Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2024-05-16: 2024-05-16
00:00:15: Speaker 1Willkommen zum 3D Druck Podcast, dem Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D Druck geht. Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D Druck und additiver Fertigung beginnen, erfahrener Anwender sind oder sogar 3D Druck Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D Drucker im Griff haben oder ob der 3D Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil diese Podcastfolge, Der den Titel trägt, das ist eine Anleitung, so spart man massiv Kosten mit 3D Druck.
00:00:47: Speaker 1Wir haben hier eine ganz tolle Fallstudie und eine Interviewfolge, wo wir 180 gefundene und umgesetzte Produktanwendungen mit 3D Druck ja umgesetzt und und gefunden haben und diese Folge, Hat es mega in sich, weil wir sprechen hier nicht über irgendwelche Möglichkeiten mit 3D-Druck, sondern über tatsächlich erreichte Ergebnisse und vor allem den Weg dorthin. Denn diese Folge soll eher als als Anleitung dienen, wie man Kosten einsparen kann, vor allem mit dem Werkzeug 3D-Druck, egal ob Sie jetzt Techniker, Ingenieur, Konstrukteur oder in einer Entwicklungsabteilung von einem mittelständischen Unternehmen tätig sind.
00:01:24: Speaker 1Da ist auf jeden Fall für jeden was dabei. Und ich freu mich natürlich ganz besonders, jetzt meinen Interview Gast ganz kurz vorzustellen. Das ist nämlich Matthis Kleinert. Er ist Leiter der additiven Fertigung bei Neuenhauser Maschinenbau G. M. B. H. Matthis, ich freu mich riesig, dass du im Podcast da bist und dass wir jetzt da drüber sprechen können. Stell dich doch einmal ganz kurz vor.
00:01:45: Speaker 2Ja, erstmal hallo Johannes. Ja, ich bin Matthis Kleinert. Und ich bin eigentlich der Ansprechpartner für alles zum Thema 3D-Druck für die innerhalb der Neuenhäuser Maschinenbaugruppe. Und wir sind eine relativ diverse und große Maschinenbaugruppe. Wir haben über 30 Standorte verteilt über Deutschland, aber auch international mit, ja, in der Summe, ich glaube, über 2500 Mitarbeitern. Und wir machen eigentlich alles, was der Maschinenbau so anbietet. Demnach haben wir eigentlich auch ein sehr großes Potential für den 3D-Druck.
00:02:18: Speaker 2Wir machen wirklich klassische Lohnfertigung. Wir machen Baugruppen, Anlagenfertigung. Wir haben verschiedenste Maschinenelemente und Baugruppen, die wir auch wirklich in großen Stückzahlen jenseits der, ich weiß es nicht, 100.000 herstellen, auch für die Fahrzeugindustrie. Wir haben viele eigene Produkte und Segmente. Wir machen Maschinen für die Transportautomatisation, Verpackungstechnik, Textilmaschinen. Da kommen wir eigentlich ursprünglich mal her vor. Über 70 Jahren oder so. Wir machen Umwelttechnik, wir haben aber auch Flurförderfahrzeuge, teilweise auch autonom fahrende Fahrzeuge und selbst die IT gehört bei uns in einem eigenen Unternehmen zur Gruppe.
00:02:58: Speaker 2Demnach machen wir so viele verschiedene Dinge im Maschinenbau, dass da sehr viel im Bereich 3D-Druck anfällt, wofür ich eigentlich der universelle Ansprechpartner bin und die Technologie etabliere und nutze für uns.
00:03:13: Speaker 1Das ist super spannend. Wir haben ja jetzt eine ganze Zeit lang auch zusammengearbeitet. Es ist ein absolutes Eldorado, wenn man das so sagen kann bei dir, um Teile entsprechend zu finden. Aber bevor wir jetzt gleich ganz tief so ins Thema einsteigen, hab ich erstmal noch ein paar paar generelle Fragen, die ich dir sozusagen stellen möchte, damit dich die Podcasthörer so ein bisschen auch kennenlernen. In der Hinsicht, weil ist natürlich immer super spannend, wie ist man selbst zum 3 D. Druck gekommen. Also, wie war denn so dein Weg in die additive Fertigung zu deinem ersten 3 D.
00:03:44: Speaker 1Drucker und so weiter?
00:03:46: Speaker 2Ich glaub, mein Weg zum 3 D. Druck beginnt, wie bei vielen technisch interessierten Leuten. Also, erstmal war ich damals noch in der Ausbildung so 2017, 2018 zum technischen Produkt, Produktdesigner oder technischen Zeichner, wie man es jetzt nennt. Und hab da damals in Dienstleistungen noch Konstruktionen nebenbei gemacht für eine kleine Firma und da habe ich tatsächlich den ersten Drucker geschenkt bekommen. Der stand irgendwo in der Ecke und hat noch funktioniert. Den habe ich einfach geschenkt bekommen von einem Kunden und hab den zum Laufen gebracht.
00:04:18: Speaker 2Und da war ich eigentlich direkt schon Fan der additiven Fertigung, weil als Produktdesigner, der den ganzen Tag am Computer Dinge entwirft und Teile konstruiert, War es natürlich der Traum, die direkt im Nachgang auszudrucken und dann ging es eigentlich ziemlich schnell, dass ich danach im im Studium ging es dann hoch bis in, glaub ich, 7 oder 8 N. Cubic Drucker hatte ich. Ich glaub, das sagt jedem was, der damals so angefangen hat mit 3 D. Druck und auch S. L. A. Drucker kam dazu und hab dann eigentlich aus meiner Wohnung raus auf den ganzen Geräten schon angefangen, verschiedenste Teile zu produzieren und an Kunden zu verkaufen, unter anderem auch an.
00:04:58: Speaker 2Neuenhauser. Neuenhauser war damals auch mein Ausbildungsbetrieb und durch den Kontakt konnte ich dann während meines Studiums gleich schon Teile, die ich kannte, herstellen und quasi Neuenhauser bereitstellen und hab darüber dann natürlich auch relativ zügig wieder, ich glaub, da war ich sogar noch im vierten Semester, wieder den Weg zurück zu Neuenhauser nach dieser kurzen Pause nur gefunden. Und hab dann da die Aufgabe bekommen, quasi den 3 D. Druck dann wieder als Interner voranzubringen, weil so ’n Großunternehmen natürlich ’ne Menge Potenzial hat.
