3D-Druck Podcast

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Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz

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2024-01-15: 2024-01-15 00:00:15Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht, egal ob Sie neu mit additiver Fertigung und 3D-Druck beginnen oder ob Sie schon erfahrener Anwender oder vielleicht durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder, ob der 3D Drucker sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcastfolge, weil diese Podcastfolge den Titel trägt ‘Die 5 größten Fehler bei der 3D Druck Anwendungsfindung’ und wie man merkt, das Thema 3D Druck Anwendungen finden ist ein extrem wichtiges Thema, denn wenn es keine Anwendungen gibt, dann gibt es im Endeffekt auch nichts, was man 3D drucken kann. 00:01:02Das eine ist vom anderen abhängig, Und natürlich, wenn es keine Anwendungen gibt, dann gibt es meistens auch keine Probleme im Unternehmen oder Herausforderungen. Oder man hat die Herausforderungen einfach noch nicht entdeckt oder noch nicht gefunden, weil dort gibt es in vielen Maschinenbauunternehmen, Anlagen, Bauunternehmen und auch bei Unternehmen, die einfach nur banale Produkte herstellen, in dem Fall ganz, ganz großes Potenzial hier. 00:01:333D-Druck einzusetzen. Und diese Anwendungssuche kann ein hervorragendes Ergebnis erzielen und zwar folgendes, dass man Zeit einspart, dass man Geld einspart oder Geld dadurch auch verdient und die Innovationskraft im Unternehmen weiter voran bringt oder noch weiter stärkt. Und da gibt es 5 große Fehler, die ich da mal zusammengefasst habe, die mir, Aufgrund dessen, weil wir ja auch ständig mit Unternehmen sprechen und auch mit den mit den Anwendern entsprechend auch sprechen und wir natürlich auch fragen: ’Was haben Sie denn seither schon gemacht? 00:02:12Wie sind Sie denn da vorangekommen?’ Und mein schlussendlicher Satz eigentlich immer folgender ist und zwar: ‘Im Grunde genommen haben Sie absolut keine Ahnung, wie man Anwendungen findet, richtig?’ Und dann hat man großes Kopfnicken und sagt: ’Ja, wir haben da immer schon viel ausprobiert und es ist seither immer so ‘ne Glückssache gewesen.’ und wir können es nicht richtig beeinflussen. Wir haben keinen wirklichen Plan dafür, wie man dort vorgeht. Man kann es in keinem Buch nachlesen, aber wir brauchen jetzt etwas, weil wir wissen, dass es die Potenziale gibt und wir müssen die Potenziale heben, aber wir kommen nicht voran. 00:02:49Und viele Antworten, die daraus natürlich resultiert sind, es sind, wenn ich frag, wie haben sie es denn seither gemacht, dass eine Antwort natürlich auch immer ist, Ja, wir haben uns Anwendungen abgeschaut. Ne, man blättert irgendwelche Zeitschriften durch im 3D-Druckbereich, man schaut sich Webinare an oder man schaut sich die Use Cases von den Herstellern auf den Webseiten an und ich kann Ihnen da schon eines sagen: Wenn der Hersteller einen Use Case macht, dann dauert es keine 3 Monate später, hat den gleichen Use Case ’n anderer Hersteller auch und dann dreht sich das Ganze immer im Kreis, bis es schlussendlich bei den Dienstleistern ankommt. 00:03:26Dann haben ’n paar Dienstleister die Use Cases und, Und ein paar Anwender entsprechend auch, dann macht es einer auf einmal ein bisschen besser. Dann wird da einer Zeitschrift drüber sozusagen berichtet, aber nirgendswo in den Zeitschriften wird darüber berichtet, wie man konkret die Anwendung gefunden hat. Was der ausschlaggebende Punkt war, wo diese Anwendung auf einmal da war, wo man sich gedacht hat: ‘Mensch, das könnten wir doch auch so machen.’ Ne, dieser Moment ist einer der ganz, ganz wichtigen. 