#187 5 Hebel für noch bessere additive Konstruktion

Shownotes

Geht es um die additive Konstruktion, so kennt man viele Beispiele aus Anwenderberichten, von Messen und Zeitschriften. Bauteile selbst zu konstruieren, fällt einem dann doch wieder schwer, weil man nicht weiß wo der nächste Klick im CAD sein muss, um ans Ziel zu kommen. Keine Sorge, in dieser 3D-Druck Podcast Folge gebe ich Ihnen ein paar Tipps mit an die Hand.

Weitere Links

Feedback

Ich freue mich immer über Feedback. Sie sind anderer Meinung, haben eine Frage oder wünschen sich ein Thema? Schreiben Sie mir eine E-Mail an: info@3dindustrie.de

Meine Bitte an Sie:

Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, hinterlassen Sie bitte eine 5-Sterne-Bewertung, ein Feedback auf iTunes und abonnieren Sie diesen Podcast. Maximale Zeitinvestition ein bis zwei Minuten.

Dadurch helfen Sie uns den Podcast immer weiter zu verbessern und die Inhalte zu liefern, die Sie sich wünschen. Es lohnt sich.

Herzlichen Dank

Transkript anzeigen

2022-06-06: 2022-06-06 Willkommen zum 3D Druck Podcast, dem Technologie Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D Druck geht. Egal ob Sie neu mit der additiven Fertigung und mit 3D Druck beginnen oder beginnen wollen, ob Sie erfahrener Anwender sind, vielleicht auch 3D Druck Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es geht immer darum, ob Sie Ihren 3D Drucker im Griff haben oder ob der 3D Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und ich freue mich auf diese Podcast, Folge, weil diese Podcastfolge den Titel trägt: 5 Hebel für noch bessere additive Konstruktion. Ne, das Thema Design for Additive Manufacturing, dieses additive Denken, das begleitet mittlerweile schon sehr viele Unternehmen, viele, die auch an dem Punkt sind, wo es heißt: ‘Ja, beschäftige dich mal mit der additiven Denkweise, die sagen, für was brauche ich das denn?’ Die sind im Endeffekt noch nicht so weit, Um diesen Punkt dann auch herauszusehen, dass das ein Game Changer, wie man so sagen darf, sein kann, dass es ganze Anwendungen verändert, dass es ganze Funktionen von Bauteilen auch verändern kann. Also, ich glaub, derjenige, der den Podcast jetzt schon eine Weile hört und sich viele andere Podcast-Folgen angehört hat, der weiß ganz genau, was dort für ein Riesenpotenzial dahintersteckt. Und natürlich auch, was es einem kostet, wenn man es nicht tut. Jetzt denkt natürlich jeder, wenn es heißt, 5 Hebel für bessere additive Konstruktion, dann denkt man sofort, welche Software nutzen wir jetzt, ist da künstliche Intelligenz im Hintergrund und gibt es da irgendein geheimes Tool, gibt es da bestimmte Klicks im C.A.D. Und in der Software, die, Vielleicht verborgen geblieben sind, gibt es einen Expert Modus in den in der Software, die die vielleicht ganz, der ganz verschachtelt ist, oder gibt es einen Trick, wie alles auf einmal ganz besonders einfach geht? Und ich muss Ihnen sagen, nee, gibt es nicht. Es gibt zwar sehr, sehr gute Software draußen auf dem Markt und auch sehr gute Angebote und Konzepte, diese Software zu nutzen. Da machen die Hersteller gerade einen richtig guten Sprung. Aus meiner persönlichen Sicht, dass den Mitarbeitern hilft. Aber im Grunde genommen ist es so, wenn sie additive Fertigung richtig von der Pike an können möchten, ne, von Beginn an, dass dass man einfach vielleicht auch gar keine Software braucht. Das ist immer das Beste, keine spezielle Software in dem Sinne, dann ist es der Punkt, womit sie immer noch am weitesten kommen und am schnellsten vorankommen, ne. Und ich veröffentliche jetzt auch hier ein paar Tipps, weil ich Ihnen sagen kann, das wird ganz oft einfach nicht umgesetzt. Also, die ganze Welt der der additiven Fertigung ist voll mit Möglichkeiten, mit