00:05:31: Speaker 1Ja, also das klingt ja, das klingt ja super spannend, vor allem der Weg, dass du am Anfang gar nicht direkt damit konfrontiert worden bist von dir selbst, sondern eher, dass jemand gesagt hat, guck dir das mal an, repariert den, Und natürlich hast du den wahrscheinlich repariert und hast dir gedacht, was denn das Tolles, wenn ich nur am P.C. Sitze, um dann mal was in der Hand in der Hand zu halten. Und jetzt, wenn man, wenn man den Weg so betrachtet von dir, dann hast du jetzt so deine eigene Abteilung und hast ganz viele spannende Aufgaben, viele Probleme, die du löst. Und jetzt, jetzt hat es ja alles nicht wunderbar angefangen, dass du jetzt, geh ich davon aus,
00:06:08: Speaker 1Ein paar Drucker bei Neuenhauser hattest und alle sind dir die Bude eingerannt, sondern wie war denn damals dann auch deine Ausgangssituation, bevor wir uns denn dann ja auch kennengelernt haben mit dem Thema 3 D Druck und deinen ersten Schritten dann bei Neuenhauser?
00:06:23: Speaker 2Ja, schön wäre es, wenn es direkt ein Selbstläufer gewesen wäre. Ich glaub da, da kann man in keinem Unternehmen von ausgehen, dass es direkt von selber so funktioniert, eine Technik direkt perfekt angewendet wird, Und im vollen Umfang ausgenutzt wird. Deswegen war die Ausgangssituation eigentlich ja relativ kompliziert, würde ich mal sagen, weil es eine sehr große Aufgabe ist, einfach eine neue Technologie in so einem Unternehmen einfach zu etablieren und nutzen zu lernen. Das ist ja erstmal eine Aufgabe, die man gar nicht so einfach greifen kann.
00:06:56: Speaker 2Demnach musste dafür erstmal war die erste Herausforderung dafür einen Fahrplan zu entwickeln, Und die ganzen Mitarbeiter bei uns am Standort überhaupt abzuholen. Bei uns am Hauptstandort sind es allein 800 Mitarbeiter und in der ganzen Gruppe, wie ich schon vorhin mal sagte, über zweieinhalbtausend, die gilt es im ersten Schritt natürlich zu informieren, was die Technologie überhaupt kann und gleichzeitig sich vielleicht noch vertieft in die Technologie reinzuarbeiten. Und da trifft man natürlich auf die verschiedensten Rückmeldungen aus den ganzen Abteilungen und von den ganzen Kollegen und Kolleginnen und die Stellen an einen.
00:07:32: Speaker 2Dem ersten Schritt, glaub ich, vor die großen Herausforderungen.
00:07:35: Speaker 1Mhm, mhm, also die haben Fragen gestellt oder die haben das Ganze extrem abgelehnt,
00:07:40: Speaker 2Wahrscheinlich oder genau, genau, es gab Kollegen und Kolleginnen, die direkt auch Feuer und Flamme waren und gesehen haben, wie sie ihn nutzen können, haben vielleicht schon direkt, Die ersten Ideen gebracht, die ersten Bauteile kamen mit einer Handskizze zu mir. Das ist natürlich schön, aber es gab natürlich auch genau das Gegenteil, Kollegen und Kolleginnen, die irgendwie Skepsis hatten, die vielleicht auch sagten, wir brauchen so eine Technologie gar nicht. Es gab auch Leute, die vielleicht schon schlechte Erfahrung gemacht haben, die vielleicht direkt im ersten Boom 2017 18 schon die ersten 3D-Druckteile machen lassen haben, die dann vielleicht kaputt gegangen sind und diese schlechte Erinnerung.
00:08:21: Speaker 2Wirklich bis jetzt 2024 oder 2023 hallt diese schlechte Erinnerung noch nach. Wenn man sie jetzt auf die Technologie anspricht, sind sie immer noch komplett anti gegenüber der Technologie, obwohl es da ja weitergegangen ist und man auch Erfahrungen sammelt und ja auch erst mal lernt, wie man die Technologie nutzt. Das heißt, man hatte da ohne Ende Meinungen, mit denen man konfrontiert wurde, Die man natürlich alle einsortieren muss und dann natürlich auch richtig orientieren muss, würd ich mal sagen.
00:08:49: Speaker 1Ja, ja, weil meistens meinen die Personen das ja eigentlich nicht böse, sondern die kommen dann eher auf einen zu, weil man mal ’ne schlechte Erfahrung gemacht hat. Man möchte die schlechte Erfahrung halt kein zweites Mal sozusagen machen und man möchte ja auch nicht vor seinen Kollegen blöd dastehen. Also das ist absolut nachvollziehbar, wenn man natürlich mit was Neuem auf, Auf jemanden zukommt, sozusagen. Ja, wenn man diese, diese Herausforderungen, die da gerade, die du gerade angesprochen hattest, so ein bisschen kategorisieren könnte, welche hattest du denn so grundsätzlich, wenn wir, wenn wir das so, so 34 mal aufzählen könnten?
00:09:23: Speaker 2Mhm, ja, da würde ich eigentlich ganz grob 3 Kategorien an Herausforderungen klassifizieren, die glaube ich auch in allen anderen größeren Unternehmen, vor allem im Maschinenbau, Genauso auftreten werden. Wir sehen selber schon bei unseren eigenen, bei unseren Bestandskunden, die sich vielleicht auch mit der Technologie auseinandersetzen möchten, die eigentlich genau dieselben Hürden und Themen haben, die sie bearbeiten müssen, um da erfolgreich zu sein. Die erste Hürde eigentlich, ja, die es zu meistern gilt, ist die Potenzialfindung selbst.
00:09:55: Speaker 2Nur weil man die Technologie hat, heißt es ja nicht, dass man sie gleich auch ausnutzt. Dann heißt man muss erstmal lernen, Wie man das Potential eigentlich findet bei sich im Unternehmen und das muss man strukturiert machen. Das war bei uns genauso. Ich musste als erstes lernen, wie ich in den ganzen verschiedenen Bereichen und Produkten mit einer mit einer Methode zusammen das Potenzial finde und eine Analyse betreibe, die auch dann zu einem Ergebnis führt, dass man konkrete Anwendungsfälle hat, die man dann prüfen und qualifizieren kann.
