Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2024-01-14: 2024-01-14
00:00:15: Speaker 1Willkommen zum 3D Druck Podcast, dem Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D Druck geht. Egal ob Sie neu mit 3D Druck und additiver Fertigung beginnen, erfahrener Anwender sind oder sogar 3D Druck Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D Drucker im Griff haben oder ob der 3D Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast, Folge. Erstens, weil es eine Interviewfolge ist und zweitens, weil die Interviewfolge den Titel trägt ‘Rückblick auf ein Jahr additive Serienfertigung’.
00:00:50: Speaker 1Also, wenn industrielle additive Fertigung, Advanced Manufacturing, Serienfertigung in der additiven Fertigung für Elektronik und Medizintechnik interessant für Sie ist. Dann sollten Sie unbedingt dranbleiben und zuhören, denn in dieser Folge machen wir sozusagen einen Rückblick auf ein Jahr Serienfertigung bei unserem Kunden, weißer Spulenkörper. Also unbedingt dranbleiben.
00:01:16: Speaker 1Hier als Interviewgast oder als Gäste kann ich begrüßen, einmal den Doktor Alexander Starnegger und den Maximilian Ruoff. Ich find es so toll, dass wir jetzt wieder miteinander sprechen. Willkommen im Podcast, stellt euch beide doch mal ganz kurz vor.
00:01:33: Speaker 2Hallo Johannes, vielen lieben Dank dir nochmal für die Möglichkeit, wieder dabei sein zu dürfen. Mein Name ist Max Ruhoff und ich bin seit zweieinhalb Jahren bei der Firma Weiser, jetzt verantwortlich für den Bereich der additiven Fertigung, für den Aufbau und jetzt Ausbau. Und da kommen wir dann nachher nochmal genauer drauf zu sprechen, was man da genau macht.
00:01:54: Speaker 3Ja, und der Freude vom Max kann ich mich nur anschließen. Johannes, schön, dass wir wieder sprechen. Mein Name ist Alexander Starnecker. Ich bin Geschäftsführer bei der Firma Weisser Spulenkörper und freu mich sehr auf den heutigen Podcast. Vielen Dank.
00:02:07: Speaker 1Wir haben ja damals 2022, am 27. Dezember, auch eine Podcastfolge aufgenommen, wo wir genau über diese Punkte gesprochen haben: Additive Serienfertigung in der Elektroindustrie. Und am Ende des Podcasts hab ich euch angeboten, dass wir doch in einem Jahr noch mal drüber gucken, was wir in der Zeit alles erreicht haben und wie der Stand ist. Also, jeder, der jetzt sagt: ‘Oh, was war denn da in der Zeit?’ der kann sich gerne die Folge 207 noch mal anhören. Denn doch sind wir ganz genau auf diese Punkte eingegangen.
00:02:39: Speaker 1Damit wir aber jetzt unsere Hörer auch richtig abholen, würde ich sagen, können wir da schon noch mal ganz kurz drüber sprechen, wer ihr seid, was ihr macht und welche Anlagen ihr habt, um genau, Noch mal ein, 2 Punkte anzutriggern, was denn vor der Folge 207 sozusagen alles passiert ist. Weil ihr wolltet euch ja technologisch verändern und das Thema 3D-Druck stand bei euch auf der Agenda und dann ist es ja losgegangen.
00:03:03: Speaker 2Ne, Ja, also ich denke, die die Antwort darf der Alexander vorgreifen, weil so lang, also die Vision glaub ich, steht schon länger.
00:03:10: Speaker 3Ja, danke, danke Max. Also vor der Folge war die Historie so, dass wir im Rahmen von unserem Strategieprozess uns überlegt haben, Was denn eigentlich für Möglichkeiten gibt, als Spritzgussunternehmen kleinere Serien zu bedienen. Also wir, wir sind im Kern ein Spritzgussunternehmen, wir verarbeiten vor allem mit technischen Kunststoffen, Hochtemperaturkunststoffen und sind sind hier ein Experte, auch vor allem für Großserien. Also wir haben Stückzahlen bis zu in der größten Ausprägung 10 Stück im Jahr im Spritzguss.
00:03:44: Speaker 3Und wir, wir haben festgestellt, dass wir immer wieder Anfragen in der Größenordnung von 1000 2000 5000 Stück einfach schlicht ablehnen müssen, weil es aus ganz verschiedenen Gründen für uns nicht sinnvoll ist. Und wir haben einfach im Rahmen von einem strukturierten Strategieprozess uns damit auseinandergesetzt, zum einen mit der Frage, was muss passieren, dass wir sowas anbieten können, sofern wir es wollen, sofern es für uns auch technisch sinnvoll ist und. Auf der anderen Seite kam über einen anderen Impuls das Thema 3D-Druck und irgendwie kam es so ineinander und wir haben uns dann eigentlich zuerst überlegt, klassisch, wie man das so macht.
00:04:26: Speaker 3Und das kann ich auch vielleicht den Hörern, die jetzt gerade anfangen, nur empfehlen, erstmal überlegt, wo haben wir denn intern Möglichkeiten? Also, wo können wir 3D-Druck intern einsetzen, um meine Erfahrung mit dem 3D-Druck zu haben, bevor wir auf Kunden losgehen? Weil ich glaub, man sollte erst mal ’ne Ahnung haben von dem, was man tut, bevor man Kunden damit belästigt. Und dann haben wir intern ’ne ’ne Taskforce gegründet mit mit wirklich einer tollen Gruppe, auch von von jungen Leuten, vor allem die riesig Bock auf das Thema hatten.
00:05:00: Speaker 3Und da haben wir uns dann doch ein bisschen verrannt in der Struktur. Also es war das, Selbständig aufzuziehen, haben wir festgestellt, da tun wir uns unglaublich schwer, dazu wissen wir zu wenig, dazu gibt es online zu viel Material, das einen mehr verwirrt, als einem hilft. Und dann bin ich über einen glücklichen Zufall dann auf dich gekommen, Johannes, und glaub einfach mal, wenn ich es richtig nur weiß, über die Homepage dich kontaktiert und haben wir mal gesprochen und.
00:05:37: Speaker 3So kam das dann, dass wir uns getroffen haben und dann hast du bei uns ein extremes extremes Professionalitätslevel in das Thema 3D Druck gebracht, weil wir zum ersten Mal auch wirklich verstanden haben, was denn 3D Druck eigentlich bedeutet und was für Möglichkeiten dahinter steckt und mit welchem Mindset man da auch rangeht. Also mein mein Lieblingssatz, den ich von dir aus deinen Onlineübungen gelernt hab, ist, Dass man im 3 d Druck alles herstellen kann, was man mit Knete formen kann und so so gab es ganz viele Aspekte, die wir von dir lernen konnten und wo wir auch an konkreten Umsetzungsbeispielen umsetzen konnten und und das ich würd sagen, bevor jetzt an den Max übergeb, das Highlight dann war, wo wir, wo für mich der Punkt war, dass es jetzt klar war, wir haben jetzt 3 d Druck verstanden, war als ein ein eher.
