Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2023-05-17: 2023-05-17 00:00:15Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additiver Fertigung beginnen oder ob Sie schon erfahrener Anwender sind oder durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil Sie wissen ja, es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast-Folge, Weil diese Podcast-Folge den Titel trägt: 3D-Druck verbrennt nur Geld. 00:00:50Ja, reißerischer Titel steckt aber auch einiges dahinter. Ich hab mir hier ein paar Notizen gemacht, weil ich auf der Rabbit-Tech-Messe war. Vielleicht hat mich der ein oder andere gesehen. Ich wurde auch von einigen angesprochen, durchaus auch von Podcasthörern. Also, wenn Sie mich mal sehen, sprechen Sie mich einfach an. Ich würd mich freuen, wenn ich den ein oder anderen auch kennenlerne. Der regelmäßig den Podcast hört oder der die ein oder andere Folge gehört hat oder unser Buch gekauft hat, was wir im Endeffekt online auch anbieten. 00:01:21Jetzt aber zurück zum Thema und zwar, warum verbrennt 3D-Druck nur Geld? Ich hab mich natürlich mit einigen Leuten auf der Messe auch unterhalten und doch sind ein paar Sätze gefallen, die haben mich durchaus auch zum Nachdenken gebracht in der Hinsicht, dass man sich natürlich anschaut, was tut sich denn gerade auf dem Markt. Verdient jemand überhaupt Geld in der additiven Fertigung oder wird da nur viel Geld ausgegeben? Wenn man nämlich den Zahlen sozusagen folgt, wie zum Beispiel dieser Wöhlers Report, dann heißt es natürlich, dass dort jedes Jahr sehr, sehr viele Milliarden Euro ausgegeben werden. 00:02:01Oder dass es ein Potenzial von so und so viel Milliarden Euro hat. Ich frag mich nur, wo sind denn die Milliarden von Euros? Bei mir sind sie nicht angekommen, Bei den anderen wahrscheinlich auch nicht, denn das ist das Geld, was zum größten Teil in diesem Markt an Potenzial ist, was ausgegeben werden kann und nicht, was verdient werden kann. So sehe ich das. Das ist meine persönliche Einschätzung, denn ich hab einen Einblick in ein paar Unternehmen und natürlich auch bekommt man einiges in der Branche auch mit, dass es vielen Unternehmen im Markt, die 3D-Drucker herstellen, die sich als als Reseller im Markt positionieren. 00:02:41Die zum Teil auch Dienstleister sind, gar kein Geld verdienen. Dort ist es ein Quersubventionsgeschäft, ein reines Subventionsgeschäft. Dort wird viel investiert in den Markt. Es wird Geld ausgegeben. Ich kann Ihnen aber sagen, die Dienstleister, die bei uns in der Beratung sind, die verdienen Geld, weil die wissen, wie man an Premiumkunden kommt, wie man nach außen kommuniziert, wie man sich ein gutes Netzwerk aufbaut, wie man es schafft, beim Kunden überzeugend zu sein, wie man, Einwände beim Kunden sozusagen herausnimmt, damit er sich auch selber zurücklehnt und sagt, wir machen das jetzt, das ist gut, dass man sich einfach davon viel freier fühlt, dort loszulegen. 00:03:23Also da muss ich unterscheiden, diejenigen, die mit uns arbeiten, die sind erfolgreich in dem, was sie tun, die geben Gas, weil wir hier die richtigen Schritte auch mitgeben. Es gibt aber auch die anderen im Markt, die natürlich sehr viele Firmenanteile hergeben. Oder hergeben müssen, um natürlich entsprechend Geld zu bekommen, damit das Rad im Endeffekt weiter am Laufen gehalten wird. Aber jetzt natürlich die Frage, wo wird denn kein Geld verbrannt oder wie, was muss man denn tun, damit man kein Geld verbrennt diesbezüglich? 00:03:58Und zwar ist es dort, dass man indirekt denken muss. Das bedeutet, angenommen, Sie haben jetzt so einen 3D-Drucker, Und Sie drucken jetzt ein paar Bauteile. Auf welche Kosten schauen Sie zuerst? Sie schauen natürlich, OK, ich hab ein bisschen Material verbraucht. Ich muss Stützstruktur wegmachen. Das ist Zeit, der Drucker läuft, die Druckstunde kostet etwas. Strom kostet das Ganze, Abschreibung, dann noch irgendeinen Gemeinkostensatz, weil das, weil der Drucker ja in irgendeinem Raum steht. 