Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2025-04-25: 2025-04-25
00:00:14: Speaker 1Willkommen zum 3D Druck Podcast, dem Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D Druck geht. Egal ob Sie neu mit 3D Druck und additiver Fertigung beginnen, erfahrener Anwender oder durchaus 3D Druck Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind. Denn es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D Drucker im Griff haben oder ob der 3D Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil sie eine Interviewfolge ist und die Interviewfolge trägt den Titel ‘Unsicherheit’, Und Zeitenwende im 3D-Druckmarkt.
00:00:47: Speaker 1Die Podcastfolge mache ich zusammen mit dem Hans Alfred Bräuninger. Hans Alfred, ich freue mich riesig, dass du in dieser Podcastfolge wieder mit dabei bist. Und ja, stell dich doch in ein, 2 Worten mal noch mal ganz kurz vor, vielleicht für die, die letzten Podcast noch nicht gehört haben. Da gehe ich aber nachher noch mal kurz drauf ein.
00:01:02: Speaker 2Also, Hans Alfred Bräuninger, mein Name. Ich bin seit über 10 Jahren herstellerunabhängiger Berater für 3D-Druck, hab sehr spannende Projekte und halt auch oft Vorträge über die Entwicklung der Branche. Deshalb freue ich mich auch besonders auf das Thema, was wir heute ausgewählt haben.
00:01:17: Speaker 1Ja, wir tauschen uns ja regelmäßig aus und nicht nur über den Podcast von mir, sondern auch einfach auch in Videocalls, was tut sich so in der Branche. Und die letzten beiden Podcast-Folgen, die wir gemacht haben, das ist schon ein bisschen her, da haben wir einmal über diese Strukturierung der, A. M. Branche sozusagen und einmal, wo wir so gedanklich über die Formnext Messe mal noch gegangen sind. Das waren vor allem die Folgen für alle, die das nachhören wollen, 240 und 256. Ich glaub, das ist ganz spannend noch mal zu wissen, was wir damals noch mal so gesagt haben, ne, über den Markt und was sich jetzt alles mittlerweile getan hat.
00:01:52: Speaker 1Ja, ja, wir haben in dieser Podcast-Folge nicht so das direkte Frage-Antwort-Format, sondern wir machen eher ein ganz lockeres Gespräch. Ich möchte aber auch dazu sagen, dass wir hier jetzt nicht alle Informationen preisgeben, die wir jetzt aus dem Markt haben. Wer dort wirklich mehr wissen möchte. Der kann sich gerne an uns wenden und kann sich, wenn er vielleicht kurz vor einer Entscheidung steht, auch ’ne Zweitmeinung von uns auch einfach einholen, weil wir durchaus geballte Power von über 20 Jahren 3D-Druckerfahrung sind aus dem europäischen und ich sag mal internationalen Markt. Aber jetzt mal die erste Frage, so, so die ich so in den die Runde stellen möchte bei dir ist, was tut sich denn im A.M.
00:02:30: Speaker 1Markt, Hans Alfred, so aus deiner Sicht? Was nimmst du denn so wahr?
00:02:33: Speaker 2Ja, also ich sehe wahr, dass der Markt in einer massiven Umstruktur, Strukturierungsphase ist, wenn man allein jetzt auch diese AM Technology Landscape Karte nimmt, wo es im Polymerbereich 314 314 Anbieter gibt. Und die Logos dieser Anbieter eigentlich nur noch mit der Lupe erkennbar sind, ja, ja, das lässt einen doch ’n bisschen nachdenken und ich würd sagen, die Branche ist restrukturiert, wenn ich keine Lupe mehr brauch, die Polemerkarte anzuschauen.
00:03:03: Speaker 1Ja, Wenn die, wenn die Logos endlich wieder größer werden und man nicht beim Handy zu tief reinzoomen muss, wenn man ’ne ’ne Übersicht haben möchte, ne, in dem Fall.
00:03:12: Speaker 2Ja, es haben natürlich, es gab Insolvenzen. Cubic 3D und H.N.H. Ist insolvent geworden. Also, das von G.E. Collibrium steht zum Verkauf. Weber Pelletdruck hat aufgegeben. Also, es ist interessant, was in der Branche abgeht und auch die Quersubventionierung, dass, Große Muttergesellschaften, die sehr profitabel sind, die hören wirklich der Reihe nach auf, ihre verlustträchtigen 3D-Töchter zu subventionieren.
