Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2025-10-22: 2025-10-22
00:00:00: Speaker 1Willkommen zum 3D Druck Podcast, dem Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D Druck geht, egal ob Sie neu mit dem Thema 3D Druck und additive Fertigung beginnen, erfahrener Anwender sind oder sogar 3D Druck Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D Drucker im Griff haben oder ob der 3D Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil es, Eine Interviewfolge ist mit dem Titel ‘Carbon für alle: Wie Fiberseek den 3D Druck mit Endlosfaser neu denkt’.
00:00:35: Speaker 1Und das ist eine super spannende Folge, weil wir heute über das Thema High Performance 3D Druck mit Endlosfaser sprechen und zwar ‘Zugänglich wie noch nie’. Also, wenn das Thema funktionale Bauteile, Betriebsmittel, Vorrichtungen und auch immer wieder Carbon 3D Druck, Ein ein Thema bei Ihnen ist, dann sollten Sie auf jeden Fall dranbleiben, weil ich freu mich auf diese Folge vor allem mit dir, Lutz Feldmann. Stell dich doch einfach ein paar Worten mal mal vor. Wer bist du? Was machst du?
00:01:04: Speaker 2Ja, mein Name ist Lutz Feldmann. Ich bin für FiberSeek verantwortlich für den europäischen Raum und möchte dort das Business gestalten. Indem ich mit Fachhändlern zusammenarbeiten. Zu meinem Hintergrund, ich bin Kunststoffingenieur, kenn mich also mit Kunststoffen von quasi Geburt an sehr gut aus. FiberSeq ist eine Marke von Anisoprint, die spezialisiert ist auf das Co-Extrudieren von Filamenten gemeinsam mit Endlosfasern.
00:01:46: Speaker 1Was dieses Co-Extrudieren auch genau ist, das werden wir nachher noch mal genauer drauf eingehen. Aber ihr habt ziemlich viel Trubel gemacht in letzter Zeit auf LinkedIn und im Internet. Vielleicht kannst du da noch mal ’n bisschen genauer drauf eingehen. Wer seid ihr und was macht FiberSeek denn jetzt genau? Was steckt da dahinter?
00:02:04: Speaker 2Also, FiberSeek ist quasi eine eine Marke. Der Firma an ISO Print an ISO Print ist schon ein bisschen länger im Markt. Wir halten das Patent für diese Koextrusionstechnologie, die wir später noch beleuchten werden und sind angetreten, im Prinzip diese Technologie nun auf eine Plattform zu bringen, die es jedem Nutzer möglich macht, so eine Maschine zu betreiben und eben auch.
00:02:39: Speaker 2Teile mit sehr hoher Festigkeit zu erzeugen. Die Zielrichtung dieser Entwicklung des neuen FiberSeeker 3, der unterhalb dieser Marke verfügbar sein wird, war folgende: Wir wollten einen Hochgeschwindigkeits-FDM-Drucker haben, zuallererst, aber zusätzlich mit der Option, Bauteile dort zu verstärken, wo sie eben Verstärkung brauchen.
00:03:09: Speaker 1Jetzt denk ich natürlich immer sofort, was für ein Problem löst oder Problem löst jetzt euer Drucker bei bei euren Kunden. Vielleicht kannst du da noch mal ’n Stück weit drauf eingehen.
00:03:21: Speaker 2Ja, also es gibt nun der 3 D. Druck hat ja seine Ursprünge im Prototyping. Ja, aber es zeigt sich ja immer mehr und immer häufiger, Dass wir auch Bauteile des täglichen Bedarfs, sei es jetzt im Industrie oder auch im Privaten, 3D drucken möchten. Nun, diese Bauteile im Gegensatz zu einem Prototypen, die müssen was aushalten. Die werden gegebenenfalls irgendwo montiert, an etwas befestigt, müssen eine Last tragen und da kommen Kunststoffe dann doch häufiger an ihre Grenzen.
00:03:57: Speaker 2Das heißt, wir, Ermöglichen eben diese Grenzen zu sprengen, indem wir Endlosfasern in die 3D-Drucke integrieren und eben dort für erhöhte Festigkeit sorgen, wo sie benötigt wird. Einfaches Beispiel: Ich drucke ein Bauteil, was irgendwo angeschraubt werden soll. Schwachstelle: Schraubverbindung. Da wird gegebenenfalls eine Metallschraube durch Kunststoff geschraubt. Ja,
00:04:28: Speaker 2Wenn ich jetzt genau diese Stelle verstärken könnte, ja eine mechanische Festigkeit erzeugen kann, dann kann ich mir relativ sicher sein, dass dieses Bauteil eben auch dieser Belastung gewachsen ist. Ja, und das hat sehr, sehr viele Implikationen in der Industrie. Ich denke nur an den Bereich Betriebsmittel, Vorrichtungsbau, aber auch Leichtbau im Generellen. Ich denke auch sehr oft an Ersatzteile, Für beispielsweise Maschinen, weil diese Maschinen halt in der Regel auch alt werden können, in vielen Fällen 2030 oder sogar 40 Jahre und eben schlicht und ergreifend Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind, wenn ich diese über Nacht drucken kann und meine Maschine am nächsten Morgen weiterlaufen kann.
00:05:20: Speaker 2Unter Umständen nur bis zur Überbrückung, bis da ein reales Ersatzteil vorhanden ist, dann ist das ein sehr hoher Mehrwert, den ich damit erzeugen kann.
00:05:28: Speaker 1Ja, ja, ich seh das genauso wie du. Es gibt ja aktuell viele kleine Desktop-Drucker, die sich alle noch in diesem Betriebsmittelbereich, Prototypenbereich, ich bin in den Gedanken schon bisschen weiter voraus, aber in dem Prototypenbereich sich aufhalten und dann heißt es ja immer, ja, aber dieses Bauteil hebt da ja nicht, ne, das können wir ja doch und doch nicht einsetzen. Und dort macht er ja neuen, eine neue Stufe auf, wenn man das so sagt, dass man mit seinen bestehenden Materialien und zusätzlich mit einer Endlosfaser dann doch an noch weitere Anwendungen kommt, wo man sich vielleicht am Anfang nicht so richtig hingetraut hat, weil man immer diese, diese vielleicht Sorge hatte, es würde nicht lang halten, es würde vielleicht brechen.
