Der 3D-Druck Podcast von Johannes Lutz
2022-11-21: 2022-11-21 00:00:05Willkommen zum 3D-Druck Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal ob Sie neu mit der additiven Fertigung und 3D-Druck beginnen oder ob Sie erfahrener Anwender sind oder sogar 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast-Folge, Weil die Podcast-Folge den Titel trägt, warum 3D-Druck bei vielen Anwendungen absolut sinnlos ist. 00:00:41Das ist eine sehr spannende Folge in der Hinsicht, dass man immer wieder versucht, mit aller Gewalt die additive Fertigung für die Lösung eines Problems zu nutzen und dabei gehen Unternehmen ganz oft auch Wege. Da muss ich Ihnen sagen, die Wege sind vielleicht auch unergründlich und man weiß nach, So einem langen Weg, wo man nach Anwendungen gesucht hat, wie viel man doch doch ausprobiert hat, wie viel man kalkuliert hat und Material verbraucht hat, wissen die Unternehmen manchmal auch gar nicht mehr, warum sie das eigentlich machen, warum sie dafür angetreten sind und dass sie eigentlich viel früher erkennen sollten, dass das für den Anwendungsfall und für den Zweck, was sie sich in den Kopf gesetzt haben, vielleicht nicht das Ganze Richtige ist. 00:01:29Und man hält dann so lange an der Sache fest, Dass man mit beiden Händen so davon, ich sag mal, überzeugt ist und man greift sozusagen die ganze Zeit nach dieser Lösung, die man gerne erarbeiten möchte, dass man gar keine Hand frei hat und gar nicht durchschnaufen kann, um seine Situation mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich vielleicht auch einzugestehen, dass es ein Fehler war, Solange doch dran zu bleiben, dass man es vielleicht mit einer anderen Technologie hätte besser machen können. 00:02:03Es wurde früher, wo die additive Fertigung noch gar nicht so stark verbreitet war, viel eher gemacht. Dort heißt es, wir kommen mit dem mit dem Fräsen dieser Bauteile nicht weiter. Vielleicht müssen wir daraus einfach eine Blechkonstruktion machen. Vielleicht wechselt man die Technologie und vor allem bei einem bestehenden Bauteil oder, Dann macht man das Bauteil aus Spritzguss oder mit einer mit einer entsprechenden Technologie, dass man Metall abgießt, in dem Bereich, egal ob es Aluminium oder oder Stahl ist. 00:02:39Man ist dort sozusagen viel breiter gewesen in seinem Handeln und viel offener dafür, eine Lösung zu finden. Dadurch, dass man aber im 3D-Druck ganz oft signalisiert bekommt, es funktioniert ja alles, wir drucken Raketenanwendungen. Alienartige Bauteile, bionische Bauteile, Bauteile, die so wenig wiegen, dass man sie vielleicht gar nicht mehr auf der Hand spürt und davor man vielleicht 500 Gramm in der Hand hatte bei dem Bauteil, dass man denkt, man kann mit dieser Technologie wirklich alles machen und diese Technologie ist so innovativ, dass man diesen Effekt dieser Technologie und dieser Innovation gleich überträgt mit, weil diese Technologie 3D-Druck. 00:03:25Additive Fertigung in dem Produkt mit drinnen ist oder in dem Fahrzeug mit drin ist oder wo auch immer drin ist, was sie produzieren oder was sie verkaufen, dass es dann auf einmal richtig cool ist, dass es dann jeder haben möchte und dass das Innovation verkörpert. Aber Innovation kann auch einfach was sein, indem man bestehende Fertigungstechnologie nutzt und vielleicht ein bisschen cleverer vorgeht. Also, Man glaubt, dass man in der additiven Fertigung immer einen ganz weiten Weg hat, dass es immer ganz schwer ist, dass es sehr kompliziert ist, dass man da viel forschen muss, bis man schlussendlich Innovationen zustande bekommt. 00:04:07Aber das kann auch ganz einfach sein und man darf sozusagen den Grad der Innovation und auch den Grad der Leistung, den man, die man erbringt, oder die die Wertentwicklung, die dadurch zustande kommt, darf man nicht gleichsetzen mit, Dass man hart dafür gearbeitet hat oder dass man hart dafür arbeiten muss oder dass die Leistung auch der Zeit gleich steht in Form von einer linearen, einer grafischen Gegenüberstellung, dass man meint, weil ich so und so viel Zeit investiert hab, muss auch in dem Fall vielleicht weniger oder mehr Innovation dabei rauskommen. 