00:03:38: Speaker 1Ja, ja, das nehm ich auch ganz arg wahr. Ich hatte ja damals ’nen Bericht geschrieben auf Industry of Things, wie so dieser 3D-Druckmarkt aus aus meiner Sicht, wie soll ich sagen, so wahrgenommen wird. Und da hab ich ja dieses Beispiel des Zirkuszelt gemacht. Ich glaub dieses Zirkuszelt, das wird immer kleiner, oder, Wie du vorhin auch ganz kurz im Vorgespräch gesagt hast, das Zirkuszelt ist gerade am Abbauen, ne, in der sich der der 3 D. Druck sozusagen bewegt und ich glaub, viele sind in der Realität noch gar nicht wirklich angekommen im Markt, dass der Hype vorbei ist und das sehen leider jetzt auch viele Teilnehmer im Markt, dass die Vergangenheit dort einen einholt und es ist beängstigend still geworden.
00:04:19: Speaker 1Ich glaub, das nimmst du auch so wahr,
00:04:20: Speaker 2Nehm ich auch so wahr. Ja, Auch auch Leute, die von, sagen wir mal, früher berühmten Firmen jetzt gegangen sind. Ja, die sind alle etwas betroffen, wie es jetzt weitergeht.
00:04:30: Speaker 1Ja, Ja, genau. Und man nimmt es auch auf LinkedIn ganz stark wahr, dass die Werbung der Unternehmen deutlich nachgelassen hat. Es gibt von manchen Unternehmen, so nehm ich das jetzt erstmal nur von außen jetzt wahr, ohne direkt mit jemanden jetzt gesprochen zu haben, dass von Nexa 3D und auch von Forward AM kaum Lebenszeichen nach außen dringen. So in der Richtung, da ist man natürlich gespannt, wie, Geht es denn dort weiter und tut sich demnächst dort auch was. Und ich glaub, die haben es auch gerade nicht einfach, wenn man das so sieht.
00:04:58: Speaker 2Ja, also ich, ich glaub Forward I. M., die haben doch gute Produkte und und werden die Kurve, glaub ich, ganz gut schaffen. Aber die Abnabelung von der B. A. F. Für A. M. Forward oder Forward A.
00:05:12: Speaker 1M. War schwierig. Ja, ja, weißt du noch, als wir damals uns unterhalten haben und uns gefragt haben, wie wie diese diese Player im Markt überhaupt Geld verdienen und was das eigentlich für Auswirkungen, Später auch mal haben könnte, wenn es nicht mehr so ist, irgendwo stehen wir da jetzt, ne,
00:05:27: Speaker 2Ja, ja, ja, also wir stehen wirklich in einer radikalen Umbruchsphase und müssen mehr in die industrielle Fertigung gehen, aber ja, wir sind auf diesem Weg einfach und dazu muss, Diese Karten müssen ohne Lupe sichtbar sein, das das den Weg müssen wir jetzt unbedingt gehen und der liegt vor uns.
00:05:47: Speaker 1Ja, Ja, und man sieht es natürlich auch so, das das ist so meine Sicht, dass viele natürlich verunsichert sind bei so viel Logos auf so einer Landscape, dass man total verunsichert ist, was kauft man jetzt, ist es überhaupt das Richtige und dass viele keine Entscheidung treffen und diese, Diese Entscheidung noch weiter vertagen und deswegen bewegt sich der 3D-Druck auch gar nicht so schnell, wie wie es eigentlich gewollt ist, ganz oft in der Hinsicht, ne? Und wenn man jetzt natürlich auch liest, wie vorhin du auch gesagt hast, dass diese Quersubventionierung von vielen Tochtergesellschaften jetzt auf einmal aufgegeben werden und eingestellt werden, dann haben viele natürlich auch Angst in etwas zu investieren, was es demnächst auch nicht mehr gibt.
00:06:27: Speaker 2Das stimmt ja. Viele sehen dann ihr Heil jetzt zur Zeit im Militärbereich, wo sich sicher einiges tut. Es wurden ja auch sehr viel Drucker in die, Reine geliefert. Diese Konferenz in Bonn, die vor 3 Wochen war zum Thema Military, war sehr gut besucht. Aber Militär ist auch nicht so ’n einfaches Geschäft und und es funktioniert auch nicht auf Knopfdruck für viele Anbieter.
