Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2024-07-02: 2024-07-02
00:00:15: Speaker 1Willkommen zum 3D-Druck Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht, egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additiver Fertigung beginnen, erfahrener Anwender sind oder sogar 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast-Folge, weil es, Eine Interviewfolge ist, die den Titel trägt: Profi Tipp 3D Druckteile richtig lackieren und in dieser Podcastfolge, da sprechen wir vor allem über das Thema Lackieren von 3D Druck Bauteilen.
00:00:55: Speaker 1Also wenn Sie 3D Druck Dienstleister sind und eine Anfrage bekommen und nicht wissen, wie Sie doch jetzt am besten vorgehen oder Sie durchaus Techniker, Ingenieur, Konstrukteur oder in einer Entwicklungsabteilung arbeiten und mit 3D Druck Bauteilen, Diese sozusagen lackieren müssen, dann ist das jetzt genau die richtige Folge. Also egal ob S.L.S., F.D.M., S.L.A. Bauteile und alles was dazu gehört und dazu möchte ich meinen Interviewpartner auch kurz vorstellen. Das ist der Simon Maurischat von P. B.
00:01:25: Speaker 1N. Coatings. Simon, ich freu mich richtig, dass du da bist. Stell dich doch in ein, 2 Sätzen doch mal bitte kurz vor.
00:01:32: Speaker 2Ja, mein Name ist Simon Maurischat. Ich bin einer von 2 Geschäftsführern bei der P. B. N. Coatings. Mein, Onkel hat die Firma vor knapp 40 Jahren gegründet, ursprünglich mal als Lohnbeschichtungsunternehmen im Bereich Industrielackierung, Autolackierung und dann auch Pulverbeschichtung. Mit der Zeit ist es dann so gekommen, dass wir die Firma N.I.C. In den USA kennengelernt haben und Vertreter für deren Produkte geworden sind, unter anderem für das Produkt Cera Code.
00:02:02: Speaker 2Ja, das ist ein Produkt, was wir heute intensiv durchleuchten wollen. Unter anderem natürlich auch andere Nasslacksysteme, aber ein Kernpunkt Sarah Code und ja, mittlerweile sind wir halt deren Vertretung für Europa geworden, haben aber auch immer noch unsere eigene Lohnbeschichtung hier in Quickborn in der Nähe von Hamburg, wo wir für verschiedenste Unternehmen im 3D-Druckbereich, aber genauso auch herkömmliche Verfahren mit dem Produkt beschichten. Wir sind zusätzlich Trainingscenter für Europa, sprich geben jede Woche in Europa.
00:02:33: Speaker 2Schulung, sprich Einsteigerschulung oder auch professionelle Schulung, je nachdem auf welchem Level man sich befindet, um halt die Verarbeitung von Cera Code zu vermitteln.
00:02:43: Speaker 1Mhm, das bestätigt absolut, was du, was du mir im Vorfeld auch gesagt hast, weil das Thema Lackieren von 3 D. Gedruckten Bauteilen fast in jedem zweiten Gespräch bei mir in der Beratung vorkommt. Und ich freu mich jetzt natürlich auch, dich hier hier im Podcast zu haben, denn du, du wurdest mir nämlich von von einigen empfohlen, die dann immer gesagt haben, Also sprich mal mit dem Simon von B. P. N., der weiß das und im Vorgespräch hab ich das auch rausgefunden, ne, dass das Lackieren ist ja auch ein Ausbildungsberuf und das ist ja nicht ohne Grund, sondern die, die das natürlich gelernt haben, die können das gut und man kann jetzt von Anfang an natürlich nicht gleich ein perfektes Ergebnis erwarten.
00:03:20: Speaker 1Und ich kenn halt einige Dienstleister, die dann oft sagen, oh, das ist aber ein toller Auftrag, die Teile zu drucken, bis sie halt sehen, dass die Teile dann lackiert werden müssen, Und dann ist halt immer noch die Frage, was mach ich denn dann, wie geh ich denn da vor und da bin ich echt super dankbar, dass du heute im Podcast mit dabei bist und hätte schon sogar meine erste Frage jetzt und zwar, welche Fehler machen denn die meisten generell beim Lackieren im Zusammenhang jetzt mit mit 3 D. Druck und vor allem, wie zeigt sich jetzt so ’n Fehler? Na ja, vielleicht kannst du da mal kurz drauf eingehen, das ist ja super.
00:03:52: Speaker 2Ja, klar, gerne. Man muss, glaub ich, im ersten Step vor allem die Vorbehandlung mit mit nennen. Für die meisten Selbstlackierer, oder ob Lackierer oder auch Nichtlackierer, sei mal dahingestellt, für die meisten Menschen generell ist die Vorbehandlung so ein bisschen oder wird generell unterschätzt. Wir als, als, als Lohnbeschicherheit, wie gesagt, für knapp 40 Jahre machen wir das. Wir wissen natürlich, dass eigentlich die Vorbehandlung das A. Und O. Ist. Also ich sag mal so, wenn ich jetzt irgendwie ’ne Zahl nennen müsste, würde ich wahrscheinlich sagen, irgendwie 70% ist Vorbehandlung, 3030% ist Lackieren.
00:04:29: Speaker 2Und wenn man diese Zahlen hört, dann weiß man glaube ich auch schon einzuordnen, wie wichtig die Vorbehandlung ist. Und da muss man halt auch ganz klar abwägen, was habe ich für ein Grundmaterial, was für ein Lack möchte ich am Ende verwenden, was ist auch mein Ziel, was ich verfolge mit der Beschichtung. Also da kann, Kann es ja einfach darum gehen, dass ich eine Farbe habe, dass ich eine schöne homogene Oberfläche haben möchte oder geht es eigentlich eher um Performance Eigenschaften und sie kann am Ende ruhig ein bisschen perforiert sein, die Oberfläche ein bisschen rau, das stört gar nicht. Also man muss einfach das schon mal im ersten Step abwägen.