00:10:27: Speaker 2Die zweite Kategorie kommt dann eigentlich danach. Ja, nur weil man das Potenzial gefunden hat, analysiert hat und auch qualifiziert hat, dass es Potenzial hat, heißt es ja noch nicht, dass man es umgesetzt hat. Das heißt, die nächste Hürde ist eigentlich auf Ebene der Kommunikation, weil desto größer das Unternehmen, desto komplizierter ist ja meine meiner Erfahrung nach auch die Kommunikation. Das heißt, man muss ganz strukturiert dann dieses Potenzial kommunikativ auch bearbeiten. Das heißt, alle Leute, die da.
00:10:57: Speaker 2Von betroffen sind in der Umsetzung, die müssen strukturiert, quasi ja, mit dem muss man strukturiert reden, damit man am Ende auch zum Ziel führt und das nicht irgendwie wieder im Sande verläuft.
00:11:08: Speaker 1Man darf vor allem, glaub ich, da fall ich dir ganz kurz ins Wort, vor allem nicht Dinge sagen, die dazu führen, es noch schlechter zu machen, ne, die muss man halt kennen, diese Dinge, dass man nicht irgendwelche Einwände natürlich mit rein bringt, die dazu führen, Dass dass man sich noch weiter davon entfernt von den Potentialen. Das ist natürlich auch ganz wichtig, ne. Ja, und dein dritter Punkt,
00:11:30: Speaker 2Mein dritter Punkt, der ist dann quasi das Nachbetrachten der Anwendungsfälle. Also, was haben wir jetzt umgesetzt, das Reflektieren, also einmal, was hat uns dieser Anwendungsfall überhaupt gebracht, das ist natürlich wichtig. Aber auch, wie haben wir diesen Anwendungsfall jetzt in die Umsetzung gebracht, Gapsterpunkte, die wir besser machen könnten und dann gibt es diesen Anwendungsfall eigentlich ähnlich noch bei 27 anderen Kollegen und Kolleginnen im Unternehmen, die man darauf ansprechen könnte.
00:12:01: Speaker 1Mhm, also sozusagen das Muster dahinter erkennen,
00:12:04: Speaker 2Genau, genau, ja, ist da irgendwie ein Muster hinter, was man dann reproduzieren kann.
00:12:09: Speaker 1Ja, ja, also das sind, das sind alles, ich sag mal, ganz spannende Herausforderungen, wo viele sagen, O. K., Allein schon an der an der Potenzialanalyse scheitert es vielleicht, weil man gar nicht weiß, was man alles drucken kann, weil man, weil man vielleicht auch nur aus der Branche immer nur die Dinge kennt, die die Branche halt kommuniziert mit Raketenteile und so weiter. Aber ich geh mal davon aus, das waren alles auch super einfache Teile, die ihr dann hauptsächlich gedruckt habt, oder das waren jetzt nicht super spezielle Teile.
00:12:35: Speaker 2Mhm, ja, für den ersten Schritt auf jeden Fall. Also um die ersten, Positiven Erfahrungen überhaupt mit der Technologie zu sammeln, sind eigentlich die einfachen Teile meiner Lieblingsteile. Ich freue mich immer, wenn ein Kollege oder eine Kollegin direkt mit einem Teil vorbeikommt, was nur zwei Bohrungen und eine Faser hat, aber direkt schon daran denkt, das zu drucken, weil es das Teil vielleicht. Ganz schnell braucht oder in der Stückzahl, die für kein anderes Fertigungsverfahren passt. Das sind eigentlich die schönsten Teile, weil es auch die schönsten, aber die schnellsten Erfolge sind.
00:13:06: Speaker 2So ein Teil ist einfach umzusetzen, da gibt es nicht viel zu engineeren dran. Man druckt es, kann es einbauen, es funktioniert, man hat ein Problem gelöst, zack, positive Erfahrung. Ja, das ist eigentlich immer der Traumeinstieg bei einer Person, die man vom 3 D. Druck überzeugen möchte.
00:13:21: Speaker 1Mhm, Mhm, und der Podcast soll ja jetzt ja eher als Anleitung dienen heute. Welche 3 Schritte, um es mal so ganz einfach zu machen, waren denn notwendig, um auch diese Herausforderungen auch auch umzusetzen, dann auch in ein Ziel? Wie würdest du das denn so so ein Stück weit zusammenfassen? Was wären denn da doch so deine Hauptpunkte, Wenn wir jetzt jemanden einen Hinweis mitgeben könnten im Sinne von: ‘Hey, das sind 3 Schritte und wenn du die Reihenfolge allein schon einhältst, dann bist du schon gut dabei.’ Ne, was wären denn das so 3 Schritte bei dir?
00:13:52: Speaker 2Ja, 3 Schritte wären eigentlich beginnend immer auf der persönlichen Ebene, dass man selber Potenzial findet, dass er im nächsten Schritt den Kollegen das Potenzial klar macht und die davon überzeugt, das auch umzusetzen. Und, Und im letzten Schritt, das Potential dann halt zu reflektieren, wenn man sich eigentlich in jedem Anwendungsfall immer in dieser oder in jedem Bereich, sag ich mal, diese 3 Schritte hält, kann man es immer wieder reproduzieren. Man geht in eine neue Abteilung, man sucht nach Potential, man setzt es um zusammen mit der Abteilung und kommuniziert das richtig und man reflektiert es einmal.
00:14:29: Speaker 2Dann kann man es immer wieder genauso wiederholen und jeder einzelne Schritt hat halt dann seine Hürden, die man umgehen muss und ja. Im nächsten Schritt passiert das natürlich dann am liebsten als Selbstläufer, dass man selber nicht mehr die Potenzialanalyse macht, sondern dass man dann die nächste Person überzeugt hat davon. Der kann dieselben Schritte auch wieder durchführen und ja, dann passiert eigentlich so ein Schneeballeffekt, dass sich das reproduziert. Das ist natürlich der Traum dann dabei.
00:14:54: Speaker 1Ja, ja, aber so ist ja auch immer das generelle Vorgehen, ne, dass man in die Abteilung reingeht, mit den Leuten spricht. Und herausfindet, was hält die da so zurück, was findet man dort und dann auch genau nachprüft, gibt es auch vielleicht noch andere Abteilungen, die ’n ähnliches Problem haben, weil im Grunde genommen gibt es viele Abteilungen, die etwas montieren, die etwas zusammensetzen, die etwas fertigen und so weiter. Dort werden überall ähnliche Bauteilgruppen sozusagen, ja im Endeffekt auch auch benötigt, wenn man das so sieht.