Tipps, mit Anleitungen, mit Wegen, mit Schritt-für-Schritt-Vorgaben, et cetera. Nur es wird halt nicht umgesetzt, weil man meint, es immer noch besser zu wissen und von dem her bin ich ganz offen und gebe Ihnen diese 5 Hebel hier auch mit, weil es im Podcast jetzt hier durchaus vielleicht den einen oder anderen gibt, der sagt, Gut, jetzt setz ich um, jetzt mach ich was und den ein oder anderen, der sagt, das ist ganz gut, hier neues Wissen aufzunehmen, aber vielleicht möchte man das gar nicht umsetzen, vielleicht passt es auch gar nicht zur jeweiligen Situation jetzt gerade, aber man weiß es, dass man diese Podcastfolge vielleicht später noch mal anhört oder entsprechend an einen Kollegen weiter schickt, der vielleicht gerade eben mit diesem Thema zu kämpfen hat und sich denkt, was nutz ich jetzt für Software, man ist völlig überfordert, Additive Konstruktion, die Bauteile sehen so komisch aus, so alienhaft. Man weiß gar nicht, wie man an diese Bauteile herankommt, aber jeder sagt zum Schluss immer, ein Bauteil muss genauso ausschauen. Übrigens, noch ein wichtiger Tipp von mir, wenn Sie Bauteile auf der Messe sehen, wenn Sie Bauteile in Fachzeitschriften sehen oder online in bestimmten Newsportalen, dann heißt das nicht, dass, Sie die Anwendung für dieses Bauteil komplett verstanden haben. Das ist eine, wenn nicht alle Informationen dabei sind und das andere ist, nur weil das Bauteil so konstruiert ist, heißt es lange nicht, dass die Konstruktion auch so geklappt hat und natürlich, wie viel Versuche man gebraucht hat, um an diesen Punkt hinzukommen. Also ganz oft wird der Weg als sehr einfach dargestellt, wenn der Weg von Ist-Zustand zu Soll-Zustand natürlich überhaupt aufgezeigt wird. Das ist nämlich so ein ganz großer Knackpunkt. Also zu diesen 5 Punkts, ne, der erste Punkt ist, wenn Sie additiv konstruieren wollen, ganz zu Beginn, dann lassen Sie einfach das Thema Software mal weg. Machen Sie Ihren PC am besten komplett aus, diese Funktion herunterfahren kennen viele gar nicht mehr und lassen Sie die ganzen Features weg, die eh keiner nutzt in dieser Software und konzentrieren Sie sich darauf, dass Sie ein Stück Papier nehmen. An Bleistiften mit einem Radiergummi hinten dran, ein weißes Stück Papier. Wie gerade gesagt, setzen Sie sich irgendwo hin. Für 15 Minuten haben Sie Ihre Ruhe und versuchen Sie, das Bauteil einfach mal kurz in einer Skizze darzustellen. Sie kommen deutlich schneller voran und Sie tun sich danach auch viel leichter, das Bauteil dann im CAD, wenn Sie Ihren PC dann wieder hochgefahren haben, zu konstruieren. Denn die meisten Features dieser, Tollen Softwarevarianten werden nicht genutzt. Es werden nur die Standardeinstellungen wieder genutzt und die Frage ist auch, das haben wir sehr oft erfahren, auch bei unseren Kunden, dass man sich dann stundenlang mit der Softwareauswahl beschäftigt hat. Man hat mehrere Anbieter im Haus gehabt, man hat eine Testversion gehabt, man hat dann diese Software teuer gekauft und zum Schluss hat man sie ein, zweimal verwendet. Und bei diesen ein, zweimal war es so aufwendig. Weil man einfach nicht in diesem Modus drin war, diese Software entsprechend zu bedienen. Also, es liegt nicht daran, dass die Software schlecht ist. Die Software ist meistens richtig gut, wenn man weiß, wie man sie bedient. Und es ist oft halt zu lange her, dass man in dieser Schulung dran teilgenommen hat und sich dann wieder in diese Thematik auf gut Deutsch hineinfuchsen muss, um die richtigen Klicks an der richtigen Stelle zu machen und danach auch ein gutes Ergebnis zu haben. Und man hat dann natürlich immer die Angst danach. Dass dass man irgendwas vergessen hat und dadurch das Bauteil halt nicht funktioniert oder bricht. Das war also erster Punkt. Zweiter