00:06:35: Speaker 3Älterer, eher konservativer Kollege, technisch brillanter Kopf, zum ersten Mal, glaub ich, dich gefragt hat, ob man jetzt in der Konstruktion beziehungsweise in der Umsetzung von der Automatisierungslösung bestimmte Bauteile nicht auch drucken könnte und und das war für mich so der Moment, wo ich sag, jetzt ist der Groschen gefallen, jetzt ist der 3 D Druck bei der Firma Weisser angekommen und und dann durch einen, Glücklichen Umstand sind wir auf den Max gekommen und dann hat das Ganze noch mal eine ganz andere Dynamik gekriegt, aber das kann der Max jetzt gern erzählen.
00:07:09: Speaker 1Dann Ist es richtig abgegangen, zusätzlich noch, ne, ja,
00:07:14: Speaker 2Ja, ja, ich würd würd an der Stelle einfach mal fortführen. Wie gesagt, ich bin dann zum Unternehmen gekommen und die die Roadmap ein Stück weit war klar, aber, Das Team, was der Alexander eben schon angesprochen hat, bestand und eben das erste Ziel war, diese additive Fertigung wirklich mal im Unternehmen zu implementieren. Und wenn man jetzt schon eine Weile dabei ist, dann ist einem vieles sehr klar. Aber als jemand, der kaum Berührungspunkte mit der additiven Fertigung hatte bisher, kann es durchaus sehr verwirrend und komplex sein.
00:07:47: Speaker 2Deswegen war das erste Ziel, das ganze Thema mal intern verständlich zu machen und, Haben uns dann einen F.D.M. Drucker angeschafft und dann ging es unfassbar schnell, eigentlich mit dem Moment, als die ersten Bauteile eben im Unternehmen unterwegs waren. Und also unfassbar schnell heißt innerhalb von 3 Monaten haben wir uns Gedanken gemacht, wie machen wir denn jetzt weiter? Nächste Step, ursprüngliche Idee, wie können wir diese kleinen Serien, wo wir bisher nicht bedienen konnten, wie können wir die bedienen?
00:08:18: Speaker 2Ja, und. Haben uns relativ schnell auch eine entsprechende Anlage dann angeschafft, um um diese Kleinserien bedienen zu können. Eben also, wir sprechen dann nicht mehr von den ursprünglich klar Greifern und Vorrichtungen für Intern, wo auch nach wie vor super läuft und wir wahnsinnig viele Anwendungen fast jeden Tag dann noch entdecken. Der Fokus aber eben auf diese Serienfertigung, also was man ursprünglich als Gedanke hat, hatten beim Start und ja, da ging es dann in die Beschaffung.
00:08:49: Speaker 2Beschaffung von der ersten Anlage und haben dann relativ schnell gemerkt, dass das ganze Thema noch viel, viel größer ist und mehr Potenzial hat, wie sag mal nur unsere Kleinserien abzudecken. Weshalb wir jetzt auch auch hier sind, denk da kommen wir nachher noch drauf zu sprechen, wo wir denn jetzt dann dann auch stehen. Also, aber zum zum Zeitpunkt, sagen wir mal Recap jetzt zu der letzten Folge 207, Aber der damalige Zeitpunkt, wir, wir sind mal ein Stück weit angekommen in der additiven Welt, haben verstanden, was es bedeutet und hatten die erste Anlage für für serienfähige Teile und und haben da mal gedruckt.
00:09:26: Speaker 2Und ja, was jetzt als nächstes dann so passiert ist, eben als Recap, da können wir jetzt dann ja noch drüber sprechen.
00:09:33: Speaker 1Genau, weil ihr hattet nämlich damals im Dezember 2022 eine Vision und dann war ich da natürlich ganz neugierig. Was ihr da auch weiter vorhabt und was da die nächsten Schritte sind, da gehen wir jetzt nachher gleich drauf ein. Aber gleich vorweg, seid ihr denn eurer Vision jetzt denn näher gekommen?
00:09:52: Speaker 2Ja, also tatsächlich, letztes Jahr ist sehr viel passiert, es war einem gar nicht so bewusst, aber auch schön, dass wir die Podcastfolge da hatten, denn da konnten wir wirklich noch mal reinhören, was haben wir uns denn so vorgenommen. Und ich würd behaupten, wir sind da wirklich ein ganzes Stück weitergekommen. Also ja, kann man, kann man eigentlich schon sagen. Wir, wir sind die Anlage stand in einem Bereich bei uns im Unternehmen, ist jetzt gewandert in ein, in ein, sag ich mal, I.A.M. Center. Es ist wirklich ein eigener Bereich.
00:10:23: Speaker 2Wir haben Räumlichkeiten geschaffen, wirklich komplett renoviert, fürs fürs Additive hergerichtet, ’ne Peripherie aufgestellt. Die wirklich, sag mal, dass man das ganze I. A. M. Center nennen kann, würdig ist. Also definitiv sind wir da einen großen Schritt näher gekommen.
00:10:43: Speaker 3Ja, Vielleicht weil es schon in Fleisch und Blut übergegangen ist, noch mal kurz was I. A. M. Ist. Also I. A. M. Ist bei uns die Abkürzung, findet man auch unter I. A. M. Minus Weißer de. Und und com und was weiß ich was und alles auch auch online. Die A.M. Steht für Industrial Additive Manufacturing. Also die, die der industrielle 3D-Druck würde man umgangssprachlich in Deutschland sagen, aber die additive Fertigung in einem industriellen Kontext.
00:11:14: Speaker 3Und das ist das, wie wir es hier in der Firma einfach sehen und leben und was unsere Vision ist, nicht 3D-Druck zu machen und der nächste. Anbieter von 3 d Druckteilen zu sein, weil ich glaube, da gibt es ganz viele schon, die sich auch wirklich auch schon gut am Markt etabliert haben, sondern unser Fokus ist, den industriellen Kontext in die additive Fertigung zu bringen, mit dem ganzen Know-how, den wir als mittelständisches Unternehmen mit unseren 100 Spritzgussunternehmen wirklich auch für 100 Spritzgussmaschinen für für wirklich große Serien schon schon haben.
00:11:52: Speaker 3Und Und darum geht es uns bei I.A.M., bei Industrial Additive Manufacturing.
00:11:57: Speaker 1Und aus dieser Vision, die ihr jetzt natürlich dann auch auch hattet und der ihr auch sehr stark nahe gekommen seid, da standen ja damals auch einige klare Schritte auf eurer Agenda. Was stand denn da damals drauf als nächste Schritte?