00:15:23: Speaker 2Ne, Genau so setzt man dann den Grundstein bei den bei den Kollegen und Kolleginnen. Um zu verstehen, was der 3D Druck eigentlich für einen Mehrwert bringt. Und dann als nächsten Schritt, der vielleicht langwieriger ist, wandert dann dieses Wissen oder diese Erkenntnis dann in die Konstruktion über und wird am besten natürlich in den neuen Produkten, die entwickelt werden, direkt mit berücksichtigt, dass man gar nicht, gar nicht mehr den Weg machen muss, an bestehenden Prozessen und Produkten das Potential zu finden, sondern dass das Potential schon bestmöglich in der Konstruktion ausgeschöpft wird.
00:15:56: Speaker 2Und wir hatten schon die Fälle, Eine Maschine wird neu konstruiert von einem Konstrukteur, der den 3D-Druck komplett verinnerlicht hat. Zielvorgabe war, die Maschine muss 30% günstiger werden und auf einmal sind in so einer Maschine 1520 3D-Druckteile drin, einfach nur weil der Konstrukteur dann den Mehrwert schon verstanden hat und sich die Maschine unter dem richtigen oder richtigen, Richtigen Blickwinkel anguckt und das Potential sieht und umsetzt.
00:16:26: Speaker 1Ja, ich glaube auch bei jedem Ingenieur, der dieses Thema 3D-Druck so richtig verstanden hat oder auch Konstrukteur, der macht es automatisch dann irgendwann. Da ist es einfach drin und denkt man sich, warum soll ich dieses Bauteil jetzt fräsen oder drehen oder mit einem anderen Verfahren aufwendiger vielleicht herstellen, warum kann ich es nicht einfach drucken. Also ich glaub dieser dieser Produktivitätsgedanke, der ist dann einfach, Tief in den Leuten verankert und dann machen die das regelmäßig so. Also das ist wirklich super umgesetzt. Gab es denn da auch so den ein oder anderen Moment, wo du, wo du vielleicht mal ganz kurz noch erzählen kannst, was ganz lustig war oder oder was dir mal ganz stark hängen geblieben ist bei so einer Potentialanalyse, wenn du mit Leuten, mit den Leuten gesprochen hast?
00:17:07: Speaker 2Mhm, am, Am meisten bleibt mir immer im Gedächtnis, eigentlich, wenn ich die ganz profane Frage stelle, meistens in der Fertigung, was ist die nervigste Aufgabe, die du hast? Und das dann am besten direkt dem Fertigungsleiter oder irgendeinem Mitarbeiter, der an den Produkten arbeitet, dem die Frage stellen, was ist die nervigste Aufgabe, die du hast? Und das ist jetzt schon öfter passiert, dann überlegt die Person immer kurz und holt da meistens irgendwie ein Bauteil raus oder zeigt mir irgendein Bauteil oder eine Zeichnung von etwas, wo er ganz viel Handarbeit reinsteckt.
00:17:43: Speaker 2Hier, da muss ich aus, da muss ich ein Teil ganz lange immer von Hand bearbeiten. Da war jetzt ein explizites Beispiel, eine Art Luftfilter war das, da war ein Blech drum, ein rundgebogenes Blech, Was eigentlich von Hand, ich sag es mal, gedängelt wurde, dass es um ein Filternetz passt und das Teil war eigentlich pure Handarbeit. Ja, und da sagt der Mitarbeiter natürlich zu Mitarbeiter natürlich zu Recht, das kostet mich Nerven, das kostet mich Zeit und da habe ich direkt gesehen, ja gut, so ein von Hand gedengeltes Bauteil, da machen wir ein Druckteil von.
00:18:20: Speaker 2Du gibst mir nur noch dein Filternetz, was da rein muss und ich, ich umdruck dir das komplett im F. D. M. So, du gibst mir nur noch die Netze, stellst mir dir bei, ich druck ein Teil, leg das während des Drucks ein, druck da ein Bund drüber und du hast einen Filter, der eigentlich von der Grundgeometrie genauso aussieht wie vorher, aber ohne irgendwie einen Finger zu krumm zu machen und Handarbeit reinzustecken. Das sind eigentlich, davon gab es jetzt schon mehrere Momente, das sind eigentlich die schönsten, wenn die Frage, was ist die nervigste Aufgabe, wenn die so funktioniert.
00:18:50: Speaker 1Ja, ja, das ist nämlich ganz wichtig, am Anfang die richtige Frage zu stellen, um den den sozusagen den Weg ja dann auch zu ebnen für das Thema 3D Druck und ’ne Verbesserung schlussendlich. Aber dieser dieser Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin doch aus der Fertigung, die die liebt dich jetzt wahrscheinlich und die hat es so richtig verinnerlicht, dass sie diese nervige Aufgabe nicht mehr machen muss. Da fällt wahrscheinlich jetzt viel Zeit weg und viel Arbeit und viel Frust in dem Fall, weil man es sozusagen gefunden hat.
00:19:20: Speaker 1Also man, es ist ja nicht so, dass auf einmal so ein rotes Fähnchen hochgeht in der Fertigung und dann heißt es, hier ist ’ne ’ne Anwendung, es wär schön, wenn es so wär, ne, aber man muss die, man muss die richtig herauskitzeln in dem Fall. Also das ist ja echt ’n cooles Beispiel. Wenn wir schon bei den Ergebnissen sind, was waren denn so die die Ergebnisse aus unserer Zusammenarbeit noch, wenn du das so ’n bisschen zusammenfassen könntest?
00:19:45: Speaker 2Ja, die Ergebnisse. Also, unsere Zusammenarbeit ist ja noch gar nicht so lang. Wenn ich jetzt zurückgucke, haben wir eigentlich erst im September angefangen, aktiv zusammenzuarbeiten. Ich selber betreue das ganze Thema bei uns auch jetzt erst seit anderthalb Jahren, vielleicht 2 Jahren, wirklich intensiv. Und in der Zeit, jetzt in der Zeit, in der wir zusammenarbeitet haben, haben wir die Produktionskapazität jetzt schon um 40% erhöhen können und regelmäßig ja Produktanfragen, also das, was wir eigentlich wollen, dass die Produkte direkt von uns zu kommen, zu uns kommen ohne die Potenzialanalyse.