00:04:29Dann natürlich noch, weil er bedient werden muss und dann kommen Sie vielleicht bei so einem faustgroßen Bauteil, vielleicht vielleicht auf irgendwie 49 Euro oder. Auf auf 40€ oder sowas in der Art mit allen Kosten drum und dran und das wird natürlich gerechnet und dann sieht natürlich die Buchhaltung, wie viel Material hier gekauft wird und verbraucht wird und dann fällt es einem regelrecht schwer, den ROI auszurechnen. So ein ROI-Rechner ist auch bei jedem Hersteller komplett anders, komplett anders. Also die einen rechnen in die Richtung, die andere rechnen in die Richtung, die anderen rechnen sich das schön, die anderen sind an dem Punkt, dass sie. 00:05:05So viele Fehler da drin haben, dass sie sich es auch komplett schlecht rechnen. Manche rechnen gar nicht und sagen, wird schon irgendwie sein. Was man aber natürlich ganz stark beachten muss, man muss natürlich was gegenüberstellen, man kann nicht nur die einen Kosten sehen, sondern was hat man denn eingespart an Geld? Wie viel Zeit hat man denn eingespart? Wo ist man denn innovativer geworden oder hat seine Investitionskraft im Unternehmen gestärkt? Wo ist man immer unabhängiger geworden? Wo kann man viel schneller agieren? Wo arbeiten Prozesse oder auch Kollegen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend gut zusammen und das ist etwas, was gar nicht gegenübergestellt wird. 00:05:46Also, es sind verdeckte Gewinne ganz oft, die doch dahinter stehen, was man nicht ganz greifen kann. Natürlich sieht man, dass der Drucker die ganze Zeit läuft, bei denen die auch Anwendungen haben. Es gibt ja genügend, wo der Drucker nur steht. 00:06:03Natürlich sieht man doch, dass dort viel Material verbraucht wird, aber auf der anderen Seite nimmt man nicht so eine Milchbubi-Rechnung sozusagen, um dann mal nachzurechnen, was da wirklich eingespart wird. Also ganz großer Punkt ist, es wird nicht nur Geld verbrennt bei demjenigen, der es richtig einsetzt, sondern es wird regelrecht Geld eingespart an den richtigen Stellen, was seither total verschwendet wird. Also wir, Wir, wir sprechen davon, Verschwendung sozusagen rauszunehmen und zwar dort rauszunehmen, wo sie zwar schon glauben, in einer Komfortzone zu sein, die ziemlich gut ist und wenn sie dann mal nachrechnen, was sie dort verschwenden und was für Verschwendungsarten sie dort überhaupt haben und welche sie dort rausnehmen können, jetzt kommen wir ein bisschen in das Thema Lean Management rein, dann werden sie erstaunt sein, 00:06:59Dass ihre Komfortzone, die sie eigentlich haben, wo sie sich ganz gut drin wohl gefühlt haben, dass die ziemlich scheiße ist, wenn man das so sieht. Also hier gibt es natürlich ganz großes Einsparpotenzial, vor allem im Bereich Betriebsmittel und Prototypen und natürlich auch, was das Thema Serienteile angeht. Wenn man das Ganze geschickt macht, dann ist man dort viel, viel, viel flexibler, viel schneller und zusätzlich hat man auch eine höhere Marge, wenn man es richtig macht. Wenn man die Innovation auch zum Kunden trägt, wenn man natürlich sagt, wir machen das jetzt im 3D-Druck und man spricht darüber nicht mit seinem Kunden und die Funktionen, die natürlich jetzt hinzukommen in das Produkt oder das Produkt jetzt, wird es verbessert. 00:07:42Man sagt, man lässt den, lässt das Produkt beim alten Preis, dann ist es natürlich klar, dass da nicht mehr viel, nicht viel mehr Marge rauskommt, wenn man ein einen Mehrwert generiert, aber trotzdem beim gleichen Preis bleibt und der Kunde das auch, Wirklich nutzt und man sagt, die Kunden sind da wirklich zufrieden. Also da sollte man deutlichen Mehrwert drauf haben, an der einen deutlichen Blick auf den Mehrwert haben, das wollte ich sagen in der Hinsicht. Also, was sind jetzt die Lösungen da dabei? Einerseits nachzurechnen, das ist das erste, um sich mal etwas, was unsichtbar ist oder was man nicht richtig definieren kann, erstmal sichtbar zu machen und andererseits viel mehr Anwendungen zu finden. 00:08:20Das ist ja das, wo wovon die Branche ja lebt. Also, Wenn es keine Anwendungen gibt, dann braucht man eigentlich auch keinen 3D-Drucker, weil die Anwendung ist das Futter für den 3D-Drucker und ich spreche jetzt nicht von so Anwendungen, die in Zeitschriften drin sind oder in irgendwelchen Webinaren, wo man meint, das druckt man auf irgendeine Art und Weise mal so als Ideenfindung nach. Dabei wird es im Unternehmen gar nicht richtig verwendet oder nicht richtig gebraucht, sondern die Anwendungen zu finden, die sie noch gar nicht kennen, wo sie gar nicht wissen, wo sie suchen sollten. 