00:06:07: Speaker 1Und man probiert es erst gar nicht da dabei. Jetzt gibt es natürlich auch einige Missverständnisse am Markt, ne, gegenüber dem ganzen Thema 3D-Druck bei den kleinen Desktopdruckern, wenn man sie sie jetzt einfach mal so so nennt und auch was Kohlefaser angeht. Wie siehst du das denn mit den Missverständnissen, die es da am Markt gibt?
00:06:28: Speaker 2Na ja, gut, das erste Missverständnis, was wir immer wieder sehen, ist, dass Leute, Endlosfasern verwechseln mit geschnittenen oder Kurzfasern. Es gibt ja fasergefüllte Kunststoffe schon Ewigkeiten und natürlich nun auch Filamente für den 3D-Druck und die werden, die werben natürlich mit ihrer mit ihrer gestiegenen Festigkeit. Wenn man das aber mechanisch betrachtet, dann sieht es so aus, dass dort mikroskopisch kleine Faserstückchen drin sind.
00:07:03: Speaker 2Ja, Die geben zwar eine gewisse Festigkeitserhöhung, aber haben natürlich in keinster Weise die Stabilität einer Endlosphase. Also, wir reden hier über Unterschiede, wie 80 Megapascal oder 80 Einheiten, nenn ich es jetzt mal, für einen für einen Nylon. Mit Kurzfasern erreiche ich da, sagen wir mal, 100 Festigkeitseinheiten. Wenn ich das Ganze jetzt aber mit einer Endlosfaser versehe, dann erreiche ich 800 Festigkeitseinheiten.
00:07:39: Speaker 2Also, das ist dann wirklich vergleichbar mit einem Teil aus Metall. Das muss man erstmal so bisschen sacken lassen, ja, um das zu verstehen. Ich, ich hab hier auch ein gerade mal so im eigenen Versuch ein Beispiel gemacht. Jeder kennt das ja von zu Hause, ja, Spaghetti, Ja, nehmen Sie mal eine Spaghetti aus dem Schrank, ja, oder besser gesagt, aus der Tüte und dann halten Sie die mal an beiden Enden fest und ziehen Sie dran.
00:08:10: Speaker 2Ja, und dann, dann sehen Sie, wie unglaublich stabil eine Spaghetti bei einer Zugbeanspruchung ist. Ja, wenn Sie die aber brechen, dann bricht es wie nix. Ja, also die hat kaum, kaum einen Widerstand. Ja, ich, ich hab da mal noch eine Schippe draufgelegt, Und habe dann mir einen Schrumpfschlauch geholt, tatsächlich, und habe diesen Schrumpfschlauch über die Spaghetti gezogen. Ich habe dann ganz normalen Feuerzeug genommen, habe den Schrumpfschlauch.
00:08:43: Speaker 2Quasi da auf die Spaghetti aufgeschrumpft und siehe da, jetzt passieren 2 Dinge. Natürlich kommt ein bisschen Wärme ins Spiel, durch die durch die Wärme, die die natürlich auch in die Spaghetti übergeht, in diesem Falle. Ja, aber was sie dann danach machen können, ist tatsächlich, dass sie die Spaghetti biegen können und zwar ohne, dass sie bricht. Das hat und ich hab das nur so für mich gemacht, um um, Um für mich ’n Weg zu finden, wie kann man den Coextrusion von Fasern auch bisschen so beschreiben, dass man das greifen kann.
00:09:20: Speaker 2Ja, und das ist das, was unsere Technologie gibt. Sie bettet eine Faser in eine eine Endlosfaser in eine Kunststoffmatrix ein, Und verlegt die dann eben genauso, wie der Anwender das haben will, innerhalb dieses Bauteils und erzeugt dort Festigkeit, wo sie nun gebraucht wird und wichtig ist.
00:09:44: Speaker 1Mhm, mhm, es ist super spannend. Ich hab gerade die ganze Zeit so ein Lächeln im Gesicht gehabt, als du das erklärt hast. Ich hab mir gedacht, das ist das beste Beispiel dafür, jetzt hat es wirklich jeder verstanden, wie ihr eure Kohlefaser entsprechend mit mit einbindet. Da komme ich gleich zur nächsten Frage. Du hast mir da ein paar Sachen schon vorweggenommen, das finde ich gut. Wie unterscheidet ihr euch denn am Markt von anderen gerade aktuell?
00:10:11: Speaker 2Gut, es gibt im Prinzip ja 2 Technologien, die auch dementsprechend patentiert sind. Ja, die eine Technologie benutzt eine Faser, die mit Nylon imprägniert ist, Oder mit dem Polyamid. Ja, und druckt aber auch das Bauteil in einem Nylon. Was da technisch passiert ist, ist sie drucken eine Schicht eines Bauteils oder mehrere in Nylon und jetzt kommt die Faser, die quasi erhitzt wird.
00:10:46: Speaker 2Das Nylon wird das, dass die Faser ummantelt wird, im Prinzip auf aufgeschmolzen. Ja, und dann bügelt man die Fasern, In den zuvor gedruckten Layer des Bauteils ein.
00:11:02: Speaker 2Na, das funktioniert sehr gut und sehr zuverlässig, ist eine wirklich erprobte Technologie, hat aber dann gewisse Einschränkungen, die ich jetzt gleich erzählen werde, wenn ich unser Verfahren beschrieben habe.
00:11:17: Speaker 2Ich hab ja das Beispiel mit dem mit der Spaghetti genommen, ja, und, Sie können sich im Prinzip vorstellen, wir haben 2 Düsen. Die eine Düse druckt das Basismaterial, also das Material, aus dem Ihr Bauteil bestehen sollte. Ja, wir sind dabei völlig offen, welches Material das ist. Das ist auch wichtig. Die zweite Düse macht Folgendes: Wir extrudieren eine Endlosfaser gemeinsam mit dem entsprechenden Kunststoff und verdrucken den.
00:11:52: Speaker 2Auf dem Bauteil. Mhm, da ist auch ein Messer involviert, also ein sogenannter Cutter, weil natürlich von Zeit zu Zeit die Faser auch geschnitten werden muss, eben am Ende des jeweiligen Faserpfades. So, diese Koextrusion hat gegenüber dem zuvor beschriebenen Verfahren, Einige Vorteile, die einfach technologiebedingt sind.