00:20:23: Speaker 2Das heißt, wir haben jede Woche mindestens 5 bis 10 Anfragen für konkrete Bauteile, wobei je jemanden im Unternehmen schon dieser Denkprozess eingesetzt hat, der schon, Das Teil ja bewertet hat und schon auf den von selber auf den Gedanken gekommen ist, ja, das sollten wir drucken oder das könnten wir drucken oder ich frag wenigstens mal bei der 3D Druck Abteilung, ob wir das nicht drucken könnten, weil das ist, das reicht ja schon. Das muss ja einfach nur zu mir kommen und so haben wir jetzt deutlich mehr einfach direkte Anfragen und Denkanstöße bei den Kollegen quasi platziert und haben in der Zeit, in diesen paar Monaten kann man ja fast sagen,
00:21:01: Speaker 2Schon mehr als 180 Bauteile umgesetzt und produzieren in der Woche eigentlich also immer mindestens 30 bis 40 verschiedene Bauteile und können jetzt sukzessive quasi unsere Kapazität steigern und uns immer weiteren Themenfeldern widmen, immer mehr Technologien ins Boot holen und das ganze Thema immer weiter wachsen lassen und immer wieder das übliche Schema Potenzialanalyse, Saubere Kommunikation und Ergebnisse reflektieren, in allen unseren Bereichen reproduzieren und immer mehr Leute quasi ja den Gedanken in den Kopf pflanzen, hier 3D Druck existiert und wir können damit was Sinnvolles machen und das soll natürlich jetzt oder es wird genauso weiter wachsen, denn meiner Meinung nach sind wir da erst am Anfang.
00:21:54: Speaker 2Wir haben jetzt schon ’ne ganz ordentliche Produktionskapazität von mehreren 1000 Stunden in der Woche, aber das ist erst der Anfang, da bin ich mir sicher, wenn ich das auf unserer Unternehmensgruppe, oder wenn ich das in unserer Unternehmensgruppe betrachte und wie viele Kunden wir eigentlich noch haben, die eigentlich auch Maschinenbau machen, wird das gerade erst der Anfang sein. Und genauso wollen wir natürlich dann weiter jetzt wachsen und alle mit ins Boot holen und allen zeigen, 3 D. Druck ist ’n echter Mehrwert im Maschinenbau.
00:22:22: Speaker 1Ja, ja, und kann unheimlich viele Kosten einsparen und auch viel Zeit einsparen, wenn man weiß, dass man die richtigen Anwendungen halt findet, ne. Aber das ist mega spannend, also was ich bei dir jetzt auch ganz stark gemerkt hab, wo du gerade berichtet hast von den Ergebnissen, dass es schon stark, auch das ist schon stark, diesen Gedanken auch auch jetzt bei dir im Kopf hast, wenn wenn du, Die Potenzialanalyse nicht richtig machst und auch nicht richtig ansprichst, dann haben auch deine Kollegen keine keine super Teile und auch keine Erleichterung, wenn man das so sieht. Also der dieser dieser Schmerzpunkt ist da bei denen schon ganz stark und auch bei dir angekommen, dass du denen richtig gut helfen kannst.
00:22:59: Speaker 1Das ist echt, ist einer der wichtigsten Gedanken überhaupt und natürlich auch, dass es da draußen ganz viele Unternehmen gibt, die die natürlich ’n ’n ähnlichen Schmerzpunkt haben, dem man eigentlich helfen müsste. Und was ich auch noch super spannend fand, zum Beispiel bei uns in der Zusammenarbeit, dass es bei dir weniger um das Thema Vorrichtungen jetzt ging, sondern vielmehr um wirkliche Produktanwendungen, Bauteile bei euch in den Produkten, die ihr anbietet, zusammenbaut, verkauft sozusagen.
00:23:28: Speaker 2Mhm, das ist auch so ein bisschen mein persönlicher Anspruch. Ich weiß, man kann die IT-Fertigung für für viele Vorrichtungen, für viele Hilfsmittel nutzen und, Viele vor Ort in den 3 D Druck ja auch einfach noch im Prototypenbau. Das ist auch richtig, da hat er seine Relevanz, der bietet da aber mit Sicherheit auch einen Riesen Mehrwert oder garantiert einen Riesen Mehrwert, das weiß ich. Aber ich hab mir von Anfang an, als ich gesagt hab, ich mach das bei uns im Unternehmen, den Fokus auf Produkte gesetzt, weil da einfach der Hebel drin steckt und da müssen wir ja langfristig auch hinkommen.
00:24:02: Speaker 2Soll ja nicht nur das Fertigungsverfahren sein, was immer nur für den Prototypen, immer nur für die Kleinserie verwendet wird, weil es soll auch das Fertigungsverfahren sein, was einfach ein Standardfertigungsverfahren am Ende ist im Vergleich zu allen anderen. Also mein Plan und mein Ziel ist es ganz klar, Unsere Hallen sind voll mit Fräsen, wir haben Lackierabteilung, wir haben, wir haben, ja, wir haben jedes Fertigungsverfahren vertreten und der Redruck ist genauso 1 davon mit einem riesen Potential, was genauso in der Serie auch genutzt werden soll und das Fertigungsportfolio einfach erweitert und auf jeden Fall in die Serie muss, weil wenn es nur in den Prototypen bleibt,
00:24:45: Speaker 2Ja, dann stagnieren wir, dann bleiben wir hängen und das glaub ich nicht, das sollten wir nicht und dafür ist das Potenzial viel zu groß.
00:24:51: Speaker 1Ja, die Opportunitätskosten aus meiner Sicht sind viel zu groß, die man sich doch natürlich dann auch diese, diese Möglichkeiten, die man sich entgehen lässt, wenn man die Technologie wirklich nicht nutzt und zwar als Werkzeug. Was hat dir denn in der Zusammenarbeit mit 3 D. Industrie denn am meisten gebracht und wie ist es dir denn da so dabei ergangen, wo wir zusammengearbeitet haben?