00:06:49: Speaker 1Ja, ja, so seh ich es auch. Also, wenn jetzt natürlich jeder versucht, hier in diese Branche hineinzuströmen, ich glaub, das hatten wir in anderen Branchen auch schon mal, Das dann auf einmal versuchen, dort alle reinzukommen und dann wiederum sehen, dass vielleicht eine Branche eine bestimmte Sprache spricht und man selber dort sich nicht großartig verändern will, sondern man will will einfach nur ein Teil von etwas sein, dann kann es sein, dass sich dort viele vielleicht auch die Finger verbrennen deswegen. Und bevor wir gleich so in den an den Punkt kommen, wie so die Bewegungen sind, hab ich noch ein, 2 Dinge, die ich noch sagen wollte.
00:07:21: Speaker 1Und zwar, das hattest du vorhin auch angesprochen, dass wenn wenn Leute auf einmal die Seite wechseln, In der Branche oder man immer eine ganz starke Rückendeckung von seinem Arbeitgeber bekommen hat, was vielleicht eine große Brand war und jetzt auf einmal durchaus entlassen worden ist oder einen anderen Job angenommen hat, dann sehen viele leider auch erst die wirkliche Realität, die dahinter steckt. Und ich bekomme einige Nachrichten von: ‘Hast du einen Job für mich?’, Kennst du jemand, der ’nen Job hat in der A.M. Branche?
00:07:51: Speaker 1Ich kann vielleicht nur einen Hinweis noch geben, versucht nicht an etwas festzuhalten, was gerade in einer riesen Umstrukturierungsphase drin ist, sondern ist vielleicht auch ganz gut, vielleicht später noch mal dann in diese Branche zurückzukommen, wenn sich der ganz große Wirbel so ’n Stück weit gelegt hat. Na, ich glaub, das hast du ’n Stück weit auch wahrgenommen auf dem Markt, was sich da grad tut.
00:08:09: Speaker 2Hab Ich auch wahrgenommen, auch speziell bei Servicebüros, die sich jetzt zum Beispiel auch außerhalb des 3D-Drucks engagieren, dass die in CNC-Bereich oder sonst was reingehen. Man sieht. Da, dass das doch manche plötzlich ihre Geschäftsbasis verbreitern wollen und sagen, die alleinige Ausrichtung auf A.M. Ist mir doch etwas zu einseitig.
00:08:30: Speaker 1Ja, Ja, ja, ich nehm das auch bei den 3D-Druckdienstleistern war, dass die seither auch zum Beispiel viel Vakuumguss gemacht haben, Spritzguss und so weiter und der 3D-Druck nur ein kleiner Teil davon war, aber man ist nach außen groß aufgetreten, als wäre man 3D-Druckdienstleister und dass man diese Punkte jetzt einfach auch total wieder einstampft und seine Maschinen, Verkauft und sich auf das konzentriert, was die letzten Jahre über durchaus mehr Geld gebracht hat. Ja, das seh ich durchaus schon interessant,
00:08:55: Speaker 2Johannes, wie jetzt zum Beispiel auch auch Weber Pelletdruck, die aufgegeben haben, die haben einfach ihre Homepage abgeschaltet, haben ihre Maschinen verkauft und das war es gewesen. Ja, ist schon schon teilweise bitter, muss ich sagen, wie manche aus der Branche ausscheiden.
00:09:09: Speaker 1Ja, ja, das ist jetzt natürlich nicht einfach für Aldi, die so ’ne Maschine jetzt auch gekauft haben und weiterhin Support brauchen. Ich weiß jetzt nicht, wie es doch jetzt weitergeht, aber ich hoffe, Dass man hier trotzdem noch weiterhin supported wird, weil die Maschinen durchaus in einem großen 3D-Druck auch immer noch sehr teuer verkauft werden und man immer noch viel Support vom Hersteller durchaus auch braucht, um die Anwendungen, die man doch drucken möchte, auch so durchzukriegen. Also, das ist nicht ’ne Sache, da kauft man sich mal kurz etwas und versucht sich da selber durchzuschlagen, sondern man braucht einfach ’ne gute Zusammenarbeit und ich hoffe, dass doch den Leuten immer noch weitergeholfen wird, den ganzen Anwendern.