00:12:24: Speaker 2Erstens, sind wir materialoffen, das heißt, wir verkaufen eigentlich nur die Fasern an Kunden. Das ist so ein bisschen unser Patentrezept, sag ich jetzt mal.
00:12:37: Speaker 2Die Kunststoffe dafür können auf dem freien Markt bezogen werden. Das heißt, sie können Fasern gemeinsam mit, Zum Beispiel P.L.A. Drucken oder P.E.T.G. Oder eben Nylon oder A.B.S.
00:12:56: Speaker 2Ich finde das als Kunststoffingenieur sehr, sehr wichtig, weil ja Kunststoffe mit einem ganz bestimmten Einsatzzweck entwickelt wurden. Es gibt nicht umsonst hunderte mit den Additiven, vielleicht 10 Tausende verschiedene Arten von Kunststoffen, Weil diese Kunststoffe immer einen ganz spezifischen Zweck hatten, den sie später im Einsatz erfüllen mussten. Ja, und deshalb ist Materialoffenheit für mich ein ganz, ganz wichtiger Aspekt.
00:13:29: Speaker 2Der zweite Unterschied in dieser Technologie ist, aufgrund der Tatsache, dass wir diese Fasern koextrudieren, können wir sie an beliebige Stellen in dem, In das Bauteil integrieren. Wir können auch Wabenstrukturen einarbeiten. Jeder kennt ja Infill und wenn man das jetzt mal ein bisschen größer denkt, das Infill und wir drucken einfach Fasern als quasi eine Wabenstruktur im Inneren des Bauteils, dann erzeugen wir sowas, was viele von uns mal im Studium oder Ausbildung kennengelernt haben, als Sandwichbauweise.
00:14:13: Speaker 2Also, Ultraleichte Bauteile mit einer hohlen, aber faserverstärkten Innengeometrie und einem Mantel, den das Bauteil umhüllt. Diese Wabenstrukturen haben auch festigkeitstechnisch ganz klare Funktionen, weil sie leiten die Kräfte nahezu gleichmäßig in das Bauteil ab. Auch hier können wir die Waben ganz spezifisch modellieren,
00:14:44: Speaker 2In unserem Slicer. Also, ich kann die Winkel der Dreiecke oder der Honigwaben oder der Rechtecke ganz genau spezifizieren und kann somit ein Verhalten der Wabenstruktur erzeugen, was quasi anisotropisch ist. Daher auch unser Name an Isoprint. Ja, was wir weiterhin können, ist auch bedingt durch die Coextrusion, wir haben, In unserem Slicer die Möglichkeit, einen oder mehrere Volumina zusätzlich zu der Bauteilgeometrie zu importieren.
00:15:25: Speaker 2Wir können diese Volumina dann als sogenannte Masken benutzen. Das heißt, wir teilen dem Slicer mit, in diesem Volumensegment machst du bitte Fasern rein, in dem Rest gar nichts. Ja,
00:15:43: Speaker 2Man kann sich das ungefähr so vorstellen. Ich benutz jetzt mal ein Beispiel aus der klassischen Simulation. Ich mach, ich geh in in meine C.A.D. Software und mach ’ne mechanische Simulation und jetzt lass ich mir nicht die Spannungen anzeigen im System, sondern das ist ’ne Ergebnisanzeige, die mir jede Software bringt. Ich lass mir die Spannungsvektoren anzeigen. Das heißt, in welche Richtung verläuft denn die Spannung innerhalb mein meines Bauteils, Und mit ein bisschen Überlegung kann ich dann ein Volumen konstruieren, was genau entlang dieser Spannungsvektoren verläuft und im besten Falle eben diese Spannungen kompensiert.
00:16:25: Speaker 2Das importiere ich dann zusätzlich zu dem Bauteil in unseren Slicer und sage dem System: OK, innerhalb dieses Volumens bitte Endlosfasern verlegen. Wir erzeugen somit ein ganz, ganz spezifisches Bauteil, was genau diese spezifischen Lasten auch abfängt. Vom Grundsatz sag ich eigentlich immer, diese diese innere innere Wabenstruktur oder dieses Sandwichbauweise, wie ich sie vorhin genannt hab, ist immer ein erster guter Start, weil die gibt eine insgesamte Stabilität des Bauteils.
00:17:02: Speaker 2Ja, wenn ich aber jetzt sehr spezifisch hergehe, das heißt, Wie ich vorhin schon sagte, beispielsweise an einer Stelle, wo das Bauteil befestigt wird, dann kann ich da auch sehr diskret und ganz spezifisch vorgehen.
00:17:16: Speaker 1Ja, ja, das ist super spannend, was du erzählst mit den 2 Punkten. Einerseits, es hat einen Grund, warum man so viele Kunststoffe hat und dass man sie auch nutzen sollte und andererseits, es hat auch einen Grund, seine Anwendung ganz gut zu kennen. Um das Bestmögliche dabei natürlich rauszuholen. Ne, ich merk auch, so wie du gerade sprichst, dass ihr dort einiges an Informationen auch dem Kunden noch mitgeben müsst in Zukunft. Deswegen, so meine meine nächste Frage, vielleicht zielt es auch ein bisschen stärker darauf ab, was hält denn so ein typischen 3D-Drucknutzer so nachts wach und warum hat er, hat es bald ein Ende, wenn man das so sieht?
00:17:57: Speaker 2Ich denke, Ich denke, dass es in vielen Bereichen tatsächlich so ist, dass man gewisse Bauteile gar nicht erst 3D druckt und wenn man sie druckt, hat man doch schon ein bisschen Bammel davor, dass die im Einsatz versagen könnten. Ich denke, hier nehmen wir mal ein einfaches Beispiel. Ich sehe sehr viele Beispiele auch auf LinkedIn und anderen sozialen Medien von Spannvorrichtungen. Ja, Leute drucken also Spannvorrichtungen mit einem kurzfasergefüllten Nylon und finden das, ist das super.