00:12:10: Speaker 2Ja, also vielleicht noch mal abschließend, Vision ist wirklich die, diese, diese additive Fertigung. Von Bauteilen in Serienqualität beziehungsweise für die Serie. Ja, und und was stand da auf der Agenda? Also, ich hatte es gerade schon angesprochen, so ein I. A. M. Center erstellen, also wirklich einen eigenen Bereich schaffen, der dann eben nicht nur aus dem Drucker besteht. Das haben wir Ende letztes Jahr ein Stück weit auch schon verstanden, im Laufe des Jahres jetzt noch mehr verstanden oder mittlerweile zurückliegendes Jahr 2023.
00:12:45: Speaker 2Dass da noch ganz, ganz viel Peripherie drumrum dazu gehört. Ja, also dieses ganze Thema Prozesskette, wir hatten es damals angesprochen, aber ist wirklich ein ganz, ganz großes Thema, wenn man dieses Feld additive Fertigung im industriellen Kontext betrachtet. Ja, und ich hab gerade gesagt, Peripherie ist ein Punkt, aber wenn wir von Serie reden, dann gehört auch ganz viel Dokumentation und und Software mit dazu. Also heißt auch IT-seitig das Ganze entsprechend aufzuziehen und aufzubauen.
00:13:21: Speaker 2Das Das haben wir tatsächlich echt gut umgesetzt, schon ist aber, ich denk, Prozesskette ist ein ein ganz großes Thema noch, wo wir in Verbänden auch unterwegs sind, wo man da noch sehr, sehr viel entwickeln muss. Aber eben, wir wollten auch letztes Jahr auf jeden Fall dieses Neukundengeschäft noch mal weiter ausbauen. Das ist sehr gut gelungen, auch unsere Bestandskunden, da haben wir, Wirklich ganz, ganz tolle Erfolge feiern dürfen, wo wir eigentlich gedacht haben, dass das dauert noch länger oder kostet uns noch mehr Zeit.
00:13:52: Speaker 2Aber ich denk, da blicken wir tatsächlich auf ein erfolgreiches letztes Jahr zurück, was was diesen Aufbau des technischen Equipments genauso wie diese vertrieblichen Aktivitäten angeht.
00:14:05: Speaker 3Also bei uns läuft es so ein bisschen unter dem Stichwort ‘Let’s get serious’. Also wir, Ich, ich glaube, es gibt ganz, ganz viele Berechtigungen für 3D Druck und jeder muss für sich sein seinen Weg finden, der für ihn richtig ist. Das heißt, nur weil ich von unserem Weg spreche, heißt es nicht, dass ganz viele andere Lösungen im additiven Bereich nicht gut sind, sondern sind halt für uns nicht passend und für uns ist dieser Treiber dieses Let’s get Series aus einer ja verspielten Technologie,
00:14:39: Speaker 3Dies in meinen Augen, meine persönliche Meinung ist, dass man aus dem 3D Druck den 3D Druck daher kennt, es sind unglaubliche Dinge möglich, ganz verrückte Dinge möglich, eine Spielerei, aber dass man aus dieser Spielerei eine ernsthafte Fertigungstechnologie macht und da ist nicht nur der Drucker verantwortlich, sondern der gesamte Prozess und und das ist das, was glaub ich, Ein Unternehmen wie wir bieten können und so wie wir auf den 3D-Druck blicken und wo genau die Maßnahmen, die der Max beschrieben haben, entscheidend sind, dass wir dahin kommen beziehungsweise dahin gekommen sind.
00:15:18: Speaker 1Was habt ihr denn so für Erkenntnisse auf dem ganzen Weg dorthin gehabt? Ne, es gibt ja ganz viele Dinge, die doch passiert sind. Ihr habt extrem viel gemacht, wenn ich von außen auf euer Unternehmen gucke, dann sehe ich extreme Veränderung, die so total positiv sind. In diese, in diese additive Fertigung serienmäßig reinzukommen. Aber was sind denn so Erkenntnisse, wo ihr gemerkt habt, die waren auf dem Weg wichtig?
00:15:41: Speaker 2Also ich mein, das hört sich dann so so plump oder klassisch an, aber tatsächlich, weil es so ein neues Feld ist und so viel entwickelt werden muss, ist die Zusammenarbeit in in Netzwerken. Und auch mein sowieso immer, aber in dem Fall fast noch ein Stückchen mehr, auch mit mit Kunden und Partnern, sei es jetzt als als Lieferant oder Systemlieferant, Maschinenlieferant oder unsere Seite, auch unsere Kunden, einen extrem enger Austausch und Zusammenarbeit, weil wir merken schon auch, dass schon das Verständnis, was sind die Erwartungen der jeweiligen Player,
00:16:23: Speaker 2Teilweise schon ein Stück weit differiert, aber wenn man da entsprechend eng zusammenarbeitet, wirklich gute Ergebnisse erzielt. Und auch in unter diesem Aspekt auch in der Zusammenarbeit ist ist schon so, wir kommen, wir kommen aus der Spritzguss Serienfertigung und dieses Verständnis dieser Serienfertigung hat schon auch sehr geholfen. Bei der Thematik “Let’s get serious” oder diese additive Serienfertigung, weil wir doch sehr viel transferieren können.
00:16:54: Speaker 2Also, das war für mich persönlich auch eine große Erkenntnis, dass diese additive Fertigung unter dem Hintergrund, den wir einfach haben, aus der Spritzguss-Serienfertigung kommend. Noch mal ’n ganz, ganz andere, ja sag mal, Level erfährt, weil man einfach ’n Background hat, bis zur wir sprechen Serienfertigung. Was bedeutet denn auch die Qualitätssicherung? Ja, oder was heißt es, wenn ’n Bauteil wirklich in Serie geht? Ja, es ist was für Anforderungen muss es, muss es entsprechend erfüllen und das waren eigentlich so die, die größten, also die Zusammenarbeit und aber auch dieses Professionelle, wenn man da ’n entsprechenden Background hat, vielleicht ’n Stück weit ’n Vorteil.
00:17:35: Speaker 2Eben auch hat, also dieses industrielle Mindset.
00:17:38: Speaker 3Und wenn ich da vielleicht auch noch mal was ergänzen kann bei dem industriellen Mindset, also ich war tatsächlich auch ein bisschen überrascht, dass diese Möglichkeiten der des 3 D Drucks am Anfang ganz schwierig sind, irgendwie zu überzeugen und und auch darzustellen und reinzubringen. Also dieses diese große Vision, wo wir den industriellen 3 D Druck, also nicht nur wir, aber aber viele auch den industriellen 3 D Druck sehen, Dass das momentan im industriellen industriellen Kontext noch gar nicht da ist, sondern das, also wenn wir, wenn wir das mal als Freude beziffern, die Freude am 3 D.