00:09:45: Speaker 2Ja, das doch, da gehen wir mal fest davon aus, Ja.
00:09:48: Speaker 1Jetzt hattest du vorhin diese, diesen Wechsel, den Sprung mehr auf auf diese militärischen Anwendungen und dies in diese Zielgruppe gesagt. Was nimmst du denn sonst noch so für Bewegungen jetzt gerade im Markt wahr?
00:09:59: Speaker 2Ich nehm wahr, dass ganz kurz noch Marktzahlen, da gibt es ja dieses Hamburger Unternehmen, die geben ein generelles Wachstum von plus 2% an, aber in U.S.A. Und Europa Minuswachstum von jeweils beides über 7%. Also ich glaub, der Markt in Summe stagniert im Großen und Ganzen. Klar, das Wachstum in China sehe ich, aber Fasun hat jetzt auch rückläufige Umsätze bekannt gegeben, offiziell auch einen rückläufigen Profit.
00:10:29: Speaker 2Also ja, man merkt die Konsolidierung überall, man merkt aber auch, dass die Bauteilpreise teilweise billiger werden, weil Economy of Scale mehr wirkt in der Branche. Also ich, Ich würde das mal so ein bisschen als das Mooresche Gesetz im 3D-Druck bezeichnen, dass doch, wenn ich jetzt wirklich große Maschinen baue, ich in der Lage bin, billiger zu drucken und damit fallen dann auch die die Bauteilpreise.
00:10:54: Speaker 1Ja, ja, du hast vorhin so ein paar Zahlen angesprochen. Also mittlerweile bin ich ziemlich misstrauisch von allen, die Zahlen veröffentlichen, weil ich im Hintergrund auch mitbekomme, wer wird denn doch befragt und wie wird nach außen kommuniziert. Da bin ich mittlerweile sehr misstrauisch, weil auf LinkedIn, Irgendwie hat jeder seine Zahlen veröffentlicht, aber hat drei Leute gefragt. Dann wird darüber diskutiert. Alle Zahlen sind natürlich immer super positiv, weil bei uns im Markt natürlich viel Ego getrieben ist. Das nimmst du auch wahr und keiner kann wirklich aufgeben oder das nach außen.
00:11:27: Speaker 1Dann wirklich preisgibt, dass man vielleicht mal ein bisschen schlechter dasteht. Aber ist ja ein Lerneffekt aus meiner Sicht, dass man sieht, OK, so geht es vielleicht gerade in unserem in unserem Markt nicht weiter, man muss jetzt wieder ein anderen Weg finden und erinner erinnere ich mich gern an die Zeit von 2015 und 16 zurück, was die Dienstleister damals, also damals gab es so richtige 3D-Druck-Dienstleister nicht wirklich, das waren so Prototypen-Dienstleister hauptsächlich, die 3D-Druck mit verwendet haben, was die alles an Überzeugungsarbeit, Arbeit gemacht haben, um an Anwendungen zu kommen, was die Potenzialanalysen gemacht haben, was die Teile gedruckt haben, die damals auch sehr teuer noch waren.
00:12:06: Speaker 1Das wird mittlerweile gar nicht mehr so sehr gemacht. Also diese, diese Extrameile zu gehen, hat deutlich nachgelassen. Man ist ein bisschen fauler geworden, hab ich so das das Gefühl, obwohl es jetzt eigentlich wieder darum geht, neue Anwendungen zu finden und von dem, was man jetzt seither gelebt hat, was jetzt abgearbeitet worden ist, dass man sich wieder auf ein neues Ufer begibt, ne, dass man den Kunden noch weiterentwickelt.
00:12:26: Speaker 2Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also ich glaube auch, wenn wir jetzt noch mal auf Amerika blicken und auch mit dem Militärthema, wir in Europa müssen unabhängiger von USA werden. Wir müssen uns in Europa mehr vernetzen. Ich glaube, das ist ein Weg, den wir auf jeden Fall gehen müssen. Dann ist China sehr ernst zu nehmen. Gerade die mittelgroßen Metallmaschinen sind extrem leistungsfähig. Und Und auch die Maschinen funktionieren einfach gut. Also, die sind fast Plug and Play, auch die großen S.L.S.