00:04:59: Speaker 2Dann ist natürlich so, auch Equipment wie in fast jeder anderen Branche, gerade auch im Handwerk, Equipment ist das A und O. Wenn ich da schon gespart habe und wirklich, ich will nicht sagen billiges Equipment verwende, aber, Naja, wenn ich da halt schon gespart habe, dann ist das vielleicht auch schon das erste Problem, weil ich einfach nicht so ein gutes Ergebnis mit schlechtem Equipment erzielen kann. Natürlich sind auch immer Grundlagen Thema, aber wie gesagt Grundlagen wären zum Beispiel Dinge, fehlende Grundlagen, die wir auch vermitteln in unseren Trainings, dass wir wirklich ein Verständnis probieren zu kreieren, damit man einfach versteht, wie sich Lacke verhalten, warum ein Lack vielleicht.
00:05:40: Speaker 2Etwas tut, was man nicht möchte oder auch, wie auch immer, wie man halt zum, wie soll ich sagen, zum gewünschten Ergebnis kommt, da muss man einfach, dass die Grundlage fehlt halt auch gerne. Dann ist es so, dass, na ja, wie soll ich sagen, man, man ist ja auch gern vielleicht ein bisschen geizig und dann greift man zu einer Sprühdose oder so in der Richtung, was natürlich vielleicht im ersten Moment als die Lösung erscheint. Aber langfristig dann eben doch nicht. Also da gibt es natürlich auch immer immer wieder Fälle, wo man, wo wo Kunden im ersten Step vielleicht die billige Lösung gesucht haben und dann im Nachhinein doch feststellen mussten, OK, war jetzt nicht das Richtige, sondern ich hätte vielleicht doch gleich ein professionelles Produkt verwenden müssen, professionelles Equipment, einen professionellen Lack, da krieg ich einfach ein besseres Ergebnis.
00:06:27: Speaker 2Das sind eigentlich so die Kernpunkte, aber wie gesagt, alles spielt auch viel auf die auf die Vorbehandlung. Das ist schon ein wichtiger Punkt.
00:06:33: Speaker 1Ja, ja, dann werden wir da heut noch mal ein bisschen genauer drauf eingehen. Was braucht, was braucht man denn aus deiner Sicht für ein Equipment, wenn man das Ganze gut aussehen lassen will? Und wie wichtig, wenn wir das Thema Vorarbeit noch mal angehen, wie wichtig ist denn die Vorarbeit im Zusammenhang mit dem Equipment?
00:06:51: Speaker 2Also am Ende fangen wir vielleicht bei der Vorarbeit an. Vorarbeiten, wie gesagt, hängt ein bisschen vom Untergrund ab, ob ich jetzt, wenn wir jetzt auf, Gerade verstärkt über einen 3D-Druck sprechen, ist es so, dass man vielleicht eine leicht perforierte Oberfläche braucht. Die hat man normalerweise ja sowieso schon, weil nehmen wir jetzt einfach mal SLS-gedruckte Teile sind ja schon relativ rau, wenn sie aus dem Drucker kommen. Das heißt, da hab ich eigentlich eh schon für eine Lackhaftung einen sehr guten Untergrund. Da muss ich eigentlich nur sicherstellen, dass sie auch schön sauber ist, dass da keine Dreckpartikel mehr drauf sind, dass da nicht noch irgendwie Fette drauf kommen.
00:07:24: Speaker 2Zum Beispiel, wenn ich ohne Handschuhe die Teile anfasse, ich hab an den Händen Fette und Salze, dass die nicht da mit drauf kommen, weil die dann am Ende zu zu Fleckenbildung führen könnten. Aber am Ende ist es gerade wieder im 3D-Druckbereich so, dass die Oberfläche schon häufig sehr gut ist, sogar in puncto Cera Code, um zu unserem Produkt zu kommen, Sogar schon zu rauen, weil wir halt sehr dünne Schichtstärken haben. Aber an sich ist die Oberfläche schon mal sehr gut und wenn wir dann zu Equipment oder über Equipment sprechen, was brauch ich eigentlich, ist eigentlich, ist wirklich überschaubar.
00:07:56: Speaker 2Das ist jetzt nicht so, dass man da das Rieseninvestment tätigen muss, aber klar, Geld kostet es trotzdem. Ich brauch ’ne fünftige Lackierpistole, wenn ich da was kauf, was, Ein bisschen was kann, so eine Iwata oder eine SATA oder gibt auch noch eine Wilbe, es gibt viele gute Hersteller, dann liege ich da schon mal so bei vielleicht bei 250 300 Euro. Ich brauche eine Absaugwand oder einen Absaugtisch, das muss ja gar nicht so super fancy groß sein, aber halt so ein Absaugtisch, der hat dann vielleicht Abmessungen von sagen wir mal 50 x 50 in der Breite mal Höhe und dann eine entsprechende Tiefe.
00:08:35: Speaker 2Die kosten auch nicht die Welt. Kann man vielleicht auch gebraucht irgendwo bei Ebay, Ebay Kleinanzeigen erwerben. Man muss sich nur damit auseinandersetzen, habe ich einen Lack, den ich verwende, der auf Lösemittelbasis ist oder ein wasserlöslicher Lack. Dementsprechend muss ich auch die richtige Absaugwand mit entsprechenden Filtern wählen. Dann einen kleinen Ofen, da könnte man, also wenn man jetzt einen ofentrocknenden Lack verwendet, da kann man im Prinzip einen Ofen nehmen, einen aussortierten von zu Hause, einen alten Backofen, Der vielleicht 150, 170 Grad noch schafft. Bei den meisten Lacksystemen oder auch bei CeraCode reicht das voll und ganz.
00:09:08: Speaker 2Da brauche ich jetzt nicht einen super Industrieofen nehmen, der mich dann wieder mehrere 1000€ kostet. Muss ich natürlich machen, wenn ich das entsprechend skalieren möchte und vielleicht größere Stückzahlen und so weiter umsetzen möchte, dann brauche ich natürlich mehr Kapazität. Aber rein theoretisch reicht schon der aussortierte Backofen aus der Küche, sag ich mal so von Oma, das würde schon gehen. Und dann kommen noch ein paar Kleinigkeiten dazu, wie ich oder oder anders Kleinigkeiten, eine Sache wieder vergessen, Entschuldigung, der der Kompressor natürlich, weil eine Lackierpistole funktioniert nicht ohne Luft. Ich brauch gewissen Luftdruck, aber auch da, ich sag mal, wenn man jetzt nicht viele Verbräuche hat, dann kann man da auch schon einfache Kompressoren aus dem Baumarkt nehmen.
