Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2023-01-23: 2023-01-23 00:00:15Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal ob Sie neu mit der Technologie der additiven Fertigung und 3D-Druck beginnen oder ob Sie schon erfahrener Anwender oder vielleicht durchaus 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind. Weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast-Folge, Weil diese Podcast-Folge den Titel trägt: ‘Schwarze Schafe bei 3D-Druck erkennen’. 00:00:50Also, das soll eine Podcast-Folge sein, wo ein paar Punkte vorkommen, die ich mir hier notiert habe, wo Sie sich davor schützen können, sozusagen in eine Falle hinein zu tappen und Sie im Nachgang nicht zu mir kommen und sagen: ‘Ja, Herr Lutz, hätten Sie mir das vielleicht eher gesagt, dann hätte ich vielleicht den Fehler nicht gemacht oder so viel Geld nicht ausgegeben.’, Oder nicht so viel Zeit verschwendet, oder vielleicht doch am Anfang nicht so große Anforderungen gehabt und einfach die Teile gedruckt. Also, das ist ein Podcast und dabei beleuchte ich jetzt beide Seiten, sowohl die Anwender als auch die Hersteller und die Dienstleister. 00:01:27Und ich möchte jetzt nicht Negatives darüber berichten, sondern ich möchte Sie einfach nur darauf hinweisen, dass es hier Punkte gibt, die Sie beachten sollten und es einfach viel zu schade wäre, diesen Fehler zu machen. Obwohl es da draußen schon so viele gibt, die diesen Fehler einfach schon gemacht haben und dann sagen, wenn ich noch eine Sache anders machen würde, dann hätte ich vielleicht die und die und die Dinge einfach anders gesehen, am Anfang anders angegangen et cetera. Und da möchte ich Ihnen heute ein paar Punkte mitgeben, was Sie alles nicht machen sollten, sowohl als Hersteller, Dienstleister oder in dem Fall Anwender. 00:02:06Und Sie kennen das wahrscheinlich bei uns in der Branche, Es ist ein absoluter Pioniergeist bei uns. Das heißt, es gibt nur eine Richtung und die ist nach vorne. Es gibt kein Zurück, es gibt nur nach vorne und zwar noch mehr Laser, noch größerer Bauraum, noch schnelleres Drucken von Teilen, noch einfachere Nachbearbeitung, noch mehr Materialien. Es geht also immer weiter voran und da ist es natürlich schon so, dass man als Anwender dann einerseits sagt, ja, wenn es da so schnell vorangeht wie in keiner anderen Branche als Beispiel, dann darf man auch. 00:02:40Ganz hohe Anforderungen haben an die Technologie, weil es ist ja neu und wenn etwas neu ist, dann darf ich ja gleich mal hergehen und darf sagen, muss es ja immer gleich noch viel besser, noch viel schöner und noch viel schneller sein. Und auf der anderen Seite, der Herstellerdienstleister wird natürlich auch kommuniziert und also wird in dem Fall kommuniziert, dadurch dass der Wettbewerb so stark ist und man sagt, hier geht es nur in eine Richtung und zwar voran, dann wird natürlich auch viel versprochen. Was man zum Schluss leider auch nicht einhalten kann. 00:03:13Also, da hab ich auf der Seite auch schon viel erlebt, nicht nur auf der Seite, dass man sagt, ich hab hohe Ansprüche, sondern auch auf der anderen Seite, dass man viel verspricht und dann kann man sein Versprechen in dem Fall nicht einhalten. Und das Schlimmste, was dann passiert, ist, dass der, dass der Anwender sich dafür entscheidet, die Maschine zurückzugeben, weil er die, Die Ideen, die er dadurch hatte, mit den mit der Kommunikation und diesen Aussagen, die dort nach außen gegeben worden sind, von Herstellern und Dienstleistern, nicht die Ergebnisse hatte, die er sich gerne gewünscht hat. 00:03:47Und dabei sind 2 Dinge natürlich jetzt zu beachten. Einerseits, welche Anforderungen setze ich und andererseits auch wieder bei den Herstellerdienstleistern, was verspreche ich in dem Markt? Ich hab schon Anwender gesehen, die haben sich die, Beste Maschine in die Halle gestellt und danach viereckige Klötzlein gedruckt und sagen, dafür reicht es vollkommen, es passt. Haben aber am Anfang ein riesen Fass aufgemacht, also aus der Mücke einen Elefanten gemacht, bis die Maschine dann doch drin stand, sind Monate vergangen an Auswahl und an Tests und zum Schluss werden die einfachsten Teile gedruckt. 00:04:25Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass der Hersteller meistens ganz viel verspricht, Und der Kunde dadurch natürlich auch was machen will und dann auch leider enttäuscht ist, weil er halt dann sagt: ‘Genau das wollte ich eigentlich machen und das funktioniert halt jetzt auch wiederum nicht.’ Also, da muss man vorsichtig sein. Man muss aber dazu sagen, als Dienstleister ist es ihre Aufgabe und ihr geschäftlicher Nutzen, Teile zu verkaufen. Das ist auch vollkommen in Ordnung, weil die Maschinenbauer und die die deutsche Wirtschaft, die braucht halt einfach Teile. 00:04:59Und genauso haben auch die Hersteller absolut ihre Berechtigung, eine Maschine zu verkaufen. Und doch, das ist absolut normal, dass das Ziel ist, eine Maschine ins Unternehmen hinein zu verkaufen. Aber unter welchen Bedingungen, das ist immer noch eine ganz andere Frage. Weil man natürlich auch immer ganz vorsichtig sein muss, geht es einem nur darum, jetzt die Maschine ins Unternehmen reinzukriegen, um seine eigenen Zahlen zu erfüllen, weil man vielleicht, Aktionäre im im Rücken hat und dabei geht es nur um viele User und viele Nutzer der Drucker. 00:05:37Oder geht es wirklich darum, dass der Kunde wirklich zufrieden ist, dass er begeistert ist von der Technologie, damit schnell vorankommt, genau weiß, was er tun muss und zum Schluss natürlich sagt: ‘Tolle Maschine, davon nehmen wir gleich mal 23 mehr, weil wir jetzt genau wissen, dass das funktioniert.’ Anstatt immer die Hoffnung, Zu haben, dass der Kunde hoffentlich den Drucker nicht zurückschickt oder die Teile nicht zurückschickt. Sie wissen ja selbst, das ist ja ein geläufiger Spruch, es ist immer gut, wenn der Kunde zurückkommt, anstatt wenn einfach die Bauteile zurückgeschickt werden. 00:06:14Und da gibt es natürlich auch ein paar Punkte, da muss man jetzt aufpassen, wenn man jetzt selbst Dienstleister ist, dann muss man aufpassen. Es gibt Technologien, 3D-Drucktechnologien, doch draußen, die sind hervorragend zum Thema, Rabbit Prototyping, um Bauteile schnell und flexibel am nächsten Tag in der Hand zu halten für vielleicht die eigene Entwicklung. Und dann gibt es Maschinen, die sind für die Dienstleistung auch wirklich geeignet für Stückzahl, wo man weiß, die Maschine läuft sauber durch, man kommt gut voran, man kann mit der Maschine auch Geld verdienen, das ist ganz wichtig und dazu muss ich auch wirklich was sagen und zwar ganz oft wird auch. 00:06:55Gesagt, kauf die Maschine und ich sorge dafür, dass du dann auch Aufträge bekommst. Das mag vielleicht, wenn man eine sehr enge Partnerschaft hat, mit dem Hersteller stimmen, aber wenn es darum geht, mal kurz so eine Maschine zu verkaufen, zu viele Dienstleister hab ich doch schon gesehen, aber auch zu viele Unternehmen, die sagten, Ich kauf kauf mir die Maschine. Ich hab nicht so viele eigene Anwendungen dafür. Ich möchte die Technologie aber trotzdem nutzen, die dann eben keine Aufträge bekommen haben und auch nach ständigem Nachfragen immer noch nichts bekommen haben und dort komplett alleine gelassen worden sind. 00:07:34Dazu muss ich auch ganz ehrlich sagen, wenn man hier eh keine Aufträge im Nachgang liefert oder gute Anfragen liefert oder. Ein gutes Netzwerk liefert oder zum Beispiel auch einfach nur ein, 2 Kontakte liefert. Wenn man das nicht kann, dann soll man das von Anfang an halt auch einfach bleiben lassen. Genauso auch muss ich aber auch den Anwendern sagen, wenn man sich ’ne neue Technologie ins Haus holt und dann aber versucht, seine bestehende Denkweise auf diese Technologie zu übertragen und es einfach besser zu wissen als der Hersteller sagt, dann sollen sie auch genügend Fehldrucke haben. 00:08:13Und das ist auch vollkommen gerechtfertigt. Dabei muss ich aber auch noch dazu sagen, und zwar bei den Herstellern, dass man stärker darauf eingehen soll, dass der Anwender die Maschine auch richtig bedient, weil hier wird noch viel, viel, viel zu viel locker gelassen. Da wird noch viel zu viel der Kunde alleine gelassen, ausprobiert und ich weiß, wie es damals war, als wir selbst auch Drucker verkauft haben, wie man mit Support-Tickets umgeht. 00:08:43Und es gibt meistens dort viele und der Kunde ist dann auch richtig genervt, natürlich, wenn der Druckauftrag abbricht und das Ergebnis nicht stimmt. Und da muss man auch, wenn der Kunde König ist und wenn der Kunde sich in dem Fall vielleicht nicht wie wie der König verhält, dann muss man dem König auch manchmal den Weg zeigen. Das als Hinweis für den Dienstleister, nee, ich meine in dem Fall den Hersteller oder durchaus, ja, kann man sagen, den Dienstleister, Wenn man im Vorfeld vielleicht die Anwendung versucht hat, gut zu qualifizieren und der Anwender dort gesagt hat, hat ja, ja, passt schon irgendwie. 