00:18:34: Speaker 2Ja, finde ich auch ganz ehrlich, weil eine Spannvorrichtung zu fräsen ist ’ne teure Angelegenheit. Ja, und ich könnte eigentlich mein meine teure C.N.C. Maschine für hochqualitativere Arbeiten benutzen, wenn ich es drucken könnte.
00:18:53: Speaker 2Was mich dabei wach halten würde, ist tatsächlich die Tatsache, was passiert denn, wenn diese Spannvorrichtung jetzt versagt im Betrieb?
00:19:04: Speaker 2Das würde mich sehr umtreiben, ja, weil da kann natürlich und naturgemäß ein gewaltiger Schaden entstehen, ja, in der bis in die 10 Tausender gehen kann, relativ simpel. Ja, ich muss also in vielen Bereichen genau abwägen, Mach ich es oder mach ich es nicht. Ich bin heute der Meinung, viele, viele machen es nicht, ad 1 ja, und die, die es machen, die haben da auch schon bisschen Schweiß damit, ja, sag ich mal, ja.
00:19:40: Speaker 2Wir müssen tatsächlich, da gebe ich dir 100% recht, sehr viel quasi in in Beispiele investieren, ja, in reale Kundenbeispiele, Die, die auch entsprechend funktioniert haben. Ich bin dabei, auch Allianzen zu schmieden mit Simulationssoftwareanbietern. Die Zielsetzung ist hier das, was ich vorhin beschrieben habe, wie man das in der Simulation machen können, diesen Vorgang vielleicht zu automatisieren und mir dann direkt ein Volumen aus der C.A.D.
00:20:12: Speaker 2Software zu liefern, was ich einfach einbette und von dem ich mit Sicherheit behaupten kann, dass es den Belastungen aushält. Ja, also das ist was, wo ich die Zukunft eigentlich eher sehe in dem Bereich, dass, Digitale Hilfestellungen werden den Menschen gegeben, die sehr schnell eine Lösung herbeiführen. Man kann das auch oft mit gesundem Menschenverstand machen. Ja, also wenn ich ein Bauteil habe, was irgendwo zweifach.
00:20:43: Speaker 2Angeschraubt ist und unten ’ne Achse trägt, dann kann ich mir auch schon überlegen, wie müsste ich das denn verstärken, damit das Ganze hält. Ja, ohne jetzt auch noch ’ne Simulationssoftware zu bemühen, aber es gibt ja auch hinreichend komplexe mechanische Probleme, dann ist es oft nicht mehr ganz so einfach.
00:21:01: Speaker 1Ja, ja, ja, weil ich glaub, viele stellen sich die Frage, wie dick muss ich das jetzt drucken, damit es jetzt hält und wie muss ich konstruieren und und welche Faser brauch ich da dazu. Das sind alles Dinge, die muss man natürlich dann, Entsprechend den Anwendern mitgeben. Aber auch hier ist es genau das Gleiche. Wieder das sind meistens keine dummen Leute, sondern meistens sehr intelligente Leute, die das einmal dann herausgefunden haben, dass man bei. Bei einem bestimmten Bauteil, was man eingesetzt hat, eine bestimmte Erfahrung hat und dann, dann nimmt man die natürlich mit und es muss ja nicht so sein, dass man jetzt das allerletzte Gramm Carbon noch einspart, sondern auch da gibt es ja auch aus meiner persönlichen Sicht so ein, so ein, so ein Für und Wider, ne, dass man sagt, gut, wer möchte jetzt schnell eine Lösung haben, man kann da auch 2 Wochen dran rumdoktern oder man druckt es einfach und nimmt ein bisschen mehr Material.
00:21:51: Speaker 1Und man ist auf Nummer sicher, dass man nachts nicht schlecht schläft und man dann zusätzlich noch ’ne Spindelversicherung, ich sag mal, abschließen muss, weil da irgendein Bauteil durch die Gegend fliegt am Ende des Tages, ne. Aber man kann auf jeden Fall, so wie du es auch sagst, die die nächsten Schritte gehen aus diesem Prototyping hier heraus in viel hoch festere Bauteile, was jetzt immer mehr gefragter ist. So nehm ich es auch auf dem Markt deutlich wahr.
00:22:16: Speaker 1Ja, Jetzt hattest du vorhin deine, die die Lösung, die ihr habt, schon etwas etwas genauer formuliert. Gibt es da noch ’n paar weitere Punkte, die du da noch hinzufügen kannst, wie eure Lösung dort ausschaut und warum ausgerechnet euer Drucker?
00:22:32: Speaker 2Ja, also ich möchte noch mal ganz kurz auf die, die die Zielrichtung, sagen wir mal, etwas etwas hinblicken. Wir haben natürlich, bevor wir jetzt, Gestartet haben, einen 3D Drucker zu entwickeln, haben wir uns sehr, sehr viel Gedanken gemacht, wie denn der Markt heute funktioniert. Wir haben also mit sehr viele unserer Kunden, aber auch mit Kunden von Wettbewerbssystemen gesprochen, haben tausende Interviews geführt, Online-Surveys gemacht, um herauszufinden, wie denn das Nutzerverhalten dieser Maschinen.
00:23:17: Speaker 2Im realen Markt, im realen Einsatz ist. Dabei wurde es offensichtlich, dass diese Drucker zu über 90% eben nicht mit Fasern drucken, sondern als ganz normale F.D.M. Drucker genutzt werden. Was für mich eigentlich nicht erstaunlich ist, weil es ist nun mal Realität, dass nicht jedes Teil, was ich irgendwo verbaue, auch, Auch im Umfeld einer Maschine per se hochfest sein muss.
00:23:49: Speaker 2Ja, wenn es da nichts Hochfestes tut, dann braucht es auch nicht hochfest zu sein. Ja, und das ist tatsächlich die Mehrzahl der Teile. Ja, also die deutliche Mehrzahl, wie ich gerade gerade gesagt hab. Insofern hat uns hat sich quasi unser Entwicklungsfokus auch ein Stück weit geändert. Ja, wir haben zunächst einmal darauf Wert gelegt, einen sehr schnellen, F.D.M. Drucker zu entwickeln, der im Prinzip alle Materialien in innerhalb seiner Spezifikation drucken kann und das in hoher Geschwindigkeit.