00:25:12: Speaker 2Ja, also am meisten, Gebracht haben, mir tatsächlich die die Werkzeuge, die man an die Hand gegeben bekommt, weil die Aufgabe ja, die ich hatte, sehr groß ist, einfach eine Technologie zu etablieren und zu nutzen. Das ist schwer greifbar. Ich glaube, da stehen noch andere Leute genauso in dem Konflikt oder vor dem Problem. Wie gehe ich denn so eine Aufgabe überhaupt an, an, wie mache ich mir einen Plan und beziehungsweise was muss ich machen und da hast du mir eigentlich konkrete Werkzeuge an die Hand gegeben,
00:25:44: Speaker 2Wie ich jetzt diese 3 Schritte, die ich vorhin nannte, bearbeiten kann. Ein Werkzeug, ganz klar, wie ich die Potentialanalyse mache, wie ich die strukturiert mache, wie ich die immer reproduzierbar mache und dann auch die Abläufe und die Werkzeuge, wie ich danach die Kommunikation gestalte. Das heißt, ich kann diese Werkzeuge immer wieder herausholen. Neu abspulen und das Potential irgendwo aufdecken oder irgendwo ’n Anwendungsfall in die Umsetzung bringen. Das hat mir eigentlich geholfen, dass man erst den Plan macht und dann eigentlich nur noch diese Werkzeuge immer wieder verwenden kann.
00:26:17: Speaker 1Also, dass man das wiederholt, was eh schon gut funktioniert hat, die ganze Zeit und und unter Werkzeuge, da verstehst du ja jetzt nicht ’n Hammer, den ich dir mitgegeben hab oder ’n Schraubenschlüssel, so, sondern eher die richtige Methode, um es anzusprechen. Wenige kleine Schritte, geh ich davon aus, hast du das wahrgenommen und es war auch für dich, wenn ich da noch mal nachfragen darf, es war auch einfach das anzusprechen. Es war jetzt, glaub ich, auch nicht super kompliziert, diese diesen Weg auch einzuhalten, weil sonst hättest du es ja nicht so oft gemacht.
00:26:46: Speaker 2Nee, Im Prinzip macht es das ja so einfach, dass es den ganz klaren Fahrplan gibt, wie mache ich die Potenzialanalyse vor Ort, welche Schritte halte ich ein, um die um um einen Anwendungsfall dann zu qualifizieren und zu sagen, ja, den setzen wir um. Und wie bringe ich ihn dann in die Umsetzung, dass es ganz klare Schritte gibt, die ich dann nur noch abarbeiten muss. Das hat mir dann, das hat mir quasi diese ganzen kleinen Aufgaben, die man eigentlich machen muss, um das große Ziel zu erreichen, dann einfach erleichtert.
00:27:16: Speaker 1Ja, ja, ja, und und wie geht es jetzt dann bei euch weiter? Was sind so eure nächsten Schritte, außer die Dinge immer wieder zu wiederholen und noch mehr Anwendungen zu finden?
00:27:26: Speaker 2Also ja, klar, das Wiederholen, das hört, glaube ich, auch nicht auf. Das machen wir natürlich immer weiter, weil wir sind da noch nicht am Ende bei uns intern oder ich sag mal in der Gruppe intern. Der nächste Schritt ist natürlich, wir wollen ganz klar unsere Kunden damit unterstützen. Wir sind ein Maschinenbauunternehmen, was sehr divers vertreten oder aufgestellt ist und genauso sind eigentlich auch unsere Kunden. Unsere Kunden sind hauptsächlich auch wieder Maschinenbauunternehmen, die Produkte herstellen. Oder für die wir Produkte montieren oder Dienstleistungen erbringen.
00:27:57: Speaker 2Und diesen ganzen Kunden, das sind, ich habe noch gar nicht nachgeguckt, das müssen Hunderte sein, wenn nicht sogar Tausende, an die möchte ich jetzt eigentlich im nächsten Schritt herantreten und denen genauso anbieten. Den Fortschritt, den wir jetzt gemacht haben, den können wir bei unseren Kunden genauso machen, weil der ist 1 zu 1 so reproduzierbar. Das Potenzial, was wir gefunden haben und die Ersparnisse, die wir erbracht haben, die liegen genauso bei unseren Kunden. Ja, und jedes Unternehmen sollte, glaube ich, zusehen, natürlich innovativ zu bleiben und sich neuen Technologien nicht zu verschließen und das da möchten wir unsere Kunden einfach unterstützen.
00:28:37: Speaker 2Das heißt, solche Potenzialanalysen, die die machen wir immer liebend gern auch bei unseren Kunden. Wir fahren gerne zu denen und gucken selber bei denen, was für ein Potenzial liegt da und setzen das zusammen mit denen um. Stellen die Teile dann für die her, weil die Erfahrung, die wir gesammelt haben, die können wir ja nutzen und einfach Effizienz da reinbringen, einfach schneller den Fortschritt machen, dass so ein Kunde jetzt nicht diesen langwierigen Weg machen muss, die Erfahrung, die wir uns jetzt in diesen 2 Jahren oder die Erfahrung, die ich mir generell in der Technologie in den letzten 6 Jahren aufgebaut hab, das können wir dem Kunden ja ersparen.
00:29:11: Speaker 2Der kann ja direkt an dem Punkt quasi einsteigen, dass wir mit unserer Erfahrung vorbeikommen. Und das reproduzieren und das bieten, das möchten wir jetzt genauso allen unseren Kunden anbieten. Und da ich halt für unsere Gruppe eigentlich der universeller Ansprechpartner bin und wir das auch auf relativ kurzer Kommunikationsebene machen, weil so funktioniert das nur. Wir können nicht einfach nur eine Zeichnung hin und her schicken und dann drucken wir das. Das ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Man muss immer einfach auf dem direkten Weg kurz einmal über einen Anwendungsfall sprechen, erst dann kann man das Potential auch wirklich nutzen.
00:29:46: Speaker 2Weil dann sieht man auch erst das ganze Potential und das müssen wir bei unseren Kunden oder das bieten wir unseren Kunden genauso an. Die dürfen sich ganz unkompliziert bei mir melden und sagen: ‘Ey, wir wollen uns damit auseinandersetzen. Wie sollen wir das tun? Kannst du uns dabei helfen?’ Ja,
00:30:02: Speaker 1Und du hast ja auch grundsätzlich jetzt auch die richtigen Werkzeuge dafür. Die Schritte auch zu gehen. Ihr habt es selber wirklich hervorragend umgesetzt. Ich bin selber auch mega erstaunt, was ihr alles gefunden habt, welche Teile ihr gefunden habt, wie schnell das bei euch gegangen ist. Und wir haben ja auch ein paar coole Tricks auch angewendet, ne, so paar, so paar Kleinigkeiten, die dann auch richtig viel gebracht haben, wo jeder vielleicht am Anfang auch ein bisschen skeptisch ist und sagt, was das funktioniert. Ja, das hat schon immer funktioniert, das verraten wir im Podcast jetzt nicht in dem Fall.