00:09:46: Speaker 2Die funktionieren dann auch, weil die so eine einfache Lackierpistole, die die verbraucht jetzt nicht so viel. Ja, und dann kommen ein paar Kleinigkeiten dazu, vielleicht noch mal so ein Papierfilter, um die Farbe, wo, Bevor ich sie in die Lackierpistole fülle, noch mal wirklich durchzufiltern, damit auch keine Staubpartikel da mit drin sind, n Glas mit Mixbecher, um vielleicht die um die Farbe anzumischen und noch so n paar andere. Ein paar paar kleine Handschuhe, also ist alles dann nicht mehr so wild, das sind so ein paar Verbrauchsgüter, die noch anfallen, aber wie gesagt, die sind dann wirklich nicht mehr wild.
00:10:18: Speaker 2Wir zum Beispiel bei Cerracood haben auch, falls es jemanden interessiert, ich hoffe auf jeden Fall, wir bieten ja so Startersets an, die bewegen sich von 3 bis 24%, Produkte quasi, die in so einem Starterset drin sind. Es ist immer eine Lackierpistole mit drin, es sind immer schon Filter mit drin, auch so Glasmixbecher oder so, so Reinigungsflaschen sind da mit drin und halt, wie gesagt, 3 bis 24 Fläschchen an Farbe in dann verschiedenen Größen von Testerflaschen, dies sind unsere kleinsten mit 120 Millilitern, bis hin zu Feinflaschen, die wir da mit drin haben.
00:10:52: Speaker 2Das ist ein halber Liter, kann man sich alles wild zusammenstellen, wie man möchte, in allen Farben, auf die man Lust hat. Ist immer ’ne gute Alternative und ich sag mal so, gerade für den Anfang ist das wirklich ’ne gute Basis, jetzt mal abgesehen von dem größeren Equipment, um zu starten.
00:11:06: Speaker 1Da hat man ’ne gute Einstiegshürde, in dem Fall ’ne kleine, um dort auch starten zu können, um seine ersten Erfahrungen dort auch zu machen.
00:11:14: Speaker 2Absolut, absolut. Die sind auch, wie gesagt, für jedermann zugeschnitten. Bei den 3 Produkten liegt das, glaub ich, preislich, startet das bei 180, 200€ und geht dann natürlich hoch, wenn man 24, Kein Flaschen hat plus das ganze Equipment, da liegt man auch schnell bei bei, ich glaub zweieinhalb, 3000€ Aber gut, man hat da auch sehr viel Farbe dabei, professionelles Equipment, ’n paar Verbrauchsgüter, also da ist dann auch schon einiges dabei. O. K.
00:11:37: Speaker 1O. K. Und wenn jetzt jemand zum Beispiel zu dir sagt, so es soll halt einfach ’ne schöne Oberfläche werden, wie sollte so ’n Bauteil denn dann überhaupt ausschauen? Was ist denn ’ne ’ne schöne, schöne Oberfläche in dem Fall? Ich weiß nicht, einfache Frage, aber das wird ganz oft gestellt, zum Beispiel.
00:11:52: Speaker 2Ja, kann ich verstehen. Eine schöne Oberfläche. Ich glaub, viele verbinden, es ist schwer zu pauschalisieren, aber viele verbinden mit einer schönen Oberfläche natürlich eine sehr glatte Oberfläche, wie ich sie vielleicht auch auf dem Auto hab. Das ist so das, was uns alle täglich begleitet. Man guckt raus, sieht das Auto, ist vielleicht gerade dreckig, aber rein von der Oberfläche, ist es schön homogen, es ist glatt, vielleicht glänzend, vielleicht matt. Das haben wir dahingestellt, aber sie ist schön glatt.
00:12:18: Speaker 2Generell muss man sich, glaub ich, die Frage stellen, wie gesagt, wer schon sagt, was man will und dann muss man sich, Überlegen, wie ich das Ganze angehe. Entweder nutze ich halt Lacksysteme, die vielleicht mit Primern arbeiten, sprich ich probiere die Oberfläche erstmal, wie soll ich sagen, erstmal abzudichten und sie homogen zu bekommen. Diese Primer oder werden auch gerne Füller genannt, Sind halt relativ dick, das heißt man muss sich ja natürlich im Klaren sein, dass ich mit dieser Schicht auch eine sehr hohe Schichtstärke auftrage und wenn einen das aber nicht stört, dann kann man natürlich so anfangen.
00:12:54: Speaker 2Man hat dann aber auch verschiedene Steps, man müsste dann diesen Primer erstmal auftragen, vorher gucken wie die Oberfläche ist, dann dass sie ein bisschen raus ist, damit der Primer schön greifen kann. Danach müsste ich dann diesen Primer wieder zwischenschleifen, Und dann würde ich halt das entsprechende Lacksystem, was ich verwenden möchte, applizieren. Bei Ceracoat ist es so, Ceracoat ist ein Keramik-Nasslack, ein anorganischer Keramik-Nasslack, der sehr dünn ist. Also, wir reden da nur von Schichtstärken, je nach Farbe und Serie von 15 bis 40 My. Damit kann ich nicht viel ausgleichen und die Strukturen, die ich habe bei S.L.S.
00:13:28: Speaker 2Oder auch zum Beispiel, zum Beispiel bei M.J.F. Bauteilen, ist halt relativ rau, wenn ich diese aus dem, aus sag ich mal so, wirklich so, roh aus dem Drucker bekomme. Das heißt, da müsste man sich dann überlegen, wenn man wirklich mit Cera Code eine homogene, glatte, geschlossene Oberfläche haben möchte, dass man dann zum Beispiel mechanisch oder oder chemisch glättet im Post Processing, bevor man halt zu Cera Code kommt. Um einfach diese Oberfläche erstmal ein bisschen, na ja, die die Rauheit ein bisschen rauszunehmen, weil wir halt sehr dünn sind.
