Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2025-03-28: 2025-03-28 00:00:13Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additive Fertigung beginnen oder ob Sie erfahrener Anwender oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker, sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil diese Podcastfolge den Titel trägt: ‘Kann man von 3D Druck leben?’ Also, kann man als 3D Druck Dienstleister von 3D Druck leben oder kann man in einer Abteilung von den Anwendungen, die doch drinnen platziert werden, denn überhaupt überleben in der Hinsicht, dass sich so eine Abteilung denn überhaupt lohnt? 00:00:57Darum soll es in diesem Podcast jetzt gehen und ich hab hier ein paar Punkte auf einem Zettel stehen, die, Ganz interessant sind in der Hinsicht, weil ich gerade merke, dass viele von dem Thema 3D-Druck gar nicht leben können, weil viele Dinge nicht richtig gemacht werden. Und ich möchte jetzt am Anfang erstmal so ein Stück weit die 3D-Druck-Dienstleister beleuchten, denn die haben aus den letzten Jahren natürlich ganz stark von diesem Hype profitiert. Dort könnte man ganz einfach sagen, man kauft sich ein paar 3D-Drucker, egal ob jetzt FDM, SLA oder SLS, und man macht sich ’ne Webseite und hat man ein paar Anfragen bekommen, weil dieser Markt so gehypt war. 00:01:31Dass die Unternehmen gesagt haben: ‘Ich such mir einen 3D-Druck-Dienstleister aus der Gegend oder ich google da mal.’ Der dann das Thema Webseite ganz gut hinbekommen hat. Der hat auch die ersten Aufträge bekommen und man hat sich gar nicht die Frage gestellt: ‘Hm, woher kommt das eigentlich alles, diese Aufträge? Ich hab das ja, ich druck das einfach nur.’ Und man muss auch dazu sagen, selbst dann haben es viele immer noch total falsch gemacht und haben trotzdem noch überlebt mit dem Thema. Und zwar mit Überleben meine ich, dass man sich selbstständig machen konnte. Dass man ein gutes, einfaches Einkommen hatte, um entsprechend seine Drucker zu bezahlen, um auch gut leben zu können, wie als wenn man jetzt ganz normal 35 oder 40 Stunden entsprechend in einem ganz normalen Bürojob oder an einer Werkbank sozusagen arbeitet. 00:02:17Und das hat sehr gut funktioniert und bei vielen funktioniert es jetzt leider nicht mehr so gut, weil man nie wirklich gelernt hat. Wie man in der Selbstständigkeit richtig umgeht mit dem Thema 3D-Druck und noch ganz, ganz viele weitere Dinge. Da hab ich schon mal ’ne Podcastfolge darüber gemacht, aber auf 2 Dinge möchte ich besonders eingehen und zwar viel zu tiefe Preise und das Finden von Anwendungen. Also dieses Geschäft selbst suchen, wenn man das so sagt, das haben ganz viele überhaupt nicht drauf, hab ich gemerkt. Also man kann zwar, wenn man jemanden was hinlegt und sagt: ‘Hey, diese Datei will ich gedruckt haben.’ 00:02:51Das haben viele drauf. Das passt, das das, das klappt auch. Natürlich werden da manchmal auch Bauteile verschickt. Da denkt man sich, ob derjenige überhaupt in Zukunft noch Kunden haben möchte oder ob er sich das vielleicht mit dem einen Auftrag ständig, wenn er solche Bauteile verschickt, auch versaut. Aber als 3D-Druck-Dienstleister muss man auch einfach das Wissen und die Fähigkeit haben, wie man Anwendungen findet und ich bin erstaunt, dass selbst größere Dienstleister das heutzutage immer noch nicht wissen, weil sie immer nur, In dieser Bubble unterwegs sind mit ’Ich bekomme einfach einen Auftrag und den drucke ich einfach und warum ich den kriege, ist eigentlich erstmal egal. 00:03:28Und wieder Kunde sich danach fühlt, ist mir auch egal. Hauptsache, ich hab was zu drucken.’ Und ganz viele, die dieses Thema 3D-Druck angehen, die kommen vielleicht aus einem technischen Beruf, waren vielleicht auch mal vor einer CNC-Maschine gestanden oder vor irgendeiner anderen Fertigungstechnologie, wo man ständig davor stehen musste. Man hat gehört, 3D-Druck, das läuft automatisch, da kann man nebenbei, Einfach chillen und was anderes machen. Aber sind wir mal ganz ehrlich, wenn Sie eine Nebentätigkeit oder eine Selbstständigkeit planen mit dem Ziel, viel zu chillen und sich viel auszuruhen, nichts tun zu wollen. 