00:18:15: Speaker 3Druck, wir kommen tatsächlich aus dem Schmerz. Also wir haben ganz viele unserer Lösungen, die wir umgesetzt haben dieses Jahr, Bauteile, die wir verkauft haben, resultieren aus einem Schmerzverständnis. Das heißt, die. Die Zeit ist zu knapp oder die Kosten von anderen Lösungen sind zu teuer. Also das dieses Ersetzen dieses Spritzgusses als Technologie und den 3 D Druck in dem industriellen Kontext zu adaptieren, kommt ganz stark aus dem Schmerz, wir wir haben noch, wir haben es noch nicht geschafft in diesem Jahr in diese Freude überzugehen, in diese Begeisterung für das, was möglich ist, in dieses Umdenken, da ist.
00:19:00: Speaker 3Glaub ich, erst das ganz große Potenzial möglich. Momentan lösen wir einfach ganz hart einfach Probleme, die da sind.
00:19:09: Speaker 1Mhm, dafür ist es ja ein ein hervorragendes Werkzeug, wenn man das so sieht. Ne, dann gab es ja bestimmt auch ganz starke Momente, wo ihr auch wusstet, jetzt sind wir absolut auf dem richtigen Weg und was war denn so die Bestätigung dafür? Ein paar Punkte habt ihr jetzt gerade schon genannt, aber da gibt es ja noch bestimmt ein paar weitere Punkte, wo ihr sagt, Wir sind absolut auf dem richtigen Weg. Jetzt, jetzt geben wir richtig Vollgas.
00:19:33: Speaker 2Ja, also mich als doch auch bisschen 3D-Druck-Enthusiast, bin eigentlich immer überzeugt, dass wir da auf dem richtigen Weg sind. Aber die Bestätigung von außen ist definitiv, wir waren sehr viel, sehr viel unterwegs, dieses Jahr auch auf verschiedenen Messen. Und wenn man in Gesprächen einfach war und dieses, dieses Schlagwort der industriellen Fertigung immer öfter gefallen ist, also wirklich zum Ende vom Jahr, es ist, Auf der Form längst uns wirklich überall begegnet, was letztes Jahr definitiv noch nicht der Fall war.
00:20:05: Speaker 2Und dann war klar, OK, wir, wir sind hier auf dem richtigen Weg. Also wirklich die Gespräche, vor allem auch mit großen, großen Industriepartnern, also wirklich Unternehmen aus Konzernstrukturen, wenn man da im Austausch war, dann das war einfach so die Bestätigung. OK, wir sind, wir sind da auf dem richtigen Weg und zu guter Letzt natürlich auch die Projekte, was wir letztes Jahr schon umgesetzt haben, Wir können da wirklich als Erfolg feiern, dass wir, dass wir einen Spulenkörper in die Serie geliefert haben.
00:20:36: Speaker 2Also, es sind 2000 Stück im Jahr über 10 Jahre und es war einfach schlichtweg nicht nicht sinnvoll, also machbar schon, aber nicht sinnvoll, da ein Werkzeug zu bauen. Und dieses Bauteil wird wirklich eingesetzt. Das ist ein Drehzahlsensor und und das war auch definitiv so ein Punkt. O.K., wir, wir sind da, wir sind da auf dem richtigen Weg und es ist nur eine Frage der Zeit. Bis bis es wirklich der Markt voll durchdrungen hat und und die nächsten Anfragen beziehungsweise Aufträge da kommen.
00:21:06: Speaker 3Ja, ich kann da vielleicht noch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, weil da noch mal diesen I.A.M. Und Industrial Additive Manufacturing Begriff, ich weiß noch, als wir angefangen haben, unseren Außenauftritt zu planen, haben wir uns überlegt, wie nennen wir das denn eigentlich, was wir tun und haben dann so ein bisschen recherchiert und bisschen überlegt und es gab irgendwie noch nichts so wirkliches und haben uns dann nach hin und her, Doch für das Thema Industrial Additive Manufacturing entschieden und es war zu einem Zeitpunkt, als Industrial Additive Manufacturing de.
00:21:38: Speaker 3Dot com alles noch frei war. Also wir konnten uns in dem Moment die ganzen Webseiten sichern und auf uns verlinken. Also das war so der, der wo ich, wo ich, wo ich fand, so O. K., es ist wirklich richtig, weil das noch niemand so hat und jetzt ist genau das passiert, was, Was der Max sagt, dass dieses Jahr uns das, der selbst der Begriff und das Thema so oft begegnet ist, weil weil das auch unserer Meinung nach die nächste, die nächste Ausbaustufe ist. Und das andere ist, kann ich nur noch mal unterstreichen, was der Mark gesagt Max gesagt hat, es ist für uns als mittelständisches Unternehmen, wir sind 200 Mitarbeitende groß,
00:22:19: Speaker 3Es ist schon faszinierend zu sehen, wenn man mit Großkonzernen spricht und im Austausch ist mit Großkonzernen, wie weit wir heute schon sind, nicht nicht nur in dem, was wir erzählen und was wir sagen, sondern in dem, was wir tatsächlich umgesetzt haben. Der Max hat das Beispiel gesagt, von 2000 Stück Endanwendungsbauteil, elektronisches Bauteil, das das muss 150 Grad aushalten, das hat Genauigkeiten von, Tatsächlich irgendwie 50 My Toleranz, also das ist, das ist schon wirklich eine ganz andere Qualität, die wir da aktuell haben und da, das sind noch, da ist noch ganz, ganz viel mehr passiert.
00:22:59: Speaker 3Da kann der Max sicherlich auch noch mal ein paar mehr sagen, aber ich, ich fand, ich schließe mich da an, das war sicherlich der, der zweite Moment und und für mich sicherlich ist auch der der große Moment, wenn ich auf den Umsatz von dem Jahr schau, Also, Was der Max da dieses Jahr umsatzzeitig gerissen hat, nicht also der Max hat es vorhin gesagt, wir machen auch interne Anwendungen, aber was wir extern verkauft haben an Lösungen ist ist phänomenal. Also bin ich bin ich hellauf begeistert.
00:23:30: Speaker 1Das ist ein richtig gutes Zeichen, dass die Maschine läuft, dass die Kunden die Anwendungen benötigen, dass die Teile eingebaut werden und nicht einfach nur darüber gesprochen wird, was man in Zukunft tut, sondern weil man es wirklich macht in der Hinsicht. Ne, Was war denn so der schwierigste Teil auf dem ganzen Weg bisher, den ihr jetzt gemeistert habt?