00:04:55Denn, Das wird ganz oft so gesehen. Da muss man ganz stark aufpassen und ich, ich kenn die Gespräche aus der Vergangenheit. Da heißt es: ’Wissen Sie, wir haben einfach so lange gesucht, bis wir dann in etwa irgendein kleines Bauteil in dieser Anlage, in diesem Fahrzeug, in dieser Baugruppe, in diesem Bauteil gefunden haben, was wir irgendwie noch mit 3D Druck hinbekommen haben. Hauptsache, es ist 3D Druck drin und wir fertigen das jetzt. Mal schauen, wie lang wir es fertigen, aber die Geschäftsleitung wollte es unbedingt. 00:05:29Sie sehen, woran es doch tagt und ich gebe Ihnen einfaches Beispiel. Wenn Sie auf Ihrer Couch sitzen und Sie sich einen Film einschalten, egal ob Amazon Prime, Netflix, Disney oder oder was auch immer, und der Film ist nicht so gut, wie Sie gedacht haben, dann zwingen Sie sich doch auch oft nicht dazu, den Film jetzt bis zum Ende anzugucken. Obwohl es so schlecht ist, dass sie sich denken, ja in der Zeit könnte ich eigentlich was anderes machen oder sie könnten schon längst den nächsten Film starten. 00:06:03Das ist auch ganz oft im Kino so, dass das hab ich auch schon oft gemacht, wenn der Kinofilm einfach schlecht war und man hat auch Geld dafür bezahlt, dann heißt es nicht, dass man dort bis zum Ende drin sitzen muss, sondern man kann dort natürlich den Kinofilm auch verlassen. In dem Fall, die Zeit ist mir persönlich doch zu schade und es ist in dem Fall, Sind es die Kosten, die Sie haben, die wo Sie jetzt glauben, Sie müssen das ganze Projekt durchziehen. Aber auf der anderen Seite entstehen noch viel mehr Kosten, weil Sie Ihren Blick nicht weit genug hatten, um die wirklich tatsächlichen Probleme im Unternehmen entsprechend mit dieser Technologie zu lösen. 00:06:45Und da gibt es so viele Beispiele, dass ich selbst ganz oft auch in der Beratung einfach nachfrage. Gibt es überhaupt ein Problem bei dieser Anwendung, das man mit additiver Fertigung lösen muss? Woran macht man fest überhaupt, dass man das als Problem sieht? Und ganz oft kommt dann dabei raus, das ist eigentlich gar kein Problem. Man möchte nur mit dieser additiven Fertigung dort cool etwas erzeugen und das ist ganz gefährlich, denn das kostet im Unternehmen Geld, das kostet im Unternehmen Zeit und es kostet. 00:07:23Zum Teil auch Innovationskraft, ne? Und eigentlich sollte 3D-Druck Geld und Zeit bringen und die Innovationskraft ganz deutlich auch stärken. Und dabei hat man meistens auch immer den Blick auf ganz abgefahrene Anwendungen, dass man in Bauteilen, in Baugruppen, in einem Fahrzeug entsprechend Bauteile sucht, wo man sagt, da können wir jetzt noch Gewicht sparen, da können wir ein anderes Material einsetzen. Es ist auch. 00:07:54Oft so, dass das Ganze auch so funktioniert. Doch wenn man lange sucht und viel hin und her rechnet und man immer noch versucht, mit aller Gewalt diese Technologie in seine Produkte reinzubringen, dann ist es der falsche Weg. Wenn man dort ganz knapp kalkuliert und man immer noch daran festhält, dass 3D-Druck doch ja funktionieren muss, weil es die anderen auch gesagt haben, Wenn man Anwendungen gesehen hat. Und eine Sache vorweg: Die Anwendungen, die Sie online sehen, die Anwendungen, die Sie auf der Messe sehen, die Anwendungen, die Sie in Zeitschriften sehen. 00:08:29Sie sehen dort nur die Dinge, die gut gelaufen sind. Das ist Es ist wie auf Instagram, dass Sie von den Leuten nur das sehen, was positiv an diesem einen Tag oder in dieser einen Woche an passiert ist, in Form von Bildern oder in Form von Bewegtbild, also solchen Reels oder solchen Stories. Und das ist ähnlich auch in der additiven Fertigung, weil wenn Sie darauf mal schauen, Sie wissen nicht, wie oft ist das Bauteil gedruckt worden. Wie lang haben die an diesem Bauteil rumgedoktert, dass das Ganze funktioniert? 