00:24:26: Speaker 2Weil ganz einfach, wenn 90% das machen, dann sollten wir ja auch 90% unserer Kapazität darauf verwenden, das so gut und schnell und zuverlässig und genau wie möglich zu machen. Dann haben wir aber gesagt, wir haben quasi die Option, Die bei uns standardmäßig verbaut ist, Endlosfasern zu benutzen, eben dann, wenn ich sie brauche. Das ist ein bisschen eine Umkehrung der der Vergangenheit, wo wo wir im Prinzip immer auf diese nur ausschließlich auf diese starken Bauteile fokussiert waren und nicht so sehr auf, ich brauch auch ein Drucker, der eben schnell und und.
00:25:13: Speaker 2Und offen ist. Ja, mir ist auch wichtig und das ist mir wirklich, das liegt mir sehr, sehr am Herzen, immer wieder zu betonen, dass wir ’n offenes System sind. Ja, es ist, Sie können wirklich mit dem Drucker alle Materialien verdrucken. Sie können auch im Slicer eigene Materialprofile entwickeln, also für jemanden, der ’ne ganz spezielle Anforderung hat und dafür ein ganz spezielles Material benötigt. Und dieses jetzt nun nicht in unserer Standard Materialbibliothek findet, dann kann er auch ein eigenes Profil entwickeln in unserem Slicer sowohl für das Material selbst als auch für die Kombination Material mit Faser.
00:25:57: Speaker 2Ich denke, das ist sehr wichtig, weil diese Drucker halt auch durch die Materialoffenheit eben mit, Teilweise auch exotischen Materialien bedient werden müssten. Wir haben kürzlich auf einem anderen Drucker unseres Hauses, um ein Beispiel zu nennen, TPU mit Fasern gedruckt. Ja, das waren, das waren Riementriebe. Das ist eine Firma, die macht Zubehör für Kopierer, also im Prinzip so Falzen, Kuvertieren und so Sachen, die nach neben Großkopierern stehen.
00:26:33: Speaker 2Und wenn man sich sowas aufmacht, dann kann man sich vorstellen, da sind unheimlich viel Riementriebe drin. Ja, und und der gute Mann hat halt ein Verschleißproblem. Ja, der muss halt ständig dafür sorgen, dass diese Riementriebe ausgewechselt und erneuert werden und der Montageaufwand da ist auch ziemlich hoch, weil das ist alles relativ kleinteilig und bis man dann Riementrieb getauscht hat. Was wir gemacht haben, im Prinzip ein T.P.U. Gedruckt und haben ihm eine Seele aus Carbonfasern gegeben. Ja, also quasi ein ganzes Bündel haben wir da reingedruckt und das ist zur Zeit im Testbetrieb, also um im Prinzip da verbindliche Auszeiten oder Vergleiche zum Laufzeitverhalten oder Lebensdauer des Riementriebs zu erhalten.
00:27:18: Speaker 2Also durch die Offenheit, das deshalb habe ich das Beispiel gewählt. Ja, durch die Offenheit erzeugen wir natürlich ein wesentlich größeres Spektrum an Anwendungen. Die Wettbewerbssysteme können das nur mit Nylon. Ja, aber Nylon ist ein Material von Tausenden. Ja, und es ist für verschiedene Anwendungen, denken wir beispielsweise an an Nahrungsmittelindustrie, also Verpackungsmaschinen et cetera, oder oder Fleischerei und Bäckerei und Käserei, Maschinen, also alles, was mit Nahrungsmitteln in Berührung kommt, ist Nylon.
00:28:00: Speaker 2Eben kein erlaubtes Material und schon gar kein fasergefülltes Nylon, kurzfasergefülltes Nylon, weil wenn wenn das Teil jetzt in in der Fertigung bricht, ja dann können sie die ganze Tagesproduktion wegschmeißen, weil weil ihr ihr Fertigungs oder Verpackungs Gebäude kontaminiert ist, ja mit Kurzfasern. Das sind so Sachen oder Beispiele, die ich einfach nur bringe, weil, Ich immer wieder darauf zurückkomme, auf meinen Punkt, möglichst viele Materialoptionen zu haben für verschiedene Anwendungszwecke.
00:28:36: Speaker 1Ja, und ist auch super, super interessant, was du sagst, weil das Problem meistens so unterschiedlich ist und es für verschiedene Probleme auch, ich sag mal, andere Lösungen her müssen. Man hätte es ja schon so gemacht, hätte man schon eine Lösung dafür, wenn man das, wenn man das so sieht. Also, ich finde es super spannend, auch dieses Anwendungsbeispiel, bevor wir gleich, Zu der Frage kommen mit den typischen Anwendungen, noch eine Frage vorweg und zwar, ich, ich nehme es auf LinkedIn und auf anderen Plattformen gerade extrem wahr, die Interesse, also das Interesse zu für euren Drucker, ist es gerade ziemlich hoch in der Hinsicht.
00:29:12: Speaker 1Kannst du da vielleicht noch ein, 2 ein, 2 Sachen dazu sagen?
00:29:16: Speaker 2Ja, ja, gerne, gerne. Es gab noch eine weitere Zielsetzung in der Entwicklung dieses Druckers, nämlich einen einen Drucker zu entwickeln, Der auch preislich in einem Range beheimatet ist, dass er problemlos in Firmen, in kleinere Firmen, sogar für 3D Druckprofis, ja, die die sogenannten Prosumer, ja, verfügbar zu machen.
00:29:48: Speaker 2Warum klar, Technologie hat ihren Preis, aber in vielen Bereichen ist es eben so, dass, 3 d Druck.
00:29:58: Speaker 2So bisschen ’ne Commodity auch geworden ist. Ja, weil weil ich eben jetzt plötzlich sehr, sehr zuverlässige, sehr schnelle Drucker im Preisbereich zwischen 2 und 5000€ haben kann. Ja, und das war auch ’ne Entwicklungsstufe für uns zu sagen, wir müssen es versuchen, eben genau in diesem Bereich da zu sein für unsere Kunden. Auf Kickstarter wird er für 2699 Euro angeboten werden, wenn wir unseren Launch gemacht haben.