00:23:49: Speaker 2Also ich, ich denk, der der schwierigste Teil gibt es fast gar nicht. Es sind sehr, sehr viele kleine schwierige Teile, weil weil es einfach ein neues Feld ist. Also egal wo man, Wo man arbeitet, gibt es irgendwelche Herausforderungen zu meistern. Ja, sei es am Drucker selber, sei es in der Prozesskette, sei es in der Kommunikation mit dem Kunden, sei es auch interne Abwicklung und Abläufe hier, wo einfach die Strukturen aus unserem großen Seriengeschäft, wo es einfach um Millionen Bauteile geht, in keinster Weise einfach zu dem passen, was wir jetzt additiv machen.
00:24:27: Speaker 2Also das ist halt, das eine ist perfektioniert auf diesen, Großserienbereich und so müssen wir jetzt schauen, dass wir was Perfektioniertes finden für diesen additiven Bereich. Und Perfektioniertes finden heißt also ja, da gibt es ganz, ganz viele Aufgaben zu lösen, deswegen fällt es mir jetzt eigentlich schwierig, da spezielle, spezielle raus zu deklarieren. Aber ich würd einfach sagen, dieses ganze Thema nach vorne zu bringen, bringt immer wieder die ein oder andere Hürde mit, die man meistert und.
00:24:59: Speaker 2Vielleicht unser Anspruch ist da, weil man aus diesen Feriengedanken oder Geschäft auch kommen, sehr hoch.
00:25:05: Speaker 2Ist aber auch dann vielleicht ein Stück weit ein Vorteil, weil wir sehr viele Hürden meistern, wo uns nachher dann dann einen Vorsprung einfach bringen und das ist uns definitiv bewusst und bin mir auch sicher, dass das so ist.
00:25:18: Speaker 3Ja, also auch da kann ich nur wenig ergänzen. Also ich, ich kann mich ja outen als im Gegensatz zu euch beiden 3 D. Druck Neuling. Also ich bin schon davon ausgegangen, wir kaufen den Drucker, stecken den ein und drücken auf Play und kriegen Teile raus. Also muss ich, muss ich ehrlich sagen, war meine, war mein erster Impuls und und bin jetzt tatsächlich dazu übergegangen. Ich hab es vorhin schon mal einfließen lassen, ich sprech nicht mehr vom 3 D Druck oder von der additiven Fertigung als Technologie, sondern als Prozess.
00:25:53: Speaker 3Es steckt so viel mehr drin als nur zu drucken, davor, danach, währenddessen, in der Bahnung, in der, in der Ausgestaltung des Versands und so weiter. Also die gesamte Prozesskette ist einfach ’ne andere, wenn man, wenn man additiv fertigt und das, das über die Hürde muss ich tatsächlich selber drüber, das zu erkennen. Und das andere ist, dass wir tatsächlich, das hatt ich vorhin auch schon mal kurz gesagt, An den Hürden unserer unserer Kunden wirklich arbeiten.
00:26:27: Speaker 3Ich hab nicht erwartet, dass diese Freude, die wir verspüren, in dem was im 3D Druck alles möglich ist, im ersten Moment immer erst zurückgeworfen wird auf die harte, was bringt es mir mehr als die jetzige Technologie, also man ganz oft ein bestehendes Spritzgussbauteil kriegt als, Vergleich dazu, das Additiv herzustellen und gar nicht diese Potenziale sieht, die man in einer neuen Konstruktion, in einem neuen Design einfach ermöglichen kann, sondern es einfach ein ganz hartes Kosten 1 zu 1 Thema sind und die harte Landung, die die musste ich erstmal machen, aber ich bin echt total begeistert, was am Ende des Tages draus wird, weil wenn wir mit den Anlagen,
00:27:16: Speaker 3Die die wir haben von von Cubicure einfach auch die Möglichkeit haben, sowohl qualitativ auf Spritzgussniveau zu fertigen, heißt mit Materialeigenschaften und Genauigkeiten, als auch wenn den Genauigkeiten, ich hab vorhin mal angesprochen, 40 My, was man im Spritzguss maximal rausholen können. Bei uns im Unternehmen sind 20 My, bei, Toleranz bei technischen Kunststoffen. Also, wir reden immer von technischen Kunststoffen, von Kunststoffen, die in der Lage sind, über 100 Grad Temperatur bis zu 300 Grad Temperaturbeständigkeit zu erfüllen.
00:27:54: Speaker 3Also, das ist, das ist schon eine hohe Liga auch an qualitativer Anforderungen und wir sind dann ein Ticken schneller in der Fertigung, weil wir das Werkzeug nicht bauen müssen im Vergleich zum Spritzguss. Und wir sind auch insbesondere in Bezug, wenn man das, Spritzgusswerkzeug nicht mit reinrechnen muss, auch ganz oft kostenseitig so viel günstiger im Additiven, dass aus dieser ersten harten Landung, die ich mental machen musste, ein extremes Potential geworden ist und wir uns einfach einfach jetzt akzeptiert haben, dass der erste Schritt schlicht die Substitution der bestehenden Technologie ist.
00:28:35: Speaker 1Es gibt am Anfang immer Zweifler und welche, die total optimistisch sind, Wo man dann vielleicht ein, 2 Schritte zurückgehen muss. Aber ich glaub, ihr habt es schon ganz gut raus jetzt, wie ihr an diese richtigen Stellen herangeht, um dann zum Erfolg zu kommen. Was könnt ihr denn heute als Erfolg verbuchen? Jetzt haben wir schon ganz viele Punkte gesagt, aber war da was dabei, wo ihr noch nicht gesagt habt?
00:29:00: Speaker 2Ja, definitiv. Also wirklich, wenn man, wenn man sagt, Erfolge, vorher waren wir so, was, warum sind wir auf dem richtigen Weg, wir, wir, Konnten wirklich schon auch, fangen wir mal an mit den, sagen wir mal, funktionale Prototypen. Also, es sind Bauteile. Alexander hat es gerade gesagt, wir verarbeiten im Spritzguss technische Kunststoffe. Das war auch der Anspruch dann an die additive Fertigung oder Produktionssysteme. Also, wir arbeiten da eben mit mit Anlagen oder Systemen von Cubicur, wo wir jetzt 2 kleinere Anlagen haben und auch eine eine große Anlage, wo wir dann wirklich in die Serie gehen können, was die Stückzahl angeht, aber auch eben.
