Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2022-12-13: 2022-12-13
00:00:15: Speaker 1Willkommen zum 3D-Druck-Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal ob Sie neu mit dem Thema 3D-Druck und additive Fertigung beginnen oder Sie schon erfahrener Anwender oder sogar 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant sind. Weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast-Folge, weil es eine Interviewfolge ist mit einem, Durchaus spannenden Thema, das sich nämlich nennt, was passiert nach dem 3D-Druck-Invest.
00:00:52: Speaker 1Also, was passiert nach dem Kauf eines 3D-Druckers und was ist dort ganz besonders wichtig? Also, wenn Sie an dem Punkt sind und sagen, wir sind ganz kurz davor, etwas zu kaufen oder Sie haben was gekauft, egal welche Technologie jetzt oder auch je nachdem welche Software oder welche Nachbearbeitung, dann gibt es auch immer ein Leben nach diesem Investment, Und darüber möcht ich heut mit Dominik Heinz sprechen. Dominik, ich find es klasse, dass du da bist, weil wir haben uns über dieses Thema letztens nämlich telefonisch unterhalten und haben uns dann darüber abgesprochen, dass wir die Punkte, die wir dort genannt haben, eigentlich in der Podcastfolge nennen sollten.
00:01:32: Speaker 1Da sind sie durchaus besser aufgehoben. Ich freu mich, dass du da bist. Stell dich doch einfach mal ganz kurz vor.
00:01:38: Speaker 2Hallo Johannes, ja, vielen, vielen Dank auf jeden Fall, dass ich, Mal wieder in deinem Podcast sein darf. Ja, sehr gerne. Nee, also es ist immer wieder spannend und wie du, wie du schon gesagt hattest, von wegen, ne, wir hatten neulich da mal uns ausgetauscht, genau zu dem Thema, was passiert denn nach dem Kauf des 3 D. Druckers und wir wollten das mal auch der Hörerschaft so ein bisschen mitteilen, was so unsere Erfahrungen sind. Genau für die Leute, die mich nicht kennen, also ich bin Dominik Heintz, ich verantworte den Bereich Additive Fertigung und Managed Workplace bei der Firma Druckerfachmann de. Bin jetzt seit 2018 bei dem Unternehmen und aktiv dabei, diesen Geschäftsbereich aufzubauen.
00:02:15: Speaker 2Genau, und wir unterstützen produzierende Unternehmen dabei, 3D-Druck zur Reduktion von Prozessschritten halt zu integrieren, also wirklich zu implementieren im Unternehmen, um damit halt den entsprechenden Vorteil zu bekommen, schneller zu produzieren, entsprechend nachhaltiger vielleicht auch zu produzieren. Und unabhängiger zu werden von bestehenden Lieferketten, das ist so das, was wir uns auf der auf die Fahne geschrieben haben.
00:02:38: Speaker 1Mhm, ist auch ein sehr wichtiges Thema, wie ich finde, jetzt in Zukunft, wenn die Zeit durchaus ein bisschen rauer werden kann, zu gucken, welche Probleme tolerier ich vielleicht jetzt gar nicht mehr in Zukunft und möchte meine Teile jetzt zu dem Zeitpunkt auch haben, wo ich sie auch einsetzen möchte mit einer Technologie, die ja sehr stark gezeigt hat, Dass sie funktioniert die letzten Jahre über, ne. Ja, und wir haben uns ja auch auf der Formnext getroffen und auf der Formnext hab ich ganz stark gesehen, die Leute haben sich ganz stark zu dem Thema 3D-Druck informiert.
00:03:11: Speaker 1So, was passiert eigentlich vor diesem 3D-Druckkauf? Da wird am meisten am Anfang Energie reingesteckt und was dann danach passiert, das wissen die meisten gar nicht oder fragen zum Teil auch gar nicht. Wie ist denn das bei euch? Wie geht denn das bei euch weiter, Wenn derjenige sagt, Herr Heinz, wir machen das, wir wollen einen Drucker, wir wollen die nächsten Schritte machen, wir wollen all diese Themen, die du gerade auch gesagt hast, in Zukunft entgegenwirken. Wie geht, wie geht es da bei euch weiter danach?
00:03:43: Speaker 2Genau, das ist eine sehr gute Frage. Also vielleicht noch mal kurz, was passiert denn, wenn man sich für eine Drucktechnologie entschieden hat? Das würde ich noch mal ganz kurz beleuchten wollen, weil, Jeder, der sich schon mal generell mit dem Thema Investitionsgut beschaffen hat, der weiß, dass er nicht nur der Geschäftsführer oder die Geschäftsführung dort Mitsprache hat, sondern meistens ist ja dieser Impuls von der Fachabteilung, die dann ein Budget erstmal freigeben muss und dann die Geschäftsführer muss ab einem bestimmten Budget natürlich auch zustimmen und sagen, wir machen das Ganze.
00:04:14: Speaker 2Und man findet ja dann immer, Diese eine Applikation, ich unterstreiche das noch mal ganz dick, diese eine Applikation, die 3 D. Druck rechtfertigt im Unternehmen und lustigerweise stellen wir nach der Inbetriebnahme fest, dass es gar nicht diese eine Applikation ist, die dann wirklich gedruckt wird, weil das will ich nur noch mal so ein bisschen voranstellen, weil oftmals schon von der, von der, von der Didaktik her, von der Idee her, meistens Spritzguss, Teile hergenommen werden, das sehen wir wirklich bei mehr als 50% unserer Projekte, das immer über Spritzgussprodukte diskutiert wird, was auch seine Daseinsberechtigung hat, ja, keine Frage, aber du kennst das ja selber, ne, man hat ja speziell irgendwie doch Limitierungen her, man sollte ja im Sinne von 3D Druck auch dann redesignen und so, aber das ist oftmals nicht der Fall, was wir halt wirklich feststellen bei.
00:05:07: Speaker 2Gut 50% unserer Projekte, dass das halt quasi produziert werden soll. Und was wir immer wieder merken, wenn dann das Drucksystem implementiert wurde, also die Prozesskette, dann kommt halt wirklich dieser Schritt. Wir finden noch mehr Teile, die auch gedruckt werden können, wir finden verschiedene Baugruppen, die wir halt aus einem Material drucken können, wo wir halt eine gesamte Baugruppe dann auch betrachten können. Und das finde ich immer sehr, sehr entscheidend. Also was passiert kurz vorher, wenn die Entscheidung ist, Und dann, wenn die Entscheidung getroffen worden ist, dann ist eigentlich das, was meistens gedruckt wird, was ganz anderes als das, was man vorher eigentlich entschieden hat in diesem gesamten Arbeitskreis, Arbeitsgruppe Additive Fertigung, in dem bei Maschinenbauunternehmen.
00:05:48: Speaker 2Ich weiß nicht, ob du das spiegeln kannst oder ob deiner, deine, deine Erfahrungen da auch so in der Richtung sind.