00:12:59: Speaker 2Maschinen. Also, das China ist schon wirklich weit und auch wirklich Hut ab, was die leisten, muss ich sagen. Dann gibt es ja auch noch die Sache mit Desktop Metal. Da wurde ja Nano Dimension jetzt gerichtlich gezwungen, Desktop Metal zu übernehmen. Aber ich glaube, wir beide, Johannes, sehen das. Und von Desktop Metal nicht so stark ist. Wahrscheinlich werden die Teile, die profitabel sind, da drin wie in Visiontech und die anderen Sachen irgendwie da ausgelöst. Aber ja, es geht halt auch.
00:13:32: Speaker 2Dann traurig zu Ende, sozusagen.
00:13:34: Speaker 1Ja, ja, ich glaub, dadurch, dass dieser Hype ein Ende genommen hat, geht es gar nicht mehr darum, daran festzuhalten und die Brust nach außen zu strecken und zu sagen, man hat jetzt viele Marken und viele Technologien unter einem Dach, sondern jetzt zählt, wie man auch merkt, das Geld. Und wenn das Geld ausgeht oder man finanziell doch nicht gut dasteht, Dann versucht man sich auch hier zu retten, weil Nano Dimension natürlich auch eine große Verantwortung gegenüber ihren Aktionären haben, ne, die dort auch sehr, sehr viel Geld reingelegt haben in dieses Unternehmen mit sehr großen Barmitteln, was das Unternehmen ja noch besitzt oder damals bekommen hat.
00:14:09: Speaker 1Und ich kann mir gut vorstellen, so wie du das auch gesagt hast, dass einfach Bestandteile verkauft werden, wo vielleicht jemand auch was super tolles daraus macht. Ich hoffe es zumindest, Oder sich wieder irgendjemand mit sehr viel Geld daran abmüht und glaubt, es wieder irgendwie besser zu wissen. Also das ist auch aus meiner Sicht auch wieder so ’ne Fifty Fifty Chance, die da,
00:14:28: Speaker 2Die da kommt, einfach jetzt den Markt beobachten und abwarten, was ist. Ich wollt vielleicht noch 2 Schlagworte sagen, wie ich so ’n bisschen den Markt seh. Ich seh ’ne gewisse Aldisierung des Marktes, damit mein ich, dass zum Beispiel Bambu Lab super mit Plug and Play funktioniert oder auch One Click Metal, Maschinen im Metallbereich ganz easy zu bedienen sind. Die haben gerade auch in den USA gute Erfolge, weil sie einfach ungelernte Arbeiter direkt an die One-Click Metal Maschine stellen können. Und wenn die Anwendung gut funktioniert, dann kauft man sich halt einfach die nächste One-Click Metal Maschine.
00:15:02: Speaker 2Also das meine ich mit Aldisierung und auch ein bisschen Demokratisierung der Branche, weil durch den ganz niedrigen Schwellenwert, wie ich 3D-Druck selber machen kann jetzt mit BambuLab, gibt es immer mehr Anwender, was ich jetzt als so eine Art, Demokratisierung stelle. Ja, und dann Skaleneffekte treten immer, immer deutlicher auf. Also, Bauteile werden einfach billiger.
00:15:25: Speaker 1Ja, Ja, ja, ich kann das absolut bestätigen, das bestätigen mir auch viele 3D-Druck-Dienstleister, die ich aktuell auch berate. Ich glaub, den 3D-Druck-Dienstleistungsmarkt auf dieser ganzen Breite, Deutschland, Österreich und der Schweiz, kennt fast keiner besser wie ich mittlerweile, weil ich natürlich Einblick in 130 Dienstleister habe. Und da wird natürlich auch kommuniziert, dass die Unternehmen selber ’nen Bambu, Haben, weil es einfach ist, weil es funktioniert, weil die ersten Prototypen da raus genommen werden. Aber jetzt ein Hinweis an alle, die sie vielleicht mit dieser Ausrede immer so ein Stück weit es einfach gemacht haben.