00:29:39: Speaker 2Die die technischen Eigenschaften. Also, ich muss gewisse elektrotechnische Eigenschaften erfüllen, ich muss so flammbeständig, also UL 94 V. 0 ist da so ein Schlagwort oder Temperaturen und da können unsere Kunden dann wirklich in die Funktionstests gehen. Also nicht nur, also wir Spulenkörper werden mit einem Kupferdraht bewickelt, Und da wird dann nicht nur geschaut, funktioniert das, sondern da wird auch geschaut, funktioniert das Bauteil im Einsatz oder unter Last, weil ich einfach Eigenschaften hab, die die dem Spritzgussmaterial nahe kommen.
00:30:12: Speaker 2Und wenn wir dann wechseln in die Serie, dann ist in den meisten Fällen einfach, weil wir dann von Millionen Bauteilen im Jahr reden. Aber es sind wirklich bestehende Kunden von uns, die die, wo wir gedacht haben, das dauert wirklich noch länger, die da in die Funktionstests gehen. Auch auch genauso erstaunlich war, dass wir vielleicht sicherlich oder aus dem aus dem Schmerz heraus war, dass wir dieses Jahr auch aus dem Bestandskunden Bauteile liefern durften für eine A.
00:30:43: Speaker 2Serie im Automotive Bereich. Also da hab ich tatsächlich gar nicht dran gedacht, dass das überhaupt mal so kommt. Aber auch das ist passiert und und wir durften dann auch vorher, haben wir es schon angesprochen, diesen Drehzahlsensor. Also das ist tatsächlich kein funktionaler Prototyp, sondern das ist ein Bauteil, der wird einfach verwendet, der wird eingebaut, der läuft. Ja, und das ist, das ist, das ist einfach, das ist einfach Wahnsinn und das sind Erfolge, wo uns in den Investitionen letztes Jahr noch in die Drucker und dann auch dieses Jahr wirklich auch ja.
00:31:19: Speaker 2Gestärkt haben, dass wir da auf dem richtigen Weg sind. Und ja, ich denk, das ein oder andere kann Alexander sicherlich auch noch ergänzen.
00:31:27: Speaker 3Ja, mein, ich glaub, dass die wichtigsten Punkte hast du tatsächlich tatsächlich gesagt. Also wir sind auch insgesamt etwas überrascht gewesen, wie sehr wir mit unserer Idee und unserer Vision in der additiven Welt angekommen sind. Also wir, Wir, wir haben extrem gute Resonanz aus dem Fachnetzwerk gekriegt und sind da schon durchaus jetzt ein Partner in ganz vielen Konstellationen und haben auch gute Beziehungen draus entwickelt.
00:32:00: Speaker 3Das war, das war uns nicht klar. Wir haben so die ersten ein, 2 Vorträge mehr oder weniger durch Zufall gehalten und daraus sind irgendwie, glaub in Summe 10 oder 12 Vorträge in diesem Jahr zu dem Thema industrielle additive Fertigung geworden, Weil immer wieder jemand drin saß, der gesagt hat, er möcht auch das auf seiner Veranstaltung hören und das war sicherlich jetzt kein monetärer Erfolg, aber schon auch eine schöne Bestätigung für das, was wir hier tun, dass es eine extreme Relevanz hat.
00:32:31: Speaker 2Vielleicht dann an der Stelle auch noch mal sagen, es werden wirklich. Wirklich dann dann Vorträge rum unterwegs waren, also ob es jetzt Hannover Messe oder A. M. Forum oder auch die Formnext war, also sind wirklich Veranstaltungen aus der 3 D. Druckwelt und da ein Vortrag halten zu dürfen, das war wirklich, kann man echt als Erfolg bezeichnen, dass man da in dieser Welt angekommen ist und es war dann eigentlich zum Ende vom Jahr noch gegipfelt, nicht aber auch ein sehr großer Erfolg oder würde ich als Erfolg verbuchen, dass man sagt, O.
00:33:01: Speaker 2K., man ist jetzt soweit, Man geht als Aussteller auf die Form next, was wir, was wir dann letztes Jahr, also da hätt ich im Traum nicht dran gedacht, dass wir, dass wir da mal auftreten oder so schnell auftreten, das war, das war auch schon wirklich Wahnsinn und natürlich dann auch als Erfolg zu verbuchen, nicht nur diese, diese sag mal monetäre Aufträge verkauft, sondern auch, dass man, Dieses I. A. M. Center wirklich auf und ausgebaut hat, also mit Anlagen und Peripherie, dass wir sagen können, wir sind da, wir sind da gewappnet für für diese industrielle additive Serienfertigung.
00:33:36: Speaker 1Jetzt Kann ruhig noch viel mehr kommen, was das Thema angeht.
00:33:40: Speaker 3Ja, ich glaub auch gerade mit dem mit einem Thema sind wir ganz besonders bei den Vorträgen, haben wir für Aufmerksamkeit gesorgt und und das heißt, dass wie wir, wie wir das Thema Flexibilität, Als Antwort auf die Herausforderungen in im Produktionsumfeld in der Zukunft sehen und und das hat, glaub ich, ganz oft für für ein Augenöffnen gesorgt, auch beim Fachpublikum.
00:34:09: Speaker 1Was, was meinst du genau mit Flexibilität?
00:34:13: Speaker 3Also mit mit Flexibilität meinen wir im Prinzip 3 Aspekte im 3 d Druck, das das erste ist das was glaub ich von deinem Podcast, Ausgeh, jeder kennt, ist die Flexibilität in in Form und Design, also die Formfreiheit, Designfreiheit, dass ich im 3 D Druck, was ich vorhin gesagt hab, was ich auch von dir gelernt hab, alles herstellen kann, was ich in Knete formen kann. Der Der zweite Aspekt der Flexibilität ist, dass ich in in Entwicklungs Abteilungen ganz anders agieren kann, ganz flexibler entwickeln kann.
00:34:47: Speaker 3Ich kann zum einen, Einfach, wir hatten auch so ein, so ein, so ein Fall, wo wo im Entwicklungszyklus ganz oft das Bauteil angepasst wird. Das ist im Spritzguss, ist es die Hölle, also technisch und kostenseitig, wenn wenn sie da was verändert. Additiv ist das relativ unspektakulär darzustellen und das andere ist, ich kann auch nicht nur wie heute nur ein Bauteil entwickeln, weil, Das so viel kostet, dieses Bauteil zu entwickeln, insbesondere aus einem Produktionsaspekt, sondern ich kann additiv einfach mal 34 Varianten parallel entwickeln und auch mal drucken und mal ausprobieren und mal einsetzen und und das hat eine unfassbare Flexibilität in der Entwicklung zur Folge.
00:35:37: Speaker 3Und der dritte Punkt, den wir sicherlich, Als sehr neu empfinden, weil wir ihn so noch kaum gehört haben, ist die Flexibilität aufgrund der Nachfrageorientierung. Es wird Nachfrageorientierung, den den Begriff gibt schon im Bezug zum 3D-Druck ganz oft damit bezeichnet, dass man eben nur dann druckt, wenn ich wirklich was brauch. Also wir ersetzen dadurch ’n Lager oder oder weite Strecken oder sonst irgendwas, indem wir einfach dann.
