#156 Wann macht 3D-Druck Sinn?
Shownotes
Macht es Sinn, genau dieses Bauteil oder diese Anwendung mit 3D-Druck umzusetzen? Was ist der Grund dafür, damit es keinen Sinn macht? Gibt es eine Skala dafür, wann und wie es Sinn macht? In dieser #3DDruckpodcast Folge habe ich eine gute Übersicht für Sie vorbereitet, damit die Entscheidung leichter fällt.
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Transkript anzeigen
2021-12-06: 2021-12-06 Willkommen zum 3D-Druck Podcast, dem Technologie-Podcast, wenn es um alle Aspekte in Sachen 3D-Druck geht. Egal, ob Sie sich neu mit dem Thema 3D-Druck und additiver Fertigung beschäftigen oder bereits erfahrener Anwender sind. Oder vielleicht sind Sie 3D-Druck-Dienstleister, Hersteller oder Zubehörlieferant, weil es ja immer darum geht, ob Sie Ihren 3D-Drucker im Griff haben oder ob der 3D-Drucker Sie im Griff hat. Ich bin Johannes Lutz und freue mich auf diese Podcastfolge. Weil diese Podcastfolge den Titel ‘Wann macht 3D Druck und additive Fertigung denn überhaupt Sinn?’ hat und sich das für mich lohnt? Denn ganz oft kommt diese Frage: Macht es Sinn, das zu drucken? Wie drucke ich zum Beispiel dies hier? Habe ich irgendeinen Vorteil, wenn ich mich in dieses Thema hineinbegebe, um doch ein paar Bauteile zu drucken? Und ich sag mal, das sind zwar wichtige Fragen für denjenigen, der sie fragt, aber ich kenne die Antwort meistens immer sofort. Die wird demjenigen nicht immer sofort gefallen, aber ich bin jemand, der nicht den Druck auf die Menschen ausübt, sondern eher Druck fürs Ergebnis hat. Ich bin sehr ergebnisorientiert und dabei muss man immer herausfinden Bekomm ich ein bestimmtes Ergebnis oder erreiche ich ein bestimmtes Ziel, wenn ich darüber nachdenke, diese oder jene Anwendung in der additiven Fertigung herzustellen? Und dabei würde ich erst mal mit Ihnen ein kleines Ausschlussverfahren machen, wenn 3D-Druck keinen Sinn macht. Denn wenn man allein schon sagt, wie es nicht geht, könnte man aufgrund dessen schon herausfinden, was man tun sollte oder wie es gehen könnte. Das heißt, und das sind jetzt Punkte, ich habe mir hier zwei Punkte aufgeschrieben bezüglich davon, wann 3D-Druck wirklich keinen Sinn macht, wo man sich vielleicht ein bisschen selber wiedererkennt in der Hinsicht, dass man sagt: Gut, der Kollege hat da schon mal sowas gesagt, ich habe da schon mal was ausprobiert, es hat nicht funktioniert. Sie sollten 3D-Druck auf keinen Fall machen, es macht keinen Sinn, Bauteile zu drucken, wenn Sie nur darum suchen, einen günstigeren Preis zu haben. Und günstigeren Preis in dieser Geschichte, wenn ein Kollege sagt: ‘Hey, ich hab gesehen, 3D-Druck, das ist Kunststoff’ Das muss günstiger sein. Frag diese Metallteile dort mal an und guck, ob du da einen besseren Preis bekommst. Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn und das Ergebnis, das dabei rauskommt, ist meistens enttäuschend, ne? Enttäuscht ist man dann, die Täuschung ist zu Ende, wenn man dann die Wahrheit bekommt in der Hinsicht, dass der Dienstleister oder der Hersteller, bei dem man angefragt hat, wenn es um Musterteile geht, sagt, doch die Bauteile sind ein bisschen teurer und man müsste zusätzlich noch etwas umkonstruieren und dann lassen viele immer gleich die Die Finger davon, obwohl man eigentlich das Ziel hat, etwas zu verändern. Da kommt es aber immer auf die Hersteller und die Dienstleister an. Wie derjenige argumentiert und wie er versucht, die ein oder andere Unsicherheit zu nehmen. Da gibt es gute und schlechte Dienstleister, Hersteller, Berater in dem Fall. Wenn es um solche Dinge geht. Nein, das ist aber ganz abhängig davon, welches Ziel derjenige hat, auf der anderen Seite des Telefons. Aber jetzt zurück zum Thema: Wann macht 3D-Druck keinen Sinn? Wenn Sie nur eine einfache Alternative zu Metallbauteilen suchen oder wenn die Bauteile im Vorfeld komplett konventionell für eine andere Technologie konstruiert worden sind und Sie mit aller Gewalt versuchen, das Bauteil dann doch noch irgendwie zu drucken. Weil man keine Lust hat, Das Bauteil ein bisschen an die additive Welt anzupassen und meistens geht es da gar nicht um viele Veränderungen, sondern paar Kleinigkeiten machen das