00:05:54: Speaker 1Absolut, am Anfang denkt man, das sind die 23 Anwendungen, die, die man, die man drucken möchte, wo man auch sieht, da steckt Potenzial drin und dann, dann merkt man, Es ist vielleicht gar nicht so richtig das, was wir machen wollen und dann ergeben sich immer weitere Punkte noch auf. Man kann es aber nicht ganz greifen. Ich kann aber auch so ein Stück weit auch definieren, was doch dahinter steckt. Denn meistens sieht man nur die Anwendung und sieht nicht wirklich die Problematik, die dahinter steckt. Wenn man also den Fokus mehr auf das Problem legen würde, wie du gerade auch gesagt hast, aus mehreren Bauteilen ein Bauteil machen, vielleicht die Bauteile leichter machen.
00:06:33: Speaker 1Einfacher zu montieren machen et cetera, dann kommt viel mehr dabei raus. Man muss aber aufpassen, wie du es auch gesagt hast, man trifft die Entscheidung meistens an einer einzigen Anwendung und sagt dann aufgrund dieser einen einzigen Anwendung, wir machen es oder wir machen es nicht. Und es ist meistens sehr gefährlich, weil es noch so viele weitere Anwendungen in der Zukunft gibt und auch Probleme, die einem dann erst auffallen, die man gar nicht löst, wenn man die Entscheidung dann, Vielleicht getroffen hat, aber nicht positiv für den 3D Drucker.
00:07:05: Speaker 2Ja, oder was halt auch noch mal ein Thema ist, was was ich auch schon mal festgestellt hatte, gerade in einem Projekt war das halt so, dass dann auch die Entscheidung getroffen worden ist in einem 3D Drucksystem, was halt wirklich in einem hochvolumigen Bereich dann auch umgesetzt wurde und dann ist aber das Endkundenprojekt auf einmal weggebrochen. Also sprich, unser Kunde, deren Endkunde, da die Serie, die da dran hing, die ist dann im Endeffekt weggebrochen und da gibt es ja eigentlich nichts Schlimmeres, Also auch als Fachhändler natürlich, von der Fachhändlersicht her, aber auch für den Kunden natürlich, der gerade investiert hat und dann wurde halt festgestellt, oh Mist, irgendwie haben wir uns doch dort verkalkuliert und dann sind wir nämlich genau bei diesen Themen, was passiert denn nach dem Druck, hab ich denn überhaupt andere Kapazitäten, ne, die ich da drauf setzen kann auf meine Fertigungsanlage, auf meinen gesamten Prozess und wenn, wenn ich jetzt mal so ein bisschen so mal spiegel,
00:07:55: Speaker 2Wie das bei uns so ein bisschen abläuft, ne, wenn jetzt zum Beispiel jemand in einer H. P. Anlage investiert hat und mit der Menschenprozesskette für die Nachbereitung, dann haben wir ja dort verschiedene verschiedene Maschinen, die miteinander ja interagieren sollen und man muss es ja einfach mal so, man muss es ja auch so ein bisschen widerlegen und auch erstmal kennenlernen, wie laufen dann die Maschinen überhaupt und auch viele der Kunden haben so ein bisschen das Gefühl, Jetzt läuft die Maschine bei uns. Nach einer Woche ist dann die Schulungsphase, dann wird installiert, in Betrieb genommen, alles drum und dran.
00:08:27: Speaker 2Und dann ab der zweiten Woche werden wir 100% produktiv sein, haben die Auslastungen von einem Bauraum pro Tag, den wir definitiv jeden Tag produzieren. Am besten dann ins Zweischichtsystem nach einem Monat gehen und so. Und das ist halt was, wo wir halt wirklich auf den Zahn ziehen müssen, weil das funktioniert einfach nicht. Ne, du kennst das auch aus dem klassischen Bereich, man stellt sich nicht an die Fräse und sagt dann von wegen so, nur weil ich jetzt was eingestellt habe oder den richtigen Bohrkopf dort verwendet habe, kann ich dann direkt nach 2 Tagen loslegen und dann eine Serie, Serien entsprechend produzieren.
00:09:00: Speaker 2Und genauso ist es halt auch bei einem 3D-Drucksystem, so ein bisschen diese Utopie zu denken, Na ja, ich wurde ja jetzt betreut vom vom Fachhändler, ich wurde betreut vom Hersteller, weil gerade in unseren Bereichen haben wir halt die Hersteller natürlich Seite an Seite mit dabei. Das halt auch wirklich so diese diese individualisierten Themen, was muss denn für das Produkt auch wirklich entstehen. Da brauchst du halt im Endeffekt auch Support, einfach von einem H.P., von einem Formlabs, von einem Dimension, die halt wirklich noch mal ihre Maschine noch genauer kennen für verschiedene R.
00:09:30: Speaker 2And D. Projekte oder so, als wir das halt machen können. Das muss man ganz ehrlich sagen. Und dann denkt halt natürlich der Kunde von wegen, so jetzt läuft das Ganze und was muss ich denn jetzt machen und und da sehe ich halt so ein bisschen diese, ja schon so ein bisschen Fallstricke von wegen, dass man sich da auch auf jeden Fall annähern muss und das auch akzeptieren muss, auch jetzt auf von Geschäftsführersicht her oder auch der Produktionsleiter muss halt akzeptieren, wenn die Anlage da ist, dann muss man auch seinem Team die Chance geben,
00:10:01: Speaker 2Schulungen zu machen, auch erstmal Fehldrucke machen zu dürfen, weil das ist ja generell bei uns ja so eine Mentalität, gerade in Deutschland. Man darf niemals Fehler machen. Ich habe eine Entscheidung getroffen, die war extrem. Kostenintensiv oder ein sehr hohes Investitionsvolumen, was dabei ist und jetzt muss es aber direkt laufen und das ist immer was, was ich sehr stark sehe, ne, wo dann auch oftmals so Diskussionen entstehen mit den Endkunden. Aber wir haben gedacht, wir dachten, dass wir direkt loslegen können, sie haben uns doch erzählt, ne, so und das ist halt was, wo ich eigentlich immer appelliere und sage von wegen, man muss trotzdem so ein, 2 Monate auch mal schlechte Teile produzieren.
00:10:40: Speaker 2Um zu lernen, wie man wirklich mit dem System und mit dieser gesamten Prozesskette auch laufen lernt.
00:10:45: Speaker 1Ja, ja, viele geben da viel zu schnell auf und sagen, ich hab einen Fehldruck gehabt und ist vergleichbar mit, nur weil man einmal eine schlechte Pizza gegessen hat, machen nicht alle Pizzabäcker schlechte Pizzas. Was ich aber auch immer doch sehr stark empfehle, ist erst mal zu beobachten, was macht man denn da jetzt überhaupt, ne, und nicht immer gleich zu urteilen, weil, Da kommt natürlich auch dieses Shiny Object Syndrom natürlich dann auch gleich mit. Man denkt sich, ich hab eine Schulung gemacht, ich hab eine Einweisung bekommen, die ersten Teile haben wir jetzt gedruckt, jetzt geben wir absolut Vollgas.
