Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2025-09-12: 2025-09-12 00:00:14Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht, egal ob Sie neu mit dem Thema additive Fertigung und 3D-Druck beginnen oder ob Sie erfahrener Anwender oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind. Weil es geht nicht nur darum, einen 3D-Drucker zu haben, sondern diesen für das Unternehmen gewinnbringend auch zu nutzen. Ich bin Johannes Lutz von 3D Industrie, Und ich freue mich auf diese Podcast-Folge, weil diese Podcast-Folge den Titel trägt: 3D-Druck-Dienstleistung oder Produkte drucken. 00:00:50Das ist nämlich etwas, was ich immer mehr sehe in diesem Kosmos der 3D-Druck-Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, dass es immer mehr Anbieter gibt, die einen eigenen Shop haben, die ein eigenes Produkt anbieten. Und am Anfang hauptsächlich diese Dienstleistung mitgemacht haben, wenn man das mal so ein bisschen unterscheidet zwischen Produkte drucken und Dienstleistung für denjenigen, der für den das jetzt neu ist. Also in der Dienstleistung, wenn es einfach nur darum geht, im Auftrag Teile für andere Unternehmen zu drucken, also Lohnarbeit in der Hinsicht auch zu machen, dann ist es ganz oft so: Ein Unternehmen fragt an mit einer Zeichnung, mit einer Datei. 00:01:28Die Anwendung sollte qualifiziert werden, nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich. Und der Kunde sollte kurz beraten werden, ob das überhaupt Sinn für ihn gibt und dann werden die Teile entsprechend natürlich, wenn der Kunde diese beauftragt, einfach gefertigt im Auftrag. Und auf der anderen Seite gibt es sozusagen den Weg, eigene Produkte zu entwickeln und eigene Produkte herzustellen, aber auch den Weg zu übernehmen, was das Marketing angeht, was die Lieferung angeht, was der Vertrieb sozusagen angeht. 00:01:59Und eigentlich schon, wenn man jetzt bei den Produkten bleiben, 2. Komplett unterschiedliche Kategorien von in Anführungszeichen Dienstleistern gesehen. Die einen, die haben wirklich raffinierte Ideen für Produkte, die sich nur additiv fertigen lassen, die das Thema additive Konstruktion hervorragend umgesetzt haben, wo die Oberfläche stimmt, wo die Festigkeit stimmt, wo dieses Produkt von vorne bis nach hinten komplett durchdacht ist und der Kunde auch super zufrieden ist und man natürlich dieses Produkt von hohen Preis anbieten kann. 00:02:32Bis es jemand nachmacht. Aber man kann es relativ günstig und gut fertigen, weil mit der additiven Fertigung, mit dem Schichtbauverfahren sozusagen, viele Möglichkeiten bestehen, dort sehr produktiv zu arbeiten, kostenschonend zu arbeiten und eine große Marge zu haben für sozusagen ein schönes Produkt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Dienstleister doch draußen, die meinen, ein Produkt entwickeln zu können oder zu müssen, Die völlig unbrauchbares Zeug dort, ich sag mal, herstellen und glauben auf irgendeinen Hype mit aufspringen zu können, weil es viele Online-Plattformen gibt. 00:03:12Ich möchte da jetzt keinen Namen nennen, wo tausende von 3D-Druck-Teilen am liebsten wollen ja alle immer die Vasen drucken und irgendwelche kleinen Figürchen und so weiter und so fort. Tausende sozusagen darauf aufspringen, diese Dateien sich illegal von irgendwelchen Plattformen holen, Die dann irgendjemand konstruiert hat, irgendjemand designt hat und dann entsprechend verkaufen. Und das ist ein Trend, den beobachte ich gerade und da sind ein paar Punkte, die möchte ich einfach entsprechend ansprechen, damit man, wenn man jetzt selber vor der Entscheidung steht, möchte man eher in dieses Thema eigene Produkte gehen oder möchte man eher in der Dienstleistung bleiben. 