00:13:59: Speaker 2Das ist da, da muss man einfach wissen, wo man hin will. Wir bei Syracruit sagen auch immer, wir sind zum Beispiel Farbe, ist ’ne schöne Sache, die können wir, aber unser Hauptziel, wenn es um 3D-gedruckte Bauteile geht, ist eigentlich die Verbesserung des Bauteils. Heißt, ich habe vielleicht ein Ziel, ich möchte die hypotrophoben Eigenschaften verbessern, ich möchte, UV-Stabilität kreieren. Ich möchte eine gewisse Kratzfestigkeit erzeugen. Und da gibt es auch viele andere Möglichkeiten. Wir haben auch sehr viel Performance-Lacke noch.
00:14:30: Speaker 2Ich will jetzt gar nicht auf jedes einzelne Produkt eingehen. Von thermisch isoliert, thermisch leitend, elektrisch isoliert, da haben wir viele verschiedene Produkte. All diese Produkte sind super in der Performance, aber sie haben nicht das Ziel, Jetzt ’ne super homogene, glatte Oberfläche zu erzeugen. Da muss ich dann immer sagen, da wäre dann zum Beispiel unser Produkt Cera Code vielleicht nicht die perfekte Lösung, sondern eher so ’n Mittelweger.
00:14:53: Speaker 1Also dann ist es ganz oft so, dass beim Lackieren nicht nur die Farbe ’ne Rolle spielt und die Oberfläche, sondern eher die Funktion und die Zielsetzung, die man bei den Bauteilen im Endeffekt noch mitbringt.
00:15:04: Speaker 2Absolut, absolut. Man sollte sich im ersten Step immer überlegen, was ich eigentlich möchte. Damit geht es schon mal los und dann kann Kann man abwägen, was für ein für ein Produkt für ein Lacksystem verwendet.
00:15:14: Speaker 1Mhm, ihr habt ja auch schon viele Teile jetzt auch lackiert, egal ob jetzt F. D. M., S. L. S., S. L. A. Und auch Metall 3 D. Druck. Wie geht man denn dort genau vor? Hast du da ein paar Tipps, wenn wir die einzelnen Verfahren jetzt mal so ein so ein bisschen als Überbegriff haben?
00:15:29: Speaker 2Ja, ja, klar, gerne. Also generell ist die Vorbehandlung oder grundsätzlich ist sie sehr gleich, sehr ähnlich. Es ist so, dass wir, Eigentlich bei jedem Lacksystem immer eine leicht perforierte Oberfläche brauchen. Wie ich schon eingangs sagte, beim 3D-Druck ist es häufig eh schon gegeben, dass jetzt mal abhängig unabhängig davon, ob ich jetzt ein SLS, ein MGF oder was auch immer für ein Drucksystem verwende, ich habe schon eine leicht raue Oberfläche. Von daher habe ich damals schon mal einen guten Startpunkt, sage ich mal. Dann ist es natürlich so, dass eine Oberfläche immer sauber sein sollte, sobald ich irgendwie Dreckpartikel drin habe.
00:16:04: Speaker 2Fette, Öle, Salze, was auch immer. Also kann ja auch einfach nur durch die Haut kommen, weil ich das Teil noch mal angefasst hab ohne Handschuhe. All sowas muss man sicherstellen, dass das möglichst vermieden wird. Jetzt natürlich so bei so einem 3D-gedruckten Bauteil, beim Polymer im Vergleich zu metallischen Bauteilen, wenn ich jetzt ein Stahlbauteil hab, herkömmlich gefertigt, ist es so, dann würde ich immer mit einer Art Reiniger, mit mit einer Nitroverdünnung, mit Aceton, mit Bremsenreiniger irgendwie noch mal rübergehen, um die Oberfläche wirklich fettfrei, Zu bekommen.
00:16:35: Speaker 2Das kann ich im 3D-Druck ja nicht unbedingt machen, weil die, weil das Grundmaterial vielleicht auch leicht angegriffen wird von diesen Reinigungsmitteln. Sprich, da müsste man dann vielleicht gucken, ob man das bei geringen Temperaturen ein bisschen in den Ofen hängt. Das reichen auch schon 4050 Grad häufig, ist einfach nur ein bisschen die Fette verdunsten. Das ist dann manchmal auch ein guter Schritt, den man mit einbauen muss, ist aber nicht zwingend notwendig. Wenn man sichergestellt hat, dass die Teile wirklich sauber sind, dann braucht man den Step auch nicht machen. Ist wirklich nur in dem Fall, wenn man, wenn bei uns ist ja so, wir, wenn wir unsere Lohnbeschichtung unten betrachten, wir kriegen immer wieder immer Teile von extern, wir können nie hundertprozentig sicherstellen, dass die Teile nicht doch mal angefasst wurden, mit ja, ohne Handschuhe.
00:17:18: Speaker 2Und daher machen wieder, gehen wir diesen Step häufig mit und sagen, O. K., wir packen die Teile noch mal ein bisschen in Ofen, einfach nur um sicherzustellen, dass da keine Fette mehr auf der Oberfläche sind. Wenn ich das selber mache und ich hab die selber im Drucker gehabt und ich hab, ich, Kann sicherstellen, dass da keine Fette drauf sind, dann kann ich mir den Step natürlich auch auch sparen.
00:17:40: Speaker 2Ja, also das sind so die ersten beiden Steps und und dann, wie gesagt, muss ich mir halt wieder das Ziel überlegen. So, wo ich hin hab ich eine Indoor, eine Outdooranwendung, ist Optik für mich mein Hauptziel, hydrophobe Eigenschaften, will ich die verbessern, hab ich schon mal erwähnt, Soll die Oberfläche besonders abrieb und kratzfest sein? Muss sie vielleicht gegen bestimmte Chemikalien geschützt werden? Kann ja auch einfache Chemikalien sein, wie wie einfach nur Öle oder Benzin oder so. Oder gibt es noch andere Funktionalitäten, die vielleicht gefordert sind?
00:18:11: Speaker 2Das sind so dann, nachdem ich die, so die nächsten Steps, die man, die man dann in Betracht ziehen muss.