Punkt ist, dass man mal wirklich nachdenkt. Man hat nicht immer sofort eine Lösung im in der additiven Fertigung. In der konventionellen Fertigung kommt man da viel schneller an den Punkt, dass man sagt, es ist ein Frästeil, es ist ein Drehteil und man weiß ganz genau auch im Kopf, wie man vorgeht beim Drehvorgang, beim Fräsvorgang. Und da kann ich Ihnen nur einen Tipp geben und zwar, schauen Sie sich die bestehenden Checklisten im hier im Podcast an, überall dort, wo etwas mit additiver Fertigung steht oder additiver Konstruktion. Die additive Konstruktion in der Übersicht oder im Titel, dort versteckt sich auch meistens eine kleine Checkliste. Also in dem Fall können Sie schon viel richtig machen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, dort, Die ein oder andere Podcast-Folge noch mal anzuhören und sich die Checkpunkte dann auch mitschreiben. Dann der dritte Punkt ist, dass Sie die richtigen Denkwerkzeuge nutzen dafür. Na, ich nutze auch wirklich dieses Wort Denkwerkzeuge, weil der Professor Doktor Matek hier bestimmte Denkwerkzeuge auch entwickelt hat, wie man sich den Kraftverlauf in Bauteilen sehr einfach herleiten kann, wie man keine, Teure Software braucht, um ansatzweise ans gleiche Ergebnis zu kommen, um die ersten Ideen zu haben und natürlich auch, wie man Kerbwirkungen schlussendlich an Bauteilen auch komplett vermeidet. Also, Sie können natürlich, wenn Sie da mal ganz kurz offen dafür sind, drüber nachdenken, wo haben Sie denn Zug und Druck in Ihrem Bauteil, wo wird das Bauteil wirklich belastet, wo tritt eine Kraft ein, wo soll die Kraft austreten, Und wenn Sie sich das Zug so vorstellen, also die Zugkraft so vorstellen, als würden Sie ein Seil einbinden und die Druckkraft eher so, als würden Sie vielleicht ein Rohr einbinden oder ein Stock, dann sehen Sie relativ schnell, wo ist denn Zug und Druck und wo muss ich an der ein oder anderen Stelle mein Bauteil vielleicht doch noch mal konstruktiv verändern. Und das ganz Lustige dabei ist, das ist mir selber auch erst beim Autofahren letzten eingefallen und zwar, ich, Ich hab einen wirklich alten Schulkollegen aus der Berufsschule am Telefon gehabt und der sagte zu mir, ja, weißt du noch, wo wir früher all die Dinge berechnen mussten, ob das Bauteil hält, wie viel, ab wie viel Newtonmeter das Bauteil und wie viel Newton sozusagen dieses Bauteil dann bricht, diese ganzen Formelumstellerei et cetera. Da ist mir erst aufgefallen, dass wir früher eher gelernt haben, dass man ein Stück Flachstahl nimmt und berechnet, hab ich meine vierfache Sicherheit. Ab wann bricht mein Bauteil, dass wir aber nie gelernt haben, wie soll mein Bauteil denn aussehen und wie könnte ich es eventuell alternativ gestalten, dass es wirklich leichter ist und dass ich nicht im Vorfeld auf irgendwelche Standards zurückgreife, um mal ein bisschen flexibler in in der Denkweise zu sein. Also, das ist ein Punkt, dass man, Ja, es ist halt relativ einfach, ein Stück Flachstahl zu nehmen, 2 Löcher reinzumachen und es festzuschrauben, sich aber dann darf man sich aber zum Schluss im Endeffekt nicht beschweren, wenn es zu massiv ist, wenn es zu schwer ist und wenn man eigentlich die Aufgabe gehabt hat, das Bauteil viel intelligenter, kleiner, leichter und vielleicht auch mit mehr Funktionen als Mehrwert für den Kunden zu generieren. Es war also Punkt 3 und jetzt kommt Punkt 4 und es ist einer meiner Lieblingspunkte, wenn man nämlich weiß, wie man gute Fragen stellt in der additiven Welt, kommt man hier sehr, sehr gut voran, dass man alles in Frage stellt bei dem Bauteil. Wir müssen jetzt aber davon ausgehen und es gibt aus meiner Sicht 3 Bereiche. Bereich 1 ist, dass Sie ein Bauteil haben, dass Sie einfach nur versuchen so zu drucken, ne, dass