00:11:18: Speaker 1Dann findet man auf einmal, dass es doch ein neues Material gibt, dann sieht man irgendeine neue Einstellung, dann denkt man, man ist innerhalb von 34 Tage absoluter Experte und man schiebt sozusagen sein Ego komplett auf die Seite.
00:11:35: Speaker 1Und meint natürlich, gut, ich weiß das viel besser als der Drucker, da weil ich sag halt ganz oft immer, je je kleiner der Drucker, je größer das Ego, je größer der Drucker, je kleiner das Ego. Weil wer vor so einer großen Maschine mal gestanden hat und weiß, was so ein Bauraum einfach kostet, wenn er aufgrund dessen nicht richtig läuft, weil man meinte, es besser zu wissen, dann lernt man da sehr schnell daraus. Dann ne, jetzt haben wir gerade eben so ein paar Punkte auch angesprochen. Wie definierst du denn so einen, in Anführungszeichen, erfolgreichen Anwender im Gegenzug zu einem etwas weniger erfolgreichen Anwender?
00:12:15: Speaker 1Wie unterscheidet sich das denn am Anfang zusätzlich zu den Punkten, die wir gerade genannt haben?
00:12:21: Speaker 2Also, was ich bei erfolgreichen Kunden, also erfolgreich ist ja natürlich immer ein bisschen sekundär zu sehen oder diversifiziert zu betrachten, aber jemand, der halt wirklich, sag ich mal, sein Unternehmen damit unterstützt, Einfach eine neue starke Säule aufzubauen. Das ist eigentlich eher das Thema durch 3D Druck, durch die Einführung von einer additiven Fertigungsprozesskette, sehe ich schon ein kleiner Unterschied. Der folgende Unterschied ist, dass halt die Leute, die das erfolgreich implementieren, schon in Richtung additiver Serie denken, wie viel Stück und wie viel, wie groß die Bauteile sind oder so mal mal daneben gestellt.
00:12:59: Speaker 2Aber zumindest hat man ein Produkt, Im Blick, wo man sagt, von wegen dieses Produkt möchte ich additiv fertigen. Man hat dann auch schon das Thema, dass man Ressourcen draufsetzt. Das ist jetzt nicht der Azubi, der das macht, oder Praktikant oder Bachelor, was erstmal grundsätzlich ja gut ist, aber eben wirklich der Fertigungsleiter ist mit dabei oder die, die halt wirklich eben in den verschiedenen Fertigungsprozessen involviert sind. Gehen an die Maschinen ran, man macht sich gemeinsam einen Plan, wie sieht ’ne Bestückung aus, welche Objekte kann man dazu machen, gibt es Betriebsmittelvorrichtungen, die man mit integrieren kann, um auch das additiv wirklich zu leben.
00:13:38: Speaker 2Also dieses additive Denken zu leben im Unternehmen, das merken wir sehr stark. Wer halt dort schon mindestens so 34 Leute hat im Unternehmen, da funktioniert auch die Einführung von additiver Technologie halt einfach besser. Denn der nächste Punkt ist genau Applikation her, dass man halt nicht nur eine Applikation hat, sondern mehrere Applikationen her und dass man auch das akzeptiert, wenn entweder halt auch von einem Fachhändler entsprechende Schulung angeboten wird oder vom vom Hersteller Schulungen angeboten wird, dass man die entsprechend auch das nutzt, ne im im Endeffekt nutzt und sagt halt von wegen wir gucken uns das wirklich Stück für Stück an und wir machen uns auch da so eine Art.
00:14:17: Speaker 2Onboarding-Plan über die nächsten Monate, bis wir selber laufen lernen und und die Leute, die Endkunden, die halt sich damit vorher auch beschäftigt haben und sagen, wir haben so eine Art Einarbeitungsplan für die Implementierung von additiver Fertigung, da läuft das meistens besser, wo man halt auf der anderen Seite halt sieht, wenn jemand wirklich rangeht und sagt, so der Drucker läuft jetzt und wir starten direkt mit der Serie und am besten wird nur der Azubi irgendwie abgestellt, der das Ganze bedient. Jetzt mal wirklich ganz plakativ gesprochen, da wird es halt einfach schwierig, aber da wird es halt nicht nur bei der additiven Fertigung schwierig, sondern auch bei vielen anderen Prozessen, wenn man so agiert.
00:14:54: Speaker 1Ja, ja, wenn man das Ergebnis natürlich zum Schluss für sich sprechen lassen kann, dann sieht man O. K., das sind vielleicht nicht die besten Ergebnisse herausgekommen, bei vielleicht dem in Anführungszeichen, je nachdem, wie man Erfolg definiert, weniger erfolgreichem Anwender und bei dem erfolgreicheren Anwender, der kann, Vielleicht eher Erfolge und Ergebnisse nachweisen und kann danach aber auch sagen, wir haben jetzt was gemacht, wir sind vielleicht nicht ein ganzen Stück, ganzes Stück weiter gekommen, wir engineeren wieder etwas, dann spricht man natürlich wieder mit dem Hersteller oder mit dem mit dem Händler und stellt dort seine Fragen und dann kommt man wieder ein Stück weiter, sozusagen.
00:15:32: Speaker 1Was ich dort ganz stark wahrgenommen habe, ist dass sich viele nicht mehr trauen zu fragen, vor allem diese einfachen Fragen, Dass man sagt, wie, wie macht ihr denn das, ist das normal, das zu tun, toleriert, muss ich das überhaupt noch tolerieren, wenn die Maschine dies und jenes macht, bin ich da überhaupt gut bei den Ergebnissen, weil manche Kunden wissen einfach nicht, dass sie saugute Ergebnisse haben und dass das nicht üblich ist, die Maschine vielleicht so auszulasten oder diese Bauteile so herauszunehmen, wissen das aber einfach nicht, weil es nicht kommuniziert worden ist und die meinen dann zum Schluss, ja, wir machen halt ein bisschen was, ne, man.
00:16:11: Speaker 1Hat ganz oft keinen Punkt zu vergleichen, schlussendlich. Deswegen ist die Kommunikation da auch so wichtig, wichtig dem Kunden auch zu sagen, schau mal, wo stehst du denn gerade, was kannst du denn erwarten, was solltest du auf jeden Fall nicht tun.
00:16:25: Speaker 2Also bei so einem Thema Vergleich, genau da fällt mir auch noch mal was ein, was, was wir ja auch sehr häufig sehen, man spricht ja häufig gar nicht mit anderen Mitbewerbern, Ne, zum Beispiel mit einem Marktbegleiter aus dem gleichen Sektor im Maschinenbau spricht man ja gar nicht über die Erfahrungen, weil man sagt ja, das ist ja der Mitbewerber. Und wenn, dann ist es ja meistens mit jemanden, der dann vielleicht als Zulieferer die letzten Jahre dabei ist. Dem würdest du ja auch nicht auf die Nase binden. Oh, ich hab jetzt eine additive Fertigungsanlage, die 80% von dem, was ihr aktuell zuliefert, obsolet macht.