00:36:11: Speaker 3Dort drucken, wo wir was brauchen, wann wir es brauchen. Das ist schon durchaus bekannt. Wir, Wir meinen aber durchaus einen anderen Aspekt, dass wir aus dieser Entwicklung raus einfach auch mal ein Bauteil in der Max hat es vorhin noch mal ganz deutlich gesagt in End-Use-Qualität, also in Endproduktqualität, das das Bauteil einfach mal produzieren können, weil wir der Erfahrung, die Erfahrung haben, dass gerade in Entwicklungsabteilung unglaublich oft.
00:36:42: Speaker 3Ideen und ich drück es jetzt mal hart aus, sterben, weil nachher niemand sagen kann, möcht nachher jemand das Produkt überhaupt kaufen oder nicht. Der das Additive gibt die Möglichkeit zu relativ günstigen Kosten einfach mal ein Bauteil auf den Markt zu bringen und dann zu gucken, was passiert und wenn der Markt das möchte, dann kann man einfach, Mein der Max hat die Großserienanlage angesprochen, das sind bis zu 60 Teile im Jahr, je nach Geometrie möglich.
00:37:14: Speaker 3Das ist schon mal eine ganz, das ist schon Spritzguss Niveau, dann kann ich auch mal eine Großserie drucken, additiv. Und jetzt war oft die Frage, geht man dann in den Spritzguss? Aber muss ich ja nicht mehr, weil ich hab es ja schon am Markt. Das wird zu den Kosten ja schon mal im Spritzguss, im additiven Bauteil, Wird es ja schon am Markt gekauft, das heißt, ich muss auch in meiner Kostenstruktur nichts mehr ändern, das heißt, ich kann es auch einfach weiter drucken und dieses Potenzial, das da ist, ich glaub, das, das hat auch selbst in der im Fachpublikum erst ein Prozent der Menschen verstanden und und ich glaub, wenn sich das öffnet, zusammen mit den anderen beiden Flexibilitätsaspekten, dann sind wir in einer ganz anderen Liga.
00:37:58: Speaker 1Mhm, das sind ganz viele Potenziale da, die man jetzt schlussendlich endlich danach greift. Um diese auch zu nutzen. Jetzt ist natürlich im Jahr 2023 ganz viel passiert. Die Zahlen sprechen für sich. Ihr habt einige Erfolge gehabt, aber ich würd gern die Frage genauso stellen, wie damals am Ende des Jahres 2022 auch: Was steht als nächstes an? Was ist euer Ausblick? Wie kann man das noch toppen?
00:38:22: Speaker 2Ja, da gibt es noch viel zu toppen. Also, ich denk,
00:38:28: Speaker 2Wir bleiben. Ich mein, es wird vielleicht schon lästig, aber ist einfach so wichtig, die Prozesskette weiter auf und ausbauen und für dieses Jahr sicherlich als Ziel auch das ganze Thema Zertifizierung. Ja, also wir haben da jetzt letztes Jahr schon sehr gut dran gearbeitet und das Ganze auf entsprechendes Level gebracht und jetzt ist einfach der nächste Punkt das Thema Zertifizierung für uns selber, Um einfach noch mal zu sehen, was, was haben wir noch für To-Dos, ja im im Doing, im Ablauf, in der Peripherie, wie auch immer und ja, was, was brauchen wir vielleicht auch beziehungsweise sind sicher, wir wollen einen Serienprozess oder Serienbauteile, das ist gehört für uns dazu, also Zertifizierung großer Punkt.
00:39:13: Speaker 2Mal schauen, inwieweit weitere Investitionen in in Personal beziehungsweise Software auf jeden Fall. Wir hatten es vorher angesprochen, softwareseitig müssen wir was machen, weil es einfach andere Prozesse sind und wir werden einfach nach wie vor die die Vertriebsaktivitäten weiter ausbauen. Weiß gar nicht, ob es, ob es geht, aber weiter so fahren und ganz, ganz wichtig, die die Partnerschaften, wo bestehen, einfach weiter pflegen, intensivieren, ausbauen, weil das war ein sehr, sehr.
00:39:48: Speaker 2Großer Schlüssel zum Erfolg auch letztes Jahr, weil ja, es ist so viel neu. Wir müssen da einfach, wir müssen da einfach im Austausch sein mit die Kunden und das. Finde ich auch immer ganz toll in dieser additiven Welt. Ich mein, wir sind eh davon überzeugt, dass der Kuchen groß genug ist, aber dass man da einfach in so einem ehrlichen Austausch ist und jeder diese diese Vision mit den Partnern, wo wir zusammenarbeiten, gleichermaßen trägt oder dran glaubt, wie wir auch und deswegen wir alle daran interessiert sind, die zu verwirklichen.
00:40:21: Speaker 2Und deswegen freuen wir, freuen wir uns da jetzt nicht auf nächste, sondern wir sind ja schon in diesem Jahr 2024 da, die Partnerschaften entsprechend weiter zu pflegen und da vor allem zusammenzuarbeiten und und die die nächsten Steps vielleicht mitzugestalten, auch in Prozesskettenentwicklung in Verbänden und so weiter. Das sind so so die To-Dos und Aufgaben, auf die wir uns freuen in diesem Jahr.
00:40:48: Speaker 3Ja, da haben wir tatsächlich noch ein bisschen was vor. Ich würd unabgesprochen das Vertriebsthema noch mal aufgreifen, also wenn unter den Zuhörern jemand ist, der gern im Max im Team arbeiten möchte und der gern Lust hat auf Vertrieb, aber auch um eine technische Umsetzung und eine neue Technologie in einem neuen Prozess, in einem, darf ich sagen, cool, ganz coolen Unternehmen umsetzen möchte, der kann sich gern bei Max melden. Ich glaub, so können wir denn die Vertriebsaktivität schon noch mal weiter ausbauen, indem wir da einfach weitermachen.
00:41:22: Speaker 3Also da könnt ihr euch gern melden, wenn ihr Lust habt und sicherlich der Rest ist das, was der Max gesagt hat, eigentlich ganz zutreffend, eine weitere Professionalisierung von dem, was wir tun, mehr Vertrauen schaffen in die Technologie, in den Prozess und das, das sind schon ganz schön dicke Bretter, die wir da zu bohren haben. Aber, Ich würd noch mal 1 draufsetzen, auch unabgesprochen mit dem Max, so die 5000 Stück pro Jahr Serie, vielleicht sogar eine 10 Stück pro Jahr Serie, das wär schon echt cool, wenn wir das dieses Jahr auch noch realisieren könnten, wenn wir da, wenn wir da Lösungen bieten.