00:09:22Wir haben dort keine rauen Einflüsse, wir haben auch keine Temperatur, die darauf einwirkt und ach, eine Kraftbelastung muss das Ding auch nicht aushalten. Danach ist das Ding gebrochen, verzogen oder aufgequollen oder hat sich etwas abgelöst und dann ist natürlich das Geschrei zum Schluss immer groß. Da muss man einfach ein bisschen härter bleiben. Halt so das als wichtige Botschaft dazu. Und wenn man das natürlich auch aus der anderen Sicht sieht, wenn ich jetzt eine neue Technologie nutze und ich sehe den Hersteller als Experte, dann möchte ich auch, dass sich der Hersteller auch als Experte gibt. 00:09:56Und Experten darf man schlussendlich auch komische Fragen stellen, weil die, die, die wollen ja herausgefordert werden. Und wenn ein Experte auf sie zukommt und sagt: ‘Ja, ja, überhaupt kein Problem.’, Du kannst auch andere Bauteile in deinen Drucker laden. Du kannst auch einfach andere. Einstellungen nehmen, macht schon, drück einfach drauf, gar kein Problem. Wenn nicht, mach es halt einmal, einfach zweimal. Ganz ehrlich, was ist denn das für ein Experte, der hier nicht klar nach außen gibt, was zu tun ist, damit das Ergebnis schlussendlich auch passt. 00:10:29Also, ich glaube, Sie haben verstanden, was so ein Stück weit ein schwarzes Schaf bedeutet. Bitte nehmen Sie diesen, dies, dieses Wort nicht so sehr. Jetzt auf die Goldwaage, sondern ich wollte Ihnen einfach ein paar Punkte aufzeigen, da da geht man vorsichtig damit um und natürlich auch, man muss wissen, in was man sich hinein begibt, wenn man hohe Ansprüche stellt und natürlich auch, wenn man Dinge verspricht, die man zum Schluss vielleicht einfach nicht einhalten kann. 00:11:04Das sind wirklich Punkte. Also betrachten Sie das Ganze nüchtern und sagen Sie, Einfach nein, wenn es nicht passt. Also, Sie dürfen jederzeit nein sagen, Sie dürfen jederzeit sagen, nee, das machen wir jetzt noch nicht, das prüfen wir noch mal. Oder ich würd es auch absolut verstehen, wenn ein Hersteller sagt, diese Technologie ist für Ihr Vorhaben nicht die richtige und nicht, dass der Hersteller sagt, ja, ja, das klappt schon irgendwie auch mit unserer Technologie, da weiß man ganz genau, da steckt vielleicht eher der Drang dahinter, einfach die Maschine loszuwerden. 00:11:38In der Hoffnung, dass es irgendwie dann noch klappt und man dann danach neue Anwendungen sucht beim beim Kunden, anstatt ihm einfach, offen und ehrlich entsprechend weiterempfiehlt, weil sie wissen gar nicht, was man alles erzeugen kann, wenn man einfach zum Kunden sagt: ’Hey, da sind wir nicht ganz der richtige Partner dafür, aber ich könnt kann Ihnen dort jemanden empfehlen. Dort werden Sie glücklich mit den Anwendungen und wenn Sie andere Anwendungen haben, dann kommen Sie gern auf uns zurück. Diese Ehrlichkeit, die siegt dort und das, Ist aus meiner Sicht auch der richtige Ansatz, wenn man hier ja seine Maschine oder seine Teile an den Mann bringen möchte, damit der zum Schluss auch absolut happy ist und sagt, das war einfach die beste Entscheidung in diesem Jahr in 3D-Druck zu investieren. 00:12:28Also sind Sie vorsichtig vor diesen vor diesen Fallen. Die Sache ist nur, es, Passiert ja nicht wirklich was Schlimmes, wenn man diese Punkte, die man, die ich jetzt hier genannt hab, nicht nicht beachtet, sondern sie fallen halt einmal auf die Schnauze, müssen sie halt wieder aufstehen und es gibt ein bisschen Stress, ein bisschen Bullshit sozusagen, aber auch das kann man im Endeffekt lösen, wenn sie sagen, sie wollen darauf komplett verzichten, sie wollen den direkten Weg in die additiven additive Fertigung, 00:13:05Ohne Fehler zu, ohne Fehler zu machen am Anfang, mit einem richtig, mit einer richtig guten Lernkurve, mit dem richtigen Team, mit dem richtigen Wissen, mit den richtigen Anwendungen, wo das Ganze Spaß macht, wo sie merken, da ist Dynamik, sie bewegen Menschen, dann kommen sie zu uns ins kostenfreie Erstgespräch und wir schauen uns ihre Situation an und wir geben ihnen ganz genau mit, was, Konkret Ihre nächsten Schritte sind und wie Sie diese im Endeffekt vielleicht alleine umsetzen oder dann mit uns gemeinsam schaffen. 00:13:38In diesem Sinne, viel Spaß bei einer der nächsten Podcast-Folgen und dann hören wir uns wieder.