00:15:57: Speaker 1Die Kunden müssen auf das nächste Level geholt werden. Nicht jeder, der selber eine Fräsmaschine hat im Unternehmen, fräst dann gleich mal 1000 Stück, sondern auch der greift wiederum auf einen Dienstleister zurück, der gute Anlagen hat. Somit gibt es da wunderbar ganz tolle Chancen, neue Bereiche zu erklimmen. Nur wenn man wieder den Mut hat und den Willen hat und die Extrameile geht, diese Anwendungen zu finden und sich dort wieder sehr gut darin zu platzieren. Also, ich finde, es gibt unheimlich viele Chancen im Markt, die man jetzt erkennen muss, wenn man weiß, was nicht funktioniert aus der Vergangenheit.
00:16:31: Speaker 1Und ich glaub, da halten sehr viele gerade noch sehr stark dran fest an dem, was seither funktioniert hat.
00:16:37: Speaker 2Und ich muss akzeptieren, dass die Chinesen eine führende Rolle im Markt übernommen haben. Ja, kann das nicht wegdiskutieren, ja, und Hut ab, was die da, Geleistet haben, wenn ich jetzt an Farzon oder an in Tamsis denke, das sind tolle Maschinen, die einfach funktionieren.
00:16:52: Speaker 1Ja, Ja, ja, du hast gerade eben auch gesagt, wenn sich jemand einen Drucker kauft und der damit zufrieden ist, kauft er den zweiten, den dritten, den vierten, den fünften. Das sollte vielleicht auch ein Hinweis sein an sehr viele Hersteller doch draußen, wenn sie immer nur auf Neukundenjagd sind, vielleicht mal die Bestandskunden anzugehen. Und nachzufragen, warum man denn sich dann für eine andere Maschine entschieden hat, weil dieses Anhauen, Umhauen, Abhauen leider immer noch zu sehr in unserem Markt vertreten ist, anstatt eine Maschine zu liefern, wo man einfach weiß, nach 34 Monaten kauft man einen 2.3.
00:17:22: Speaker 1Oder einen vierten und es liegt ganz oft nicht am Preis. Man weiß, diese Bambu Lab Drucker, die sind relativ günstig, aber auch da gibt es den ein oder anderen, die ein oder andere Variante, die ein bisschen teurer ist. Aber auch hier wird einfach auch extrem nachgefragt und und zugegriffen. Also, das ist nicht immer nur ein Preisthema, sondern auch funktioniert die Technologie oder.
00:17:41: Speaker 2Also, Das Plug and Play ist enorm wichtig, Johannes. Ja, es funktioniert da halt.
00:17:46: Speaker 1Ja, Das haben wir damals bei Mark 3D auch gesehen, dass dieser Drucker einfach funktioniert hat von Mark Forged und die Kunden schnell Ergebnisse bekommen haben, die sie heute einbauen. Und man sieht ja, wie viele Maschinen doch draußen von diesen Mark Tous oder damals noch Mark One verstreut in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Europa überall stehen. Ne, also dieses Plug and Play ist aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt, den man nicht vernachlässigen darf dabei.
00:18:12: Speaker 2Ja, und wir müssen uns halt jetzt auch mehr aus den U.S.A. Lösen. Europa muss eigenständiger jetzt auch wieder werden.
00:18:19: Speaker 1Ja, Ja, ich denke auch, dass es eine große Chance ist für ein paar große Player, die in Deutschland agieren, das zu erkennen und sich wieder nach vorne zu beugen, anstatt sich weiterhin zurückzulehnen. Wenn ich das jetzt mal vielleicht auf diese auf diese Metapher beziehen kann, ne.
00:18:35: Speaker 2Ja, ich würd sagen, die Zeit des Zirkuszelts ist vorbei. Also für mich ist Zirkuszelt schon abgebaut, lieber Johannes. Ja, und ich muss jetzt zeigen, dass ich jetzt in ’nem Markt, der wirklich in die industrielle Phase kommt, dass ich da gutes Geld verdienen kann und dass ich meine Marktposition wirklich gut behaupten kann. In der Phase sind wir jetzt aus meiner Sicht.
00:18:56: Speaker 1Ja, Ich glaube, es geht nicht mehr darum, wie du gerade auch sagst, eine Show abzuziehen, sondern langfristig den Besucher, Des Zirkuses oder in dem Fall einer Oper oder einer bestimmten Veranstaltung vielleicht langfristig zu binden und eine Serie draus zu machen, dass er kaum erwarten kann, was als nächstes kommt, anstatt nur diese eine Show anzugucken und wieder nach Hause zu fahren. So in der Richtung, dass es nicht so ein One-Hit-Wonder ist, sondern dass es jetzt Player gibt, die lange im Markt bleiben und die sich auch das verdient haben.