00:03:58in dem in dem ganzen Prozess, wo man natürlich dann schaut, wie sind die Anwendungen denn wirklich entstanden, wie kam es denn dazu und ich kann Ihnen 1 sagen, wenn Sie in irgendwelchen Zeitschriften dann irgendeine Vorrichtung sehen und Sie versuchen, das dann auf Ihr Unternehmen entsprechend zu übertragen, dann klappt es meistens nicht, weil das Unternehmen meistens, dass die Anwendung als erstes hatte, einen bestimmten Problemfall hatte, den sie ja nicht heraus ahnen können und der ganz oft auch nicht beschrieben wurde, weil, wir wissen ja, über Probleme spricht man ja nicht, ne, und schon gleich gar nicht öffentlich, weil und schon gleich gar nicht in Deutschland und schon gleich gar nicht im Maschinenbau, weil der Maschinenbau, der hat ja keine Probleme, weil der löst die ja alle, ne, man sieht ja, was der Maschinenbau gerade für ein Riesenproblem hat in dem Fall, aber Anwendungen abschauen bringt nichts, absolut gar nichts, weil sie sollten nicht in irgendwelchen Zeitschriften nach Anwendungen suchen oder auf ihrem Schreibtisch, weil da finden sie diese nämlich gar nicht, 00:04:56sondern sie sollten in ihr Unternehmen reingucken, in die in die Abteilungen reingucken, mit den Anwendern sprechen und vor allem mit denen sprechen, die sich am Tag zehnmal aufregen über irgendwelche Dinge, weil das ist schon das erste, das erste, der erste Punkt, um sozusagen ’ne richtige Killeranwendung zu finden in der Hinsicht. Ja, es gibt nicht die eine Killeranwendung, sondern es gibt viele Killeranwendungen, wenn man sie gefunden hat. Ne, also ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, indem man Potenzial, verschenkt. 00:05:27Man verschenkt immer dann Potenzial, wenn es um die Anwendungsfindung geht, wenn man glaubt, man muss Raketenteile finden oder diese alienartigen Bauteile. Das heißt, Bauteile, die ganz komisch ausschauen, mit Freiformflächen, topologieoptimiert, irgendwelchen Aussparungen drin, die man mit einem C.A.D. Programm per Hand eigentlich gar nicht wirklich erstellen kann. Und wenn Sie versuchen, solche. solche Bauteile im Endeffekt zu finden, dann werden sie die gar nicht finden, weil es die im Unternehmen gar nicht gibt. 00:06:02Und da kann ich viele Unternehmen auch verstehen, die auf die Formnext gehen oder auf eine andere Messe oder sich Bauteile anschauen bei Dienstleistern oder auch Herstellern, die so abstrakt aussehen, dass der, dass der der Maschinenbauer und das Unternehmen das 3D Druck einsetzen will, auch wirklich sagt und da kann ich die auch voll und ganz verstehen, die sagen, so Teile haben wir nicht, deswegen brauchen wir es auch nicht, wir brauchen keinen 3D Druck, wenn wir, weil wir solche Teile nicht haben und da verschenken sie im Unternehmen unglaublich viel Potenzial, wenn sie dort falsch kommunizieren. 00:06:33Und wenn wir schon beim dritten Punkt jetzt sind, fehlerhafte Kommunikation. Wir haben gemessen, dass wenn man die, die das Titelbild der Präsentation, wenn man zum Beispiel eine Schulung im Unternehmen macht zum Thema 3D-Druck, oder etwas in einer Abteilung vorstellt und alleine schon das Titelbild alienartige Bauteile beinhaltet oder irgendwas Abstraktes zeigt, dann haben sie schon den ersten so großen Fehler gemacht, dass sie immens viel Energie und Zeit brauchen, diesen Fehler wieder zu korrigieren. 