00:30:37: Speaker 2Ich denke mal, der offizielle Verkaufspreis wird sich bei 4000 Euro in ungefähr einpendeln. Ja, da haben wir noch keine verbindlichen Audi, die möchte ich jetzt auch noch nicht treffen. Ja, da müssen wir noch noch ein bisschen warten. Das heißt, wir wir machen auch, Ein Stück weit ’ne Demokratisierung des des Endlosfaserdruckes. Ja, in der Vergangenheit waren diese Maschinen sehr, sehr teuer. Ja, das geht los 20,00€ bis ’ne Viertelmillionen Euro.
00:31:11: Speaker 2Ja, und ich denke, dass auch dies ein Hinderungsgrund für die Verbreitung dieser Technologie gewesen ist. Ja, Weil ein Investment von 20000€ für ’n Desktop Drucker, der ’n DIN A4 Blatt groß ausdrucken kann und dann nur zu 10% Endlosfasern genutzt wird, ist doch schon ’n bisschen,
00:31:40: Speaker 1Passt das nicht ganz zusammen, finde ich,
00:31:41: Speaker 2Ist bisschen drüber, ganz einfach. Ja, wir haben auch deshalb sehr frühzeitig angefangen, In die Öffentlichkeit zu gehen. Du hast es ja angemerkt, dass man da viel Information von uns findet, weil wir über diese Öffentlichkeitsarbeit auch wirklich sehr, sehr gute Menschen gesucht haben, die Betatester werden. Ich denke, das ist, ich kenn das aus der Software, ich mein, ich war mal lange in in im im Softwareumfeld tätig bei Solidworks und.
00:32:17: Speaker 2Und dieses Betatesting ist von von unschätzbarem Vorteil. Ja, wir haben hier in Deutschland beispielsweise den Kevin Epple als Betatester gefunden. Wir haben fast in jedem Land in Europa einen Betatester, die wir sehr, sehr sorgfältig ausgesucht haben. Auch hier haben wir Interviews geführt, weil wir wollten natürlich wissen, Wie ernst ist Ihnen denn diese Sache jetzt tatsächlich, einen noch nicht ganz fertigen Drucker zu bekommen und ihn auf Herz und Nieren zu testen und uns mehr oder weniger wöchentlich umfassendes Feedback zu geben über Ihre Erfahrungen, Problemstellen, die Sie entdeckt haben, et cetera.
00:33:05: Speaker 2Das geht vom User Interface über unsere Software, über unseren Slicer bis letztlich hin, Zum Drucker selbst und seinen erzielbaren Ergebnissen. Ich denke, es ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt zum finalen Gerät, das wir auf der Formnext haben werden. Und ja, also die das Interesse ist groß, ganz offensichtlich haben wir da einen einen Punkt getroffen, auch mit den preislichen und der Technologiekombination,
00:33:40: Speaker 2Die auf großen Widerhall stößt.
00:33:42: Speaker 1Ja, Ja, ja, ich finde es wirklich hervorragend, dass ihr diese Interview geführt habt, die Interviews geführt habt, dass ihr mit den mit den Anwendern gesprochen habt, weil dann kann nur ein Produkt dabei rauskommen, was am Ende des Tages auch genauso funktioniert, wie sich die Anwender das auch vorstellen. Doch draußen kommen wir noch zu ein paar Anwendungen. Hast du noch, Hast du noch ein paar Anwendungen, wo du, wo du kurz drüber berichten kannst? Wo der der Drucker in Zukunft auch zusätzlich noch seine Anwendung findet?
00:34:11: Speaker 2Also, es gibt natürlich im Bereich der Betriebsmittel einen sehr, sehr großen Ansatzpunkt. Ja, ich geb mal ein ein klassisches Beispiel. Ja, in 2024 wurden weltweit die meisten Roboter implementiert, ever. Ja, 2025, da habe ich Zahlen für die Volksrepublik China, wird es noch mal doppelt so viel sein.
00:34:44: Speaker 2Das heißt, und wir reden hier jetzt wirklich über Millionen, ja, also nicht nicht 10, sondern Millionen.
00:34:53: Speaker 2Jeder Roboter hat natürlich immer einen spezifischen Einsatzzweck, um mal dieses Beispiel jetzt einfach rauszugreifen. Ja, Er tut etwas und braucht dafür ein sogenanntes End-of-Arm-Tooling. Ja, für einen Roboter ist es extrem wichtig, dass dieses End-of-Arm-Tooling nicht so schwer ist, weil Gewicht für den Roboter bedeutet einfach A. Seine Nutzlast verringert sich oder B. Die Geschwindigkeit verringert sich einfach aus kinematischen Aspekten.
00:35:25: Speaker 2Ziel ist es also, dieses End-of-Arm-Tooling, diese Greifer oder was immer, Das da ist, so leicht wie möglich, aber so stabil wie möglich zu beschaffen, weil die sind im Dauerbetrieb. Ja, alleine das ist ein Segment für sich genommen, ja, wo man, wo man wirklich tausende solcher Drucker etablieren könnte, die eben nur einen Zweck haben, dieses End-of-Arm Tooling zu drucken und somit enorm viel Gewicht am Roboterende zu sparen.
00:35:57: Speaker 2Und, Eben diese ganzen daraus resultierenden Vorteile zu erzielen. Das ist nur ein kleines Segment, ja, aber es gibt so viele Beispiele aus aus dem aus dem praktischen Umfeld. Wir haben vorhin schon Spannvorrichtungen genommen, aber auch Haltevorrichtungen im Bereich der Qualitätssicherung, Montagehilfen, ja, Ersatzteile find ich ein ganz wichtiger Aspekt, der eben im Sinne der Lieferketten auch, Wahrscheinlich noch eher am Wachsen sein wird, weil es schlichtweg so ist, dass Ersatzteile benötigt werden, die es aber nicht mehr gibt oder die nur schwer zu beschaffen sind, was zu langfristigen Ausfällen und damit verbundenen Kosten führt.
00:36:42: Speaker 2Also, oder ich hab hier im Büro in unserem Showroom so ein kleines Beispiel, wir haben hier so eine so eine kleine Theke aus Aluminiumprofilen und, Jetzt brauche ich da eine Befestigung dafür und aber die eine ganz spezifische Befestigung. Aber beim Aluminiumprofil muss ich das halt so gestalten, dass das in diesen kleinen Schlitz da reinpasst und nun, das haben wir dann gemacht. Wir haben da mit einem Faser einen Faserdruck gemacht und haben einen Laptophalter gebaut.