00:16:57: Speaker 2Und und ich glaube, dass es da so ein bisschen die Mentalität auch so ein bisschen mitschwingt, gerade als Ingenieur, ich sag mal, wir kennen es ja auch beide, ne, ist ja immer dieses, das was man selber erschaffen hat, ist eh immer das Tollste, Beste und vielleicht dann doch mal kritisch zu hinterfragen, ist es denn wirklich so, ne, wie sieht denn, sieht es denn marktseitig überhaupt aus oder sowas, das will man vielleicht nicht so wirklich zugeben oder sich da dann entsprechend erkundigen oder auch mal austauschen und das ist, glaube ich, auch so eine Herausforderung für jedes Unternehmen.
00:17:27: Speaker 1Ja, ich hab halt auch eine Erfahrung gemacht, wenn jetzt ein Unternehmen auf die Webseite schreibt, es macht etwas mit der additiven Fertigung, dann heißt es lange nicht, dass das Unternehmen damit auch erfolgreich ist oder dass der Drucker auch twentyfour Seven läuft. Also wenn man jetzt glaubt, der Wettbewerber steigt jetzt in das Thema mit ein und man hat selber die ein 2 Hürden gehabt, um überhaupt das eine Produkt oder die eine Serie auch so hinzubekommen, heißt das lange nicht, dass das jemand anders im 3D Druck auch einfach so macht. Also, Man muss immer genau nachfragen, wie weit ist derjenige schon, wie oft läuft der Drucker dort und welche Erfahrungen hat man dort gemacht.
00:18:04: Speaker 1Es wird einfach viel zu wenig darüber gesprochen. Dabei, wenn wir das jetzt so sehen, jetzt aus der Sicht von uns beiden, Dominik, jeder hat da im Endeffekt nahezu die gleichen Probleme. Man meint aber, man ist super speziell und das hat man dann nur alleine und niemand kann einem dort helfen. Deswegen finde ich es schon immer wichtig, den Kontakt natürlich, Zum Hersteller oder zum Händler auch zu haben und um Rat und um Hilfe zu fragen, weil der Händler oder der Hersteller natürlich auch immer eine ganz andere Sicht auf den Markt hat, ganz andere Sicht auf Anwendungen und dabei ist es nicht immer so, dass etwas super Kompliziertes vielleicht verändert werden muss.
00:18:45: Speaker 1Manchmal ist es was ganz Einfaches, etwas was man nicht gesehen hat, was man auf seiner Checkliste vielleicht glaubt zu tun, aber man macht es doch nicht.
00:18:53: Speaker 2Ja, gerade das Thema auch mit der Checkliste, also wir zum Beispiel auch bei der bei dem Übergang von der Kaufentscheidung bis hin zum Rollout, also wenn wir wirklich dann die Inbetriebnahme mit planen, was uns halt immer ganz wichtig ist, dass wir bei uns den Solution Manager direkt mit dazu packen, also bei jedem Projekt, einfach dass dort wirklich auch zum einen der Bedarf, bevor der Kauf die Kaufentscheidung getroffen ist, dass das erstmal klar ist, dass das Bauteil oder die Bauteile auch sinnvoll sind. Und dann aber auch, dass dieser reibungslose Prozess dann auch funktioniert.
00:19:24: Speaker 2Das haben wir bei uns gemerkt. Das hat extrem geholfen, um auch einfach einen Ansprechpartner face-to-face eben mit anzudocken an den Endkunden. Und dann sind sie auch ein bisschen offener dafür, auch mal manche Fragen zu stellen, wo man dann sagt: “Ah nee, ich will jetzt nicht unbedingt.” Beim Verkäufer oder beim Hersteller irgendwie mir die Blöße geben, sondern dass man da so eine Zwischenebene noch mal mit eingebaut hat. Das war für uns auf jeden Fall noch mal in den letzten Jahren sehr hilfreich, was ja auch dann noch mal für den Erfolg, für die für die Endkunden dann auch geholfen hat, weil weil nichts ist schlimmer, als wenn man dann irgendwie ein Investment hat und dann am Tagesende aber die Maschine nicht ausgelastet ist.
00:19:59: Speaker 2Die Auslastung ist natürlich auch immer wieder für jedes Unternehmen unterschiedlich, na ja, genauso wie eine Kleinserie ja immer anders definiert wird. Was wir halt sehen, Wenn man jetzt zum Beispiel so dieser klassische Fall im HP Universum. Da reden wir ja häufig auch von Kleinserien bis zu Serienfertigung und wenn halt dann doch oftmals das Thema Prototypenbau, was ja eine sehr starke, ein starker Vorteil von additiver Fertigung ist, ich kann mal schnell meine Prototypen zusammenbauen und drucken.
00:20:30: Speaker 2Was wir aber sehen ist, wenn man im Prototypenbau dann wieder aktiv ist, dann fragt man sehr schnell auch nach anderen Materialien und das ist auch so ein Fallstrick im Nachhinein, wo denn die Kunden vorher gar nicht, Genau raus granuliert haben, was brauche ich denn für ein richtiges Material und und an der Stelle sollte man sich das auch immer noch mal so ein bisschen, ja, als einen Punkt mitnehmen und sagen von wegen, wie viele Fälle hab ich denn überhaupt, die auf der Maschine laufen sollen, weil die Umrüstzeiten von dem Material gut, es sind vielleicht mal 3 Stunden, mal ist es ein Tag, et cetera, et cetera, das kann man mal machen.
00:21:04: Speaker 2Aber wenn man halt gerade eine Serienanlage, Immer wieder umrüsten möchte, dann sollte man eher über andere Geschäftsmodelle nachfragen. Also sich mehr Gedanken machen, sowas wie zum Beispiel eine große Anlage, die wirklich das eine, weiß nicht, TPU Material zum Beispiel als flexibles Material immer 24 7 produziert. Ich habe aber kleinere Lösungen, die genauso professionell sind oder annähernd genauso professionelle Teile liefern, wie zum Beispiel bei der Form Labs, ne. Das sehen wir immer ganz gut im Vergleich, wo man dann sagt, dann stellt man sich dazu halt ein oder 2 von den Fuse One zum Beispiel hin.
00:21:35: Speaker 2Und lässt dort Nylon 11 oder Nylon 12 laufen, weil man da einfach merkt, man kann da ein bisschen mehr produzieren. Und wenn man dann weiß, O. K., wir hätten jetzt wieder was, was richtig in die Serie gehen kann, wo der Prozess natürlich auch wiederholbar sein muss, also auch immer wieder wiederholbar sein muss, dass man dann schaut, was passt denn da am besten für sein Geschäftsmodell halt auch mit rein. Und das ist halt was, was man auch im Nachhinein natürlich noch mal noch mal genau prüfen sollte, Weil ein Drucker meistens klar, ich bin jetzt Fachhändler natürlich und bin bestrebt natürlich, dass viel gedruckt wird und mehr Maschinen natürlich da sind, aber auch aus der Sicht natürlich vom Maschinenbauer her, dieses wir brauchen halt natürlich auch einen entsprechende Landschaft, eine Drucklandschaft, die halt auch viele Optionen offen lassen, um damit auch wirklich verschiedene Serienteile fertigen zu können.