00:07:14Denn einer der größten größten Punkte in der Anwendungsfindung ist, Fehlkommunikation. Es wird so falsch kommuniziert, dass man sich denkt, warum klappt das Ganze denn nicht, weil sie die falschen Punkte ansprechen. Und es ist auch ganz klar, dass wenn jemand von 3D Druck keine Ahnung hat und auch kein Wissen hat und davon noch fast nie gehört hat und gar keinen wirklichen Bewusstseinszustand dafür hat und sie kommen dann mit alienartigen Raketenteilen, ja was soll denn der denken, 00:07:44von Ihnen und was, wie soll der sozusagen die Schnittstelle zu seinem eigenen Bereich im Endeffekt schaffen? Also hier wird richtig stark fehlkommuniziert. Wir haben hier bei uns vor allem, wenn wir mit den Unternehmen die Beratung durchlaufen, ’ne ganze Liste an Fehlkommunikation, die man unterlassen muss und allein schon, wenn man die weglässt, dann läuft es automatisch besser. Also man muss die Leute viel eher darauf hinweisen, bestimmte Fehler nicht mehr zu machen, weil diese alleine schon, wenn man die weglässt, weiter zu Erfolg führen. 00:08:17Kommen wir zum vierten Punkt und zwar Unsicherheit im Umgang. Ganz oft sind natürlich die Anwender, die nach Anwendungen suchen, sehr unsicher, weil sie natürlich jedem gerecht werden wollen, wenn jemand ’ne Anwendung hat. Und man ist natürlich auch an dem Punkt, dass man sich denkt, ich hab es in der Schule nicht gelernt, Mir wurde es nicht beigebracht. Ich hab mir mal ein paar YouTube-Videos reingezogen und die haben erklärt, dass man das so macht. 00:08:48Aber eigentlich funktioniert das gar nicht so und es verunsichert einen natürlich. Und es gibt ganz viele Punkte, die einen bei der Anwendungsfindung wirklich verunsichern, sowohl derjenige in der Abteilung, der befragt wird, als auch den Anwender. Und ich hab gemerkt, ganz viele Anwender sind extrem unsicher, was das angeht, im Umgang mit der Technologie 3D-Druck. in der Kommunikation mit anderen Kollegen und auch mit anderen, also mit Mitarbeitern und der Belegschaft. 00:09:20Also die tun sich einfach schwer, offen und ehrlich zu sagen, was Sache ist, weil man irgendwie die Angst hat, abgelehnt zu werden und weil man natürlich die auch die Angst hat, da könnte jetzt eine Anwendung sein, die könnte vielleicht funktionieren, aber eigentlich ist es nicht so das Richtige. Aber wenn ich den jetzt ablehne, dann verliere ich den für immer. Ganz ehrlich, Sie verlieren den nicht, weil eigentlich haben Sie den schon verloren, weil der hat ja noch gar keine Anwendung von Ihnen bekommen, wenn man das so sieht. Also ein Knackpunkt hierbei ist, diese Unsicherheit sollten Sie absolut vermeiden, indem Sie dort die richtige Identität auch. 00:10:00haben, diese Technologie im Unternehmen auch weiter zu verbreiten. Weil wenn die Identität stimmt, die sie dann auch haben, dann ist alles andere, was danach kommt, im Endeffekt nur von Vorteil, weil sie sich dort viel sicherer fühlen. Und der letzte Punkt, den ich jetzt hab, Punkt Nummer 5, fehlerhafter Kostenblick, nenn ich das Ganze. Denn ganz oft wird, wenn man Anwendungen dann hat, Man lässt mal dastehen, ob das die richtigen oder die falschen Anwendungen sind, aber in dem Fall, sagen wir mal, das ist eine richtige Anwendung, dass man dann sagt, oh mein Gott, wenn ich das Bauteil druck mit Stützstrukturen und Endstützen und allem drum und dran. 00:10:43Sie kennen das ja, am besten ist es, das Bauteil so zu konstruieren, dass gar keine Stützen entstehen oder man so wenig wie möglich hat und da kann man schon mit paar Kleinigkeiten sehr, sehr viel erreichen. Aber man kommt natürlich an den Punkt, dass man sagt, Das Bauteil kostet jetzt 120 Euro und so wie man es vielleicht davor gemacht hat, was aber lange nicht so gut eine gute Lösung war im Vorfeld und die Lösung auch nie richtig gut funktioniert hat. Deswegen wollen sie es ja 3D drucken, dass die Lösung vielleicht nur 45 Euro gekostet hat, weil die durch das Biegen von Blech oder das Fräsen von Metall im Endeffekt anders hergestellt worden ist. 00:11:20Und dann denkt man sich, ja, 3D-Druck