Sie mit dem 3D Drucker den Kopierer spielen. Oder Variante 2, dass Sie die Möglichkeit haben, ein bestehendes Bauteil umzudesignen, was schon mal einen großen Schritt zum Thema Zeit und Geld und Innovationskraft geht. Oder noch ein weiterer Schritt, dass man sagt, man hat das Bauteil zwar schon mal konventionell gesehen, man lässt es aber dort liegen, wo es vielleicht gerade liegt und versucht, einen völlig neuen Denkansatz zu finden, dieses Bauteil zu konstruieren. Hier sollte man nicht das Rad neu erfinden, aber man hat die Möglichkeit, Ist natürlich entsprechend besser anzupassen und da darf man das Bauteil wirklich mal in die Hand nehmen und da fragen: ‘Sag mal, liebes Bauteil, was hast du denn in der letzten Zeit so erlebt, wo kommst du denn her, wo hast du am längsten warten müssen, et cetera.’ Und dass man alle Dinge, die sie am Anfang für selbstverständlich bei diesem Bauteil halten, mal in Frage stellen, weil dann kommen sie auch auf den richtigen Trichter nachzudenken, was kann man durchaus weglassen und die Aufgabe liegt hier ganz klar im. Was lässt man weg und was kann man pfiffigerweise oder clevererweise entsprechend hinzufügen. Das ist Punkt 4 gewesen und Punkt 5 ist, ja, es klingt so einfach, aber es einfach nur zu machen. Die meisten scheitern daran, dass sie zu viel nachdenken und es danach nicht umsetzen, dass die ganzen Zeichnungen und Skizzen in Schubladen rumliegen, irgendwo in Ordnerstrukturen auf einem Server abgespeichert sind und dass man sich nicht traut, es entsprechend zu tun. Und dass man hofft, dass der Abteilungsleiter, der Chef, der Geschäftsführer oder der Kollege einen da nicht drauf anspricht, weil dann müsste man ja doch den nächsten Schritt gehen und mal ein paar Bauteile drucken lassen. Aber wenn Sie an dem Punkt sind, dass Sie schon mal was gemacht haben und wissen, dass Sie das brauchen, aber es nicht zum Ende geführt haben und Sie das immer wieder im Hinterkopf haben und es Sie beschäftigt, dann gibt es doch noch, Sozusagen eine gläserne Decke bei Ihnen, was Sie nicht wissen, wovon Sie vielleicht von einer falschen Geschichte ausgehen. Man kann auch mentale Blockade dazu zu sagen, die Sie einfach blockiert, die Dinge umzusetzen, womit es Ihnen aber besser gehen würde, wenn diese mentale Blockade bei Ihnen gelöst wird, wenn Sie mal mit jemandem darüber sprechen und dass vielleicht die ein oder andere Knackpunkt, wo Sie sich denken, hm, das macht mir Schwierigkeiten, da haben Sie vielleicht ein paar Sorgen. Oder Unsicherheiten, dass die Ihnen jemand nimmt und Sie sich danach zurücklehnen können und sagen, jetzt passt das Ganze, jetzt freut man sich richtig drauf, dann das umzusetzen. Und da muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, ist es ganz oft so, dass man kaum erwarten kann, dass die Bauteile dann auch endlich im Büro ankommen und auf dem Schreibtisch liegen und man sagt, man kann die jetzt auch einbauen und sieht, wie sie funktionieren. Das ist super interessant. Also, wenn Sie diese 5 Hebel, die ich Ihnen jetzt mitgegeben habe, Entsprechend auch in Ihrem Unternehmen umsetzen wollen und Sie richtig umsetzen wollen, Sie dabei auch offen dafür sind, dass Sie jemand haben, den Sie fragen können, der Ihnen Hilfe anbietet. Denn Hilfe anzunehmen ist in der additiven Welt mittlerweile eine Stärke und keine Schwäche mehr. Dann kommen Sie zu uns ins kostenfreie Erstgespräch. Wir finden genau heraus, an welchem Punkt Sie dort stehen. Sie sagen uns in etwa, wo Sie hinwollen. Wir sagen Ihnen, ob das Sinn macht und wir finden gemeinsam heraus, ob und wie wir Sie dort an den Punkten entsprechend auch unterstützen können. In diesem Sinne, vielen Dank und bis zur nächsten Podcastfolge.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.