00:22:22: Speaker 1Ja, wir haben da einen Fall, dort wird sozusagen eine Maschine als den absoluten Daily Driver verwendet, Dort wird gedruckt ohne Ende, das läuft, die Anwendungen sind klar, die Kleinserien sind klar, das passt alles. Und dann gibt es noch einen weiteren Drucker auch auf dieser SLA-Basis oder DLP-Basis, so möchte ich es jetzt mal nennen. Ich möchte es keinen direkten Hersteller nennen, aber dort wird immer nur sukzessive darauf zurückgegriffen, immer wieder. Aber man hat sich diese Technologie angeschafft, weil das Problem, was damit gelöst wird, mit den Teilen, der Drucker läuft nicht,
00:22:59: Speaker 1Jeden Tag, er läuft vielleicht zweimal die Woche, ist so groß, dieses Problem, was damit gelöst wird, dass es sich lohnt, diese Technologie einzusetzen. Also, es geht nicht immer nur um Masse, sondern es geht auch, was steckt denn dahinter, wenn ich diese eine Problematik regelmäßig löse. Und das ist am Anfang gar nicht so einfach, das herauszukristallisieren, weil natürlich über unsere Branche an sich in der additiven Fertigung immer gesagt wird, große Teile, Sind das Beste, schnelle Teile sind das Beste, viele Teile ist das Beste.
00:23:30: Speaker 1Man weiß gar nicht, was ist denn für mich eigentlich so das Richtige und das weiß man zu Beginn, wenn man die Maschine kauft, weiß man es nicht zu 100%, Das kann man nicht herausfinden. Deswegen sag ich auch immer, man muss beobachten und es soll jemand anders immer noch ganz kurz drüber schauen, dass man sich auch selber sagt, bin ich überhaupt richtig oder bin ich zu tief in so einer Bubble drin. Weil wenn man aus so einer Bubble, Herauskommen will, braucht man immer jemand, der sich außerhalb dieser Bubble befindet und dann sagt, hast du vielleicht schon mal darüber nachgedacht oder über jenes nachgedacht oder rechne doch noch mal nach, das rechtfertigt sich absolut, so eine Maschine zu kaufen, auch wenn es nur wenige Anwendungen gibt, aber das Problem einfach gelöst ist.
00:24:14: Speaker 2Ja, definitiv, also gerade diese Problemlösung, das ist auch ein sehr, sehr wichtiger Punkt, Auch im Nachhinein, welche Probleme hat man wirklich gelöst? Kann man freie Kapazitäten freimachen für die Mitarbeiter, die vorher halt an den Maschinen waren oder lange Wartezeiten hatten? Sondern kann man produktiv sein? Das ist auch was, was wir halt auf jeden Fall sehen. Und was ich zum Beispiel auf der Formnext hatte, ich ein ganz, ganz interessantes Gespräch mit einem Kunden gehabt, der gesagt hatte, von wegen, wir haben eine entsprechende produzierende Anlage inhouse in Betrieb genommen.
00:24:48: Speaker 2Und wissen, dass dort halt eine Serie drauf läuft. Die fassen das System quasi gar nicht weiter an. Da werden auch gar keine anderen Sachen mehr mit produziert, sondern was sie gesagt haben, das steht soweit. Das ist auch alles soweit zertifiziert und mit CE-Siegel und alles drum und dran. Das funktioniert alles. Und jetzt kommt nämlich der Schritt, wo man sagt, jetzt wird parallel dazu. Eine zweite Fertigungsstraße aufgemacht und wo sie aber dann auch genau wieder gucken, an welchen Bereichen welche Teile werden darauf produziert, mit welchem Material. Und auch da wird dieser gesamte Lebenszyklus von vordefinierten Bauräumen bis hin zum fertigen Prozess, dass man wirklich ein finales Produkt drauf hat, eben noch mal mit nachkonzipiert.
00:25:28: Speaker 2Und das fand ich von der Idee her extrem lehrreich, auch für mich, Weil ich einfach mal noch mitbekommen habe, von wegen, es gibt halt einige Unternehmen und es wird immer mehr und immer mehr werden, die halt wirklich in einer Prozesskette denken und nicht nur, ich hab jetzt einen 3D-Drucker, jetzt kann ich prophylaktisch einen Haken an mein Unternehmen machen, wir sind innovativ, weil wir 3D-Druck haben, egal was das für ein System ist, sondern die halt wirklich sagen, nein, nein, wir betrachten das als Fertigungslösung und haben für den Prototypenbau halt.
00:25:58: Speaker 2Auch andere Systeme oder kompaktere Systeme oder andere Lösungen, um dann den Bedarf und das Problem zu lösen. Aber wenn wir wirklich in die additive Fertigung gehen und die Serie betrachten, gibt es halt einen fest definierten Prozess und der Prozess ist nicht. Ich hab ein Drucker, der druckt was, sondern es fängt halt schon an. Die Orientierung der Bauteile ist korrekt, das Nesting File ist korrekt hinterlegt im System. Man weiß, dass es auch immer wieder mit Timestamp und Prüf Prüfstäben halt mit integriert ist. Nachdem der Druck fertig ist, wird das auch ausgewertet, wird das zur Akte, zur digitalen Akte mitgelegt.
00:26:31: Speaker 2Man hat dann auch ein komplett definierten Postprozess von allen Arbeitsschritten, die drinne sind. Auch die Programme, die denn dort definiert sind beim Postprocessing, sind dann auch direkt hinterlegt, dass halt der Operator, Wirklich weiß, dort starte ich den Druckjob, dann wird ausgepackt über vielleicht auch eine Automatisierung, dann nimmt man das Endpulverprogramm, was halt wirklich dafür definiert worden ist, dann geht man den nächsten Schritt bis zum Beispiel zum chemischen Glätten, dass man halt Spritzguss, spritzgussähnliche Qualitäten raus hat und dann kann man das Ganze noch mal prüfen, immer exemplarisch prüfen und dann halt rausschicken und verbauen.
00:27:08: Speaker 2Und das ist halt eben wirklich so diese Gesamtprozesskette, Wo wir jetzt gerade so ein bisschen so ein Wandel auch erleben. Also ich sehe es halt sehr häufig, natürlich einfach aus den aus den Produkten, die wir auch anbieten, aber da merken wir zumindest halt auch so ein so ein Wandel da rein und und das vielleicht den ein oder anderen höher noch mal so ein bisschen mitgeben lassen, ne? Weil auch ich bin der Meinung, jede 3D Drucktechnologie hat auch einfach seine Daseinsberechtigung, genauso wie auch eine Spritzgussanlage wie eine CNC Fräse et cetera et cetera. Da sind halt alles nur Tools und Werkzeuge und.
00:27:39: Speaker 2Wenn man, man muss damit arbeiten, man muss mit diesen Werkzeugen und Tools arbeiten, dann bekommt man auch ein gutes Ergebnis und nicht wie der Sportwagen, der dann einmal im Jahr genutzt wird oder so, oder aber der Kombi, der eigentlich viel besser genutzt werden kann, tagtäglich mit der Familie. Also doofes Beispiel irgendwie, aber vielleicht transportiert es so ein bisschen den Gedanken dazu.