00:08:52Wo Sie aber jemand brauchen, der Ihnen dabei hilft, das bin nicht nur ich als 3D Industrie in der Beratung, sondern das sind Ihre Kollegen, indem Sie die richtigen Fragen stellen. Also, Sie werden erstaunt sein, wie viele Anwendungen noch möglich sind bei Ihnen im Unternehmen und in den anderen Abteilungen, wo Sie zurücklaufen und sich denken, boah, das ist ja ein völlig neues Feld, was sich da erschlossen hat. Da geht eine völlig neue große Türe auf mit einem Eldorado an Bauteilen, was man jetzt alles drucken kann. Dann haben sie natürlich ’ne ganz andere Euphorie, indem man Anwendungen gefunden hat, die man davor noch gar nicht kannte, wo die Kollegen natürlich entsprechend auch sagen: ’Das brauch ich jetzt, ich brauch die Teile. 00:09:31Wann kommen die denn endlich?’ Und ein anderer Punkt, um aus dieser 3D-Druck verbrennt nur Geld-Thematik rauszukommen, ist natürlich auch in den, in dem ausgesiebt wird, doch drin in unserem Markt, also konsolidiert wird. Das heißt, in dem Stabilität geschaffen wird und in dem es einige Firmenübernahmen geben wird. Also, ich geh davon aus, dass und das ist nur meine persönliche Meinung, dass es vielen Unternehmen nicht mehr gelingt, diesen Weg ganz lange aufrechtzuerhalten, der seither sehr viel Geld kostet, anstatt dass er Geld bringt. 00:10:07Und andererseits ist es natürlich so, dass wenn wir so viele Technologien haben, so viele Player im Markt. Und alle von diesem Kuchen was abhaben wollen, dann wird es natürlich so sein, wenn man sich die aktuellen Situationen und Zeiten anschaut, dass es welche gibt, die einfach hinten runterfallen werden. Das ist zwar schmerzhaft, aber die soziale soziale Marktwirtschaft in der Hinsicht, die funktioniert nun mal halt so, da kann nicht immer nur jeder in eine in die Marktwirtschaft eintreten, ohne dass jemand hinten runterfällt oder dass jemand im Endeffekt austritt. 00:10:40Also es gibt 2 Dinge, um diese, Problematik entsprechend zu lösen. Es gibt bestimmt auch noch mehr Themen, je nachdem in welcher Situationen man steckt. Aber wenn Sie kein Geld verbrennen wollen, in dem der Drucker nur rumsteht und Sie sich Gedanken machen, was Sie als nächstes drucken könnten oder was die anderen so machen, dann suchen Sie Anwendungen und sprechen mit Ihren Kollegen. Und andererseits wird natürlich der Markt sich auch immer weiter verändern. Man hat es jetzt auf der Messe auch gesehen, 00:11:11Was sich da so tut. Ich bin gespannt, wie die Form next dann sein wird, die dann, die dann noch kommt, wie sich unser Markt weiter verändert und ich bin aber positiv gestimmt, dass es jetzt nicht einen großen Kahlschlag geben wird, sondern das Ganze wird Schritt für Schritt passieren. Aber dabei tun sich auch ganz große Chancen auf, die man entsprechend gut nutzen kann. Wenn Sie auch an dem Punkt sind und Sie rechnen jetzt nach, oder Sie sind an der Stelle, dass Sie sagen: ‘Ja, wir haben den Drucker gekauft, aber so richtig rentiert hat sich das Ganze noch nicht.’ Oder Sie sehen die monatlichen Kosten, die so ein Drucker verursacht, und Sie sehen nicht, was da wirklich auf der anderen Seite dabei rauskommt. 00:11:51Egal ob Sie jetzt Dienstleister sind, der Teile druckt, oder auf der anderen Seite einfach nur der Anwender, der vor der Maschine steht, oder der Konstrukteur, der die Maschine mitbetreut, wir haben für beide Punkte, Lösungsschritte, wie sie einerseits als Dienstleister an bessere Kunden kommen und nicht jede Preisschlacht mitmachen und sie es auch ganz einfach haben, vertrieblich vorzugehen und auch wie sie bei vielleicht Bestandskunden noch weitere Anwendungen finden. Oder dann, wenn sie Anwender sind und sagen, Mensch, meine Maschine ist nicht ausgelastet, aber es gibt noch so viel und man kann das Potenzial nicht heben und der jetzt vielleicht an dem Punkt steht und sagt, ja, aber Herr Lutz, wie frag ich denn meine Kollegen, wie mach ich denn das jetzt genau, 00:12:33Wie implementiere ich das? Wie gehe ich vor? 00:12:38Dann können Sie auch doch auf uns zukommen. Wir haben Leitfäden und auch die richtigen Denkschritte und Herangehensweisen, wie Sie mehr Anwendungen auf Ihrem Drucker produzieren. Aber sind Sie da vorsichtig. Es kann auch sein, dass Sie dort deutlich mehr Anwendungen kriegen, als Sie am Anfang vielleicht auch sich erhofft haben. In diesem Sinne, Tun Sie was. Das Wichtigste ist dabei umzusetzen, immer in Bewegung zu bleiben, immer produktiv zu sein, ständig etwas etwas zu machen. Und das Wichtigste dabei ist natürlich, das Richtige zu machen. 00:13:10Also, bleiben Sie doch in Bewegung und haben Sie den Blick drauf. Ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Spaß bei anderen oder weiteren Podcast-Folgen.