00:37:12: Speaker 2Gibt es auch zu kaufen, ist aber ganz schön teuer, ganz ehrlich gesagt. Ja, also in vielen Bereichen, wenn man nur mal drüber nachdenkt, ja, Und dann, ach ja, Moment, ich hab ja diese Option, ja, dann kommen die neuen Ideen von ganz alleine.
00:37:29: Speaker 1Ja, ja, ja, absolut. Es sind auch manchmal die publikst einfachen Bauteile, die in dem Bereich gedruckt werden müssen, vor allem in diesem ganzen Thema Montagehilfen, Vorrichtung, Betriebsmittel und so weiter und so fort. Man kennt 3D-Druck natürlich immer von den alienartigen Bauteilen, aber in dem Fall macht es absolut Sinn, kleine Helfer, in dem Fall auch, auch, auch zu drucken. Jetzt hast du uns viel erzählt, was was jetzt gerade bei euch los ist, wie das Ganze funktioniert. Wie sieht denn die Zukunft bei euch aus? Was passiert denn bei euch als nächstes jetzt?
00:38:00: Speaker 2Ja, also wie gesagt, promissionieren wir im Prinzip alle Ergebnisse der Betatester und lassen die in die finale Entwicklung einfließen.
00:38:10: Speaker 2Wir haben ja bereits angekündigt, dass wir das Produkt auf zunächst einmal auf Kickstarter launchen werden. Der Launch steht jetzt fest, das ist der Montag vor der Formnext. Also ich mein, das ist der 17. Und zwar exakt um 16:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden wir ein ein Livestreaming hier aus dem dem European Headquarter in Pfungstadt machen mit unserem C. E. O.
00:38:41: Speaker 2Und das Produkt offiziell auf Kickstarter launchen. Wir sind natürlich auch auf der Formnext, In der Halle 12.1 C. 49 und dort werden unsere Drucker live auch zur zur Ansichtnahme bereitstehen, sag ich jetzt mal. Ja, wir wollen jetzt sehr viele Education Videos machen. Ich, Ich will ’n YouTube Channel eröffnen, der sich nur mit Coextrusion beschäftigt, ’ne Wikiseite.
00:39:17: Speaker 2Im Prinzip werden wir dann in Q1 26 offiziell mit der Auslieferung starten. Ja, ’n genauen Termin möchte ich da jetzt noch nicht nennen, aber Sie können sicher sein, dass wir dieses Produkt auch launchen werden. Ja, es ist ja schon fertig. Also ich, ich, ich selbst bin ’n, Hasse und liebe Kickstarter. Ich, ich liebe es, wenn es mal wirklich super gut funktioniert. Ich hasse es, wenn es mal nicht funktioniert. Ja, alles schon da, alles schon da gewesen.
00:39:48: Speaker 2Ja, aber hier kann ich so viel sagen, wir produzieren wöchentlich an die 100 Drucker für eigene Tests für Betatester. Et cetera pp. Also die Produktion ist schon vorhanden. Wir verbessern die, wir tunen sehr sehr viel. Also wir haben eine Abteilung in in unserer in unserer Fertigung, wo 50 Drucker stehen, die nur von Mitarbeitenden getunt werden. Also wirklich für verschiedene verschiedenste Materialkombinationen, die optimalsten Druckparameter ermittelt werden, um den Drucker auch.
00:40:25: Speaker 2Oder die Geschwindigkeit des Druckers, besser gesagt, voll ausnutzen zu können. Ja, das ist viel Kleinarbeit, das kannst du dir sicherlich gut vorstellen. Ja, das geht schon ins Eingemachte, aber wie gesagt, wir, wir arbeiten zügig daran und zu 100% kann ich jedem versprechen, dass wir diesen Drucker auch in Q1 ausliefern werden.
00:40:46: Speaker 1Dann gibt es Carbon für alle, wenn man das so sagen kann.
00:40:48: Speaker 2So sieht es aus, Carbon für alle, Ja, das ist das Versprechen. Ach ja, dann, da sei noch ein Hinweis gegeben durch die, die die sehr, sehr weite Verbreitung von Carbon und die dramatische Erhöhung der Produktionskapazitäten, vor allem in Asien, sind wir heute auch dann in der Lage, unsere Carbonfaser, das ist ein halber Kilometer, Das reicht schon für je nachdem, wie viel Fasern ich rein tue, aber wenn ich damit vernünftig umgehe, 10 bis 15 drucke, diesen halben Kilometer Carbonfasern werden wir für unter 50 Euro anbieten.
00:41:27: Speaker 1O. K., also es ist nicht nur ein Drucker, den man sich leisten kann, sondern man auch die Teile, die man sich absolut auch leisten darf in der Hinsicht und Carbon für alle. Jetzt frage ich mich gerade, weil ich so meine letzte Frage noch im Kopf hab, mit wie würdest du so das Wichtigste in dieser Folge zusammenfassen? Haben wir denn überhaupt irgendetwas vergessen? Weil wir haben ziemlich viel angesprochen, ne?
00:41:47: Speaker 2Also ich glaube, das war sehr guter Austausch mit dir.
00:41:53: Speaker 2Ich glaube auch, dass ich so ziemlich, Alles gesagt habe, was was jetzt die Technologie betrifft. Sie können mir gerne auf LinkedIn folgen, natürlich weil ich poste regelmäßig über unsere Technologie und über unsere Drucker oder Testergebnisse, sodass sie jederzeit auf dem Laufenden gehalten gehalten werden können. Wenn Sie mehr erfahren wollen, versuchen Sie FiberSeek bei der Formnext jetzt gleich in paar Wochen.
00:42:27: Speaker 2Wir sind in der Halle 12.1 C. 49 Denken Sie daran, Endlosfaser, Kohlefaserdruck muss nicht teuer sein, aber er sollte smart sein.
00:42:40: Speaker 1Auf das hab ich jetzt gewartet, dass du so ’ne gute Zusammenfassung machst. Ne, wenn man an die Formnext denkt, das ist auf jeden Fall 12.1 ist die größere Halle oben, so in der Richtung. Ja, da kann man sich mal gut verlaufen in der Hinsicht. Noch 2 persönliche Fragen hab ich an dich, wenn ich dich gerade auch jetzt hier hab.