00:27:58: Speaker 1Ich versteh dich da vollkommen, weil wenn man das mit einer anderen Fertigungstechnologie vergleicht, angenommen ein Spritzguss, dann tut man doch ja auch ganz vieles dafür, dass, Die Zykluszeit so kurz wie möglich ist, dass ein Roboter diese Teile entnimmt. All die Dinge, die man in anderen bestehenden Technologien schon ganz oft einsetzt, werden im 3D-Druck manchmal ganz oft vergessen, weil man nur auf diese Technologie schaut und sich dann sagt: ‘Ja, was, was mach ich denn jetzt, wenn ich die Teile jetzt rausnehme?’ Also, man denkt in bestehenden Technologien schon in einem fertigen, fertigen Produkt oder in einer fertigen Lösung, dann.
00:28:34: Speaker 1Aber im 3D-Druck hat man so diesen Fokus immer auf eine Sache, weil die auch begeisternd ist. Davon muss man natürlich auch ein bisschen wegkommen und muss sagen, ich hab hier vorne, wo ich was reinpack und hinten muss was rauskommen und am besten eine 3D-gedruckte Lösung. Und damit das immer und immer und immer wieder gleich funktioniert, muss ich schauen, auf welche Kleinigkeiten ich entsprechend achten muss. Die Dinge, die du gerade eben angesprochen hast, ne, der Datensatz muss passen, die Ausrichtung muss passen, wo liegen die Bauteile im Bauraum, Passt die Nesting-Datei, wo werden die abgelegt, das sind viele Dinge, da ist man zu sehr in dem Punkt drin, dass man sich denkt, 3 D.
00:29:13: Speaker 1Druck ist cool, anstatt zu sagen, ich nehm es einfach als weiteres Werkzeug und wir machen da auch wieder das Beste daraus.
00:29:19: Speaker 2Genau, und noch ein kleiner kleiner Zusatz, der mir noch gerade einfällt, das Thema Arbeitsschutz, auch wie sieht denn der Prozess aus im Bezug auf Arbeitsschutz, ne, dass die Kollegen, die die Systeme bedienen, Auch wirklich ordentlich damit arbeiten, ne. Wir sind kommen halt aus dem Pulver Pulverbereich und kennen natürlich die ganzen Einwände und Zweifel, die da mit bei sind, Stäuberung und Explosion und weiß der Geier, was es da halt alles gibt und und da ist zum Beispiel auch was. Wir hatten auch einen Kunden in diesem Jahr, der hat sich aktiv zum Beispiel, obwohl es mehr gekostet hat, aber hat sich direkt aus dem Thema Arbeitsschutz für eine Automatic Unpacking Station von H.P., da gibt es so ein Modul, was quasi nach dem Druck dann entsprechend den Bauraum entpacken.
00:30:01: Speaker 2Kann zumindest hat man da Pulveranhaftung noch dran, aber zumindest ist so grundsätzlich erstmal entpulvert und dann würde es quasi in die nächsten Prozessschritte gehen. Und an sich braucht der Kunde das gar nicht für seine Teile. Weil das einfach so, so das komplette Optimum hätte man damit nicht erreicht. Aber der Kunde hat uns gesagt, er kauft das mit ein, einfach um seine Kollegen einen einfachen und arbeitsschutztechnisch besseren Prozess zu liefern und so als Nebensatz von wegen, man kann auch dann weniger Fehler machen.
00:30:32: Speaker 2Absolut, aber das fand ich total smart. Weil auch so eine Sachen, ne, da kann man so viele Sachen sich angucken, so viel technische Schulungen auch bekommen, auch vom Hersteller her oder so, ne, hintereinander weg. Aber genau das sind ja die Sachen, von wegen, warum denn der Kunde das oder sich dafür entschieden hat, im Nachhinein das zu erweitern. Weil er halt einfach sagt, von wegen, ich möchte auch meinem Team, meinen Kollegen, meiner Produktions, meinen Produktionskollegen halt wirklich was an die Hand geben, was halt so gut funktioniert und so einfach ist, wie man es halt aus den anderen Systemen halt her auch kennt.
00:31:07: Speaker 1Ja, ja, es ist halt immer die Frage, bin ich bereit, diesen Preis dafür zu bezahlen und dabei fragt man sich immer den Preis, was passiert, wenn ich es nicht bezahle, ne. So, dieser Opportunitätskosten-Gedanke, der dort mitspielt, weil das kennst du auch. Es ist immer die Frage, was kostet es dich, 3D-Druck oder die additive Fertigung nicht zu nutzen im Unternehmen und es cleverer wieder zu machen. Das ist so ein wichtiger Punkt, der immer wieder vorkommt. Lass uns mal ganz kurz noch auf den Punkt kommen, wenn wir sagen, 2 Dinge, was die meisten Anwender im Nachgang nach dem Invest, nach dem Druckerkauf.
00:31:46: Speaker 1Falsch machen und worauf man sie vorbereiten sollte. Ne, was, was denkst du, was sind so 2 Dinge aus deiner Sicht, die du mitgeben möchtest jetzt hier im Podcast?
00:31:59: Speaker 2Also auf jeden Fall würd ich den ersten Punkt auf jeden Fall sagen, dass sie wirklich auch Fehler machen sollen. Ne, also dass man wirklich auch mal Fehldrucke macht, auch mal das gleiche Bauteil ganz verschieden an verschiedene Stellen legen, mit der Orientierung ein bisschen rumspielen, um mal so die ersten ein, 2 Drucke auch mal versemmeln, sag ich jetzt mal. Das wär auf jeden Fall ein Punkt, um die Lernkurve hoch zu halten. Und der zweite Punkt ist halt wirklich auch im Team Bauteile zu diskutieren, die auf dieser Maschine laufen können.
00:32:29: Speaker 2Das ist so, also wirklich dann noch mal zu gucken, von wegen sei es ein Jour Fixe, wenigstens einmal im Monat, wo man dann sagt, guck mal, wir haben den und den Anwendungsfall. Vielleicht macht es ja Sinn, dort auch 3D-Druck einzusetzen und vielleicht auch nicht jedes Mal verschiedene Komponenten aus verschiedenen Materialien herzustellen, sondern eben mit dem Material oder mit den 2 Materialien, mit denen man halt für die man sich halt entschieden hat, wo man die größte Schnittmenge gesehen hat, zu sagen, wie kann ich daraus dann halt eine Baugruppe wirklich entstehen lassen, wo wir vielleicht 80-90%, Prozent von Zuliefererthemen vielleicht auch reduzieren können, weil dann bekommt man halt viel mehr Agilität, viel mehr Akzeptanz auch im Unternehmen dafür, weil nichts ist schlimmer, wenn die Anlage dort steht, man hat ein Investment von mehreren 10€ zum Beispiel und dann die Kollegen langlaufen und sagen von wegen, ach jetzt steht das schon wieder da, da passiert nichts.