00:18:19: Speaker 2Ja, und wie gesagt, was ich schon meinte, soll die, Wenn ich wirklich eine, wenn mein hauptsächlich Optik ist, die muss wirklich super glatt sein, die Oberfläche, dann ja, muss man halt Postprocessing definitiv, Postprocessing, Entschuldigung, definitiv vielleicht noch mechanisch oder chemisch glätten, um das Ergebnis wirklich zu erzielen.
00:18:39: Speaker 1Ja, was empfiehlst du denn jetzt zum Beispiel, wenn es um um Wasserdichtigkeit geht, U. V. Stabilität und das ist dieses Thema Brüchigkeit.
00:18:49: Speaker 2Ja, Wasserdichtigkeit, Klar, dann dann geht es auch da damit los, dass die Oberfläche möglichst keine Spitzen mehr haben sollte. Bei Wasserdichtigkeit würde ich immer empfehlen, chemisch zu glätten. Das ist so die erste Grundlage. Im zweiten Step dann vielleicht wieder leicht anzustrahlen, wirklich nur ganz leicht. Es geht wirklich nur darum, ein bisschen perforierte Oberfläche zu haben. Und dann halt entsprechend bei Wasserdichtigkeit dann den mit einem entsprechenden Lack zu versiegeln. Da würde ich jetzt bei uns beispielsweise die H-Serie oder die Elite-Serie aus der Cerra Code Welt verwenden.
00:19:22: Speaker 2Die ist da wirklich super. Bei UV-Stabilität, um den Punkt aufzugreifen, ist im Prinzip genauso. Ich kann oder ist es nicht ganz, nein, ich könnte wieder mechanisch oder auch chemisch glätten, muss ich aber nicht unbedingt. Ich würde dann aber definitiv nicht die H oder Elit-Serie in der CeraCode-Welt verwenden, sondern die C-Serie. Die C-Serie ist da unser, wie soll ich sagen, 9+ Ultra-Produkt in puncto UV und Temperaturstabilität und Brüchigkeit.
00:19:55: Speaker 2Gut, da geht es ja auch um Kratzfestigkeiten und so weiter. Da definitiv H und Elit-Serie, Vorbehandlung. Sage ich mal, wie gesagt, hängt da auch wieder davon ab, was ich für eine Oberfläche haben möchte. Wenn es für mich okay ist, dass ich eine leicht raue Oberfläche habe, ein bisschen griffig ist, dann kann ich im Prinzip nur leicht anstrahlen nochmal um sicher zu gehen, dass es sauber ist und staubfrei. Puste noch mal mit Luft ab und kann dann lackieren. Möchte ich aber wie gesagt wieder eine sehr schöne halbwegs glatte Oberfläche haben, dann wieder chemisch glätten im Idealfall.
00:20:32: Speaker 2Oder auch mechanisch glätten und dann entsprechend lackieren.
00:20:37: Speaker 1Mhm, mhm, jetzt haben wir natürlich immer darüber gesprochen, was lässt sich denn lackieren, welche Teile sind denn im 3D-Druck kaum oder nur ganz schlecht lackierbar, gibt es da was?
00:20:47: Speaker 2Meiner Erfahrung jetzt mit Servercode auch insbesonders, können wir eigentlich alles lackieren, aber T.P.U. Ist immer kritisch. Also wir bei Servercode haben wirklich einen guten Flexgrad mit den meisten unserer Produkte, nur bei T.P.U. Mussten wir wirklich bei fast, Jedem Hersteller sagen: ’OK, nee, dass das, was da erwartet wird und was man einfach von dem Bauteil auch am Ende erwartet, ist so extrem flexibel, so extrem flexibel und so erwartet so einen hohen Flexgrad, dass wir das einfach nicht liefern können.
00:21:17: Speaker 2Wir haben gute und gute Ergebnisse erzielt mit dem TPU von Lupraisol. Das funktioniert wirklich sehr gut. Ich kann, um ehrlich zu sein, gar nicht sagen, woran es liegt, aber es muss irgendwo mit chemischen, also mit der Zusammensetzung zusammenhängen, dass wir da auch sehr gut, sehr gut haften. Bei BASF beispielsweise oder bei beim EOS TPU haben wir ganz schlechte Ergebnisse erzielt. Aber wie gesagt, man muss auch mal bedenken, Lack ist ja auch und gerade unser Lack ist sehr hart, was einerseits gut ist, aber halt bei TPU, bei dem Flexgrad, der erwartet wird, auch sehr schlecht, weil ich dann irgendwann an den Punkt komme, wo er bricht.
00:21:49: Speaker 2Und ja gut, dann erfüllt er natürlich seinen Zweck nicht mehr, wenn ich, wenn ich, wenn er bricht. Von daher, TPU ist eigentlich das Einzige, wo wir wirklich Probleme bekommen.
00:21:59: Speaker 1Gibt es denn noch ’n paar richtig gute Beispiele, in denen die Kombination jetzt 3D Druck und Lackieren richtig, richtig gut geklappt haben? Hast du da ’n paar Beispiele?
00:22:10: Speaker 2Oder da gibt es prinzipiell einiges. Also wir haben gerade so metallischen 3D Druck, wenn ich es mal einfach so als Überbegriff nehmen, gibt es gerade im Automotive Bereich, gibt es einige High-End-Hersteller, für die wir hier auch schon beschichtet haben, zum Beispiel Bugatti und Lamborghini. Abgasblenden oder auch andere Bauteile im Exterieur hinten an den Diffusern und so weiter aus dem 3D-Drucker mittlerweile bauen. Und da haben wir wirklich gute Erfahrungen gesammelt über die letzten, lass mich lügen, mal so 5, 6 Jahre sagen.
00:22:44: Speaker 2Und aber auch PR 11, PR 12 funktionieren super, zum Beispiel das Rigid 4K, 10K oder auch TAF 1500 von Formlabs. Das sind alles Produkte, mit denen wir wirklich super Ergebnisse erzielt haben im Interior, aber auch im Exterior, in Exterior-Anwendungen. Wir haben zum Beispiel auch so ein, wie, Nennt sich das denn? Das muss ich gerade selber mal überlegen. Das war so ein Schaufelrad, was in Kläranlagen eingesetzt wird, also im Prinzip Wasser im Wasserkontakt tagtäglich 24 Stunden steht.