00:30:34: Speaker 1Letzte Frage oder eine der letzten Fragen, die ich jetzt noch an dich hatte, hab ist: Würdest du uns denn weiterempfehlen in der Zusammenarbeit?
00:30:41: Speaker 2Ja, also grundsätzlich würde ich 3D Industrie und dich, Johannes Lutz, auf jeden Fall weiterempfehlen, weil du den Knackpunkt so ein bisschen klar machst. 3D Druck funktioniert ein bisschen anders wie andere Fertigungstechnologien. Man hat ein sehr hohes technologisches Potential, was man machen kann und das Problem in der Umsetzung liegt nicht auf der technologischen Ebene.
00:31:04: Speaker 2Man kann, man kann Kostenproblematik, man kann Herstellungsproblematiken, die kann ein Ingenieur lösen, das geht und das entwickelt sich sowieso weiter. Die Technologie entwickelt sich ja immer weiter. Beim 3D-Druck muss man jetzt eher auf der kommunikativen Ebene angreifen und da die Hürden bearbeiten, da die Skepsis bei den Kollegen und Kolleginnen herausnehmen und dort die, die, ja die, die, Die Gedankenpunkte, nächstes Mal, mir fällt kein besseres Wort ein, die setzen in den Köpfen, wo man Potenzial für den 3D Druck findet und das passiert alles halt auf der kommunikativen Ebene und die bremsen gerade eher den 3D Druck aus, dass er nicht vorankommt und das hast du ganz gut oder das machst du ganz gut klar und hast diese Knackpunkte verstanden und kannst dann halt die uns beibringen, wie man die bearbeitet.
00:31:56: Speaker 1Ja, also erst mal danke für dein Feedback, was das angeht, weil das ist so einer der wichtigsten Punkte, Die deutschen Maschinenbauer, die sind echt verdammt gut in ihrer Technik. Na, das hab ich bei euch auch gesehen, ihr habt dieses Thema komplett raus, die Baugruppen, die ihr macht, die Produkte, die ihr macht und der einzigste Punkt, der es natürlich ganz oft zum Scheitern bringt oder nicht richtig in ins Rollen bringt, ist, dass man ’ne ganz andere Denkweise benötigt oder irgendeine irgendeine Denkstruktur hat, für die man selber gar nichts kann, wo man gar keine Schuld trägt, weil.
00:32:30: Speaker 1Vielleicht ist es schon immer falsch kommuniziert worden oder derjenige hat einfach Pech gehabt, weil er an an falsche Bauteile rangeraten ist und derjenige hat es ihm vielleicht auch nicht richtig gezeigt und denen gilt es jetzt natürlich zu helfen, weil die haben auch alle natürlich Potenziale und es macht so viel Spaß. Die Zusammenarbeit mit dir hat ja auch mega Spaß gemacht, wenn wir die Gespräche hatten und du dann immer mit Aufgaben auf mich zugekommen bist und hast gesagt: ’Johannes, ich hab da gerade so ‘ne Situation, wie soll ich die denn am besten angehen?’, Und das also jedes Mal beim nächsten Gespräch wusste ich es ein Stück weit, O.
00:33:04: Speaker 1K., du bist auf jeden Fall ein riesen Schritt weiter gekommen, hast vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten als Fragen, um das dann noch vollkommen sozusagen zu klären.
00:33:13: Speaker 2Ja, genau so war es eigentlich, die Werkzeuge anwenden und kleinere Probleme, Sprechen und wieder lösen.
00:33:20: Speaker 1Ja genau, dafür sind die Beratungsgespräche ja da, dass wir, dass wir da auch ausgiebig drüber sprechen können und das natürlich auf deine Situation umgemünzt ist und und auch zu dir passt und du genau weißt, diese 5 Dinge, die sind jetzt wichtig als nächstes umzusetzen, weil die Wissensaufnahme, die hat ja super einfach bei uns über die über die Online-Plattform geklappt. Vielleicht kannst du da noch ganz kurz drauf eingehen, wie war denn diese Wissensaufnahme von all den Werkzeugen und die Erklärungen, die wir dort mitgegeben, Haben mit den Worksheets.
00:33:51: Speaker 2Mhm, das war eigentlich relativ einfach. Also das durch die relativ kurzen Abschnitte oder relativ kurzen Themen, die bearbeitet wurden, konnte man sich eigentlich die Wissenspakete hintereinander weg, Anschauen, verinnerlichen, die waren ja auch noch unterstützt durch Unterlagen, durch Ansichten und Ablaufpläne, wie man die Werkzeuge anwendet und so war das eigentlich ziemlich einfach, sich die ganzen Werkzeuge einmal anzusehen in den Videos und mit den Unterlagen und hat sie eigentlich immer nach dem ersten Mal anschauen schon direkt verstanden und muss dann, kann dann eigentlich direkt in die Anwendung gehen.
00:34:31: Speaker 2Ja, genau so kann man es dann bei den Kollegen reproduzieren und, Denen diese Werkzeuge eventuell dann auch genauso beibringen.
00:34:37: Speaker 1Ja, und und was ich auch noch gemerkt hab, wenn man dann selber keine Blockade hat, die ganzen Sachen umzusetzen, dann funktioniert es auch richtig gut. Das hab ich bei dir ganz, also wirklich ganz selten gespürt, dass dass du mal, dass du mal sowas, sowas gesagt hast wie, da tue ich mich gerade schwer, das umzusetzen, sondern du hast es eigentlich mit viel Mut genommen und hast gesagt, so ich mach das jetzt und und let’s go, weil ich hab ja die richtigen Werkzeuge dafür. Ne, ich stell am Ende des Podcasts immer so 2 persönliche Fragen noch, Bist du bereit dafür?
00:35:07: Speaker 2Ja, haut gerne raus, eine Frage ist gut. O.
00:35:10: Speaker 1K., dann beende doch mal bitte folgenden Satz: 3 D. Druck ist für mich,
00:35:14: Speaker 23 D. Druck ist für mich eine Art Erweiterung der Kreativität, würde ich sagen. Ich bin ja Produktdesigner, gelernter und Konstrukteur und komme aus dem Maschinenbau und 3 D. Druck ist für mich das Verfahren, wie ich am schnellsten eigentlich ja meine Ideen umsetzen kann, Von meiner Idee, die ich im Kopf habe, über das C.A.D. System ab auf den Drucker, schneller kann ich eine Idee nicht umsetzen, glaube ich. Ja, und das ist immer noch das, was mich für einen 3D-Druck oder mich beim 3D-Druck so fasziniert, dass ich jede Idee, die ich habe, so schnell umsetzen kann und tatsächlich auch Ideen, die Kollegen haben, so schnell umsetzen kann.