00:41:59: Speaker 1Mhm, das wird sicher irgendwie möglich sein, geh ich fest davon aus,
00:42:02: Speaker 2So wie wir hoffen, wir hoffen auf auf den Auftrag oder die Bestellung, denn also ja, also eben möglich, möglich ist es. Wir würden uns über ’ne Umsetzung freuen.
00:42:13: Speaker 1Dann O. K., super, jetzt hab ich bestellst, Johannes, auch wenn ich sie bestelle.
00:42:21: Speaker 1O. K., dann hab ich mir was vorgenommen für dieses Jahr, in dem Fall, ja, noch 2 persönliche Fragen, in dem Fall, die ich immer ganz am Ende hab. Es wär super, wenn ihr noch 2 Sätze vervollständigt oder mir darauf antwortet und zwar, beendet doch mal bitte folgenden Satz: 3 D. Druck ist für mich.
00:42:35: Speaker 2Dann fang ich mal an, also immer noch ’ne unfassbar, Spannende und faszinierende Technologie, die vielleicht durch die nach dem ersten Hype und den ersten Misserfolgen, die der ein oder andere jetzt vielleicht hatte, unterschätzt wird. Weil mein, wir hatten es jetzt in der letzten, ich weiß nicht, dreiviertel Stunde, es ist unfassbar spannend, faszinierend und es ist die Serienfertigung möglich. Also die ersten Erfolge bestätigen es und ja,
00:43:03: Speaker 3Für mich ist es Flexibilität und damit die Antwort, An die Anforderungen von produzierenden Unternehmen, agiler zu werden und zumindest mal eine ganz wichtige Antwort in dem Kontext.
00:43:16: Speaker 1Und was war so euer tollstes Bauteil aus eurem oder aus irgendeinem anderen 3D Drucker, dass ihr je in der Hand hattet?
00:43:23: Speaker 2Ja, natürlich aus unserem Drucker. Nein, also, Toll. Also gab eigentlich 2 jetzt vorher angesprochen, es war dieser Drehzahlsensor, der man das hatten wir ja gar nicht gesagt, der aus 2 Teilen bestanden ist und der war mit einem Draht bestückt. Also auch noch einfach aus unserer Kompetenz heraus, was wir aus dem Spritzguss kennen. Dieses Bauteil ist nachher noch mit einem Draht bestückt worden und wenn wir beim Bestücken sind, war eben diese A-Serie Automotive, wo auch Drähte, Buchsen und Laserbiegeteile mit eingebracht worden sind ins Bauteil oder in den Prozess und das dann wirklich ein unfassbar cooles Bauteil war.
00:44:02: Speaker 1Das ist echt stark.
00:44:05: Speaker 3Ja, ja, für mich ist es ein smarter Stecker, den wir, wo wir die Kunststoffbauteile dafür produziert haben, weil es all die 3 Aspekte der Flexibilität einfach in sich verkörpert und zwar wer, wer dieses Bauteil, das am Ende aus 13 gedruckten Einzelteilen besteht, So nie im Spritzguss herstellbar gewesen wegen Hinterschnitten und so weiter, also Freedom of Design. Dann hatten wir in der Entwicklung tatsächlich eine sogar in Anfängen der Serie Veränderungen in der Supply Chain beim Kunden, die dazu geführt hat, dass das Bauteil noch mal komplett angepasst werden musste.
00:44:42: Speaker 3Das das hat der Max in 3 Stunden gemacht und übermorgen haben wir die neuen Teile rausgeschickt. In der im Spritzguss hätten wir da über locker 4 Wochen und 5000€ Werkzeugänderungen gesprochen und es ist genau auch das passiert, was ich vorhin beschrieben hab. Der smarte Stecker kommt jetzt einfach mal auf den Markt und dann wird geschaut, ob ob die Industrie das braucht, ob sie es überhaupt haben möchte und wenn ja, produzieren wir einfach mehr und wenn nicht, sind die Kosten dieses Produkt auf den Markt zu bringen, ein Bruchteil von dem, was es in der Spritzgusslösung gewesen wär.
00:45:16: Speaker 3Und das ist, das ist echt ’ne ’ne ganz, ganz tolle Sache.
00:45:21: Speaker 1Das ist echt der Hammer. Ja, ja, angenommen, eine Hörerin oder ein Hörer, die wollen jetzt mehr Infos haben, wollen sich bei euch melden bezüglich der offenen Stelle oder haben vielleicht irgendein konkretes Problem oder wollen Kontakt zu euch, dann werden wir ja die LinkedIn Kontakte und auch eure Webseite entsprechend in den Shownotes ergänzen. Ich fand es super, dass wir doch jetzt genau über diesen Rückblick sprechen konnten. Ich hab relativ wenig geredet, also der Hauptteil habt ihr gemacht in dem Fall.
00:45:51: Speaker 1Das also, ich hab ganz aufmerksam zugehört, hervorragend. Vielen Dank, dass ihr dabei wart.
00:45:57: Speaker 2Vielen, vielen Dank, Johannes. War, war wirklich wieder toll. Auch noch mal schön, dass man dann selber ein Stück weit noch mal mehr reflektiert, weil man das Ganze auch noch mal auf Ton hat. Deswegen, das war super spannend und wie wie immer super angenehm, da in Austausch mit dir zu gehen, nicht nur im Podcast, sondern auch sonst sind wir da ja wirklich oft auch im Austausch. Also vielen lieben Dank, dass wir hier noch mal dabei sein durften.
00:46:25: Speaker 3Ja, dem Danke kann ich mich einfach nur ganz kurz anschließen. Ganz vielen Dank dir generell, Für die Zusammenarbeit und die die wirklich herausragende Zusammenarbeit. Das kann man vielleicht in deinem Podcast auch mal sagen, wo du dich vielleicht selber wenig lobst, aber du bist wirklich ein ganz wichtiger und wertvoller Partner für uns und es ist auch sicherlich nicht selbstverständlich, dass wir als nach einem Jahr einfach noch mal hier vor uns hinschwafeln dürfen und dass wir uns da die. Über darüber auch noch mal eine Orientierung gibst und ich bin schon ganz gespannt, wenn ich es nächstes Jahr, Ende des Jahres, noch mal anhöre, was wir dieses Jahr erzählt haben, wo wir da stehen und ganz, ganz toll, Johannes.
00:47:07: Speaker 3Also danke, dass wir hier sein dürfen und einfach ein generelles Dankeschön an dich.
00:47:11: Speaker 1Sehr gerne, sehr gerne, wunderbar. Also dann würde ich sagen, bis zur nächsten Podcastfolge.
00:47:17: Speaker 3Bis dann, Servus.