00:19:27: Speaker 1Und glaub, wenn wir so ja die nächsten Gespräche wieder machen, Hans Alfred, dann werden wir auch da wieder große Schritte weiter, Werden, weil ich glaube, es tut sich sehr viel, aber man kriegt nicht allzu viel mit, weil viel hinter verschlossenen Türen.
00:19:39: Speaker 2Ja, Vieles läuft zurzeit top vertraulich, was in der Branche abgeht und ich bin auch gespannt, lieber Johannes, wie die Formnext sich jetzt im November aufstellt, ob wir da, wir werden da noch ’ne Lupe brauchen, aber vielleicht nicht mehr so ’ne starke Vergrößerung. Ich bin gespannt, inwieweit man jetzt Veränderungen der Branche auf der Farmnext feststellen kann.
00:19:59: Speaker 1Ja, ja, eine Sache, die mir dazu noch einfällt, ich glaub nicht nur, dass diese Veränderung in unserem Markt seitens der Hersteller passiert, sondern auch unter den Dienstleistern wird etwas passieren und auch wenn man noch ein Stück weiter denkt. Diese medialen Plattformen und auch bestimmte Messen und Veranstaltungen werden sich verändern in Zukunft. Also, das schlägt auf die ganze Branche ein Stück weit nieder. Und ich weiß das noch, als damals ja viele Veranstaltungen zum 3D-Druck auf einmal gab. Das war wie, du kannst dich sicherlich noch erinnern, wie Industrie 4.0, wo es dann ständig Veranstaltungen darüber gab.
00:20:35: Speaker 1Diese Themen sind im 3D-Druck auch passiert und dann hat es jetzt rapide abgenommen. Und ich glaub, dass jetzt die Qualität einfach höher wird, anstatt die die Quantität, die dahinter steckt.
00:20:46: Speaker 2Ja, auf jeden Fall.
00:20:47: Speaker 1Ja, Ja, ich glaub, da haben wir einige Punkte wieder mit dabei gehabt heute in unserer Folge, dass man sich einen ganz guten Überblick hat machen können, was gerade wieder so los ist. Ich kann nur noch erwähnen, wer kurz vor einer Kaufentscheidung steht von einem 3D Drucker. Oder sein eigenes Unternehmen noch mal analysieren lassen möchte oder einfach einen Marktüberblick haben möchte, der sollte auf uns beide einfach zugehen. Dann bekommt er noch weitere Informationen und vor allem auch eine sehr neutrale Zweitmeinung. Denn heutzutage im 3D-Druck geht es nicht darum, was man tut, sondern ich glaub, es geht vor allem darum, was man nicht mehr tut und bestimmte Fehler vielleicht nicht mehr macht, die aktuell gerade vielleicht noch gemacht werden, wo man sich durchaus eine Bombe ins Haus legt, die nach mehreren Monaten oder nach mehreren Jahren dann durchaus hochgeht.
00:21:31: Speaker 1Das gilt es wirklich zu vermeiden und ich glaub, Hans Alfred, da sind wir ganz gut aufgestellt.
00:21:34: Speaker 2Da sind wir gut aufgestellt und wir beide sind komplett herstellerunabhängig. Also, wir haben unsere eigene Meinung, zu der wir stehen.
00:21:42: Speaker 1Ja, Absolut. Dann würde ich sagen, wir verlinken dein LinkedIn-Profil nochmal in den Shownotes und durchaus die 2 letzten Podcastfolgen. Und dann hat wieder Spaß gemacht, mit dir zu sprechen, Hans Alfred.
00:21:53: Speaker 2Ja, Genauso mit dir und ich freue mich weiterhin mit dir über die Branche zu diskutieren. Sind immer super spannende Gespräche, lieber Johannes. Ja.
00:22:01: Speaker 1Ja, wir werden noch eine ganze Zeit lang daran Freude haben, glaube ich. Ja, ansonsten, wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, dann geben Sie uns einfach einen Daumen nach oben oder bewerten Sie den Podcast. Ansonsten bis zu einer der nächsten 3D-Druck-Podcast-Folgen. Bis dann, Tschüss.