00:09:00Also, versuchen Sie die Geschichte hinter dieser Geschichte, die erzählt wird, entsprechend zu erkennen und auch die Wahrheit herauszufinden. Denn wir in der Beratung, ich hab kein Problem damit, Ihnen direkt die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, weil Sie sind ja eher danach enttäuscht, Wenn ich sie auf eine Reise schicke und es funktioniert danach ja nicht. Und sie werden sich immer danach auch erinnern, dass sie vielleicht auch, wenn sie es nicht glauben wollten und sie dieser Täuschung immer noch glauben, dass dass wenn sie enttäuscht sind, dass sie sich immer noch daran zurückerinnern und sagen: ’Mensch, ich hatte damals dieses Gespräch, keine Ahnung, auf der Messe bei einem Telefonat in einem Videogespräch oder in einer Kolumne, was sie gelesen haben. 00:09:40Ich hab es nicht geglaubt, aber jetzt verstehe ich das Ganze viel besser.’, Und darauf sollte man eigentlich viel eher hindeuten. Ich sag nicht, dass die Hersteller einen schlechten Job machen. Die machen einen traumhaften Job mit mit ihren Maschinen, mit ihren Materialien, et cetera, aber es wird falsch kommuniziert und der, Gedanke wird eher noch gehegt, in eine falsche Richtung zu laufen, anstatt die wirklichen Thematiken anzugehen. Und Sie glauben jetzt zwar, dass im 3D-Druck man ja diese oftlich oft offensichtlichen Themen angehen muss, weil es die anderen auch machen. 00:10:18Aber ganz offen muss ich Ihnen sagen, es sind die Anwendungen und die Probleme, die Sie vielleicht noch gar nicht kennen, weil Sie das immer noch tolerieren in Ihrem Unternehmen. In ihrer Abteilung, in ihrer Anwendung, in ihrem täglichen Tun, vielleicht in der Fertigung, in der Entwicklung. Diese Dinge gilt es eigentlich, dass doch jemand drauf schaut und sagt: ‘Das könnt ihr anders machen.’ und Ihnen vor allem die richtigen Fragen stellt, damit es Spaß macht, die Probleme auch zu lösen und Sie das auch selbst erkennen und danach auch sagen: ’Jetzt hab ich es verstanden. 00:10:54Jetzt weiß ich, was zu tun ist und Sie kennen das, wenn man von etwas überzeugt ist auf einmal, weil man so eine mentale Blockade genommen bekommen hat, dass man sich zurücklehnt und sagt: ‘Hm, jetzt macht das Ganze erst so richtig Sinn.’ Und dann hat man ganz anderen Blick darauf. Und dann muss ich Sie leider wieder an den Punkt bringen, dass man dort nicht überdreht und versucht dann wieder ganz viele Dinge gleichzeitig zu machen, wie dieses 3D-Druck-Aheda. 00:11:25Wie dieses 3D-Druck-ADHS, dass man versucht, 1000 Baustellen aufzumachen, mehrere Materialien zu testen und zum Schluss, was hat man gemacht? Man hat zwar viel gemacht, aber es hat wieder nicht viel gebracht und es geht bei 3D-Druck schlussendlich darum, dass Sie Zeit und Geld sparen und die Innovationskraft steigern. Die ersten beiden Dinge, die können Sie vorne wie rückwärts, zuvor wie rückwärts messen. Innovationskraft lässt sich nur über einen bestimmten Zeitraum auch messen, Wenn man noch die Komponente der Kunden noch mit dazu nimmt und schaut, ob die dort einen Mehrwert daraus generieren konnten und das sollte eigentlich das Ziel sein, dahinter nicht irgendwelche Anwendungen umzusetzen und man daran ewig festhält, sondern die Anwendungen zu machen, wo sie sagen, das schaffen sie locker, das ist easy. 00:12:15Das sind meistens auch nur ein paar Stück, die schon mal einen riesen Effekt im Unternehmen ausmachen. Und die gilt es im Endeffekt in der Potenzialanalyse bei Ihnen vor Ort zu finden. Das funktioniert ganz einfach, Sie brauchen nur jemand, der Sie dort begleitet, der Ihre Situation versteht und der Sie dort auch an die Hand nimmt, wenn man das so sagen darf, und Sie durch die vielleicht etwas schwierige Zeit mal durch begleitet, weil Sie jemand haben, der den Weg kennt. Und das soll sozusagen der Aufruf dafür sein, dass wenn Sie sich dort wiedererkannt haben, 00:12:51Dass Sie zu uns ins kostenfreie Erstgespräch kommen, sich sich die Sache mal annehmen, den Weg, den wir aufzeigen, mal genau anschauen und dann können Sie vollkommen selber entscheiden, ob Sie den Weg vielleicht alleine gehen oder ob wir das zum Schluss dann auch gemeinsam schaffen. Also, in diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viel Spaß beim Suchen von Anwendungen an den Stellen, wo Sie vielleicht noch nicht gesucht haben und ansonsten sehen wir uns oder hören uns. Entsprechend bei der nächsten Podcast-Folge. 00:13:23Bis dann.