00:23:15: Speaker 2Und da haben wir auch super Ergebnisse erzielt. Da ging es halt darum, einmal die UV-Stabilität zu erhöhen, weil auch permanent Sonneneinstrahlung stattfindet, auch wenn das unter Wasser ist. Die Sonne ist ja sehr aggressiv und natürlich der Wasserkontakt an sich, sprich die hydrophoben Eigenschaften zu verbessern. Und da haben wir jetzt, Testergebnis oder Testteile laufen seit über 3 Jahren, die funktionieren immer noch einwandfrei. Also da gibt es einige Beispiele.
00:23:39: Speaker 1O. K., super, jetzt haben wir natürlich viel gehört mit die Vorarbeit, die man machen muss, dass die Einstiegs Einstiegshürde nicht allzu groß ist, dass man sich wirklich über sein Ziel bewusst machen muss. Wenn man jetzt sagt, ich möchte es gar nicht selber machen und ich trau mich das gar nicht, was mach ich denn dann?
00:23:55: Speaker 2Da gibt es also jetzt, wenn wir natürlich über Sarah Code sprechen, grundsätzlich mehrere Möglichkeiten. Ich Ich hatte ja eingangs gesagt, dass wir Trainingscenter sind für Europa. Sprich, wir haben hier regelmäßig, manchmal zweimal die Woche, manchmal auch ein paar Wochen nicht, aber sagen wir mal einfach generell im Jahr jede Woche hier Schulungen laufen. Die laufen hier bei uns in der Firma. Wir sitzen in der Nähe von Hamburg in Quickborn, aber genauso fliegen und fahren mein Onkel und ich auch regelmäßig durch Europa und geben Schulungen vor Ort bei großen Herstellern, aber genauso auch bei Kleinbetrieben.
00:24:30: Speaker 2Sprich, so könnte man beispielsweise die Verarbeitung erlernen. Das ist so der eine Weg. Der andere Weg ist, dass natürlich auch wir als PBN Coatings immer gerne für jeden arbeiten und beschichten. Das ist die zweite Möglichkeit. Und die dritte, die ich auch noch mal wirklich ganz dringend hervorheben möchte, wir haben ja durch unsere ganzen Schulungen, die wir hier machen, Die ja wie gesagt für Großbetriebe, Kleinbetriebe mit Erfahrung, ohne Erfahrung, Lackiererfahrung sind, haben wir auch ein sehr gutes und großes Netz an Beschichtungsbetrieben aufgebaut, also zertifizierte Serracode-Beschichter.
00:25:05: Speaker 2Ich glaube, da haben wir mittlerweile in Deutschland, lass mich lügen, roundabout 40, 50, in ganz Europa bestimmt 80, 90, wenn nicht noch mehr. Und das heißt, wenn da jemand einen Beschichter sucht, der vielleicht auch um die Ecke sitzt, zu dem er mal hinfahren kann, Dann können wir da auch immer super vermitteln und können dann probieren, da den idealen Beschichtungspartner für euch dann für den entsprechenden Kunden zu finden. Also generell glaube ich, wie gesagt, das sind drei verschiedene Wege. Am einfachsten ist es immer, sich einfach bei mir zu melden und dann finden wir schon gemeinsam eine Lösung, um da den richtigen Weg.
00:25:39: Speaker 2Ja, einzuschlagen.
00:25:40: Speaker 1O. K., super, super. Du hast jetzt vorhin mehrmals das Wort Cera Code Produkte genannt. Ihr verkauft ja die Lacke und auch Zubehör. Was ist denn da noch noch besonders? Du hast vorhin gesagt, ’ne ultradünne Schichtstärke haben die Lacke von euch. Kannst du da noch mal ein bisschen genauer drauf eingehen?
00:25:56: Speaker 2Also, Cera Code ist, wie ich, wie ich im Prinzip ja schon sagte, ein amerikanisches Produkt. Und auf ist anorganisch auf Keramikbasis und lösemittelbasiert. Muss man vielleicht auch noch mal wichtigerweise erwähnen. Was sind Stärken von Ceracode? Wir sind halt sehr dünn mit 10 bis 40 My. Das ist, wenn man jetzt vielleicht keine Ahnung hat, dann kann man mit den Kennzahlen nichts anfangen. Aber nehmen wir zum Beispiel als Vergleich ein Automobillack. Ein Auto wird tendenziell immer so bei 120 130 My minimum lackiert.
00:26:27: Speaker 2Ausnahmen bestätigen die Regel, muss man dazu sagen. Auch da gibt es mit Sicherheit mal Autos, die noch höher lackiert werden, wenn man das nachlackiert oder auch schon im Werk. Aber rein prinzipiell sag ich mal 120 130 My. Und auch die anderen die anderen meisten Industrielacke, die es so gibt, liegen bei weit höheren Schichtstärken. Ein zweiter Vorteil ist, dass wir direkt auf das Substrat aufgetragen werden. Es hat gar nichts zu tun jetzt direkt mit 3D-Druck. Man kann genauso einen Stahl nehmen, Edelstahl, ein Carbon, ein Holz, Messing, was einem auch immer noch so im Kopf schwirrt.
00:27:00: Speaker 2Wir gehen generell immer auf Substrat. Es muss leicht angeraut werden, damit wir eine gute Haftung kreieren, aber das ist mit Sicherheit ein Vorteil, weil zum einen sparen wir damit Material, weil wir keine extra Grundierung haben. Das ist das eine und naja auch Zeit, weil wenn ich grundiere, dann noch mal zwischenschleifen muss und noch mal einen Lack applizieren und dann vielleicht noch alles immer noch mal einbrennen muss, da habe ich da sehr, sehr viele Steps, die ich, Die die mich einfach Geld kosten, weil Zeit am Ende dann der teuerste Faktor meistens ist. Dann ist es so, dass wir mit Serracru eine sehr gute Farbvielfalt haben, je nach natürlich einer Serie, die eine Serie ein bisschen mehr, die andere Serie ein bisschen weniger Farben.