00:04:02Also dann sind wir mal ganz ehrlich, dann wird es nicht sonderlich große Früchte tragen, weil Sie sind ja eigentlich darauf aus, nicht zu arbeiten, wollen sich aber selbstständig machen und müssen dann aber was arbeiten. Das steht schon mal ganz groß im Konflikt. Also, um diese Frage zu beantworten, ja, man kann sehr gut von 3D-Druck leben, man sieht es ja an 3D-Industrie. Man sieht es an ganz vielen anderen Playern im Markt, dass es dort Unternehmen gibt. Die sind grundsolide, die machen Gewinne, das läuft gut, aber auch nur, wenn man sein Geschäftsmodell richtig aufgebaut hat und wenn man genau weiß, was denn dazu führt, dass man genügend Aufträge hat, damit der Kunde vielleicht auch wiederkommt, damit man einen guten Dienst macht. 00:04:40Und das Gleiche gilt in dem Fall auch für viele 3D-Druck-Abteilungen, denn, Ich hör immer wieder auch von den Abteilungsleitern und auch von Geschäftsführern, die sagen: ’Ach, so ‘ne eigene Abteilung, die lohnt sich nicht.’ Und es ist ganz differenziert zu betrachten, weil man muss dort seine eigene Situation etwas genauer anschauen. Ich denk mal, im Unternehmen ’ne eigene Abteilung zu haben, jetzt ich spreche jetzt von einem mittelständischen Unternehmen als Beispiel, doch ’ne eigene Abteilung zu haben, die jetzt nur Prototypen druckt. 00:05:11Ich glaub, das ist vorbei. Das machen viele. einfach mal so nebenher, wenn man so dieses Thema 3D-Druck noch zur Hälfte als Mitarbeiter noch mitmacht. Aber so eine reine Abteilung nur für Prototypen habe ich jetzt in dem Fall nur bei sehr großen Unternehmen gesehen. Genauso ist es aber auch, wenn man sagt, man möchte jetzt unbedingt in die Serie reingehen und man weiß noch gar nicht ganz genau, was man doch drucken möchte und ob das überhaupt funktioniert. Dann macht eine Abteilung natürlich auch keinen Sinn. Aber der beste Punkt ist, sich von dem Prototypen über die Vorrichtungen. 00:05:42Bis hin zu den Serienteilen einfach hochzuarbeiten, ist am Anfang einfach zu haben, keine so großen Blockaden zu spüren. Und natürlich muss man sich das auch gegenrechnen. Also bei den Prototypen muss man natürlich auch immer schauen. Was hätte man extern bezahlt und was bezahlt man intern für die Prototypen? Genauso auch bei den Vorrichtungen. Da geht es jetzt nicht nur darum zu gucken, was hätte man extern bezahlt und was man sozusagen bezahlt hätte, hätte man es intern gedruckt. Sondern hier muss man auch ganz stark den Blick auf die wirkliche Einsparung haben. 00:06:13Also, wenn man jetzt nur sagt, diese Vorrichtung kostet jetzt 150 Euro und man sieht auf der anderen Seite aber auch nicht, dass man da vielleicht 53.000 Euro einsparen kann, über das Jahr gesehen. Gerechnet, dann verliert man regelrecht viel Geld, weil man auf der anderen Seite das Potential gar nicht wirklich erkennt oder in dem Fall gar nicht nutzen lernt. Ein weiterer Punkt ist bei der Serie. Natürlich macht es auch dort nur Sinn, wenn man sich auch wirklich fragt: Lohnt sich das? Eine größere Anlage vielleicht zu kaufen im 3D-Druck, das Inhouse zu machen und diese Lernkurve mitzunehmen, weil Ferienteile noch mal zu fertigen, ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. 00:06:50Oder greift man einfach auf einen Dienstleister zurück, der diese ganze Peripherie schon hat und von dem man vielleicht auch durchaus noch mitlernen kann? Also, ich kenne einige Projekte, dort haben die Unternehmen gesagt, wir haben vor uns in ein 2 Jahren selber eine Technologie ins Haus zu holen, wir machen das aber jetzt erstmal mit einem Dienstleister. Um damit auch zu lernen, diese Lernkurve zu erweitern. Wenn man das aber im Vorfeld mit dem Dienstleister kommuniziert, dann kommt man dort natürlich auch viel schneller voran. Und der Dienstleister ist im Nachgang auch nicht großartig sauer, wenn dieser Auftrag oder diese regelmäßigen Aufträge dann dort auch wegfallen. 00:07:24Denn viele Dienstleister sind auch bereit, entsprechend bei der Auswahl der Maschine zu unterstützen oder hier noch wichtige Hinweise zu geben. Dort hilft man sich einfach gegenseitig. Das ist ganz normal. Manchmal ist es da auch so, dass nur ein Teil in den Unternehmen gefertigt wird und der Rest beim Dienstleister bleibt. Das müsste man sich genauer immer anschauen und auch schauen, wie denn die Zusammenarbeit zwischen den Leuten dort generell ist. Also, kann man von dem Thema 3D-Druck leben? Das kann man natürlich. Gibt es die einen, die sagen, wenn man doch 2 oder 3000,00€ Umsatz macht, dann kann man davon leben. 