00:03:49Da gibt es natürlich von beiden Seiten Vor und Nachteile und die möchte ich in dieser Podcastfolge ein bisschen mit, Ihnen abwägen, was das angeht. Was ganz interessant ist, ich bin ja mit einigen 3D-Druck-Dienstleistern in Deutschland sehr gut vernetzt. Wir haben über 130 3D-Druck-Dienstleister bei uns in der Beratung. Es wird eigentlich jede Woche werden es ein paar mehr. Und was mir doch extrem aufgefallen ist, früher und zwar vor ungefähr 3 bis 4 Jahren, da war es noch so, man konnte eine Webseite machen, wenn die Webseite gut war, wenn man sein Handwerk gut im Griff hatte, was das Thema. 00:04:23Teile drucken angeht, egal ob das jetzt im F.D.M., im S.L.A. Oder im S.L.S. Ist, wenn man das drauf hatte, dann konnte man schon seinen Umsatz machen, um davon noch gut leben zu können und das hat sich entsprechend verändert. Die Unternehmen fragen jetzt nicht nur einfach so bei jemanden an, es werden viel mehr Preise verglichen. Das ist natürlich auch auf der Seite geschuldet, weil man nicht mehr diese Hürde hat, seinen Drucker im Griff zu haben, sondern jetzt hat jeder mit den aktuellen, Marktbegleitern, was FDM 3D Druck angeht, natürlich so ein Drucker auch relativ schnell im Griff und kann sich für 5 600€ sozusagen so ein Drucker holen und doch natürlich in die Dienstleistung einsteigen und die eigenen Preise so darstellen, wie man das im Endeffekt nach außen auch darstellen möchte. 00:05:10Und man hat sich sozusagen immer vor Vertrieb gescheut. Kunden anrufen möchte man nicht. Die Unternehmen aus der Gegend angehen möchte man auch nicht, sondern man möchte einfach nur seine Webseite haben und schauen, dass da ein paar Anfragen reinflattern. Man guckt immer wieder mal in sein Postfach rein und interpretiert dann relativ viel rein, wenn da so eine Anfrage kommt. Die arbeitet man dann ab und danach ist man vielleicht durchaus enttäuscht, weil man preislich viel zu hoch war oder derjenige keine Entscheidung getroffen hat oder irgendwo anders bestellt. 00:05:40Da gibt es 1000 Möglichkeiten und tausende von Fehler, die man am Anfang genau bei so einem Prozess macht. Da beraten wir ja auch die Dienstleister und auf der anderen Seite gibt es natürlich diejenigen, die in dieses Thema Produkte hineingehen. Und da muss ich eigentlich schon im Vorfeld sagen, wenn man am Anfang Dienstleistungen gemacht hat und jetzt an dem Punkt ist, wo man eigentlich etwas Marketing und Vertriebstätigkeit machen müsste, was kein großer Aufwand ist, wenn man von Grund auf die Dinge einfach richtig angeht, wie will man dann erwarten, dass das Produkt, was man jetzt rausbringt, auf jeden Fall. 00:06:15Dann in großer Stückzahl verkauft wird. Also auch hier muss man Marketing und Vertrieb machen, man muss den Onlineshop richtig einrichten, man muss die Webseite richtig positionieren, seine Produkte ordentlich beschreiben und hier gibt es ganz viele Themen, wo ich natürlich mit Dienstleistern die letzten Jahre in Kontakt war und da hieß es, wir machen da so ein eigenes Produkt und dann gucke ich auf die Webseite und dann denkt man sich natürlich auf der einen Seite, erstens, welches Problem löst dieses Produkt, wenn es jetzt kein Design, Bauteil ist und auf der anderen Seite, wer braucht denn dieses 3D gedruckte Bauteil überhaupt? 