00:33:19: Speaker 1Ja, ja, ja und das ist ja im Endeffekt ja auch das Schlimme, weil man dann abgelehnt wird von den Kollegen, weil es so dargestellt ist, wie der checkt das da, glaub ich, nicht mit dem Drucker. Und dann ist es für einen auch selber immer ganz schlimm, da weil, wie du gerade gesagt hast, es ist wichtig, am Anfang auch was ausprobieren. Und ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich kenn wenige C.N.C. Maschinen, die von vom Aufstellen an sofort perfekt gelaufen sind, ne. Und wo da auch auch nicht mal irgendwie ein Fräser abgerissen wurde oder in den in den Staub, in den Schraubstock reingefräst wurde.
00:33:52: Speaker 1Also man muss da ein bisschen aufpassen, man, Man glaubt, dass es im 3 D. Druck immer ganz schnell ganz einfach geht, aber man muss schon auch aufpassen, wie du sagtest, und auch diese, dieser Teamgedanke, wichtiger, wie absolut wichtiger Punkt, da kann ich absolut anknüpfen, denn der eine aus dem Team hat vielleicht noch mal eine andere Überzeugung oder andere Gedanken zum Thema 3 D. Druck, dass man sich auch gegenseitig die eine oder andere mentale Blockade auch nimmt, dass man sagt, du glaubst jetzt zwar, dass es nicht funktioniert, aber wir sind die Punkte durchgegangen,
00:34:24: Speaker 1Wir haben auf alles geachtet, was soll denn da schief gehen und meistens klappt es dann auch, dass man diese diesen Weg dann auch gehen muss, um sich selber zu beweisen, dass das funktioniert ja, indem man auch den Kollegen hat, der da noch mit drüber schaut. Und ein wichtiger Punkt, den ich vielleicht noch hab, ist das eigene Ego. Man vergleicht die Technologie ganz schnell mit anderen Technologien, vom Fortschritt her, von der Lernkurve her, von den einzelnen Schritten, wo man vielleicht eher, Noch mal ein Stück weit die Schulbank drücken sollte, bevor man jetzt raus an die Tafel geht und sagt, man kann von Beginn an die erste Rechenaufgabe gleich lösen.
00:35:02: Speaker 1Also beobachten und zuschauen und Dinge vielleicht hinterfragen, ist wichtiger, anstatt zu sagen: ‘So, jetzt mach ich das, wird schon irgendwie klappen.’ Und wenn die Software 3 Fehlermeldungen gleich schon anzeigt, dass man sich denkt, ja, ich weiß das besser. Ja, was ist denn so dein Fazit jetzt, Wenn es darum geht, jetzt haben wir die 2 Punkte angesprochen, zum Schluss, wo du sagst, das ist der eine Punkt.
00:35:31: Speaker 2Also vom genau der eine Punkt, den ich wirklich sehe, ist dass wir halt je nachdem welche Technologie man einsetzt, liegt es halt nicht meistens oder liegt es eigentlich nicht an der Technologie, dass die irgendwie, dass die nicht funktioniert, sondern dass man wirklich sagt, von wegen die Person, das Team, die das halt entsprechend bedienen, Die müssen sich halt auch daran tasten, die müssen noch mal gucken, wie der Werkstoff funktioniert, wie die Technologie dann funktioniert und halt nicht nur die Technologie, sondern der Prozess auch wirklich vom, sei es vom Scanning, von der Druckvorbereitung bis zum Druck, bis zur Nachbereitung, bis zum finalen Bauteil, das halt damit wirklich auf dieser kompletten Breite sich dann halt im Team ausgetauscht wird.
00:36:13: Speaker 2Das ist, glaube ich, auch so ein bisschen die Quintessenz jetzt in der in dem heutigen. Heutigen Thema irgendwie, dass man halt wirklich auch diese Akzeptanz hat, von wegen ja, das Team wird involviert und es gibt nicht nur diesen einen, der den Hut auf hat, sondern wirklich, dass man sich da auch gut austauscht, um einfach bessere, innovative, also besser ist ja auch ein bisschen schwierig, aber zumindest innovativere Produkte herzuleiten, die dann vielleicht sogar mal wieder dezentral besser oder einer höheren Stückzahl produziert werden können und dass man halt nicht so lange warten muss, bis dann irgendein Ersatzteil dann zugeliefert worden ist.
00:36:44: Speaker 2Und dass man sich grundsätzlich mit dem ganzen Thema da auseinandersetzt im Team und das einfach mal diskutiert und dass man dafür auch Raum schafft, darüber zu sprechen.
00:36:51: Speaker 1Ja genau, ein sicheren Rahmen schaffen für die Personen, die daran arbeiten, das ist so, so auch das, was ich, was ich immer wieder natürlich nach außen bringen möchte, dass man sagt, da ist auch der Faktor Mensch eine ganz wichtige Rolle, weil er bedient die Technologie, er denkt darüber nach, der Faktor Mensch hat auch das Problem und hat das Problem analysiert, dass er gerne etwas anders machen möchte, dass da.
00:37:15: Speaker 1Sozusagen eine Veränderung mit herbeigeführt wird.
00:37:18: Speaker 2Und die große, die große Stärke, die ich ja daran sehe, wenn wir jetzt mal an die Unternehmen oder jeder, jeder Unternehmer, der jetzt hier zuhört, die ich mal so ein bisschen auch mit auf den Weg gehen möchte, was sie wahrscheinlich auch alle wissen, aber wir haben ja aktuell das Thema auch mit diesem Fachkräftemangel und ich glaube auch, dass viele Fachkräfte sich natürlich in den aktuellen Zeiten überlegen, wo gehe ich als nächstes hin, wie viel Innovationskraft habe ich denn im Unternehmen. Innovation, Heißt nicht nur, ich habe jetzt einen 3D-Drucker im Unternehmen, sondern Innovation und Perspektive seinem Team mitzugeben, heißt halt auch, sich aktiv mit einzubringen in verschiedene Prozessketten.
00:37:54: Speaker 2Und ich bin davon überzeugt, wenn man das halt aktiv mitbekommt oder einfach die Leute mit dazu nimmt, dann brauchen die auch jetzt keine Angst haben, dass durch 3D-Drucktechnologie. Irgendwie andere Bereiche abgeschnitten werden, sondern dass man sich aktiv einbringen kann, dass man auch was bewegen kann im Unternehmen und dadurch wächst ja auch der Wert, die Wertschöpfungskette, die wir ja alle als produzierende Unternehmen im Auge haben, im Unternehmen noch deutlich mehr.
00:38:20: Speaker 1Seh ich auch so, also wirklich jeden Kunden, den wir jetzt bereits beraten haben zum Thema 3 D. Druck, hat auch wenn, Es soweit gekommen ist, dass ein Prozess so gut gelaufen ist, dass man sagt, dort wird eine Person anderweitig eingesetzt, dann hat die Person immer gesagt, er es fand, sie fand es cool, dass sie bei dem Projekt dabei sein durfte und dass sie jetzt neue Aufgaben bekommt und das jetzt dazu beiträgt. Also es ist nie jemand wegrationalisiert worden, es ist nie ein an ein Arbeitsplatz komplett weggefallen, sondern es ist eher, dass.
