielleicht ist es gar nicht der nächste Bambu Lab, den sie kaufen, sondern vielleicht eine Stratassis oder einen anderen großer 3D-Drucker. 00:10:28Es, Es ist nämlich viel einfacher, eine Maschine zu kaufen und diesen Weg so zu gehen, dass man die Anwendung genau kennt, das Problem der Anwendung kennt und dafür die perfekte Maschine kauft, die dann auch mal 10 Jahre im Unternehmen bleibt, anstatt sich jedes Jahr ’ne neue Technologie zu kaufen, in der Hoffnung, dass die besser funktioniert und nach 5000 Druckstunden ständig den Drucker austauschen muss. Weil, was will man denn von einem 3D-Drucker erwarten? der 1.500 Euro kostet oder 2.000 Euro kostet, den kann man nicht richtig reparieren und es ist auch im Endeffekt keine Industriemaschine. 00:11:04Da möge es jetzt natürlich viele geben, die sagen, ja, man kann bei dem und dem Drucker alles reparieren. Ja, das kann man vielleicht auch, aber es hat einen Grund, warum es große Maschinen gibt. Es hat einen Grund, warum manche Maschinen prozesssicher sind. Es hat einen Grund, warum andere Bauteile in Maschinen verbaut werden, die länger halten. Es hat auch einen Grund, warum manche Maschinen einfach teurer sind, weil sie länger halten, Weil man präzise damit arbeiten kann und weil sie wirklich ein Problem lösen am Ende des Tages. Also, wenn es also dir wirklich wichtig ist, 3D-Druck im Unternehmen einzusetzen, dann geht es vor allem darum, die richtigen Anwendungen zu finden und raus aus diesem Prototyp-Stadium zu kommen. 00:11:44Wenn du auch an dem Punkt bist und sagst: ‘Ich möchte nicht mehr Prototypen drucken, ich möchte die Geldbringer-Anwendungen drucken, ich möchte den nächsten Schritt gehen, das Mindset erweitern, weil man technisch vielleicht alles schon weiß.’ dann melde dich bei uns, trag dich für ein kostenfreies Erstgespräch ein und wir zeigen dir ganz genau auf, was deine nächsten Schritte von dem jetzigen Standpunkt, wo du bist, zum nächsten Standpunkt sind und wie du das Ganze im Endeffekt auch erreichst. Also, bis zur nächsten Podcastfolge.