00:27:36: Speaker 2Aber generell haben wir über 200 Farben zur Auswahl. Wir sind generell sehr kratz und abriebfest, wobei, wie gesagt, auch da muss man natürlich wieder differenzieren, welche Farbe nehm ich, welche Serie nehm ich, die eine ist da besser, die andere ist schlechter. Wir haben sehr gute UV und Chemikalien, eine sehr gute UV und Chemikalienbeständigkeit. Hydrophobe Eigenschaften, hatte ich schon eingangs erwähnt, können wir verbessern. Natürlich auch da spielt auch wieder die Vorbehandlung eine Rolle, sprich wenn ich da eine sehr raue Oberfläche habe und die Farbe deckt diese nicht komplett ab, dann habe ich natürlich die Spitzen vom Grundmaterial, wo die Feuchtigkeit eindringen kann.
00:28:13: Speaker 2Das muss ich natürlich gewährleisten, dass das nicht passiert, aber unter der Annahme, dass wir, dass man richtig gearbeitet hat, Und vorbearbeitet, fund vorgearbeitet hat, dann funktioniert das wirklich sehr gut. Und dann ist es so, dass wir auch generell sehr viele Spezialbeschichtungen haben. Wir haben sehr hochtemperaturstabile Beschichtungen von bis zu 1000 Grad. Deswegen sind wir zum Beispiel im Automotive-Bereich die Beschichtung, die für, Für Abgasanlagen, für diverse Motorenteile verwendet wird oder auch im Aerospace-Bereich in vielen Bereichen, wo hohe Temperaturen erreicht werden.
00:28:45: Speaker 2Wir haben Beschichtungen, die elektrisch isolierend sind, das ist natürlich in der E-Mobilität ein großes Thema. Wir haben Beschichtungen, die sehr gute Anti-Stick also Antihaft Eigenschaften liefern. Wir haben Beschichtungen für den Defense-Bereich, also Ceracoot kommt ursprünglich aus dem Defense-Bereich, muss man jetzt dazu sagen und, Da haben wir auch extra Beschichtungen mit I.R. Tarnung, also sprich Infrarot absorbierende Beschichtungen, die die nicht im Dunkeln mit mit entsprechendem Equipment gesehen werden können.
00:29:16: Speaker 2Ist natürlich wirklich ein absolutes professionelles Produkt nur für Militär und Behörde und nicht für den Privatbereich. Dann haben wir noch Antireflektionsbeschichtung, wo es halt wirklich darum geht, das Licht, UV-Licht zum Beispiel, zu schlucken und nicht mehr zu reflektieren. Beschichtung mit geringen Reibungskoeffizienten, Ja, also das jetzt, ich bin jetzt sehr weit, ich hab jetzt sehr weit ausgeholt, aber wir haben da wirklich sehr, sehr viele gute Performance Produkte, wo es gar nicht um Farbe geht, sondern wirklich darum, ein ein Produkt in seiner Funktionalität zu verbessern.
00:29:48: Speaker 1Wenn du jetzt ganz zum Schluss noch ein, 2 Tipps zusammenfassen würdest, was beim Lackieren wirklich das Wichtigste ist und wie würden diese denn lauten?
00:29:59: Speaker 2Dann würde ich sagen, Lieber Kunde, mach dir im Vorweg auf jeden Fall erstmal Gedanken, welches Ziel du verfolgst, sprich was sind deine Pain Points, was musst du unbedingt verbessern an dem Produkt. Das ist der erste Punkt und dann natürlich, ich habe es jetzt schon eingangs häufig erwähnt, aber die Vorbehandlung beziehungsweise das Post-Processing im 3D-Druck spielt da auch eine riesen Rolle, sprich will ich noch mal glätten, muss ich noch mal strahlen, um am Ende halt die perfekte Vorbereitung für den Lackierprozess zu haben. Das sind eigentlich die beiden Punkte, wo ich sage, das ist das Wichtigste, worüber sich der Kunde, also sprich jeder Zuhörer hier in dem Podcast, erst mal Gedanken machen sollte.
00:30:38: Speaker 2Wenn er die weiß, ist der nächste Step oder sind die nächsten Steps sehr leicht, aber das sind die ersten wichtigen Punkte. Und man muss ganz klar sagen, egal welches Ziel ich verfolge oder welche Ziele, ich muss immer wissen, was mein Hauptziel ist, wenn ich, weil es gibt keinen Lack, der alles liefern kann. Das muss man einfach sagen und wir reden auch nicht nur über Sarah Code, sondern generell gesprochen im Lackieren. Es gibt auch viele andere gute gute Lackprodukte auf dem Markt, jetzt außerhalb von Sarah Code. Da will ich jetzt mal gar nicht unbedingt nur auf unserem Produkt rumreiten und das bewerben, sondern es ist einfach so, ich kann mit einem Lack nicht alles erwarten oder nicht von einem Lack alles erwarten.
00:31:13: Speaker 2Ich muss genau wissen, was ich möchte, aber wenn ich das weiß, dann kann ich auch das richtige Produkt finden.
00:31:17: Speaker 1Ja, und wenn man das vor allem als Dienstleister nicht weiß, dann muss man seinen Kunden fragen, was er denn, In dem Fall möchte und ob man das überhaupt als Ziel auch so definieren kann, ne? Das hab ich jetzt auch ganz stark gemerkt, dass wenn der Kunde es meistens selbst auch nicht weiß, dann muss man mit ihm reden und die Möglichkeiten durchsprechen. Und vielleicht ist es gar nicht so, dass er schlussendlich diese High-End-Lösung braucht, sondern dass er ein, 2 Funktionen hat und die kann man supertoll dann auch umsetzen. Und dann freut er sich, wenn er dann auch in Anführungszeichen schön oder funktionsfähige 3D gedruckte Teile auch lackiert hat in dem Fall.
00:31:53: Speaker 2Absolut, Absolut.
00:31:54: Speaker 1Jetzt hab ich zum Schluss noch ein, 22 kurze Fragen, die stell ich jedem immer, der im Podcast ist und zwar beende doch mal bitte folgenden Satz: Was ist also 3 D. Druck ist für mich?