00:07:56Die anderen sagen, man braucht mindestens 10.000 Euro Umsatz, um davon zu leben. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann, ist, wenn Sie Bauteile nur durchhandeln. Und Sie selber keine Drucker haben, dann müssen Sie ’ne höhere Marge sozusagen nehmen anstatt 10%, weil da müssen Sie viel Umsatz machen, um bei 10% auch noch ja ein gutes Auskommen zu haben, um schlussendlich Ihre Rechnungen zu bezahlen. Und ich sprech das aus dem Grund an, kann man von 3D-Druck überleben. Die meisten glauben immer gleich, dass so ein kleiner 3D-Druckdienstleister, der das vielleicht alleine macht oder zu zweit macht, dass sie dann gleich mal 300.000 Euro Umsatz im Monat machen. 00:08:33Das ist gar nicht so. Meistens ist die Umsatzstufe doch deutlich geringer. Dort ist man meistens so bei 10.000 oder bei 20.000 Euro, je nachdem, welche Technologie man hat und wie man seine Preise kalkuliert. Und hier geht es eigentlich weniger um den Umsatz, sondern um das, was hängen bleibt. Denn wenn man das mit dem CNC vergleicht, also wenn man jetzt einen normalen Lohnfertiger, der dreht und fräst, vergleicht, dann ist es natürlich so, dass hier bei den Bauteilen deutlich weniger hängen bleibt, wie zum Beispiel im 3D-Druck. Dort hat man im 3D-Druck immer noch die Möglichkeit, ’ne viel, viel höhere Marge zu erzielen, wenn man von Beginn an auch die richtigen Schritte. 00:09:10Richtig macht, dass man sich keine Bombe ins Haus legt, die danach hochgeht, weil ich weiß, dass viele Bauteile noch mal gedruckt werden und dass der Kunde danach unzufrieden ist. Und sind wir mal ganz ehrlich, wenn man als 3D-Druckdienstleister meint, man hat ’ne geringe Reklamationsquote, aber der Kunde sich danach auch nie wieder meldet, dann kann man davon ausgehen, dass der Kunde unzufrieden war und dass das Bauteil vielleicht kaputt gegangen ist oder dass ja. Dass es jemand anderen gab, der einfach seinen seinen Job besser gemacht hat. Also, es wäre mal ganz gut, keine Angst davor zu haben, den Kunden mal anzurufen und im Nachgang zu fragen: ’Hey, hat denn deine Anwendung geklappt, die du doch mit den Bauteilen umsetzen wolltest? 00:09:45Bist du denn dort vorangekommen? Müssen wir doch noch irgendetwas anpassen? Brauchst du ein anderes Material?’ und so weiter und so fort. Also, hier geht es auch mal darum, nachzutelefonieren. Es ist also so, dass man mit 3D-Druck nur dann überleben kann, wenn man auch, diese Soft Skills, die doch dazugehören, auch richtig macht. Das heißt jetzt, dass man nicht nur die Technik kann, sondern auch, wie man mit Kunden umgeht, wie man seine Preise kalkuliert, wie seine Webseite ausschauen soll, wie man das Gespräch mit seinem Kunden führt, wie man noch mal Follow-up macht. Das sind alles ganz, ganz wichtige Dinge, die dazu entsprechend beitragen. 00:10:19Wenn Sie jetzt an dem Punkt sind und sagen: ’O.K., das möchten Sie alles lernen und da gibt es noch große Schwierigkeiten, weil Sie sich dort vielleicht schon immer schwer getan haben und gar nicht wissen, Wie Sie doch da am besten vorgehen oder Sie an dem Punkt sind und sagen, seither sind die Aufträge immer von alleine gekommen. Aber was ist denn, wenn das nicht mehr ist? Dann tragen Sie sich einfach für ein kostenfreies Erstgespräch bei uns ein und überprüfen ganz genau, ob und wie wir Sie da unterstützen können. Weil all die Dinge, die ich Ihnen gerade mitgegeben habe, hier in dieser Podcastfolge, die sind erstens erlernbar. Und zweitens, ist es ein kleines Investment, was Sie dort machen müssen, um diese Fähigkeit weiterzuentwickeln bei Ihnen, damit Sie nachts auch gut schlafen können. 00:10:56Und einfach genau wissen, wenn weniger Aufträge da sind und Sie so ein bisschen Panik spüren, dann wissen Sie einfach in Zukunft, das und das muss ich machen, um wieder an den ein oder anderen Auftrag zu kommen und die nächsten Monate einfach gesichert zu haben. Also, in diesem Sinne, machen Sie es gut und bis zur nächsten Podcast-Folge.