00:06:48Und zusätzlich noch, wenn man sich den Preis anschaut, dann denk ich mir, da kann ja wirklich nicht viel dabei auch rumkommen. Aber man hat natürlich viel eher diesen Glauben daran, irgendjemand kommt auf diesen Onlineshop und glaubt, dass dieses Produkt jetzt das Geilste der Welt ist, um schlussendlich das dort auch zu bestellen und man sich selber denkt, oh, da ist ein Auftrag gekommen, den arbeite ich jetzt ab, weil ich muss mir ja nicht ins nichts ins Lager legen, Und ich kann schnell im Endeffekt reagieren und die Teile umgehend dann auch verschicken. Ja, also was man auf der einen Seite vielleicht verdrängt hat, dass man jetzt Vertriebstätigkeit machen müsste und ein bisschen Akquise, weil viel muss man da nicht machen, wenn man vor allem die Dinge am Anfang einfach richtig macht und viele Blockaden rausnimmt. 00:07:31Aber auf der anderen Seite glaubt man, das wieder verdrängen zu können, weil dieser Hype des E-Commerce im Endeffekt gerade da ist. Und das von bestimmten Playern im Markt natürlich auch gehyped wird, dass man dort sich große Hoffnungen macht, Produkte über Social Media und entsprechende Online-Shops zu vertreiben. Ja, wie sollte man dort jetzt am besten damit umgehen? Also, die einen springen auf diesen Hype auf, manche verdienen da gut Geld damit, wenn sie eine Nische gefunden haben. Die machen aber auch vieles richtig und die anderen, die hoffen einfach nur. Die machen in dem Fall Hoffnungsmarketing, wenn man das so nennt. 00:08:05Hoffentlich bestellt jemand. Hoffentlich kommt mein Produkt gut an und dann steckt man am Anfang so viel Zeit in Bilder, in die Konstruktion, in das Ausprobieren, in eine gute Oberfläche, in Material und so weiter und zum Schluss will es keiner haben. Von dem her ist mein Tipp ganz klar, wenn man in einer Nische drin ist und in dieser Nische genau weiß, was die Zielgruppe braucht, welches Problem die Zielgruppe hat, welches Ergebnis sich diese Zielgruppe von diesem Produkt erwünscht oder haben möchte, dann ist es auch relativ einfach, 00:08:36So ein Produkt entsprechend auch zu verkaufen. Wem das aber fehlt, vor allem dieser Bereich, der wird auch damit nicht erfolgreich werden, wird viel Zeit investieren und wird immer hoffen, dass irgendwann eine E-Mail kommt mit einer Bestellung und dann freut man sich darüber und weiß gar nicht, warum die Bestellung eigentlich kam und wie man es überhaupt dazu bringt, dass mehr Bestellungen reinkommen. Also, ich würde es eher von der anderen Seite noch mal betrachten und zwar, Sie haben, wenn Sie jetzt darüber nachdenken, Dieses Thema Skills anzugehen, in der Hinsicht, dass Sie die richtige Technik haben, die richtige Konstruktion, das richtige Material, die richtige Oberfläche. 00:09:15Wenn Sie doch gut drin sind und Sie schon sagen, mein Produkt muss perfekt sein, was glauben Sie denn dann, wie toll Ihre 3D-Druck-Dienstleistung ankommen würde, würden Sie das Thema Dienstleistung weiter nachverfolgen. Man kann natürlich auf der einen Seite ein Bauteil für 12€ irgendwie verkaufen, Was man für 8€ herstellt. Man kann aber auf der anderen Seite einem Kunden aus der Gegend, aus der unmittelbaren Nähe, irgendein Industriekunde, der wirklich ein Problem hat, auch aktiv helfen, auch ein Bauteil für 20,00€ herzustellen, was man im Nachgang aufgrund dessen, weil das Problem so groß ist, was man dort löst, zum Beispiel bei einer Vorrichtung, bei einer Halterung, bei einer Montagehilfe und so weiter. 00:09:57Kann man durchaus hergehen und dieses Bauteil auch für 200 bis 600 Euro entsprechend auch verkaufen? Also, was ist Ihnen im Endeffekt lieber, dass Sie vielleicht weniger drucken, mehr davon verdienen, die richtigen Kunden haben? Ein wirkliches Problem lösen bei ihren Kunden oder auf der anderen Seite sie einfach ein paar Produkte fertigen und im Endeffekt daran ihre Freude finden. Also, es gibt es Für und Wider. Auf der einen Seite entwickelt sich der Marktgrad extrem positiv, vor allem im Industriebereich, was dieses ganze Thema Hilfsmittel, Produktionshilfsmittel, Vorrichtungen, Halterungen. 