00:32:05: Speaker 2Ist immer gar, das ist immer gar nicht so einfach, aber für mich ist da der ideale Weg, um vielleicht auch den den Produktionsstandort Deutschland oder auch Zentraleuropa für kleine, mittel und größere Serien wieder interessanter zu machen. Das haben vielleicht schon viele so gesagt, aber im Endeffekt, Ich habe jetzt in dem 3D-Druckbereich seit fünf Jahren sehr viel Kontakt, fünf, sechs Jahre durch die Bugatti-Geschichten, die wir regelmäßig machen. Aber wenn wir über den Polymerdruck sprechen, seit drei Jahren intensiv beschäftigen wir uns mit dem Thema. Und ich muss ehrlich sagen, ich glaube, wir sind noch nicht im 3D-Druckbereich da, wo wir hinwollen.
00:32:39: Speaker 2Aber wir sind auf einem guten Weg. Und Fakt ist, es ist definitiv die Verbindung, die wir brauchen, Für kleine und mittelgroße Serien, um das Ganze hier weiter in Deutschland umzusetzen und nicht, wie soll ich sagen, alles immer nur Richtung Fernost abzugeben. Ja, das ist definitiv ein wichtiger Baustein für die Wirtschaft hier in Deutschland.
00:32:58: Speaker 1Absolut. Und was war so dein tollstes Bauteil, was du aus einem 3D-Drucker so jemals in der Hand hattest?
00:33:06: Speaker 2Ja, da muss ich gestehen, immer wieder die Bugatti-Blenden. Ich bin jedes Mal fasziniert, wir machen die jetzt schon seit, was ich sagte, 56 Jahre hier. Die ersten Blenden, die ich in der Hand hatte, hab ich noch gedacht, was, was ist denn das eigentlich? Ich konnt mir das gar nicht erklären, hab gedacht, wie kann ich die denn herkömmlich so fertigen, wie soll das funktionieren? Weil man kannte halt nur die, dieses, die klassische Fertigung und dachte sich dann, wie krieg ich denn in diese Blende diese Netzstruktur da rein. Das war so vor 56 Jahren, wo man angefangen hat und dann hat man halt mal geforscht und hat mal, hat das Ganze mal hinterfragt bei Bugatti beziehungsweise bei dem Zulieferanten.
00:33:40: Speaker 2Hat dann rausgefunden, das sind Titanblenden, die kommen aus dem Drucker. Und da bin ich immer noch wieder, muss ich gestehen. Wie gesagt, wir machen das seit 56 Jahren. Ich glaub, wir machen mittlerweile, da haben wir immer wieder noch mal Zwischenmodelle und Sondermodelle, bestimmt das fünfte, 6.7. Modell von Bugatti und jede Blende ist immer so einzigartig und die flasht mich jedes Mal wieder, muss ich echt sagen. Es, ich find es einfach faszinierend, was da für Strukturen möglich sind. Wenn wir über Polymer, über über den Polymerbereich sprechen, dann finde ich es einfach einfach gar nicht mal unbedingt, weil es jetzt so super.
00:34:13: Speaker 2Wenn sie ist, aber ich find das einfach toll, was einfach mittlerweile so im Bereich so Orthesen, Prothesen und so weiter möglich ist. Das waren alles Sachen, die man früher nicht so auf die Schnelle fertigen können. Heutzutage ist es so, da hat ein Mensch ein Unfall gehabt, wie auch immer er zu diesem Problem gekommen ist, und man kann ihm jetzt durch den 3D-Druck super schnell und auf ihn perfekt angepasst sein. Alleine ihm wirklich helfen, ob es ’ne Orthese ist oder wirklich ’ne Prothese. Und wir arbeiten da auch immer wieder mit dem ein oder anderen Kunden zusammen, der die, der uns ja die entsprechenden Bauteile schickt zum Beschichten.
00:34:48: Speaker 2Und natürlich ist das manchmal auch traurig, wenn man das sieht und wenn man dann, weiß ich nicht, kleine Kinderfüße da sieht, die entsprechend beschichtet werden sollen oder so. Aber ich find das einfach toll, was da mittlerweile möglich ist und wie da den Menschen geholfen werden kann. Und, Ja, von daher, das flasht mich auch immer wieder, weil das einfach schön ist.
00:35:07: Speaker 1Ja, da steckt ’ne richtige Geschichte meistens auch immer dahinter, hinter so ein Teil, das ist es, genau. Jetzt angenommen, eine Hörerin oder ein Hörer, die jetzt hier mitgehört haben, die wollen jetzt mehr Infos haben, weil sie vielleicht ’n konkretes Problem haben, dann haben wir natürlich in den Shownotes entsprechend Informationen zusammengestellt, so wie, Wie auch das Thema LinkedIn, wie man dich kontaktiert. Wir haben einige Links zusammengestellt, wo man auch noch mehr nachlesen kann zum Thema 3D-Druck im Zusammenhang mit dem Thema Lackieren und Beschichten.
00:35:40: Speaker 1Und dann würde ich sagen, Simon, ich danke dir für all die Antworten, die du geliefert hast. Ich glaube, wir haben einigen heute mitgeholfen, oder du vor allem, dass die Bauteile vielleicht nicht nur schöner, sondern auch funktionsfähiger in dem Fall sind und dass man ja. Von Beginn an gleich zu seinem Ziel kommt, dass man das Bauteil danach nicht noch mal drucken muss, weil man vielleicht so geizig war und seine Prüf seine Sprühflasche in die Hand genommen hat.
00:36:08: Speaker 2Ja, das das hoffe ich, dass das bisschen Anklang gefunden hat. Hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und wie du schon sagst, ich hoffe, wir konnten zusammen oder auch ich, egal wie wir sehen, als Team dem ein oder anderen helfen. Und wie du schon sagtest, jeder kann sich gerne bei mir melden, wenn er Fragen hat, konkretes Thema, Wie auch immer, ich bin da offen dafür. Ich bin da vollkommen offen für.
00:36:31: Speaker 1Super, dann sage ich vielen Dank und dann bis zur nächsten Podcastfolge.