schon. Wirklich viel aus und ein weiterer Punkt ist zum Beispiel, dass man, wenn man die Anwendung nicht wirklich identifiziert und qualifiziert hat, gar nicht darüber nachdenken braucht, das Bauteil zu drucken, weil man wissen muss. Was für ein Bauteil möchte ich denn genau drucken und welche Aufgabe hat es? Und es gibt immer wieder diesen Punkt, wann 3D-Druck keinen Sinn macht. Wenn man einfach nur glaubt, es ist cool, ist ein Hype, ich lass mal ein bisschen was drucken und gucke, was dabei rauskommt. Es kann okay sein, um die ersten Inspirationen zu holen, aber warum nicht gleich von Anfang an richtig machen? Denn genau aus dem Grund, was ich Ihnen gerade gesagt habe, haben sich so viele Ingenieure, Konstrukteure, Techniker und Anwender schon die Finger verbrannt. Weil sie ein komisches, vielleicht FFF FDM-Bauteil in der Hand hatten, obwohl diese Technologie für diese Anwendung gar nicht die richtige gewesen wäre, schaut man sich die Oberfläche an und sagt, das passt ja alles gar nicht, das ist viel zu rau, das Bauteil bricht ja sofort. Ja, Sie haben die falsche Technologie dort meistens verwendet oder das falsche Material und haben einen Gedanken für die Zukunft, sozusagen, für immer weggesperrt zu sagen: 3D-Druck, das könnte etwas werden. Weil sie einmal eine schlechte Erfahrung gemacht haben. Ja, und das Thema günstiger als konventionell, ich glaube, das habe ich bereits gesagt. Es gibt viele Punkte, wo 3D-Druck keinen Sinn macht, die habe ich Ihnen aufgezählt. Es gibt noch ein paar mehr, aber das sind mal so erstmal die wichtigsten. Jetzt ist natürlich die Frage, wann macht 3D-Druck denn überhaupt Sinn und da muss ich Ihnen sagen, da gibt es zwei Wege, einmal diesen Weg. Ein eine bestehende Anwendung zu verbessern, also etwas Bestehendes besser zu machen oder etwas, das heißt das eine oder das andere, ist etwas Neues zu erschaffen Wenn man eine Idee hat und diese von Beginn an gleich additiv denkt und die ersten Schritte damit geht. Das ist der zweite Punkt und der erste Punkt ist, ich habe eine Problematik, eine Herausforderung oder möchte etwas besser machen. Und dafür nutze ich 3D-Druck und in beiden Fällen geht es darum. Um die Ecke zu denken. Das bedeutet, Sie verändern das Bauteil und stecken Energie hinein, gedanklich und durch Arbeit, um dieses Bauteil zu verändern. Zum Schluss bleibt es immer noch ein Bauteil. Aber der Nutzen, den Sie daraus ziehen Ist ein ganz anderer. Das bedeutet, dass man den Fokus nicht auf das Bauteil legt, sondern auf den Nutzen, der dabei herauskommt, egal ob Sie das Bauteil verbessern oder etwas Neues schaffen. Und dazu ist es nun mal, wenn Sie diese Absicht haben, an höheren Nutzen zu bekommen, dass Sie im Vorfeld bestimmte Bedingungen erfüllen müssen und diese Bedingungen heißen nicht günstiger Preis. Ein bisschen Bauteil, das Bauteil ein bisschen in 3D-Druck zu drucken, eine Alternative zu haben, et cetera. Sondern diese Bedingungen heißen, additiv zu konstruieren. Das richtige Material herauszusuchen und seine Anwendung genau zu identifizieren Die richtige Denkweise für 3D-Druck zu haben, einen motivierten Mitarbeiter oder jemanden mit dem nötigen Know-how, um dies umzusetzen, und natürlich die richtige Technologie auszuwählen. Und dann kommen natürlich Punkte als Nutzen heraus. Damit hätten Sie wahrscheinlich gar nicht gerechnet. Die sind meistens so gut, dieser Nutzen ist so groß oder man spart so viel ein, dass man sich im Vorfeld das gar nicht vorstellen kann, dass es überhaupt möglich gewesen wäre. Dass vielleicht vorhin ein Bauteil 1000€ gekostet hat, jetzt kostet es nur noch 35€. Dieser Unterschied ist so groß, dass viele sagen, das kann nicht gehen. Das darf so gar nicht gehen. Aber da sind sie vielleicht in einer Welt gefangen, wo man erstmal ausbrechen muss. Man muss sich dort gedanklich auf eine andere Ebene stellen, also erstmal ein bisschen neutraler einstellen gegenüber dem Thema 3D-Druck, dann funktioniert das auch. Das bedeutet, wenn man jetzt sagt, man möchte den Nutzen viel eher sehen, dann. Gibt es weitere Punkte, wann 3D-Druck auf jeden Fall Sinn macht und das heißt, wenn man den Kundennutzen erhöhen möchte. Ein weiterer Punkt ist, wenn man die Funktion