00:10:36Montagehilfen, irgendwelche Halter, irgendwelche Ablagen, Sortiervorrichtungen et cetera angeht. Dort entwickelt sich gerade ein ganz, ganz toller Markt, der richtige Zeitgeist, der kommt gerade, weil durchaus die Unternehmen, die selber einen Creality, einen Bambu Lab, einen Quidy oder was auch immer als F.D.M. Drucker haben oder sogar mehrere davon haben, ganz oft nicht über dieses Rapid Prototyping Thema hinauskommen. Die drucken das, Was eh schon die Vorgänger irgendwie im Vorfeld als Anwendung gefunden haben, wenn sie aber als Dienstleister ein bisschen clever vorgehen in der Kommunikation mit ihrem Kunden, ne, was nur die Seltensten gerade machen, vor allem die, die bei uns in der Beratung sind, die verdienen bis zu 300, 400, 500€ pro Bauteil, stellen es aber wesentlich günstiger her und sind relativ clever, dem Kunden bei ihrem Problem wirklich zu helfen, weil das alles, was nichts bringt, 00:11:32Ist sozusagen, dass man günstig irgendwie Teile einkauft, die dann einfach nur günstig gefertigt werden, weil der Einkauf eine Riesenfreude dran hat, aber der Einkäufer einen großen Fehler macht und zwar diese einzelnen Anwendungen, die er dort vielleicht im Unternehmen hat, mit dem falschen Material ausstatten, mit günstigen Teilen ausstatten und irgendwann geht diese Bombe im Haus nämlich hoch. Dann werden diese Bauteile nämlich Schritt für Schritt im Endeffekt in bestimmten Zyklen ein nach dem anderen kaputt gehen und man denkt sich, Was ist hier eigentlich los? 00:12:03Und Sie kennen das, wer billig kauft, der kauft meistens zweimal und das ist ein ganz großes Thema. Also, wer das Thema 3D-Druck-Dienstleistung richtig angehen möchte, richtig auf die Füße stellen möchte, der clever vorgehen möchte, der die richtigen Fähigkeiten nicht nur technisch gesehen hat und mitbringt bei uns in der Beratung, auf der anderen Seite die Fähigkeiten erlernen will, wie man auf der Webseite richtig kommuniziert. Wie man Gespräche am Telefon richtig führt, das ist ganz, ganz wichtig, dass dort noch ganz viele Fehler gemacht werden. 00:12:36Vor allem ist mir das aufgefallen bei unserem 3D-Druck-Dienstleisterday, den wir immer einmal im Jahr haben, meistens im Sommer. Da kommen einige Dienstleister zu uns nach Memmingen ins Allgäu und wir besprechen ganz viele Themen. Und da ist mir wieder aufgefallen, dass vor allem die Fragestellungen am Anfang in der Beratung immer noch, Ein Thema sind, die kann man immer noch weiter verfeinern. Und wenn man diese paar Fragestellungen entsprechend anpasst, dann kommt am Ende des Tages einerseits ein größerer Nutzen und ein größerer Mehrwert für den Kunden raus. 00:13:10Auf der anderen Seite auch viel mehr Mehrwert für sich selbst, also mehr Geld, mehr Zeitersparnis, ein toller Kunde, ein Bestandskunde, der es vor allem verstanden hat, dass man mit dem Thema 3D-Druck noch ziemlich viel mehr machen kann. Und wer dieses Thema 3D-Druck-Dienstleistung weiter ausbauen möchte, richtig ausbauen möchte, auf ein gutes Fundament zu stellen, anstatt einfach nur ein paar Teile zu drucken, weil das ist demnächst vorbei, dieses Thema, der kann sich bei uns zum kostenfreien Erstgespräch eintragen. Ich sag es immer wieder in diesem Podcast. 00:13:41Dieses Gespräch bringt Sie auf jeden Fall weiter, weil da schauen wir uns erstmal noch Ihre Situation an. Wir beraten Sie gut und am Ende von diesem Gespräch können Sie eine Entscheidung treffen, ob Sie die ersten Schritte vielleicht alleine gehen oder ob Sie diese mit uns gemeinsam dann schaffen. Also, wenn Sie die richtigen Schritte gehen möchten, dann melden Sie sich einfach bei uns. In diesem Sinne, machen Sie es gut und bis zur nächsten Podcast-Folge.