00:35:52: Speaker 2Am schönsten sind eigentlich immer die Momente, wenn ein Kollege mit einer Idee kommt und die nicht mal auf ein Stück Papier aufgezeichnet hat, sondern mir die nur in drei Sätzen beschreibt, ich die im CAD in fünf Minuten zusammensetze. Und sie dann noch mal 5 Minuten später schon auf dem Drucker sind.
00:36:05: Speaker 1Es ist so geil, ne, das ist richtig, also dafür brenn ich ja auch, ne, da hat jeder so sein Feuer entdeckt, aber ich hab gerade auch richtig gespürt, wie es dir anfänglich auch gegangen ist, weil du mit dieser Aussage viel rein projiziert hast in in die erste Frage, die ich dir da doch jetzt im Podcast gestellt hab, wie hat das alles denn angefangen und ich glaub, das begleitet dich noch ’ne ganze Zeit lang mit dem von der Idee. Ins C.A.D. Und danach an den Drucker schicken und innerhalb kürzester Zeit ein Bauteil in der Hand zu halten und einfach ein Lächeln im Gesicht zu haben.
00:36:35: Speaker 2Ja, genau, genau.
00:36:36: Speaker 1Und was war so dein, dein tollstes Bauteil aus einem Drucker, was du, was du so je in der Hand hattest? Gibt es da 1 Mhm,
00:36:43: Speaker 2Da gibt es bestimmt ganz viele. Wenn ich jetzt mal anknüpfe, gerade an den Gedanken, den wir hatten, dass man eine Idee wirklich schnell umsetzt, dann, Dann habe ich ein Teil im Kopf, das war quasi, das nennt sich Laserzentrierer, ist noch nicht der richtige Produktname, aber es ist ein fertiges Produkt, das ist eigentlich nur ein Bauteil, was man auf ein Werkzeug aufschraubt, vorne ist ein Laserpointer dran und man kann das, man kann dann die Maschine, wo das aufgeschraubt ist, ausrichten, aber es ist ein komplett fertiges Produkt, was man an, was man verwendet, was man vertreiben kann und es ist komplett gedruckt,
00:37:20: Speaker 2Das ist ein super Anwendungsbeispiel, weil man hat die Aufgabe, ein Laser muss irgendwo ran und ich brauch ein Produkt dazu. Der Rest des Produktes ist gedruckt, er ist eben konstruiert, gedruckt und man hat innerhalb von ein paar Iterationsstufen ein paar Tagen sein fertiges Produkt entwickelt, was man vertreiben könnte und schneller kann man Produkt nicht entwickeln. Das sind, das sind natürlich die, die richtig geilen Produkte, die man entwickelt. Und wenn ich jetzt an der konkrete, Auch an Bauteile denke, sind, wie ich am Anfang schon sagte, die einfachen Teile auch immer die tollen, einfache Teile in hoher Stückzahl, davon hatten wir schon so viele, die man einfach, wo ein Kollege mit dem Problem kommt, ich brauch dieses Teil, hat 2 Löcher, 4 Phasen und ein Gewinde, ich brauch davon aber ganz schnell 300 Stück, am besten bis morgen und du hast.
00:38:11: Speaker 25 Minuten später 6 Drucker laufen, wo dieses Teil läuft.
00:38:14: Speaker 1Das ist richtig gut. Man merkt auch richtig in deiner Stimme dieses Feuer und dieses Lächeln, als du da gerade erzählt hast. Also ich hab es zumindest sehr stark gespürt, gerade eben, dass dich das ganz arg antreibt und natürlich im Hintergrund du den Mitarbeitern bei dir in der Firmengruppe natürlich ganz stark auch helfen willst. In dem Fall, wenn jetzt so ein, so, So ’ne Hörerin oder ’n Hörer, zum Teil auch vielleicht aus der Firmengruppe oder euren Kunden natürlich jetzt noch mal Kontakt mit ihr aufnehmen will, dann stellen wir in die in die Shownotes natürlich die Webseite und auch LinkedIn und gerne, wenn du auch mir das O.
00:38:49: Speaker 1K. Gibst, wenn du möchtest, auch E-Mail-Adresse und und Telefonnummer, dass dass die sich melden können. Also das ist wirklich ’ne ganz klare Ansage, wenn wenn es hier was gibt, wo man auch wirklich sagt, ich hab da noch mal ’ne Rückfrage, wie habt ihr denn das gemacht? Dann kann man gerne noch mal auf auf dich entsprechend zurück zurückkommen.
00:39:07: Speaker 2Genau, wie ich gerade schon sagte, die unkomplizierte Kommunikation ist der Key bei der Sache. Demnach darf man, darf nicht wirklich jeder, jeder unserer Bestandskunden, jeder unserer, unser vielleicht auch zukünftigen Kunden oder Leute, die einfach interessiert sind, dürfen sich direkt bei mir melden, mich anrufen oder mir eine E-Mail schreiben oder meinetwegen auch bei LinkedIn schreiben, ganz unkompliziert. Und eine Frage stellen oder einfach nur vielleicht die Frage stellen, ich möchte mich mit 3D-Druck auseinandersetzen, wie mache ich das denn und darf dann gerne von unseren Erfahrungen profitieren und das passiert alles auf einer ganz menschlichen, ganz kurzen Kommunikationsebene, weil nur so.
00:39:48: Speaker 2Ist man auch wirklich schnell erfolgreich und lernt das Potenzial, das immense Potenzial auch auszunutzen.
00:39:54: Speaker 1Ja, ja, absolut. Dann sind wir schon am Ende der Podcastfolge angekommen, Mathis. Also mir hat es richtig Spaß gemacht, mich mit dir da ausgiebig zu unterhalten. Ich glaub, dass auch. Von den Hörerinnen und Hörern einiges dabei war, dieses nochmal aus einem anderen Licht betrachten und dich jetzt auch kennengelernt haben darüber. Danke, dass du dabei warst und bis zur nächsten Podcastfolge.
00:40:15: Speaker 2Sehr gerne, war eine schöne Folge und an alle, gerne einfach melden. Ciao.