00:42:57: Speaker 1Beende doch mal bitte folgenden Satz: 3D Druck ist für mich.
00:43:01: Speaker 2Also, in einem Wort gesagt, für mich ist 3D Druck Unabhängigkeit. Unabhängigkeit von Lieferketten, nicht mehr vorhandenen Ersatzteilen, teuren Fertigungsprozessen, warten. Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch, ja, warten bis etwas da ist. Ja, also diese Unabhängigkeit selbst und sofort etwas zu tun, ist, Für mich von hat nicht nur ’n ’n monetäre ’n monetären Wert, sondern auch fast schon so ’n emotionalen Wert.
00:43:33: Speaker 2Ja, Unabhängigkeit ist auch ’n emotionales Wort, würd ich sagen.
00:43:36: Speaker 1Ja, ja, find ich auch. Und was war so dein tollstes Bauteil aus einem Drucker, dass du so je in deiner Hand hattest oder gesehen hast?
00:43:46: Speaker 2Lasst mich überlegen, ich nehm jetzt mal was ganz anderes. Ich nehm jetzt nicht das, Ich nehme jetzt mal ganz einfach und ganz bewusst nicht den Raketenantrieb, der auf den Mars fliegt, ja, sondern ich nehme was aus dem täglichen Leben. Ja, ich wollte vor, das ist ungefähr 6 Monate her, meine im Schlafzimmer die Balkontür öffnen und dann macht es klack und es geht nicht mehr.
00:44:16: Speaker 2Was da passiert war, wenn sie, Ihre Balkontür mal aufmachen zu Hause. Gucken Sie mal rein, da ist so ein kleines Metallplättchen, was diesen Dorn hoch und runter schiebt. Das ist der Klappmechanismus für für die Balkontür. Ja, und dieses kleine Metallplättchen war gebrochen.
00:44:35: Speaker 2Sag ich, ja gut, guck mal, ruf ich mal bei meinem Schreiner an. Nee, ich glaub, ich hab erst mal geguckt, das war von der Firma Vero, keine Werbung an dieser Stelle, aber, Und hab da angerufen, bin erst auf die Webseite gegangen, da hab ich nichts gefunden, dann hab ich angerufen und hab gesagt, ja, das, das ist passiert, habt ihr da nicht ein Ersatzteil? Nee, Ersatzteile gibt es nicht, wir haben nur diese ganze Kassette, die quasi in die Tür reinkommt. Ja, haben Sie denn die Kassette? Ja, haben wir schon, aber die passen nicht in die alten Türen.
00:45:07: Speaker 2Ja, Ende vom Lied wäre gewesen, neue Balkontür. Ja, übrigens, nur so eine Randanmerkung, Schreinereien wären ein toller Use Case für unsere Drucker. Ich hab nämlich mal mit dem Schreiner gesprochen, der ein befreundeter, der hat durchaus mit 20 Mitarbeitern eine große Schreinerei. Das solche Sachen passieren bei denen 5 bis 10 Mal die Woche. Ja, also das, weil logischerweise, Haushalt, 3040 Jahre, kein Problem, passiert halt.
00:45:40: Speaker 2Ja, glücklicherweise konnte man diese Kassette noch ein bisschen auseinander bauen, da waren nur so paar, War nur so ’n bisschen eingeklemmt und dann hab ich das Teil rausgenommen, hab es in in Solidworks schnell konstruiert, hab es endlos faserverstärkt ausgedruckt, hab es wieder eingebaut und seit einem halben Jahr geht die Balkontür wieder. Also mit 5,00€ sag ich jetzt mal, ja, hab ich mehr oder weniger 1.495 Euro gespart, ja sozusagen, ja und und.
00:46:11: Speaker 2Das, das sind so Sachen, wo ich da, das macht mich dann halt emotional auch so bisschen, nimmt mich jetzt dann natürlich mit, wenn es aus dem privaten Umfeld ist. Es soll aber auch zeigen, dass das wirklich in ganz vielen Fällen, wo wir heute gar nicht dran denken, so ein Drucker ein Problemlöser sein kann.
00:46:30: Speaker 1Ja, Ja, ja, seh ich genauso. Also, 3D Druck sorgt absolut dafür, dass mehr Geld auf dem Konto bleibt, wenn man das so sieht, sowohl im privaten als auch in der Firma. Und ich find das Thema 3D-Druck im Handwerk immer noch sehr, sehr spannend. Da wird sich auch noch einiges tun und ich glaub, da gibt es auch irgendwann demnächst gute Lücken, womit sich so ’n Handwerker nicht nur mit seinem Handwerk, was ihr seither gelernt habt, weiterentwickelt, sondern mit neuen Technologien, die dort hinzukommen. Und da gibt es dann hoffentlich keine Nutzer, die danach sagen, ja gut, das Bauteil ist gebrochen, weil man es einfach mit Kohlefaser.
00:47:10: Speaker 1Aufgemotzt hat, wenn man das so sagen kann, damit es dann vielleicht auch länger hält als die anderen Bestandteile, weil man das Bauteil auch richtig gut ausgelegt hat,
00:47:18: Speaker 2Dabei ganz genau.
00:47:20: Speaker 1Ja, Jetzt sind wir am Ende der Podcastfolge angelangt. Angenommen, eine Hörerin oder ein Hörer möchte noch mehr Informationen haben, dann sollte er auf jeden Fall bei der bei der Messe vorbeischauen. Ich werd bei euch auch vorbeischauen, ich freu mich schon in dem Fall und auch bei eurem Launch dabei sein, der am 17. Ist. Ich glaub, da gibt es noch genügend Informationen. Was ich auch empfehlen kann, ist bei euch auf der Webseite, sich einfach zum Newsletter kurz anzumelden. Dann wird man immer informiert dabei in dem Fall. Dann würde ich sagen, Lutz, danke für deine offenen Worte und auch für das gute Gespräch und an alle Podcasthörerinnen und Podcasthörer bis zur nächsten Podcastfolge.
00:48:01: Speaker 2Ja, danke schön, Johannes. Hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf viele interessante Gespräche mit interessierten Anwendern für diese Technologie.