ist ja viel teurer und deswegen machen wir das nicht. Und dieser Gedanke ist einfach komplett falsch, wirklich komplett falsch, weil bei 3D-Druck geht es weniger darum, was kostet mich das Bauteil, sondern eher, was hab ich an Kosten eingespart, wenn ich es anders mache, weil sie nutzen ja die Technologie, um es anders zu machen. Sonst müssten sie das ja gar nicht, so wollen sie es ja gar nicht anders machen. Das heißt, es macht viel mehr Sinn, ich geb Ihnen jetzt ein Beispiel mal aufs Jahr gerechnet, hochzurechnen, was bei der Person, 00:11:56Die diese Vorrichtung zum Beispiel benutzt, in Zukunft eingespart wird, weil sie keine 5 Handgriffe mehr machen muss, weil sie nicht mehr den die Hand vom Kollege braucht, weil angenommen die Kugeln, die sie dort montieren muss, oder die Bauteile, die sie montieren muss in der Baugruppe, nicht ständig auseinanderfallen und viel besser positioniert werden können und der Mitarbeiter im Endeffekt am Tag 2 Stunden weniger braucht, Zeit braucht, um diesen Auftrag sozusagen. 00:12:26doch zu montieren und 2 Stunden schneller fertig sein. Wenn eh schon alles sehr tight getaktet ist, wenn man das so sagt, und man viele Aufträge in den roten Boxen vor sich stehen hat und mal das hochrechnet auf mehrere Anwendungen, dann kann das schlussendlich am Jahresende fast 100000€ ausmachen. Und sind wir mal ganz ehrlich, wenn wir es jetzt einfach mal hochrechnen, nur mal angenommen, der Mitarbeiter kostet was, Sie haben ein bisschen so allgemeine Kosten, Sie rechnen den Drucker noch mit und so weiter und so fort und Sie stellen das gegenüber und das Bauteil kostet zum Beispiel 120 Euro, wenn man bei dem Beispiel bleiben jetzt und der Mitarbeiter, wenn er dort im Endeffekt 2 Stunden einspart, dann sind es vielleicht 60 bis 80 Euro gesamt und das. 00:13:23bei 200 Tagen im Jahr, dann können Sie sich ja im Endeffekt vorrechnen, vorrechnen, wie viel Geld Sie eingespart haben. Und angenommen, Sie sparen jetzt 8000,00€ ein, dann ist es doch scheißegal, ob das Ding 120,00€ kostet, 500,00€ kostet oder im Endeffekt auch 7000,00€ kostet. Ich würd es sogar machen, wenn es 7500,00€ kostet und ich 8000,00€ im Endeffekt einspare bei einer einzigen Anwendung. Also, Das ist so der Knackpunkt. 00:13:535 Fehler bei der Anwendungsfindung. Wenn Sie das Ganze natürlich jetzt richtig machen wollen, weil ich Ihnen jetzt nur aufgezeigt hab, was für Fehler man macht oder machen kann und wenn Sie das jetzt für sich, für sich selbst umsetzen wollen und Sie dort sagen, das ist ’n Thema, das möchten wir angehen, dann melden Sie sich doch einfach bei uns und wir schauen ganz genau, ob und wie wir Sie dort unterstützen können. Und im Bestfall sparen Sie mit uns nächstes Jahr gemeinsam oder dieses Jahr gemeinsam richtig viel Geld ein. 00:14:29Also, in diesem Sinne, machen Sie es gut und bis zur nächsten Podcast-Folge.

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Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz ist der Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck, Additive Fertigung und Konstruktion geht.

Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additive Fertigung beginnen, bereits erfahrener Anwender oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind.

Denn es geht nicht nur darum, einen 3D-Drucker zu besitzen, sondern diesen für das Unternehmen auch gewinnbringend einzusetzen

Wenn Sie Tipps & Tricks, Schritt für Schritt Anleitungen und wichtige Informationen über 3D-Druck wissen wollen, dann ist der Podcast genau das Richtige für Sie!

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von und mit Johannes Lutz

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