00:38:57: Speaker 1Der auf der der Auftrag, der an diesem Arbeitsplatz gemacht worden ist, noch schneller vonstatten gegangen ist, dass die Teile schneller beim Kunden waren. Es hat so viele Vorteile, aber davor haben ganz viele einfach Angst, weil sie sagen, da kommt mir was entgegen, was ich vielleicht nicht händeln kann. Aber es lässt sich ganz toll bändigen, wenn man weiß, in welche Richtung man gehen möchte und welche Wege man gehen kann. Da vielleicht noch ganz kurz zum Schluss drauf, weil man kann mit 3D Druck die Vergangenheit, Angehen oder auch die Zukunft angehen, die Zukunft ist mehr so das Thema Innovation, Kleinserien, Bauteile, die vielleicht ein besonderes Design haben mit all den Vorteilen.
00:39:38: Speaker 1Oder man guckt eher in die Vergangenheit und sagt, was möchte ich denn in Zukunft gar nicht mehr tolerieren? Was sind denn Probleme, die ich habe, die ich jetzt sofort lösen möchte? Wo aber dieses Thema additive Konstruktion vielleicht gar nicht so sehr wichtig ist, sondern es geht einfach darum, ein Problem zu lösen und dann muss man immer gucken. In welche Richtung tendiert man dort, um zu schauen, wie setzt ich es am besten ein.
00:40:01: Speaker 2Ja, seh ich auch so. Ja, genau,
00:40:04: Speaker 1Dominik, wie können die Leute mit dir Kontakt aufnehmen, wenn sie jetzt sagen, sie sie würden gerne wissen. Was nach dem nach dem Kauf eines 3D-Druckers bei dir funktioniert, ne?
00:40:15: Speaker 2Ich glaub, der einfachste Weg ist bei LinkedIn, muss ich ganz ehrlich sagen. LinkedIn bin ich relativ aktiv, würd ich mal schon sagen, und, Schick mir einfach eine eine Nachricht und und schick mir eine Sprachnachricht oder sowas. Alles gar kein Problem, da könnt ihr mit mir auf jeden Fall austauschen. Das ist der direkteste Weg, muss man ganz ehrlich sagen. Sonst der zweite Weg ist natürlich über Druckerfachmann.de oder Ihre minus additive minus fertigung.de, was ja unsere Plattform ist, unsere Wissensplattform für den gesamten Bereich additiver Fertigung anhand unserer Wertschöpfungskette, die wir natürlich anbieten können.
00:40:50: Speaker 2Und auch an der Stelle vielleicht noch mal so ein kleiner Aufruf für die Leute, Die sich noch ein bisschen nicht ganz einig sind, ob sie umsetzen wollen oder nicht. Wir haben auf der ihreadditivefertigung.de auf der Seite auch einen kleinen Leitfaden über mehrere Wochen. Das ist so eine Art E-Mail, die dann alle 23 Tage dann ins Postfach kommt, wo wir einfach mal so ein bisschen so die Ideen und die Impulse, Euch mitgeben wollen, wenn man halt additiv denken möchte, wenn man eine eigene Prozesskette auch bei sich etablieren will. Also jetzt nicht nur ein 3D Drucker anschaffen, sondern wirklich diese digitale Prozesskette bei sich etablieren möchte, dann kann man sich da einfach über die E-Mail-Adresse registrieren und wird dann halt so die nächsten ein, 2 Monate läuft das über den Zeitraum mal so ein bisschen mit Informationen befüllt.
00:41:34: Speaker 2Was ich relativ gut finde und was jetzt auch so ein bisschen als O-Ton gespiegelt war, Wir haben die ein oder andere Checkliste auch mit drinne, wo man dann zum Beispiel so eine Analyse mal ganz, ganz pro forma machen kann, was hab ich denn für Bauteile aktuell, was gibt es da vielleicht für Herausforderungen, wie bewert ich die denn überhaupt, dass die 3 3D Druck zum Beispiel druckbar sind. Also wer ist, welche Teile sind denn zum Beispiel geeignet dafür? So eine Sachen findet man dort dann auch in diesem, in diesem Leitfaden.
00:42:04: Speaker 1Genau, O. K., also für all die, die sagen, ich möcht Informationen, ich möcht mich da mal, Da reinlesen. Ich möchte es einfach mal, einfach mal mit keiner Person sprechen, sondern ich möchte erstmal gucken, was geht denn da, um sich dann im Endeffekt danach zu melden. Hab ich das so richtig verstanden?
00:42:19: Speaker 2Genau, genau,
00:42:20: Speaker 1Perfekt, O.
00:42:22: Speaker 2K., O. K., also wirklich einfach nur mal ein bisschen konsumieren und kostenfrei ist das Ganze auch natürlich und dass man so ein bisschen, ja, so eine Basis, eine Basisinformation bekommt. Wir gehen da auch jetzt nicht rein, welche Technologie ist für euch jetzt am sinnvollsten oder das ist jetzt irgendwie Filament und das ist jetzt Pulver oder so, sondern wirklich auf einer anderen Ebene wird das Ganze da mal so ein bisschen bisschen beleuchtet und wer dazu Lust hat, genau, einfach mal dazu anmelden, sich das mal anhorchen und vielleicht wird man ja noch mal ein bisschen schlauer.
00:42:53: Speaker 1Absolut, ich glaub, da steckt einiges an Informationen noch dabei, wo der ein oder andere noch sagen kann, darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht und man, man, Man gibt einem so einen so einen Input von außen, damit man so seinen Horizont noch ein Stück weit erweitern kann, was ja vor allem in unserer Branche super wichtig ist. Wir werden auf jeden Fall all die Punkte, die du gerade eben gesagt gesagt hast, wie man mit dir Kontakt aufnimmt, auch den Leitfaden mit dem Hinweis zu den zu den Checklisten entsprechend auch in den Shownotes entsprechend verlinken.
00:43:27: Speaker 1Also dort kann man dann draufklicken und man findet dann all die Informationen. Dominik, Es hat Spaß gemacht,
00:43:34: Speaker 2Für mich auch, wie immer. Wie siehst du das? Wir sollten,
00:43:37: Speaker 1Wir sollten demnächst wieder ein ein Telefonat führen, damit damit eine nächste Podcast Talk Variante dann wieder entsteht. Ich glaub, das ist immer ein guter,
00:43:47: Speaker 2Ein guter Ansatz. Seh ich genauso, Johannes, machen wir auf jeden Fall, ne? Und Und ich hoffe auch, dass die Hörer was mitnehmen konnten, ein paar Gedanken mitnehmen konnten und sich vielleicht auch mal kritisch so ein bisschen hinterfragen. Und, Danke Johannes, dass ich dabei sein durfte und ich wünsche auf jeden Fall allen Hörern noch einen schönen Tag und alles Gute auf dem Weg, wo sie gerade sind und dass sie konsumieren. Ja, absolut. Also dann würde ich sagen,
00:44:11: Speaker 1Bis zur nächsten Podcastfolge.