optimieren möchte. Man kann konventionell und additiv manchmal nicht vergleichen, weil bei der additiven Lösung viel mehr Nutzen und viel mehr Funktion dabei ist als bei dem konventionellen Bauteil. Ein weiterer Punkt ist, dass man das Gewicht reduzieren kann. Da gibt es Gewichtsreduktionen von bis zu 80 Prozent. Das müssen Sie sich vorstellen, wie schwer so ein Bauteil vorher war. 10 Kilogramm, es wiegt nur noch 22 Kilogramm. Das ist ein Riesenunterschied. Zusätzlich kann man die Montage vereinfachen. Vielleicht muss man gar nichts mehr montieren bei diesem Bauteil Sondern der 3D-Drucker druckt einfach nur ein sehr komplexes Bauteil, das Schrauben wegfallen lässt, dass irgendwelche Passungen wegfallen, dass viele Bauteile wegfallen, die montiert werden müssen. Und dass man eine Justierarbeit wegfallen lässt, dass ein Mitarbeiter vielleicht 2 Tage dran sitzt, um diese Baugruppe zu montieren. In Wirklichkeit ist jetzt der 3D-Drucker 2 Tage beschäftigt, dieses Bauteil zu fertigen, und in der Zeit können Sie etwas anderes machen. Und ein weiterer Punkt, der Sinn macht, ist, wenn Sie eine Durchlaufzeit reduzieren wollen von Bauteilen. Und wenn Sie die Prozesse oder die Herstellkosten reduzieren wollen Dieser Kostenpunkt ist schon dabei, natürlich, aber immer in einer Relation. Nicht nur die Kosten zu sehen, sondern auf das Gesamtpaket zu gucken. Und wenn Sie jetzt diese Punkte, die ich gerade gesagt habe, Durchlaufzeit reduzieren, Prozess und Herstellkosten reduzieren, Montage wird vereinfacht, Gewicht wird reduziert, Funktion wird optimiert, Kundennutzen wird erhöht. Dabei geht es jetzt auch wieder nicht darum, nur einen Bereich zu erfüllen Sondern gleich mehrere Bereiche gleichzeitig. Was glauben Sie, wie würden Sie sich freuen, wenn Sie von Ihrem Lieferanten ein Bauteil bekommen, das jetzt deutlich leichter ist, wo Sie vorher gesagt haben: Mensch, es ist immer so schwer, das von A nach B zu tragen. Wenn Sie sagen, gut, ich habe hier drei Funktionen mehr. Die ich mir eigentlich vorher schon immer gewünscht habe. Sie haben einen deutlich höheren Kundennutzen dadurch. Sie müssen vielleicht gar nichts mehr montieren, weil das Bauteil von fünf Bauteilen auf ein Bauteil reduziert wurde. Sie bezahlen den gleichen Preis, vielleicht sogar ein bisschen mehr, haben aber auch mehr Funktionen und das Bauteil ist noch schneller verfügbar. Dann würden sie sich natürlich auch freuen. Doch sollte man sich immer, wenn man darüber nachdenkt, 3D-Druck Sinn macht, nicht direkt in die Anwendung hineinversetzen, sondern immer fragen, was man davon haben kann. Und wenn man nutzenorientiert denkt, widerspiegelt sich das natürlich in bestimmten Ergebnissen, was Zeit, Geld und Innovationskraft angeht. Und wenn sie jetzt selbst sagen, sie möchten dort etwas verändern, dass sie Ihnen mehr Nutzen aus Ihren Bauteilen ziehen, dass Sie wissen, wann 3D-Druck wirklich Sinn macht und wie Sie die ersten Schritte dafür machen, dass Sie wissen, welchen Mitarbeiter Sie in Ihrem Unternehmen dafür Wissen mitgeben müssen, damit er die nächsten Schritte macht und nicht blockiert ist. Wenn Sie wissen wollen, welches Material und welche Technologie für Sie die richtige ist und wie Sie die richtigen Anwendungen finden Dann kommen Sie zu uns ins kostenfreie Erstgespräch. Wir schauen uns Ihre Situation an. Wir zeigen Ihnen aus diesem Gespräch einen Weg auf, wo Sie die ersten Schritte alleine gehen wollen oder wir es gemeinsam schaffen. Dann haben Sie den Punkt 3D-Druck in Ihrem Unternehmen implementiert, um wirklich gewappnet zu sein für die Zukunft. Wir wissen nicht, was uns die nächsten zwei Jahre in dieser aktuellen Situation noch bringen wird, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Und dass Sie das investieren, was Sie in die Beratung stecken Um ein Vielfaches wieder rausholen, indem Sie Zeit und Geld einsparen und Ihre Innovationskraft im Unternehmen deutlich steigern. Wenn Sie das erreichen wollen, kommen Sie zu uns ins kostenfreie Erstgespräch. Ich freue mich, dass Sie beim Podcast bis jetzt dabei geblieben sind, und freue mich, wenn Sie in der nächsten Podcast-Folge wieder dabei sind. Bis dann.
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